In der morgigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau ist das folgende Interview mit Heribert Bruchhagen zu finden.

Frankfurter Rundschau: Herr Bruchhagen, wie geht es der Eintracht? Wie groß ist die finanzielle Not eigentlich?

Heribert Bruchhagen: Wir haben in der vergangenen Saison mit vier Millionen Euro Verlust geplant, und so ist es auch fast gekommen. Wir müssen jetzt dennoch alles einsetzen an liquiden Mitteln, was möglich ist. Unser Umsatz bricht von 68 Millionen auf unter 40 Millionen Euro ein. Nach dem Super-GAU des Abstiegs ist der Aufstieg also mehr als erstrebenswert. Aber für dieses Ziel müssen wir dennoch das richtige Maß finden.

Frankfurter Rundschau: Als Sie 2003 gekommen sind, betrug das negative Eigenkapital der Eintracht 16 Millionen Euro. Sind Sie auf dem Weg dorthin zurück?

Heribert Bruchhagen: Nein. Aber wir sind derzeit dabei, unser mühsam angespartes Eigenkapital aufzuzehren. Das müssen wir auch tun. Denn es wäre fahrlässig, wenn wir nicht alles, was wir haben, in die Hand nehmen würden.

Frankfurter Rundschau: Hmm, das ist eigentlich nicht Ihre Geschäftspolitik…

Heribert Bruchhagen: … Sie sehen ja am Beispiel des vergangenen Spieljahres, dass der Etat auch nicht das allein Seligmachende ist. Seinerzeit haben wir uns dazu durchgerungen, einen großen Verlust zu planen, um den nächsten sportlichen Schritt zu wagen. Es ist dann genau das Gegenteil passiert.

Frankfurter Rundschau: Ist die Eintracht zum Aufstieg verdammt und hat nur diesen einen Schuss frei?

Heribert Bruchhagen: Das nicht. Aber wenn wir es nicht sofort wieder nach oben schaffen, kann ich die Arbeitsplatzgarantie, die ich für 108 Mitarbeiter nach dem Abstieg gegeben habe, nicht aufrechterhalten, zudem wird sich dann auch das Gerüst der Mannschaft verändern. Dann wird man sich vom Tafelsilber trennen müssen. Denn wir haben teure Verträge für die zweite Liga.

Frankfurter Rundschau: Obwohl Sie doch Verträge geschlossen haben, die bei Abstieg einen Abschlag einpreisen?

Heribert Bruchhagen: Ja, die Spieler verdienen zwischen 33 und 50 Prozent weniger. Und dennoch geht die Entwicklung im Augenblick sehr stark in die Minusseite, denn unsere Konzentration liegt derzeit darauf, einen breiten, starken Kader aufzustellen. Wenn es so weit ist, werden wir von der sportlichen Leitung sicherlich auch den einen oder anderen Spieler zum Verkauf freigegeben bekommen.

Frankfurter Rundschau: Russ und Schwegler?

Heribert Bruchhagen: Es ist doch nun einmal so im Fußball: Werthaltige Spieler, die nicht bereit sind, ihre Verträge über die kommende Saison hinaus zu verlängern, muss jeder Verein auch unter Transfergesichtspunkten betrachten. Das ist eine Grammatik, die nicht nur für Eintracht Frankfurt gilt. Aber mein Ziel war nie, Spieler zu verkaufen. Ich wollte immer eine gute Mannschaft. Aber wir hatten auch nie so einen Knaller, wir hatten nie so eine Schürrle-Situation wie jetzt Mainz 05.

Frankfurter Rundschau: Na ja, Tosun wäre so einer gewesen, den man jetzt für viel Geld verkaufen könnte.

Heribert Bruchhagen: Das ist doch Quatsch.

Frankfurter Rundschau: Wieso? Er spielt jetzt in der Türkei, schießt Tor um Tor und wurde schon in die Nationalmannschaft berufen.

