Pokalabend im Hamburger Volksparkstadion: In der zweiten Runde des DFB-Pokals traf die Frankfurter Eintracht auf den Hamburger SV. Die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter hatte sich vor der Partie fest vorgenommen, den Einzug ins Achtelfinale perfekt zu machen. Dieses Vorhaben setzte sie SGE auch mit Bravour um. Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerten sich die Adlerträger im zweiten Durchgang und belohnten sich schließlich mit einem souveränen 3:1-Sieg.
Götze und Uzun in der Startelf, Brassier angeschlagen
Im Vergleich zur Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund (0:1) am vergangenen Wochenende nahm Hütter drei Veränderungen in der Startelf vor. Jeremiaha Maluze rückte für Lilian Brassier, der laut Hütter zuvor ein Zwicken im Knie gespürt habe und somit nicht vollständig fit sei, in die Anfangsformation. Zudem begannen Mario Götze und Can Uzun anstelle von Noel Aseko sowie Younes Ebnoutalib, welche zunächst auf der Bank Platz nahmen. Taktisch setzte der österreichische Trainer auf ein 4-2-3-1-System mit Jonathan Burkardt als alleiniger Spitze. Hinter dem Mittelstürmer sollte Kreativspieler Uzun für zusätzliche Torgefahr sorgen.
In den ersten fünf Spielminuten setzte die Mannschaft jedoch auf ein behutsames Ballbesitzspiel, um den Gegner abzutasten. Der HSV auf der anderen Seite verbuchte mit einer Kopfballsituation von Shafiq Nandja in der sechsten Minute die erste richtige Offensivaktion der Partie, welche jedoch keine wirkliche Torgefahr ausstrahlte. Nnamdi Collins, der erneut auf der Rechtsverteidigerposition zum Einsatz kam, sah dann in der 17. Spielminute die Gelbe Karte. In der Rückwärtsbewegung leistete er sich ein ballfernes Foulspiel gegen HSV-Mittelfeldmann Martin Adeline. Nur kurze Zeit später tauchte HSV-Mittelstürmer Terem Moffi gefährlich vor dem Tor der Frankfurter Eintracht auf. Innenverteidiger Maluze reagierte jedoch in letzter Sekunde und stoppte den Angreifer mit einer blitzsauberen Grätsche.
Auch in der 24. Minute kam Zakaria El Ouahdi dem Führungstreffer für die Hamburger nahe. Seinen Distanzabschluss parierte SGE-Torhüter Noah Atubolu mit den Fingerspitzen und lenkte den Ball zur Ecke ab. Der anschließende Eckstoß blieb jedoch ungefährlich. In der ersten halben Stunde scheiterte der Hamburger SV vor allem an der eigenen Abschlussstärke. Nach einem Steckpass von Albert Sambi Lokonga kam Albert Grönbaek in eine aussichtsreiche Position, setzte seinen Schussversuch allerdings knapp am Tor vorbei. Die Eintracht meldete sich erstmals durch eine erfolgreiche Pressingaktion von Fares Chaibi offensiv zu Wort. Der Algerier schaltete schnell um und spielte den Ball auf Ritsu Doan, der Burkardt in Szene setzte. Doch ähnlich wie die Hamburger ließ auch der deutsche Nationalspieler seine Chance ungenutzt (30.). Dann sah Götze die Gelbe Karte (33.), obwohl er in der Situation den Ball gespielt hatte.
Strittig wurde es in der 35. Minute, als El Ouahdi mit einem Vorstoß in den Frankfurter Strafraum gelangte und von SGE-Kapitän Robin Koch mit dem Oberkörper abgeräumt wurde. Nach Rücksprache mit dem VAR-Team entschied sich der Unparteiische Tobias Stieler allerdings gegen einen Elfmeter, ohne sich die Szene selbst am Bildschirm noch einmal anzusehen. Auch die nächste Chance zur Führung gehörte dem HSV: Nandja brachte von der rechten Seite eine Flanke in den Strafraum und fand den Kopf von Sebastiaan Bornauw. Der Innenverteidiger setzte den Ball aus rund fünf Metern knapp über die Latte. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es somit beim 0:0. Vor allem für den Hamburger SV wäre angesichts der vielversprechenden Torchancen im ersten Durchgang wohl durchaus mehr drin gewesen.
