Leandro Barreiro Martins (FSV Mainz 05), Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt), Martin Hinteregger (imago/Poolfoto)
Eintrachts Daichi Kamada trennt Leandro Barreiro Martins im Spiel gegen Mainz unsanft vom Ball. Martin Hinteregger hat alles im Blick. (Bild: imago/Poolfoto)

Bei der 0:2-Niederlage der Eintracht im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Samstag haben die Frankfurter einen ordentlichen Dämpfer in Sachen Klassenerhalt einstecken müssen. Eine Vorentscheidung im Abstiegskampf hätte eigentlich fallen und die Distanz zum direkten Konkurrenten aus Rheinhessen vergrößert werden können – stattdessen hat es die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in der unteren Region der Tabelle wieder spannender gemacht. Doch wieso gab das Team nach dem 0:1-Rückstand das Heft des Handelns aus der Hand? War die Mannschaft geblendet von den zwei Siegen zuvor? Und wie kann es in Zukunft im Allgemeinen und am Mittwoch im Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern München im Speziellen wieder besser werden? Darüber diskutierten die heutigen Teilnehmer des FPS-Fantalks.

Der Fantalk erscheint während der Saison an jedem Bundesligawochenende, an dem Eintracht Frankfurt ein Heimspiel bestreitet, sonntags zwischen 12 und 14:30 Uhr auf SGE4EVER.de. Ihr wollt auch einmal mit uns diskutieren? Dann bewerbt euch über das Fantalk-Bewerbungsformular und seid bei einem der nächsten Fantalks, die per Telefonkonferenz geführt werden, dabei.

Am heutigen FPS-Fantalk nehmen teil: SGE4EVER.de-Redakteur Julian, Eintracht-Fan Sebastian und FPS-Geschäftsführer Paul Taaffe.

These 1: Eine gute Halbzeit gegen Bremen darf nicht über die ganzen Defizite der letzten Wochen hinwegtäuschen.

Paul: „Das sehe ich anders. Wir haben gegen Bremen in der zweiten Halbzeit richtig guten Kombinationsfußball gespielt. Das ist uns auch gegen Freiburg gelungen und wir hatten jede Menge Chancen dadurch. Teilweise war das auch gegen Wolfsburg der Fall, obwohl das sicherlich eine Top-Mannschaft ist. Es gibt viele, die sagen, dass die anderen Mannschaften schlecht waren, aber das sehe ich nicht so. Sie waren schlecht, weil wir so gut gespielt haben. Ich finde, die Leistung gegen Bremen war ausgezeichnet. Die Probleme sind anderer Natur. Wenn wir das Spiel nicht von Anfang an annehmen und die andere Mannschaft merkt das, so wie Mainz gestern, dann klappt es einfach nicht. Man merkt dann einfach auch während des Spiels , wie Stück für Stück Laufbereitschaft und Motivation nachlassen. Ich bin kein Adi Hütter-Basher, ich finde wir haben die letzten drei Spiele ganz ordentlich gespielt. Das was ich jetzt sage, ist also kein Hütter-Bashing, sondern ich bin der Meinung, dass Adi gestern falsch aufgestellt hat. Gestern im Forum hat es jemand gesagt und der Meinung schließe ich mich an: Why change a winning team? (Wieso ein funktionierendes Team umstellen?) Ich hätte die gleiche Aufstellung wie gegen Bremen gebracht. Warum? Es gibt einen Spieler in unserem Verein, der sowas von unterschätzt wird und so selten mal von Beginn an ran darf. Und dann wird er höchstens mal vom Trainer gelobt und in der nächsten Partie spielt er auf einmal nicht mehr von Anfang an. Wenn er eingewechselt wird, dann ist es zu spät: Mijat Gacinovic. Adi Hütter hat gestern in der Halbzeit die Fehler korrigiert, die er gar nicht erst hätte machen müssen. Mijat hätte von Anfang an spielen müssen – dazu ein Stürmer. Er hätte Timmy Chandler statt Touré bringen sollen. Die rechte Seite war in der ersten Halbzeit ja wieder sowas von offen. Diese beiden Fehler hat Hütter gemacht. Dadurch konnten wir unsere andere Karte nicht spielen, die in den letzten Spielen hervorragend funktioniert hat. In den letzten Spielen hat er spät Dost, Sow und De Guzman bringen können und das war dann gegen Mainz auf einmal nicht mehr möglich. Gerade gegen hochmotivierte und robuste Mainzer. Für mich hat sich Hütter gestern vercoached. Ich sage nicht, dass er der falsche Trainer ist, er muss nur weniger Fehler machen. So schlecht sind wir fußballerisch gar nicht, wenn wir von Anfang an richtig ins Spiel kommen.“