Heribert Bruchhagen: Da hat er noch kein einziges Länderspiel gemacht. Wir haben ihm 15 000 Euro pro Monat allein an Grundgehalt geboten für einen Dreijahresvertrag. Wohlgemerkt: Für einen Spieler, der noch keine Minute in der Bundesliga gespielt hatte. Wir haben die Perspektive also durchaus gesehen. Aber der Spieler wollte nicht.

Frankfurter Rundschau: Er wollte gern auch mal spielen, er war ja deutscher U21-Nationalspieler.

Heribert Bruchhagen: Das hat Michel Skibbe angesichts des breiten Kaders anders gesehen.

Frankfurter Rundschau: Eine fatale Fehleinschätzung. Tja, und jetzt werfen Sie das, was Sie jahrelang gepredigt haben, über Bord. Heribert Bruchhagen, der Wirtschaftskapitän, verteidigt seine Grundsätze nicht mehr bis aufs Blut.

Heribert Bruchhagen: Meine Maxime lautet immer: Was ist für Eintracht Frankfurt das Beste? Da gebe ich auch mal meine Prinzipien auf. Alles, was dogmatisch ist, wäre in dieser Phase des Umbruchs falsch. Es ist kein Widerspruch, wenn ich sieben Jahre lang für solide Finanzen eingetreten bin, jetzt zu erkennen, dass mit mehr Risiko gewirtschaftet werden muss. Ich habe allerdings nie gedacht, dass meine These „Mittelfeld ist kein Mittelmaß“ mit so viel Wahrheit behaftet ist. Jetzt, nach dem Abstieg, sind wir alle schlauer.

Frankfurter Rundschau: Das heißt?

Heribert Bruchhagen: Das heißt, wir dürfen jetzt nicht nur perspektivisch denken, sondern wir müssen pragmatisch denken. Da holt man auch manchmal Spieler, die einem in diesem einen Jahr weiterhelfen, von denen man aber keinesfalls sicher ist, dass sie einem danach auch noch weiterhelfen. Im Augenblick ist alles dem direkten Ziel Wiederaufstieg untergeordnet.

Frankfurter Rundschau: Armin Veh nennt Pirmin Schwegler unverkäuflich.

Heribert Bruchhagen:Kann er gerne so sagen, aber ich trage hier nach wie vor die Gesamtverantwortung. Und dann könnte es mir obliegen, bei Bruno Hübner und Armin Veh entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten. Die beiden kennen die Sachzwänge selbst. Aber zurzeit sage ich auch ganz klar: Schwegler bleibt!

Frankfurter Rundschau: Derzeit vermittelt Veh verdächtig den Eindruck, als sei er unter falschen Voraussetzungen nach Frankfurt gelockt worden.

Heribert Bruchhagen: Journaille!

Frankfurter Rundschau: Wie bitte, Herr Bruchhagen? Das denken wir uns doch nicht aus. Das hat Veh selbst gesagt.

Heribert Bruchhagen: Armin weiß, dass wir für einen Etat von 19 Millionen Euro einen Kader zusammenstellen. Ein Trainer will eben immer jede Position doppelt besetzt haben. In dieser Phase sind Trainer immer fordernd. Armin ist ein alter Freund von mir. Ich habe ihm jetzt gesagt: ,Armin, du brauchst nicht zu drohen, dass du gleich wieder nach Hause gehst. Behalte einfach mal die Ruhe, du bekommst schon eine Mannschaft, mit der du direkt wieder aufsteigen wirst.‘ Ich weiß, wie die Mannschaft aussehen wird, es wird eine gute Mannschaft sein, eine, die aufsteigen wird. Verlassen Sie sich darauf.

Frankfurter Rundschau: Aber bei Ihnen und Friedhelm Funkel hatte man nie den Eindruck, als könne irgendwer Konflikte fördern.

Heribert Bruchhagen: Friedhelm hat seine Wünsche genauso vorgetragen, aber er hat sie nicht öffentlich gemacht. Inzwischen haben Sie blühende Landschaften. Ist doch wunderbar für die Frankfurter Rundschau.

