Eine paradox klingende Headline ist in Wahrheit alles andere als paradox: Durch die vom „Kicker“ vermeldete Vertragsverlängerung von Torhüter Noah Atubolu beim SC Freiburg würde ein Transfer zur Frankfurter Eintracht viel wahrscheinlicher werden. Wir klären das augenscheinliche Kuriosum auf!
Schon seit der 0:7-Klatsche im Testspiel gegen den Brentford FC ist bekannt, dass man bei der Eintracht scheinbar nicht mehr auf Kaua Santos als Nummer 1 im Tor bauen möchte. Zwar war der junge Brasilianer beileibe nicht für die Gegentorflut verantwortlich. Gerade beim 0:2 patzte Santos aber folgenschwer und sah auch bei einigen anderen Situationen alles andere als souverän aus. Da auch Ersatztowart Michael Zetterer nicht das volle Vertrauen der Verantwortlichen haben soll, ist die Maßgabe bei den Frankfurtern wohl, einen neuen Stammtorwart zu verpflichten. Kurz vor Ende des Transferfensters ist dies aber alles andere als eine leichte Aufgabe für Sportvorstand Markus Krösche. Nach Informationen des Berichts verhandelt er seit Sonntagabend mit dem SC Freiburg.
Die Frankfurter Wunschlösung im Tor soll nämlich Freiburgs Atubolu sein. Der Torwart gab schon vor Monaten bekannt, den nächsten Karriereschritt gehen zu wollen. Daher möchte er Freiburg gerne verlassen. Sein eigentliches Ziel, in die englische Premier League wechseln zu wollen, ging nicht auf. Jetzt droht dem 24-Jährigen ein Jahr auf der Tribüne. Denn die Breisgauer haben mit Mio Backhaus schon einen Ersatz für Atubolu verpflichtet. Zwar darf Atubolu weiter trainieren in Freiburg, geplant wird allerdings nicht mehr mit ihm. Durch diese Situation geht die Tür für die Eintracht auf. Die Hessen suchen händeringend nach einer neuen Lösung im Tor und Atubolu will den nächsten Schritt gehen und eine Saison auf der Tribüne vermeiden.
Lösung gefunden? Macht die Vertragsverlängerung den Weg frei?
Verständlicherweise pochen die Freiburger darauf, mit ihrem Spieler, der noch bis 2027 unter Vertrag stand, Kasse zu machen. Frankfurt fehlen aber wohl die finanziellen Mittel, um den Spieler direkt für die geforderten 15 Millionen Euro zu verpflichten. Daher kam das Modell auf den Tisch, Atubolu mit einer Kaufoption oder Kaufpflicht zu leihen. Das wäre aber nicht gegangen, wenn dessen Arbeitspapier in Freiburg nur bis zum nächsten Sommer gelaufen wäre. Dann hätte der Torwart nämlich ohnehin ablösefrei wechseln können. Weder für die Freiburger, noch für den Spieler, der seinem Verein die Möglichkeit einer Ablöse einräumen möchte eine Option, wie der „Kicker“ in Bezug auf eigene Informationen vermeldet. Daher soll der Spieler dem Bericht zufolge „heimlich, still und leise“ seinen Vertrag verlängert haben. Und genau das würde einen Wechsel zur Eintracht jetzt plötzlich viel wahrscheinlicher machen. Die Tür für einen Wechsel könnte dadurch also ein großes Stück aufgegangen sein.






7 Kommentare
Mir würde ein riesiger Stein von Herzen fallen, wenn wir auf der Torhüterposition einen Haken machen könnten, losgelöst von Namen, Leistungen usw. Dann wäre zumindest für den Übergang das Thema erledigt.
In meinen Augen wäre das eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Für Freiburg noch am wenigsten, da die ihren Spieler vermutlich gerne direkt fest abgegeben hätten. Der Markt gibt aber nichts anderes her. Dennoch ist das durchaus ein deutliches Entgegenkommen der Freiburger, die sich - in meinen Augen - sowieso mehr als vorbildlich präsentieren in der ganzen Sache. Dass Atubolu weiter voll mittrainieren darf ist nicht selbstverständlich. Dass man scheinbar kooperativ versucht, eine Lösung zu finden ebenfalls. Wenn der Transfer mit einer vernünftigen Kaufsumme vereinbart wird, kann man allen Beteiligten nur gratulieren.
Hmm, für ein Jahr Leihe! Also keine feste Wechselabsichten, glaub da kann er auch gleich nach England auf Leihe wechseln, mit höherer Kaufoption als was er jetzt Wert war! Unsere Eintracht kommt mir gerade vor wie Greuther Fürth, die sich die Nummer 1 auch erleihen müssten!
Das klingt doch gut! Meine Vorahnung wäre, dass neben Atubolu noch zwei Verteidiger kommen (mit Profil IV und Außenverteidigung), Santos verliehen oder verkauft wird, Zetterer nach Leeds geht, Theate und Doan auch noch gehen. Dafür kommen noch Kalimuendo (Last-Minute-Leihe) und der Typ vom KSC, an dem wir schon so lange dran sind. :) Bei Chaibi, Nkounkou und Bahoya wird man auch schauen und offen sein, falls noch was realistisches rein kommt - dann aber ohne Ersatz.
Es gibt aber ja gerade keine Angebote aus England. Und es geht hier eher um ein Verschieben der Ablöse in den nächsten Sommer. Wir haben kein Geld (bzw. brauchen es woanders) und der SC braucht es nicht dringend. Daher wird es ne Leihe mit Kaufoption oder Kaufpflicht. Dennoch werden wir Atubolu auch aufgezeigt haben, dass er perspektivisch dann auch den nächsten Schritt nach England machen kann (den will er ja), wenn er zu uns kommt.
Naja, du vergisst die Kaufoption, die auch ggf. eine Kaufpflicht wird. Also das hat schon das Potenzial eine längere Beschäftigung zwischen den Frankfurter Pfosten zu werden.
Recht hast du. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Freiburg auf diese Art einen ablösefreien Abgang von Atubolu im nächsten Jahr verhindert. Auch nicht ganz unwichtig.
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