Julian: „Ich glaube, Paul hat das schon sehr ausführlich und gut beschrieben. Ich sehe aber auch ein anderes Problem: Man stellt sich schon die Frage, wer denn von beiden Mannschaften das erste Tor schießt. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass der ganze Plan über den Haufen geworfen wird, sobald der Gegner das erste Tor geschossen hat. Die Problemlösung, wenn wir hinten liegen, gefällt mir überhaupt nicht. Das merken auch die Gegner. Mainz hat gestern kurz vor der Halbzeit das Tor gemacht und bis dahin waren wir mehr oder weniger ganz gut im Spiel. Aber zu so einem Zeitpunkt wissen die Gegner einfach, was sie machen müssen. Sie müssen sich nur noch tiefer hinten reinstellen und dann auf Räume warten, die sich ergeben, weil die Eintracht mehr ins Risiko gehen muss. Es ist ja nicht nur einmal passiert, dass die Mainzer gestern völlig frei vor unser Tor gekommen sind. Es wurden ja sogar zwei Abseitstore abgepfiffen. Mainz hätte durchaus viel höher gewinnen können.“

Sebastian: Die Defizite sind schon da. Die liegen teilweise in der Einsatzbereitschaft. Ich fand die Körpersprache gestern auch, gelinde gesagt, ausbaufähig. Man hat schon von vorne herein gemerkt, dass die Mannschaft total auf Sicherheit gespielt hat. Immer wieder der Rückpass zum Torwart. Niemand hat sich mal vernünftig bewegt, dass mal ein Spielaufbau zustande kam. Ich bin ganz bei Paul. Auch ich hätte gestern eher mit einer Spitze begonnen und über das Mittelfeld versucht, ein bisschen Druck aufzubauen. Ich hatte auch gestern das Gefühl, dass André Silva neben Bas Dost gar nicht wusste, wo er hinlaufen soll. Da muss man allerdings auch sagen, dass das gegen Freiburg eigentlich ganz gut harmoniert hatte. Insofern hat mich das schon ein bisschen gewundert. Bei der rechten Seite würde ich Paul widersprechen wollen, denn ich fand auch Chandlers Leistung gestern wirklich schlecht. Er hat sehr viele Fehler gemacht und ich weiß nicht, ob er überhaupt nur einen Zweikampf gewonnen hat. Ihn fand ich nicht sehr viel besser, als Touré. Ich hab da auch keine richtige Lösung. Vielleicht kann man in so einem Spiel auch Da Costa einfach mal spielen lassen. Ich muss schon sagen, dass Defizite in der Mannschaft vorhanden sind. Aber Julian muss ich auch noch widersprechen, denn wir hatten auch Spiele, wo wir uns nach Rückstand zusammengerissen haben. Gegen Freiburg haben wir nach Rückstand echt gekämpft und da hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft den Punkt nach den Gegentoren erst recht haben wollte. Auch gegen Wolfsburg hatte ich das Gefühl, nachdem man den Ausgleich bekommen und die anschließende Drangphase überstanden hatte, dass man dann noch durchaus gezeigt hat: Ja, wir wollen und wir gehen bis zum Schluss und ein Punkt reicht uns nicht! Für mich sieht das ganze danach aus, als sei die Motivation bei den Spielern die, dass sie ja eigentlich sicher die Klasse halten und wenn mal ein Spiel läuft, dann läufts, aber so richtig quälen wollten sie sich nicht, denn Mittwoch ist ja auch noch Pokal. So sah es für mich gestern aus.“

Paul: Jein würde ich dazu sagen. Dadurch, dass Dost von Anfang an gespielt hat, ist es ein anderes Spiel geworden. Meiner Meinung nach wurde es ein Spiel, das Mainz eher in die Karten gespielt hat als uns. Dadurch, dass Dost spielt, hat Silva zu wenig Raum. Und ein Spieler wie Kamada, der eher die flacheren Bälle bearbeiten kann, hing auch in der Luft. Dosts Aufstellung führte dazu, dass wir wieder zu viele lange und hohe Bälle gespielt haben, weil der ja jedes Kopfduell gewinnt. Ich glaube, die Körperspannung war da. Nur die falsche Aufstellung und das immer steigende Selbstvertrauen von Mainz, die gemerkt haben, dass etwas geht, waren die Probleme gestern. Dann waren wir nicht mehr in der Lage, das Ding umzudrehen. Wir haben das Spiel von Mittwoch sicher auch noch in den Beinen gehabt, das muss man fairerweise auch sagen. Und gegen Freiburg, um Julian zu widersprechen, haben wir auch sofort gezeigt, dass wir nicht verlieren wollten. Gestern hatten wir kein Pulver mehr gehabt auf der Bank und man wusste schon in Halbzeit eins, dass da nichts mehr geht. Und ein Punkt noch zu Chandler: Es stimmt, er war nicht herausragend gestern. Gar keine Frage. Aber es ist auch viel schwieriger, in der Halbzeit eingewechselt zu werden, als von Beginn an zu spielen. Das ist immer so. Du brauchst das ganze Spiel, um reinzukommen. Hätte Timmy die ersten 45 Minuten gespielt, wär er vielleicht im zweiten Durchgang besser gewesen. Fakt ist, dass Touré ein Problem ist auf der rechten Seite. Nach vorne gut, aber nach hinten nicht bundesligatauglich.“