Frankfurter Rundschau: Vielen Dank. Was also ist geblieben von der Trutzburg Eintracht Frankfurt, für die vor allem das Duo Bruchhagen/Funkel stand?

Heribert Bruchhagen: Ach, die Zeit mit Friedhelm war wunderbar. Aber jetzt ist es eben anders. Ich schätze Armin seit vielen Jahren, auch Bruno Hübner hat mir immer schon gefallen.

Frankfurter Rundschau: Fünf Jahre lang haben Sie und Funkel wie betoniert Rücken an Rücken gestanden und mit einer Sprache gesprochen. Nichts ist davon übrig geblieben. Rein gar nichts!

Heribert Bruchhagen: Die Bundesliga ist nun mal so, wie sie ist. Sie beklagen jetzt in Ihrer Fragestellung etwas, das Sie selbst mit herbeigeführt haben.

Frankfurter Rundschau: Das stimmt nicht, Herr Bruchhagen. Wir haben Funkel bestimmt nicht vom Hof gejagt. Das wissen Sie ganz genau. Aber wir wollen auch lieber über die Zukunft reden. Aktuell haben wir den Eindruck, bei der Eintracht täten sich zwei Lager auf: Hier die sportlich Verantwortlichen Hübner und Veh, dort Bruchhagen und Finanzchef Dr. Thomas Pröckl…

Heribert Bruchhagen: …diesen Eindruck entstehen zu lassen, daran arbeitet die Journaille, aber er ist dennoch falsch.

Frankfurter Rundschau: Hübner hat gerade erst gesagt, er erwarte einen Vertrauensvorschuss. Damit hat er nicht uns Journalisten gemeint.

Heribert Bruchhagen: Wissen Sie: Ich bin sehr bemüht darum, es wieder so hinzukriegen, wie es unter Funkel war. Also, tägliche Kommunikation, ein morgendlicher Jour fix. Und das klappt auch, wir sitzen jeden Morgen beim Kaffee zusammen, erst kürzlich sehr lange mit Bruno Hübner, unserem Chefscout Bernd Hölzenbein und Armin Veh. Es gibt keine Disharmonie, ich fühle mich in der jetzigen Konstellation sehr wohl.

Frankfurter Rundschau: Aber Sie entscheiden nicht mehr.

Heribert Bruchhagen: Der Vorstandsvorsitzende hat immer die letzte Entscheidung. Aber Sie wollen natürlich auf die Frühstücksdirektoren-Nummer hinaus. Der Aufsichtsrat wollte, dass ein Manager installiert wird, ich habe dem zugestimmt. Und dann ist er für mich auch der sportlich Verantwortliche. Wenn Bruno einen Spieler will, den ich für nicht geeignet halte, dann gebe ich meine Einschätzung ab. Aber er fällt die Entscheidung, und die akzeptiere ich und die trage ich mit. Wenn Hübner und Veh sagen, wir wollen den und den Spieler, dann unterschreibe ich den Vertrag, wenn die Zahlen stimmen.

Frankfurter Rundschau: Es kann nicht leicht sein, auf einmal raus zu sein aus dem Fußball-Manager-Geschäft.

Heribert Bruchhagen: Natürlich kommt es schon noch mal vor, dass etwa Felix Magath mich anruft und fragt: ,Sag mal, was willst Du für den Russ haben.‘ Aber dann sage ich: ,Felix, ruf den Bruno an.‘ Die auf der Hand liegende Geschichte, dass ich hier den Obermufti gebe, die wird es nicht geben. Ich ärgere mich, ehrlich gesagt, dass ich es nicht selbst war, der auf die Idee gekommen ist, einen Sportlichen Leiter zu installieren. Die Initiative hätte von mir ausgehen können, ich hätte das erkennen können.

Frankfurter Rundschau: Warum ärgert es Sie dann so maßlos, wenn Ihnen unterstellt wird, in Ihren Kompetenzen beschnitten zu sein?

Heribert Bruchhagen: Weil ich manche Ihrer Formulierungen in einem hohen Maße respektlos finde. Was bilden Sie sich eigentlich ein?

