Ritsu Doan ist erst seit einem Jahr bei Eintracht Frankfurt. Trotzdem könnte sich rund um den Japaner nun eine überraschende Transfergeschichte kurz vor dem Deadline Day entwickeln. Wie aus Saudi-Arabien berichtet wird, hat Al-Ittihad den 28-Jährigen als möglichen Ersatz für Moussa Diaby ins Visier genommen, der heute offiziell wieder bei Bayer Leverkusen vorgestellt wurde. Eine konkrete Offerte für Doan liegt bislang zwar nicht vor, doch sollte aus dem Interesse tatsächlich ein Angebot werden, dürfte die Eintracht zumindest darüber nachdenken.
Hütter hat eigentlich klare Pläne mit Doan
Sportlich hatte sich die Situation für Doan unter Adi Hütter zuletzt eigentlich verbessert. Der Japaner war in der Vorbereitung fest eingeplant und sollte im neuen 4-2-2-2-System eine zentrale Rolle übernehmen. Gemeinsam mit Can Uzun war Doan für eine der beiden offensiven Halbpositionen vorgesehen. Und das könnte das aktuelle Gerücht interessant machen. Denn wie optimal passt Doan wirklich in dieses System? Der Nationalspieler fühlt sich traditionell auf dem rechten Flügel am wohlsten. Hütter möchte ihn dagegen stärker ins Zentrum ziehen. Bereits in der Vorbereitung wurde deshalb intensiv daran gearbeitet, ihn für diese neue Rolle zu gewinnen. Ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien könnte hier die Situation aber nochmal verändern.
Eintracht könnte kurz vor Transferschluss finanziellen Spielraum gewinnen
Denn auch wirtschaftlich könnte ein Doan-Verkauf den notwendigen Spielraum für dringend benötige Transfers ankurbeln. Die Eintracht hat weiterhin in der Defensive und im Sturm auf Schlüsselpositionen ein Problem. Sollte Al-Ittihad tatsächlich bereit sein, eine deutlich über dem ursprünglichen Kaufpreis liegende Summe auf den Tisch zu legen, könnte Markus Krösche ins Grübeln kommen. Allerdings müsste die Summe entsprechend hoch sein. Doan ist erst vor einem Jahr für rund 20 Millionen Euro vom SC Freiburg gekommen und besitzt noch einen langfristigen Vertrag.
Ben Farhat könnte plötzlich doppelt interessant werden
Und hier kommt eine weitere Personalie ins Spiel: Louey Ben Farhat vom Karlsruher SC. Die Eintracht bemüht sich bereits seit Wochen um den jungen Offensivspieler. Frankfurt soll mit dem 20-Jährigen sogar bereits eine mündliche Einigung erzielt haben, während die Verhandlungen mit dem Zweitligisten bei der Ablöse noch immer nicht abgeschlossen sind. Die Vorstellungen des KSC liegen weiterhin deutlich höher als das der Frankfurter. Sollte Doan tatsächlich verkauft werden, würde die Verpflichtung von Ben Farhat noch einmal eine andere Dimension bekommen. Der Deutsch-Tunesier könnte nicht nur als Perspektivspieler für die Offensive kommen, sondern möglicherweise auch einen Teil des durch Doans Abgang entstehenden Kaderplatzes auffangen. Gleichzeitig ist die Situation in der Frankfurter Offensive ohnehin interessant. Großverdiener wie Fares Chaibi oder Jean-Matteo Bahoya, denen man bei einem Angebot keine Steine in den Weg legen wollte, haben in diesem Sommer scheinbar kein Interesse an einem Wechsel. Aktuell sieht es so aus, als würden beide über den Sommer hinweg in Frankfurt bleiben. Sollte Al-Ittihad nun ernst machen und eine Ablöse aufrufen, bei der Frankfurt schwach werden könnte, könnte das nochmal erhebliche Kapazitäten freischaufeln. Und genau deshalb sollte man das Doan-Gerücht bis zum Deadline Day im Auge behalten.






3 Kommentare
Momentan wirkt das alles auf mich einfach planlos und völlig willkürlich. Man erkennt überhaupt keinen Plan. Kommt mir so vor als würden alle rumsitzen und hoffen, dass ein Wunder passiert. Vielleicht läuft aber im Hintergrund alles schon und wird nicht öffentlich gemacht. Ich hoffe letzteres. Dass Doan jetzt noch verkauft werden soll, damit finanzielle Mittel frei werden kann ja nicht der Plan gewesen sein.
Am Ende ist es doch so: Wie sehr passt ein Spieler zu unserem Spiel?
Doan ist ein sehr guter Dribbler, der von Außen nach Innen zieht und dann etwas mit dem linken Fuß macht. Weder DT noch AR haben ihn einigermaßen so eingesetzt, das er für uns einen großen Impact gegeben hat. Ja, er hat seine Scorer gemacht, aber ist es wirklich der Spieler, der uns im gesamten besser macht?
Nein, den seine Position gab es bei uns nicht. Unser System sieht vor, das die Außenspieler eher wie Schienenspieler agieren und dementsprechend auch defensiv gebunden sind. Diese Art von Fußball passt nicht zu Doan, da gerade seine eigene Spielweise viele Körner benötigt, um dribbeln zu können (Dribbeln und 1-1 ist so mit das anstrengest Spiel eines Spielers). Die Defensivarbeit bindet eben auch die Körner, ergo kann Doan sein Spiel und damit seine Stärken einbringen. Daher würde ich eher sagen, wenn es einen Angebot gibt, was finanziell Sinn ergibt, dann bitte transferieren. Nicht weil er kein Spieler ist, der nichts leistet, sondern eher jemand ist, auf den wir verzichten können, weil wir andere Spielertypen haben, die einfach besser passen.