These 2: Tiefstehende Gegner sind nach wie vor ein riesiges Problem für das Frankfurter Spiel.

Julian: „Das haben wir ja hier die letzten Jahre schon oft diskutiert. Meiner Meinung nach fehlt uns im letzten Drittel der Spielwitz beziehungsweise der Tiefgang. Wir spielen eigentlich sehr gut bis ins letzte Drittel. Das war auch gestern gegen Mainz gut zu erkennen. Dann fehlt uns aber die Dynamik oder ein Spieler, der in den Raum hineinrennt. Wir haben an den falschen Stellen Dynamik und da wo sie fehlt, kreieren wir zu wenige Torchancen. Gestern war ein typisches Mainz-Spiel. Die haben fünf Spiele hintereinander nicht gewonnen, fahren dann nach Frankfurt und gewinnen. So war es letztes Jahr auch, als sie sieben Auswärtsspiele hintereinander nicht gewonnen und dann in Frankfurt gewonnen haben.“

Paul: „Julian, nur ganz kurz, letztes Jahr war es direkt nach dem Spiel an der Stamford Bridge (Europa League-Halbfinal-Rückspiel bei Chelsea London, Anm.d.Red.) und jetzt war es direkt nach Bremen. Nach Stamford Bridge war es ja ganz schwer, die Spannung wieder zu finden und gestern hatten sie nun mal 90 Minuten mehr in den Beinen.“

Julian: „Da hast du natürlich recht. Dann muss man aber auch den Anspruch haben, unentschieden zu spielen. Vielleicht hat Adi auch gesagt, lasst die Mainzer ein bisschen kommen. Aber wenn das nach hinten losgeht, sieht das auch schlecht aus. Um nochmal auf die These einzugehen: Frankfurt hatte schon immer Probleme mit tief stehenden Gegnern. Wenn man vorne nicht weiß, wie man spielen soll, sollte man wenigstens versuchen, hinten die null zu halten. Und bei Standardsituationen bekommen wir auch viel zu leicht Gegentore.“

Sebastian: „Zur These ein ganz klares ja, aber das trifft in der Bundesliga auf alle Mannschaften zu außer Bayern München. Von daher sehe ich das nicht als spezielles Frankfurter Problem, aber eins, über das wir schon oft geredet haben. Julian hat das Spiel gegen Mainz im letzten Jahr angesprochen. Uns hätte ein Punkt für die Europa League gereicht. Da sind trotzdem noch alle gerannt und haben gekämpft. Das habe ich gestern vermisst. Die Körpersprache und Spannung müssen da sein, damit der Gegner auch etwas merkt. In Bremen war die erste Halbzeit nicht gut, aber wir haben körperlich dagegengehalten und das haben die Bremer auch gespürt. Wir waren gegen Mainz einfach viel zu brav. Wir haben aufgrund zweier individueller Fehler von Ilsanker verloren. Ich sage es, wie es ist. Und was Paul über die rechte Seite gesagt hat, stimmt auch. Wir hatten keine richtige rechte Seite gestern. Ilsanker ist im defensiven Mittelfeld besser aufgehoben, weil er jemanden braucht, der hinter ihm nochmal absichert. Das muss man als Trainer eigentlich auch mal sehen, ohne jetzt den Trainer wieder zu sehr zu kritisieren. Gegen tierstehende Gegner sollten wir das spielen, was wir gut können. Wir können gut Pressing spielen. Vielleicht wäre es eine taktische Möglichkeit, den Ball weit in die gegnersiche Hälfte ins Seitenaus zu schießen, um sich für ein Pressing aufzustellen.“