Frankfurter Rundschau: Sie sprechen darauf an, dass Sie in der Frankfurter Rundschau als Kleiderständer bezeichnet wurden, weil Sie das neue Trikot hochgehalten haben.

Heribert Bruchhagen: Ihnen ist bekannt, was ich als Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt zu tun habe. Vor diesem Hintergrund empfinde ich derart zynische und spöttische Bemerkungen als Unverschämtheit.

Frankfurter Rundschau: Es war nicht so persönlich und so böse gemeint. Unser Kollege hatte bei einer Trikotvorstellung eher an ein jüngeres Model gedacht, vielleicht sogar darauf gehofft. Womöglich sind Sie derzeit etwas sensibler als sonst.

Heribert Bruchhagen: Ich bleibe bei meiner Meinung, was diese Formulierung angeht.

Frankfurter Rundschau: Welche Resonanz erfahren Sie persönlich?

Heribert Bruchhagen: Wo ich auch hinkomme, bekomme ich Zuspruch. Die Fans sind sehr treu, bei den Business Seats läuft es gut, da haben wir bis auf 280 alle verkauft, bei den Logen stockt es ein wenig. Da haben wir 49 verkauft. Da merkt man die zweite Liga. In der vergangenen Saison hatten wir 14 Kündigungen, die habe ich alle persönlich besucht. Da habe ich bei der Hälfte eine Wende geschafft, die habe ich drehen können. In dieser Saison habe ich von 21 Kündigungen fünf besucht – ich habe keinen drehen können.

Frankfurter Rundschau: Im Sportmagazin Kicker muss man jetzt sehr weit blättern, ehe sich ein Artikel über die Eintracht findet. Sogar die französische Liga kommt noch eher.

Heribert Bruchhagen: Ganz bitter. Das tut mir sehr weh.

Frankfurter Rundschau: Sie wirken noch immer so, als könnten Sie nicht glauben, dass die Eintracht tatsächlich abgestiegen ist.

Heribert Bruchhagen: Das ist so, ich kann das nicht verwinden. Sie können gar nicht glauben, wie sehr ich unter diesem Abstieg leide. Ich habe ja gesehen, wo es hinläuft, ich habe sehr früh gedacht, dass es auf die Relegation hinauslaufen könnte. Aber dass es so kommt… Wir waren alle von einer Lethargie befallen, wie paralysiert. Ich saß bei Niederlagen mitunter auf der Tribüne und konnte kaum noch atmen. Ich bin heute noch traumatisiert. Und ich überlege heute noch jeden Tag, weshalb…

Frankfurter Rundschau: Und?

Heribert Bruchhagen: Meine Erklärung ist die: Ich habe eine Fehleinschätzung vorgenommen. Ich habe fünf, sechs Jahre lang von Russ, Ochs, Meier, Köhler, Nikolov, Chris, Amanatidis, Vasoski geschwärmt, das waren meine Jungs, das war für mich Eintracht Frankfurt. Wir waren authentisch, stabil, bescheiden, anständig. Wir hatten eine wunderbare Gruppe, charaktervoll, ein riesiges Gemeinschaftsgefühl. Sie wissen doch, was es im Profifußball für Sauhaufen gibt. Deshalb habe ich nie geglaubt, dass wir als Gruppe so hilflos abstürzen könnten. Das, was ich als Trumpf, als Markenzeichen angesehen habe, hat nicht gegriffen. Das werfe ich mir vor.

Frankfurter Rundschau: Und dann haben Sie noch den falschen Trainer geholt.

Heribert Bruchhagen: Ach, wer weiß das denn? Michael Skibbe hat sich danach hingestellt und gesagt: Mit mir wäre die Eintracht nicht abgestiegen. Kann er sagen. Wer weiß es? Und Christoph Daum war fleißig und akribisch, aber wenn ich dann neben ihm gesessen habe und er gesagt hat, er wolle Gekas aus dem Gedankengefängnis befreien, dann bin ich auch zusammengezuckt. Aber ich habe alles versucht, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Aber es hat nicht geklappt. Und Daum kann ich keine Vorwürfe machen, überhaupt keine.