Eintracht geht überraschend in Führung
Die Frankfurter Eintracht startete ohne personelle Veränderungen in die zweite Halbzeit. HSV-Cheftrainer Merlin Polzin musste hingegen wechseln: Verteidiger Bornauw blieb in der Kabine, für ihn kam Jason Bissi-Mouelle in die Partie. Aus Sorge vor einer Gelb-Roten Karte nahm Hütter Collins nur vier Minuten später dann doch vom Platz. Keita Kosugi übernahm daraufhin die linke Verteidigerposition, während Elias Baum auf die rechte Seite rückte. Nahezu aus dem Nichts gingen dann die Frankfurter in Führung (57.). Die Flanke von Uzun fand Burkardt hinter der gegnerischen Abwehrkette, der den Ball noch einmal ablegte und damit Torschütze Koch in Szene setzte. Damit ging Eintracht Frankfurt im Pokalduell gegen den HSV mit 1:0 in Führung. Kurz darauf bewahrte Atubolu die Führung, als er den Distanzschuss von Miro Muheim aus rund 23 Metern sicher festhielt. In der 63. Minute verschätzte sich der SGE-Keeper jedoch bei einer Ecke, sodass Moffi frei zum Kopfball kam. Der Angreifer brachte den Ball aber nicht auf das Tor.
Die nächste Gelbe Karte auf Seiten der Frankfurter ging dann an Maluze (69.). Er grätschte auf dem linken Flügel David Möller Wolfe um. Der zweite Treffer der SGE entstand durch Weltmeister Götze. Der erfahrene Mittelfeldmann suchte mit einem hohen Ball Mittelstürmer Burkardt, der diesmal selbst zum Abschluss kam und zum 2:0 vollendete (71.). Die beiden am Treffer beteiligten Spieler wurden unmittelbar danach ausgewechselt. Für sie kamen Ebnoutalib und Aseko in die Partie. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung schlug Ebnoutalib zu und erhöhte auf 3:0. Uzun steckte halblinks in den Strafraum auf Chaibi durch, der den Ball direkt in Richtung Elfmeterpunkt querlegte. Ebnoutalib hämmerte daraufhin den Ball unter das Tordach. Doch auch der HSV meldete sich noch einmal zurück. Nach einem langen Ball sah Maluze nicht gut aus und klärte direkt vor die Füße von Patson Daka, der von rechts im Strafraum abzog. Atubolu konnte den Schuss nur nach vorne abwehren, sodass Moffi vor dem leeren Tor nur noch einschieben musste. Der HSV verkürzte damit auf 1:3. Das mögliche Traumtor blieb in der 84. Minute aus: Uzuns Schussversuch aus rund 20 Metern klatschte lediglich gegen die Querlatte. Damit blieb es beim 3:1-Erfolg der Frankfurter Eintracht über den HSV. Die Mannschaft von Cheftrainer Hütter zeigte nach einer eher schwachen ersten Halbzeit letztlich die passende Reaktion und machte den Einzug ins Achtelfinale perfekt.
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14 Kommentare
Also mit mehr Dusel als normal durchgekommen. Tolle Tore, aber wenn man neutral betrachtet hätte Collins runter gemusst. Hier bitte nur noch einsetzen, wenn man abends noch was vom Edeka braucht und jemand ma schnell rüber laufen soll.
Eine taktische Meisterleistung! In der ersten Hälfte rumpeln, stümpern und Lustlosigkeit vortäuschen, um den Gegner in Sicherheit zu wiegen, um dann in HZ2 das wahre Gesicht zu zeigen 😉
Die schlechte Nachricht : Bei uns ist alles möglich.
Die gute Nachricht : Bei uns ist alles möglich.
Fazit : Elfmeterpfiffe gegen die SGE wurden zurecht eingestellt.
Souverän? Alter Schwede, Götze wo war er, Uzun, ausser zum 1:0 nur kleinklei Dreck, Collins 🙈
Hamburg war einfach nicht effizient genug.
Egal Sonntag Heimsieg und Adi sollte wieder mit 2 Stürmer beginnen
Ganz wichtiger Sieg, der Selbstvertrauen geben wird. Ein bischen Glück war dabei, aber egal. Koch fand ich heute gut, nicht nur wegen dem Tor.
Sehr wichtiger Sieg, sehr gut für die Moral. Das Glück war schon auf unsere Seite, nehmen wir aber auch mal gerne mit 🏆
Junge Junge.., heute Abend haben wir das Glücksschwein gebummst. Klarer Elfer für den HSV, klarer Gelb-Rote Karte gegen Collins.. aber ok, der Sportskamerad Stieler war da eben anderer Meinung, in dem Fall soll‘s mir Recht sein. Als HSV-Fan würd ich im Strahl kotzen. Aber ich bin ja kein HSV Fan.
2. HZ brutal effektiv , und abgeklärt.
Bei Can bin ich gespalten, hoffentlich gibt ihm das Spiel mal etwas Selbstvertrauen, der Junge kann so viel.., er muss es nur wollen und darf sich nicht zu Schade sein. Er ist nun mal kein Messi, der nur 6km pro Spiel läuft.., aber eben in die richtige Richtung.