Paul: „Es macht Spaß, mit Julian und Sebastian zu diskutieren. Es trifft alles zu, was beide gesagt haben. Hat Adi den Abraham für München eigentlich geschont? Tut mir leid, aber das fände ich überheblich. Gestern drei Punkte und wir hätten mit dem Abstieg gar nichts mehr zu tun gehabt, aber so müssen wir noch ein bisschen zittern. Es ist unwahrscheinlich, aber in Frankfurt weiß man ja nie. Stichwort 2011.
Die rechte Seite mit Touré und Ilsanker ist ein absolutes no go. Adi, bitte überlege dir das nochmal. Was hat er da in der zweiten Halbzeit eigentlich gemacht? Er hat der Mannschaft zugestanden, dass die Taktik in der ersten Halbzeit schei*e war. Er hat Dost und Touré rausgenommen. Meiner Meinung nach hätten wir dann eher Silva rausnehmen müssen und uns mehr auf Dost konzentrieren müssen, weil er alles in der Luft gewinnt. Für mich war die taktische Ausrichtung in der zweiten Halbzeit sehr unklar. Ilsanker ist als Sechser ein ganz anderer Spieler als in der rechten Innenverteidigung. Wenn er müde wird, was er nach 70 Minuten wird, dann ist seine Passgenauigkeit relativ schnell am Arsch. Dann entstehen die Konterchancen für die Gegner. Das passiert bei Abraham nicht so leicht, weil er sich die Kraft besser einteilt, viel schneller ist und einfach mehr Erfahrung hat.
Es kann sein, dass wir im Kopf einfach platt waren. Das kommt mal vor, aber es hätte nicht so ausgehen müssen. Es wäre mindestens ein Unentschieden drin gewesen, wenn man eine andere taktische Ausrichtung gewählt hätte.“

Julian: „Ilsanker hatte übrigens eine Zweikampfquote von 42 Prozent. Das ist in der Defensive von allen Spielern die schlechteste gewesen.“

Paul: „Wobei Julian, das ist eine Statistik. Eine andere Statistik ist die der Fehlpässe und er steht auch oft falsch. Ilsanker ist auf jeden Fall nicht zweikampfscheu.“

Julian: „Dann macht es Sinn, ihn um eine Position nach vorne zu ziehen, damit er noch jemanden hat, der seine Fehler noch ausbügeln kann.“

Paul: „Du hast recht. Wenn Abraham nicht aufgestellt ist, gibt es hinten kein sicheres Konzept. Das muss der Adi doch sehen. Nur weil Ilsanker in Bremen zwei Tore gemacht hat, muss er als Lob nicht gleich auf einer Position aufgestellt werden, auf der er nicht spielen kann.“

These 3: Noch vier Spieltage stehen aus – bei dem Blick auf die Tabelle braucht sich die Eintracht aber nicht mehr um den Klassenerhalt zu sorgen.

Sebastian: „Ich sage ‚ja‘, wenn ich mir das Restprogramm der anderen, unten stehenden Mannschaften anschaue. Bei Paderborn sind wir uns wohl einig, die können uns nicht mehr einholen. Selbst, wenn Bremen heute gewinnt, sind sie immer noch sieben Punkte hinter uns. Bei dem Restprogramm, das sie noch haben, traue ich ihnen das nicht zu, uns noch mal gefährlich zu werden. Das Gleiche trifft auch auf Düsseldorf zu. Also ein klares Ja, wir werden den Klassenerhalt schaffen und müssen uns dahingehend keine Sorgen mehr machen.“

Paul: „Ich glaube, das kann man so positiv wie Sebastian sehen. Ich gehe davon aus, dass wir Schalke zu Hause packen. Paderborn könnte natürlich so ein typisches Spiel werden wie damals in Rostock: der Gegner ist schon abgestiegen, aber die gewinnen gegen uns. Bei unserer Eintracht war es doch schon immer so: Immer wenn du denkst, das wird ein Selbstläufer, dann geht es in die Hose. Das ist in unserer DNA drin. Insofern denke ich, ja, sie schaffen es. Auch wenn ich diese ganze Rechenspiele eigentlich nicht mag.“

Julian: „Rechnerisch ist wie bei den meisten Mannschaften im Mittelfeld noch so gut wie alles drin. Aber Sebastian und Paul haben es beschrieben: Wir werden mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Nach vorne wird allerdings auch nichts mehr passieren – deswegen werden wir irgendwo im Niemandsland landen und zwischen Platz zehn und zwölf eintrudeln.“

Paul: „Bevor wir hier aber herumrechnen, sollten wir lieber auf das Pokalspiel gegen Bayern am Mittwoch zu sprechen kommen. Ich glaube nämlich, an einem sehr guten Tag können wir am Mittwoch etwas holen.“