Frankfurter Rundschau: Sie gucken seit Jahren die Konferenz der Zweiten Bundesliga. Wie gut kennen Sie die zweite Liga? Besser als Ihre Frau?

Heribert Bruchhagen: Ja.

Frankfurter Rundschau: Ist die Eintracht das Bayern München der zweiten Liga?

Heribert Bruchhagen: Das kann man nicht sagen.

Frankfurter Rundschau: Was kann man denn sagen? Topfavorit?

Heribert Bruchhagen: Auf jeden Fall, wir haben einen Etat von 19 Millionen, andere vielleicht die Hälfte. Da ist es doch klar, dass wir uns dieser Rolle stellen müssen.

Frankfurter Rundschau: Wie schwer wird es?

Heribert Bruchhagen: Wir haben mit Meier, Schwegler, Rode – tolles Talent übrigens −, Köhler, Caio und Lehmann ein Riesenpotenzial, wir werden eine Spielkultur zeigen, die auf eine ganz andere Kultur prallen wird. Nahezu alle Gegner werden mit zwei defensiven Mittelfeldspielern antreten, mit nur einer Spitze, und versuchen, den Raum enorm zu verengen. Sie werden dann über den harten Zweikampf versuchen, Verunsicherung bei uns hereinzubekommen. Und dann kommen die konterartigen Gegenstöße. Für mich stellt sich dann die Frage: Werden wir es schaffen, dann hinten stabil zu bleiben? Deshalb sind die Innenverteidiger auch so wichtig.

Frankfurter Rundschau: Da brauchen Sie schnelle Leute?

Heribert Bruchhagen: Ja, denn Veh will ja hoch stehen mit der Abwehr. Wenn ich dort einen Rune Bratseth habe, dann kann ich hoch stehen. Aber mit einem Maik Franz geht das nicht so gut. Auch Marco Russ ist kein Spieler, der es gewohnt ist, hoch zu stehen. Wir brauchen da hellwache Jungs. Und die werden wir kriegen. Aber nicht drei, wie Veh will. Das geht nicht. Aber zwei werden wir holen.

Frankfurter Rundschau: Erwarten Sie von Caio einen Sprung?

Heribert Bruchhagen: Skibbe hat mir gesagt, er kriege Caio hin, Daum hat mir erzählt, er schaffe das, und gerade jetzt sagt mir Veh, Caio sei ein faszinierender Spieler.

Frankfurter Rundschau: Sind hören sich skeptisch an.

Heribert Bruchhagen: Ich war überrascht. Und, ja, ich bin ein bisschen skeptisch. Aber es würde ich mich freuen, wenn Caio endlich den Durchbruch schafft.

Frankfurter Rundschau: Warum darf eigentlich Ioannis Amanatidis nicht weiter für Eintracht Frankfurt spielen?

Heribert Bruchhagen: Ich kann dazu nichts sagen. Nur so viel: Ich bedauere das sehr. Es tut mir sehr weh, wie es gelaufen ist. Er hat für die Eintracht sehr viel getan. Ich habe ihm angeboten, hier bei Eintracht Frankfurt seine Karriere nach der aktiven Laufbahn mit uns zu planen. Das wollte er nicht. Für ihn gibt es keine sportliche Rückkehr mehr.

Interview: Ingo Durstewitz, Jan Christian Müller.

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30 Kommentare

  1. Ausgehend von vielen unverschämten Bemerkungen (nicht nur in diesem Interview), die wohl aus Durstewitz’s Feder stammen, kann ich dessen Arroganz nicht ab.

  2. Ein Hocharroganter Selbstdarsteller ist der Bruchhagen !

    Hat die Karre in die Scheiße gefahren mit Tempo 180 und sucht die Fehler bei der Presse .

    Krönung ist wieder den Meier als aller ersten zu nennen unter dem Aspekt sofortiger Wiederaufstieg .

    Der hat echt nicht mehr alle an der Rassel .

    Go Home Bruchhagen , du alterndes 62 Jähriges Auslaufodell !

