22 Tore, zwölf Assists. Das sind die beeindruckenden Statistiken von Hugo Ekitiké in dieser Saison. Schon längst wird er mit zahlungskräftigen Schwergewichten des europäischen Fußballs in Verbindung gebracht. In einem Interview auf „eintracht.de“ blickte der 22-jährige Stürmer jetzt auf die erfolgreiche Saison zurück.
„Er ist wie ein kleiner Bruder“
Ein Highlight für Ekitiké, der sich als „fröhlichen Jungen, der es liebt Fußball zu spielen“ bezeichnet, war das 3:1 gegen den VfL Bochum im März diesen Jahres. „Ein gutes Spiel, weil wir 3:1 gewonnen haben, aber ganz zufrieden war ich dennoch nicht, weil ich mehr dazu hätte beitragen können – es hätte ein Tor und zwei Vorlagen sein können, so war es ein Assist. Trotz allem war der Sieg vor der Länderspielpause natürlich das Wichtigste an diesem Tag.“ Ein Highlight macht dieses Spiel für ihn aber der Treffer von Team-Kumpel Jean-Mattéo Bahoya: „Für Jean-Mattéo persönlich war es wahrscheinlich die beste Woche seines Lebens (lacht). Zunächst sein erstes Europapokaltor, wenige Tage später sein erster Treffer in der Bundesliga. Ich habe beide Tore vorbereitet, das war schon cool.“ Generell haben die beiden französischen Spieler ein sehr gutes Verhältnis zueinander: „Wir sind ungefähr zur selben Zeit zur Eintracht gekommen und haben einen ähnlichen Hintergrund. Er ist wie ein kleiner Bruder, ich stand und stehe ihm mit Rat zur Seite. Dass er nun zeigen kann, dass er die Qualität hat, um hier zu spielen, freut mich sehr für ihn. Ich hoffe, dass er genau so weitermacht, denn ich glaube, dass er noch zu viel mehr im Stande ist.“
Nun lief in der abgelaufenen Spielzeit aber freilich nicht alles immer perfekt. Gegen Werder Bremen wurden wichtige Punkte hergeschenkt oder auch das bittere Aus in der Europa League gegen Tottenham. Doch aus Niederlagen lernt man, weiß Ekitiké. „Das Spiel gegen Tottenham war schon sehr speziell, ich wollte unbedingt gewinnen – wahrscheinlich mehr als jemals zuvor. Entsprechend war ich sehr traurig, wir alle wollten ins Halbfinale einziehen. Prinzipiell geht es nach Niederlagen darum, was wir besser machen können, und da schaue ich immer zuerst auf mich. Wie kann ich dem Team mehr helfen? Ich schaue mir die Spiele noch einmal an und denke dann wirklich viel darüber nach.“
„Da geht noch mehr“
„Ich persönlich habe diese Saison sehr genossen!“, zieht der Stürmer, trotz dieses Tiefschlags ein sehr positives Fazit zur Saison 2024/2025. Er habe auf vielen verschiedenen Ebenen gelernt, auch einiges über sich selbst. „Zum ersten Mal habe ich in einem Jahr knapp 50 Spiele absolviert. Ich bin mental stärker geworden und habe mich als Spieler weiterentwickelt. Da geht aber noch mehr.“ Um immer bestens vorbereitet zu sein auf ein Spiel hat der quirlige Offensivspieler auch ein Ritual: „Ich gehe das Spiel vorab im Kopf schon einmal durch. Natürlich sind wir immer gut auf den Gegner vorbereitet, aber generell bin ich in meinen Aktionen sehr spontan. Ich schaue mir auch sehr gerne Videos meiner Lieblingsspieler an, um mir Inspiration zu holen. In der abgelaufenen Saison waren das vor allem Clips von Karim Benzema, er ist für mich der perfekte Stürmer. Ich telefoniere immer mit meinem großen Bruder, häufig geht es dabei um Mindset. Er sagt mir, dass ich in schwierigen Momenten ruhig bleiben muss und einfach den Unterschied auf dem Platz machen soll.“
Ob Ekitiké in der kommenden Spielzeit noch einmal die Fußballschuhe für die Adlerträger schnüren wird, ist Stand jetzt nicht vorherzusagen. Die Vorzeichen sollen eher auf „Abschied“ gestellt sein. Dem Vernehmen nach soll der FC Chelsea Ernst machen beim 22-Tore-Mann. Sollte Ekitiké wechseln, dann für die nächste utopische Transfersumme. Frankfurt will wohl 100 Millionen Euro für den Spieler. Man wird sehen, was die Zukunft bringt.






2 Kommentare
wir haben auch ALLE diese Saison genossen, obwohl einige Foristen hier Anlaufschwierigkeiten damit hatten (Trainerazubi, unfähig usw.)...
es müsste schon ganz schön schnell gehen ab dem 1.7. wenn er nicht zum Trainingsauftakt erscheinen würde, aber so locker wie er an diesem Mittwoch vor Freiburg im Training war, sogar vom Fahrrad abstieg und Selfies ohne Ende machte - mit den Kindern Samaltalk betrieb, und er antwortete mir auf die Frage nach der Zukunft genau wie Tuta: "we`ll see"
also schau mer mal...
wenn ich mein Gefühl sagen soll, es werden noch 50 Rundschau Artikel geschrieben, heute hat die Meldung der Blöd gleich für 3 Artikel gesorgt - lt. BLÖD, lt. Romario, lt. Christopher Michel :-)
Ekitiké und Eintracht war eine Win-Win-Situation. Wenn er bleibt wäre es Mega für unseren Kader und wenn er für die veranschlagten 100Mio geht, wird es Mega für unseren Geldbeutel. Am Ende dann eine Win-Win-Win-Situation.
Das Tottenham Spiel hat mich auch sehr geärgert, aber so ist es nun mal. Dafür nächstes Jahr CL auch gut.
Wegen einer Sache bin ich Ekitiké jedoch etwas böse… Ich kann das Wort Etikette nicht mehr aussprechen, da kommt immer Ekitiké bei raus hihihi.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.