Sebastian: „Ich finde, das ist nicht so einfach zu beantworten und bin da so ein bisschen hin- und hergerissen, was Mittwoch angeht. Die Bayern neigen nicht dazu, Gegner zu unterschätzen – auch nicht nach solchen Leistungen von gestern. Die Wahrscheinlichkeit in München zu gewinnen, sehe ich nicht als besonders hoch …“

Paul: „Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, aber wir haben alle Chancen …“

Sebastian: „Klar, wir haben immer eine Chance, das Spiel fängt bei 0:0 an – das mal fürs Phrasenschwein. Ein Problem ist aber, dass Filip Kostic fehlt. Das kann aber vielleicht auch ein Vorteil sein, weil unser Spiel durch ihn berechenbar ist. Vielleicht kann sich Adi Hütter jetzt was ganz Besonderes ausdenken, womit wir die Bayern dann überraschen können. Aber grundsätzlich muss man sagen, das die Münchner eine Bombenform haben, deswegen sehe ich unsere Chance als sehr gering an. Klar, wenn alle Rädchen ineinander greifen, warum sollte es nicht klappen, aber … Ein bisschen Träumen darf man ja. Unser Bundesliga-Spiel in München hat mir eigentlich gefallen. Da haben wir gesehen, dass man die Bayern ein bisschen verletzen und ärgern kann. Ich hoffe, dass die Mannschaft am Mittwoch mit einer anderen Körpersprache auftritt als gestern, dann ist auch gegen Bayern an einem richtig guten Tag etwas zu holen.“

Julian: „Ich möchte mir jetzt nicht einreden, dass wir gar keine Chance haben. Aber ich glaube, wir sind uns einig, dass alles passen muss. Vorne muss man Effizient sein und die eine Chance, die man vielleicht bekommt, dann auch reinmachen. Ich freue mich auf das Spiel. Es ist eine andere Situation, keine Zuschauer, das kann vielleicht von Vorteil sein. Es ist möglich, Bayern zu schlagen.“

Paul: „Ich habe schon die Aufstellung im Kopf und sehe das Ergebnis vor mir – 2:1. Vielleicht ist es wirklich von Vorteil, wenn Kostic nicht spielt. Wir sind da wirklich berechenbar. Ich bin ein Fan von ihm, aber ganz ehrlich: Viele seiner Flanken sind Mist. Tut mir leid, aber es sind so viele, die nicht gut sind. Da gibt es natürlich Ausnahmen wie im Bremen-Spiel. Daichi Kamada ist ein Spieler, der technisch mit jedem Bayern-Spieler mithalten kann. Vielleicht lässt man ihn für Kostic links spielen. Wie dem auch sei, ich freue mich auf das Spiel.“

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57 Kommentare

  1. @Paul: Mein Ziel ist es im Pokalfinale in Berlin als erster Nacktflitzer eines Geisterspiels (mim Mispelchen in de Hand) Geschichte zu schreiben…:-)

  2. @50 Toure ist RV, kein IV. Er hat in Frankreich die meisten Spiele als RV gemacht. Nur Herr Hütter hat in als RIV aufgestellt

  3. Scheppe wir sehen uns da , die anderen Fans freuen sich bestimmt unseren 6 Päcke live zu sehen✔
    Haburger, der wurde aber m.e. als IV geholt.
    RV kann er nicht.

  4. Die Mannschaft braucht eine klare Spielidee, nicht sowas wie „Schnittspiel und dann sehen wir weiter“. Die Idee ist: Mauern, mauern, mauern. Die Mannschaft muss an die Idee glauben können: dazu brauchen wir eine rundum defensive Aufstellung. Das schafft das Vertrauen, dass sie es schaffen können. Wir werden am Mittwoch einem ungeheuren Druck ausgeliefert sein. Jede Minute zählt, in der kein Bayern-Treffer fällt. Mit jeder Minute, in der kein Bayern-Treffer fällt, wird sich der Druck, den der FCB aufbaut, verstärken. Das müssen wir wissen, um auch der Zunahme des Drucks widerstehen zu können.
    Mit jeder Minute, in der kein Bayern-Treffer fällt, wächst aber auch der Unmut der Superstars, dann Nervosität, dann Wut. Sie werden immer weiter aufrücken, immer mehr nach vorne schauen und immer weniger zurück. Erst dann kommt unsere Chance. Auch das muss die Mannschaft wissen. Dann kommt die Stunde der Vergeltung bzw die Minuten der Eintracht.

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