  3. Als „Hocharroganter Selbstdarsteller“ kann ich hier nur die Herren von der FR erkennen!
    Bruchhagen hat seinen Fehler eingestanden und sagt auch, dass andere Wege gegangen werden müssen. Für mich zeigt er Größe…nicht so wie die anderen „Manager“, die die Schuld auf andere schieben. Bruchhagen unterstellt lediglich eine Art „Hetzkampagne“ und das kann ich voll und ganz verstehen!

  4. Ein sehr trauriges Interview.

    Wenn ihr mich fragt, wirkt der Mann innerlich extrem verzweifelt und er erkennt (das ist zwar schon mal etwas, aber naja …), dass er Fehler gemacht hat, Fehler, die irreversibel sind und jahrelange Aufbauarbeit zunichte gemacht haben. Wenn ich das so lese, wird mir schwarz vor Augen.

    Speziell dieser Satz „[…]Und Christoph Daum war fleißig und akribisch, aber wenn ich dann neben ihm gesessen habe und er gesagt hat, er wolle Gekas aus dem Gedankengefängnis befreien, dann bin ich auch zusammengezuckt.[…]“ zeigt mir, dass er Daum gar nicht kannte, als er ihn eingestellt hat und das auch dies eine fatale Fehleinschätzung war.

    Ich ertappe mich immer wieder dabei, wenn ich nachdenke, ob Christoph Daum jemals Eintracht-Trainer war, dass ich dann innerlich mit „nein, natürlich nicht“ antworte, obwohl es erst so kurz her ist. Dann fällt es mir ein und es tut weh.

    Auch, dass er Caio keinen Sprung mehr zutraut und dies öffentlich zugibt, wundert mich. Für mich ist dieser Mann alles in allem ein gebrochener Mann, der einsieht, dass alles, was er lange verfolgt hat, falsch war und nun versucht, durch eine geschickt gewählte Maxime („ich tue alles für Eintracht Frankfurt“) sein Handeln, dass ein komplettes Ad-Acta-Legen seiner bisherigen Prinzipien beinhaltet, zu rechtfertigen. Dazu passt auch der eine Schuss, den er Eintracht Frankfurt gibt, um direkt wieder aufzusteigen.

    Für mich hat der Mann leider noch nicht erkannt, wo die Schwachstellen wirklich liegen. Er verpasst es auch weiterhin, die Basis zu reinigen und zu verbessern und versucht stattdessen, den bereits schiefen Turm ab der Hälfte in die andere Richtung zu bauen, sodass er steht.

    Hoffen wir, dass Hübner und Veh gute Handwerker sind und dass der Zement des Teams nicht anfängt zu bröckeln. Denn der Kompetenz des Architekten bin ich mir nur in Finanzierungsfragen sicher.

    Grüße.

  5. Immer wieder lustig, dass die alles andere als liquide FR bei der Eintracht nach den Finanzen fragt. Und immer wieder sehr stilvoll von unserem alten Leittier (liebevoll gemeint), dass er nicht einmal die Gegenfrage stellt, wie es eigentlich mit dem Sauhaufen FR in der Zukunft ausschaut. Das weiß nämlich auch keiner so wirklich! 😉

  6. das interview ist wirklich traurig zu lesen.

    hb’s verständnis von der art und weise wie er gedenkt die eintracht zu führen ist in der tat schwer erschüttert.

    das merkt man an bestimmten aussagen, bzgl. der trainer nach funkel und der spieler, die für ihn die eintracht ausgemacht haben (und z.t. vielleicht noch ausmachen) und jetzt aussortiert wurden.

    ich hätte hb hier gar nicht so emotional eingeschätzt.

    vielleicht ist es nicht möglich einen profifußballverein heute noch mit diesen idealen zu führen, aber es macht mich trotzdem froh, dass ich das gefühl hab, dass es wenigstens jemand gibt der es versucht (hat).