Freiburg ist nach seinem Abgang nicht schlechter geworden, dort hat er auch seine Scorer gehabt. Sie haben Ihr System anders aufgestellt, mit Matanocic einen Zielspieler geholt und sind letztes Jahr vor uns gelandet.
1. Ben Ferhat…
Wir haben doch wirklich genügend Talente und Spieler die eher über das Spielerische kommen.
Was wir nicht genug haben sind Spieler, die diese Spieler an die Hand nehmen! Zudem fehlen uns schnelle/dynamische Spieler.
2. Doan…
Letztes Jahr für viel Geld gekauft um eine Stütze zu sein, die er nie war. Daher in meinen Augen in Ordnung, würde man ihn wieder abgeben.
3 Gesamtbild…
Ich verstehe nicht so ganz was der Plan sein soll (der war die letzten Jahre stets glasklar).
Ich sehe keine Statik und kein Gerüst. Ich sehe keine Stabilität und keine Klarheit. Und all das was uns über Jahre ausgezeichnet hat ist wie weggeblasen.
Das sind…
Tempo
Dynamik
Achse
Mentalität
Physis
Hinten suchen wir einen neuen Torwart. Was ist eigentlich wenn wir keinen mehr bekommen? Was denken Santos/Zetterer dann? Dass sie nur noch im Tor stehen, weil man in der Kürze der Zeit keinen anderen Torwart mehr bekommen hat? Sehr motivierend.
Wackelkandidaten/Wechselkandidaten im Tor sind:
Zetterer/Santos
Wie ist es in der Verteidigung?
Kosugi
Koch
Otavio
Collins
Baum
Theate zähle ich nicht mehr, da die SGE sich offenkundig von ihm trennen möchte.
Wir besitzen für vier Positionen fünf Spieler, von denen drei neu/jung und aktuell Part der Stammformation sind. Geführt werden sie dabei von jemanden, der es letztes Jahr bereits nicht schaffte.
Collins ist nicht fit, Backups sind junge Spieler aus der eigenen Jugend.
Normalerweise bräuchte man noch einen LV sowie einen IV…Aber mal schauen was in der Kürze der Zeit noch möglich ist.
Abgegeben werden soll Theate.
Mittelfeld:
Abgegeben werden können/sollen offenbar bei entsprechendem Angebot.
Bahoya
Chaibi
Doan
Larsson
Also vier Spieler und alle vier Spieler dürften nicht schlecht verdienen, sportlich lief es zuletzt nicht so, wie es eigentlich erwartet werden dürfte.
Von schnellen Tempospiel sind wir nun endgültig abgekehrt und spielen jetzt offenbar (aus Not?) mit einem sehr engen Zentrum. Mal schauen ob man sich da noch den Raum nimmt oder ob man hierdurch den Gegner im Zentrum dominieren kann (wird interessant zu sehen sein).
Vorne steht und fällt alles mit Burkardt. Er ist der Zielspieler und er ist unersetzlich was absolut in Ordnung ist, da er nunmal Qualität mitbringt.
Was aber eben zur Wahrheit dazugehört ist sein Verletzungsanfälligkeit. Sie kann man nicht einfach beiseite schieben und Ersatz wäre stand heute jemand der in Liga 1 noch nicht wirklich nachgewiesen hat, dass er für 10 + X Tore gut ist.
Auch das ist ein Risiko wenn man bedenkt welchen Wert unsere Sturmreihen die letzten zehn Jahre auf unser Gesamtgefüge hatten.
Also wird im Grunde genommen auch hier noch jemand gesucht.
Wir reden hier bei Abgang/Zugang von round about zehn Spielern und das nicht Anfang einer Transferphase sondern wenige Tage vor dem ersten Spiel!
Das Problem ist, dass das Geld knapp ist, da wir viele Spieler im Kader haben die (zu) viel verdienen. Diese sind daher nun schwierig wegzubekommen und das blockiert nun das Thema Neuzugänge. Denn zudem fallen die europäischen Gelder weg, was daher kommt, dass unser letztjähriger Kader (trotz hoher Investitionen) zu schwach war, weiter oben anzugreifen.
Ja, das klingt negativ aber das nehme ich mir nach 99 % Lob die letzten Jahre nun heraus.
Es wurden die letzten 1,5 Jahre zu viele falsche Entscheidungen getroffen in der Beurteilung der Leistungsstärke einiger Spieler oder der mentalen Stärke eben dieser.
Das fällt nun auf die Füße und macht einen Neuanfang mit jungen Spielern, eingebettet in ein Korsett einiger erfahrener Spieler durchaus schwierig! Und da besagter Neuanfang stand heute aus besagten Gründen nicht möglich ist, ist es umso wichtiger, dass nun jeder Spieler an seine Leistungsgrenze gebracht wird (Hütter ist hier der richtige aber zaubern kann er nicht), denn sonst kann man schleichend in eine Abwärtsspirale geraten, die sich gleichermaßen sportlich wie finanziell nieder schlägt.
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