Bitte jetzt auch am Sonntag drei Punkte.
eine Runde weiter, das ist das, was zählt. Konnte nur die letzte halbe Stunde gucken. Die beiden, die ich gesehen habe, wurden eiskalt verwandelt. Das heute war der Unterschied.
Ich weiß nicht, was mit Atubolu los ist...der strahlt für mich keine Sicherheit aus, obwohl er ein paar Mal gut gehalten hat. Kein Vergleicht zu Kevin Trapp. Aber das Leben findet ja im JETZT statt, und wir stehen im Achtelfinale...vielleicht mal bisschen Losglück und dann sehen wir weiter.
Bei Koch fehlte nur noch die blutige Nase. Beim 1:3 kann man allenfalls seinen Eltern eine Schuld geben, dass er nicht 2-3 Zentimeter größer ist.
Weitergekommen ! Super ! Punkt !
Dieses ewige gemoser bringt doch Nix .
Adi ist über Jahre Trainer . Was hier jedes mal kritisiert wird - glaubt mir , das sieht er schon lange .
Koch , Uzun Collins …
Aber er ist Übungsleiter .- er muss mit den Leute arbeiten . Wir hatten hier schonmal einen Trainer der meintet er kann drei Spieler komplett ausbooten … und degradieren .
So einfach ist das nicht .- Adi muss die Jungs bestärken und integrieren.
Das ist seine Aufgabe . Nicht poltern und die halbe Mannschaft rauswerfen .
Das wird noch etwas werden dieses Jahr .
Im Übrigen hat Uzun auch das 3:0 stark eingeleitet und einen richtig tollen Lattenschuss .
Aber gut .- unser Job ist halt rumzumeckern … was willst auch sonst machen wenn man mitm Po vor dem Fernseher hängt :)
Als Collins nicht gelbrot bekommen hat, hat Hütter wahrscheinlich drei Kreuze gemacht. Absoluter Risikofaktor ihn in der Form und Gelb belastet zur 2.Hz nochmal zu bringen. Collins macht viel zu oft so unnötige Fouls wo man sich fragt warum und wieso. Ansonsten 1.Hz die berühmte Eintracht Seuche, die sich jetzt Saisonübergreifend einfach etabliert hat. In der zweiten Hälfte dann endlich wieder zu Normalform gefunden und durch individuelle Klasse das Spiel entschieden. Johnny macht einfach in den Situationen die er hat vieles richtig, und das Tor von Younes war Weltklasse.
Ja, weitergekommen - aber wie! Das war eine grauenhafte erste HZ. Was war da los? Bei allen? Fehlpassorgie, Pässe, die am Knie explodieren, keine Kontrolle, keine Schärfe - gegen eine HSV-B-Elf, die es in allen Belangen besser macht! Collins unterirdisch, Onyedika ein Risiko für die eigene Mannschaft, Götze, Chaibi unsichtbar - Uzun mit seiner Rolle überfordert - Jonny ohne Zugriff. Das war fürchterlich! Und nach der Führung - direkt Atubolu, der eine Ecke unterläuft und den Ausgleich fast zulässt - überhaupt Atubolu mit sehr unsicherem Spiel. Die zweite HZ etwas besser, weil effektiver. Und weil Uzun zweimal eine tolle Idee hat, Götze einmal durchkommt und Jonny und Younes vor dem Tor eiskalt sind. Können wir darauf aufbauen? Nein! Dieses Spiel gibt eher zu denken, nach der Intensiv-Leistung gegen Dortmund. Am Sonntag geht es wieder gegen den HSV. Bin gespannt, aber nicht euphorisch!
[…] DFB-Pokal: Eintracht schlägt den HSV mit 3:1 und steht souverän im Achtelfinale […]
Also, ich habe im RTL das spiel angeschaut und die Kommentare bei der vermeintlichen Elfmeter Szene war einfach nur ganz schwach (Hagemann und loddar). Der Koch ist natürlich mit dem Fuss in den Laufweg des Gegners rein aber er stand zeitlich viel schneller mit dem Fuss dort bevor der Stürmer dann in ihn rein rennt. Im Handball wird bei so einer Aktion Offensiv Foul gepfiffen. Der Schiedsrichter hat es deutlich gesehen.
Ja heute hatte man Glück bei einigen Chancen vom HSV - Heute war Atobolu nicht ganz souverän!
Was ist mit diesem Collins los ? der ist völlig lost....
sehr gut erkannt...Aber heute hatte Adi echt Schwein das Collins nach der Pause keine gelb Rot bekommen hat. Ich meine das vor der Pause der Schiedsrichter zum Adi bereits gesagt hat nimm den zur Halbzeit raus...
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