  7. Ein sehr gutes Interview.Endlich gibt er mal Fehler mit seinen Lieblingen zu.Haut ganz schön auf den Putz in Sachen Team und Aufstieg.Und das mit dem Sportlichen Leiter wurde von der Journallie schon vor 2 Jahren gefordert.HB vielleicht mal mehr auf die Masse hören.

  8. @sippelsche:

    Dafür können die Redakteure aber (normal) nichts 😉 Wohingegen Bruchhagen der bei der Eintracht Verantwortliche ist. Wenn ein Mitarbeiter der Eintracht den Chef der FR interviewt, dann kommen diese Fragen ja vielleicht…

  9. Das ist ein hochinteressantes Interview! Da kommt heraus, dass HB viel gelitten hat und noch leidet unter dem Abstieg.
    HB hat sich bemüht, dass es im Profigeschäft menschlich und loyal zugeht. Leider ist er überrollt worden von der Lawine des Nörgelns, des Sofortigen-Erfolg-Haben-Müssens und der überzogenen Ansprüche …
    Ganz bitter ist die Sache mit Ama! Da bleiben viele Fragen offen …

  10. Wenn es um HB geht dann sind viele der MEinung „der lebt in der vergangenheit und ist nicht mehr zeitgemäß“! Das sind dann die selben die auf Tradion pochen und vom Waldstadion reden. Irgendwas passt da nicht.

  11. Oh Gott , oh Gott !

    Wenn ich das lese kommen einem die Mitleidstränen .

    Wie unfair sind doch die Presse Leute zu mir . Was habe ich alles geleistet für die SGE , und wie behandelt man mich ?

    Bestens nachvollziehbar das Bruchhagen nicht zum HSV oder WOB gegangen ist denn dort hätten sie ihn tatsächlich zerissen in der Luft !

    Er hat hier einen Scherbenhaufen angerichtet und sollte sich lieber mal hinter fragen was seine langjährige Arbeit hier erbracht hat ?

    Ich gebe Trapper Recht : Auslaufmodell , ja diese Bezeichnung passt .
    Er hätte seinen Ruf retten können in Frankfurt , wenn er zurück getreten wäre und die Konsequenzen seiner sportlichen Misswirtschaft gezogen hätte !

  12. @Trapper
    gehtz bei Dir eigentlich noch
    ICH GLAUBE DU HAST NICHT MEHR ALLE AN DER RASSEL … hast Du dir das Interview überhaupt durchgelesen bevor DU hier so scheiße schreibst ??
    Ich würde gerne mal wissen wie alt Du bist und wie lange Du schon EIntracht Fan bist … weil die zeiten vor HB die kennst DU auf jeden Fall nicht …

  13. @Adlerherb:
    Siehe Ohms, Holz und Heynckes, als Yeboah,Okocha und Gaudino rausgeworfen wurden.
    Das war der wahre Knackpunkt! 🙂

  14. +++ Magath angeblich mit Russ einig +++
    Während die Eintracht noch nach Verstärkung für die Innenverteidigung sucht, steht ein Eckpfeiler nun sogar vor dem Absprung. Wie der „kicker“ in seiner Montagausgabe berichtet, soll sich Wolfsburg-Trainer Felix Magath mit Marco Russ auf einen Wechsel verständigt haben. Eine Einigung mit der Eintracht stehe allerdings noch aus. Im Raum stehe eine Ablösesumme zwischen drei und vier Millionen Euro.

  15. @ Italo

    zusammen mit der Bemerkung von Bruchhagen:
    „Auch Marco Russ ist kein Spieler, der es gewohnt ist, hoch zu stehen. Wir brauchen da hellwache Jungs. “
    sieht es wohl eher danach aus, dass Russ der nächste ist der weg ist!!!

  16. Wenn ich lese das Bern Hölzenbein der Chef-Scout ist wundert mich nichts mehr……wann lernen die endlich aus ihren Fehlern…bzw. Fehleinkäufen der Vergangenheit ?
    Das mit Russ wäre sehr schade….jetzt brauchen wir 3 neue für die Abwehr….na dann bin ich mal gespannt wenn uns Holz da wieder prästentieren wird ?? Au wei…..

  17. Ist doch längst ersichtlich, dass man Russ abgeben will, um Geld zu machen. Ich finde auch, dass man durchaus sagen kann, dass Russ zu schlafmützig agiert (nichst anderes hat ja HB letztlich gesagt).

    Allerdings hätte man diese Personalie längst forcieren müssen, in der IV wird nach einem Russ-Abgang fast bei Null angefangen, den neuen Leuten bleiben bestenfalls 10 Tage, und die auch nur, wenn sich heute was tut!

  18. @steven.007
    danke für den Link … hört sich gut an …das wäre doch einer …

  19. Dieses Interview lässt in der Tat tief in die Seele von HB blicken. Ich habe noch immer einen riesen Respekt vor diesem Mann. Wenn ich dann hier noch solche unqualifizierten Bemerkungen wie von TRIPPER äh TRAPPER (sorry) lese, kommt mir echt die Galle hoch. Und die Arroganz und Frechheit eines Ingo Durstewitz lassen mir den Kamm schwellen.

  20. finde es auch nicht gut wie Man(n)che (oder sind es wohl eher kleine Kinder) mit Worten leichtfertig um sich schmeißen und die Arbeit und Energie eines Mannes der seit Jahren Eintracht Frankfurt ist und lebt zerstören !!

    Und noch ein Köhler und Meier haben mich diese Saison auch angekotzt und ich kann sie eigentlich auch nicht mehr sehen … aber sie waren immer treuund habe auch viel für den Verein gemacht sie haben genau so wie wir den Adler im Herzen !

  21. @ Adlerherb

    Um es noch ein bisschen zu ergänzen: Vor allem haben sie alle die Chance verdient, wieder an alte gewohnte Leistungen anzuknüpfen!

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  22. Der Durstewitz ist ein so aroganter Typ !! Er versucht immer wieder unruhe in den Verein zu bringen und die Saison hat nicht mal begonnen.
    DURSTEWITZ SCHREIBEN SIE LIEBER ÜBER DIE BEZIRKSLIGA, DAS IST IHR ANSPRUCH !!

  23. HB ist immer noch der aufrichtigste Manager den ich kenne!
    Wer hat es geschafft über sooo viele jahre nie seine Prinzipien über den Haufen zu werfen?Gibt es in den Reihen der Eintracht einen der sooo ein emotionales Interview geben würde, der so den Adler im Herzen trägt?
    Ich glaube NEIN!
    Klar war die letzte Saison ein bisschen auch sein Pech, aber das wir Abgestiegen sind ist bei mbesten Willen nicht seine Schuld!
    Er hat nicht diesen Virus in die Mannschaft eingepflanzt.
    Meier, Köhler und co sind wirklich die einzighen Profis die noch treue Adlerträger sind, denn die anderen „Legionäre“ waren auf jeden Fall nicht besser°!
    Wer das Freundschaftsspiel am Samstag in bern gesehen hat der hat auch gesehen das sich Schwegler und meier den Hintern wund laufen!
    Meier der wirklich teils gute Actionen hatte.Erinnert euch mal an die Jahre vorher, da wurde MEIER hier noch in den höchsten Tönen gelobt!!!

    Wacht endlich auf, hörtm auf zu Meckern und lasst uns Die SGE voll unterstützen und ich meine wirklich Alle die in Diensten der Eintracht stehen!!!!

  24. @Schweizersge:

    Hundertprozentige Zustimmung !!!

    OB LIGA 1 OB LIGA 2….. ÜBERALL SIND WIR DABEI !!!

  25. @handballer85

    ich habe schon seit längerem das gefühl, dass der kerl hier im forum rumgeistert……im ernst

  26. PRO HB!!!

    Sehr schönes und vor allem emotionales Interview. Schade das solchen Pressevögeln meistens mehr Gehör geschenkt wird, als unserem „Chefadler“…

    Es gehört einiges dazu eigene Fehler einzugestehen und schon gerade in der Position in der sich HB befindet!!! RESPEKT Herr Bruchhagen!!!

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