Die Frankfurter Eintracht hat beim Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 herb enttäuscht. Gegen kampfstarke Mainzer hatte die SGE zwar zumeist den Ball, brachte aber zu keiner Zeit wirklich gefährliche Aktionen auf den Platz und verlor nicht unverdient mit 1:2. Dementsprechend fiel die Reaktion der Spieler und Verantwortlichen nach der Partie aus.
Wie immer hat SGE4EVER.de die Stimmen nach der Partie zusammengefasst.
Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt): „Ich bin verärgert, weil ich gehofft hatte, dass wir hier ein bisschen anders auftreten und weil ich gehofft hatte, dass wir mit einem Sieg nach hause fahren. Die Konsequenz in beiden Strafräumen hat heute gefehlt. Dazwischen haben wir es ordentlich gespielt. Wir haben auch ganz gute Chancen rausgespielt, aber deutlich mehr zugelassen als zuletzt. Wir wollen weniger zulassen und müssen einfach konsequenter sein. Es ist kein gutes Gefühl, mit einer Niederlage in die Länderspielpause zu gehen. Trotzdem ist es wichtig, dass jetzt Pause ist. Dann können wir nochmal Anlauf nehmen, für den letzten Block der noch auf uns wartet in der Saison. Ein gutes Gefühl gibt uns das jetzt natürlich nicht. Das muss man jetzt schonmal sacken lassen. Es waren Kleinigkeiten, die das Spiel heute entschieden haben und wir waren einfach nicht gut genug. Ich glaube nicht, dass uns Emotionalität gefehlt hat. Ich hatte schon den Eindruck, dass jeder möchte. Trotzdem war es nicht gut genug. So ehrlich muss man einfach sein. Es fühlt sich schon so an, als wäre ich im neuen System noch nicht angekommen. Ich glaube, ich kann besser spielen. Ich gucke natürlich zuerst auf mich und was ich besser machen kann. Aber optimal läuft das auch mit den Zuspielen noch nicht auf mich. Grundsätzlich haben wir die Maßgabe vom Trainer verstanden und ich glaube, dass man das die letzten Wochen auch gesehen hat. Das war heute ein kleiner Rückschritt. Das ist schade jetzt vor der Länderspielpause. Wir haben jetzt eine Woche frei, das war eine klare Maßgabe vom Trainer. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Wir haben die Woche vorher jeden Tag trainiert ohne freien Tag, das war so abgesprochen. Ich halte das für einen cleveren Schachzug, jetzt in dieser Phase der Saison nochmal eine Woche frei zu machen, um dann in den letzten Block zu starten.“
Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt): „Ich habe Schmerzen, aber ich hoffe es ist nicht so schlimm. Ich hoffe die Nationalmannschaft ist nicht in Gefahr, ich werde alles dafür geben, dass ich teilnehmen kann. Es gehört dazu. Wir treten etwas auf der Stelle. Wir müssen jetzt alles dafürt tun, wieder rauszukommen. Ich kann nicht genau sagen, an was es liegt. Wir müssen jetzt analysieren. Das Tor war ähnlich wie dem gegen Mönchengladbach, nach Vorlage von Bahoya.“
Albert Riera (Eintracht Frankfurt): „Ich sage immer kurz nach dem Spiel etwas in der Kabine. Wir haben gesagt, dass wir nicht glücklich sein können, denn wir wissen genau, warum wir verloren haben. Es lag daran, wie wir Chancen zugelassen haben. Das war alles genau das gleiche. Das kann ich nicht genau sagen, das ist für das Team. Wir wissen eigentlich wie wir verteidigen wollen, aber das müssen wir besser machen. Wir wollen das Spiel auch in der Defensive unter Kontrolle haben. Wir müssen uns besser bewegen in der Verteidigung, um die Gegner vor größere Probleme zu stellen. Im letzten Viertel geht es immer um Qualität. Wenn wir ein Top-Team sein wollen, müssen wir das auch in der Defensive sein.“
Markus Krösche: (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Wir wollten heute gewinnen, dass wir näher rankommen. Wir haben nicht gut gespielt, auch wenn wir viel Ballbesitz hatten. Es ist leider extrem ärgerlich. Mainz hat gut umgeschaltet und gut verteidigt. Da ist das Spiel immer sehr schwierig. Sie hatten eine gute Kompaktheit und da hatten wir Probleme. Wir müssen schneller spielen, vertikaler spielen. Emotionalitöt entsteht über die Art und Weise wie man Fußball spielt. Wenn wir mehr Chancen haben, wird es emotioanler. Mainz hat auch nicht mega-emotionaler gespielt, sondern sich darauf konzentriert zu verteidigen und Umschaltsituationen zu nutzen. Wir müssen es einfach besser machen gegen tief stehende Gegner. Auch für Burkardt müssen wir wieder schneller nach vorne spielen und dann auch die Räume, in denen er sich aufhält, versuchen zu finden. Wir werden jetzt versuchen gegen Köln das Spiel zu gewinnen und dann müssen wir schauen, was dabei rauskommt.“
Silvan Widmer (1. FSV Mainz 05): „Wir machen noch keine große Party, der Job in der Liga ist nicht erledigt. Wir haben heute einen großen Schritt gemacht, aber der Klassenerhalt ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wenn man immer Donnerstags Europapokal spielt und dann in der Bundesliga, ist es schwierig, den Kopf wieder gut einzustellen. Das haben wir heute gut geschafft. Beim zweiten Tor war es eine gute Flanke und Nelson Weiper kann das Tor schon machen, Paul Nebel hat es dann erledigt. Er liefert nach einer schwachen Phase seit ein paar Wochen unglaubliche Leistungen ab. Wir hätten jetzt gerne weitergemacht, aber es ist auch gut, dass die meisten Jungs ein paar freie Tage bekommen.“
Paul Nebel (1. FSV Mainz 05): „Es lief heute gut, es wart sehr wichtig, dass wir gewonnen haben. Es war eine gute Woche und es freut mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Wir haben bewiesen, was wir für eine gute Truppe sind. Die Fans haben uns toll unterstützt. Wir wollen derzeit unbedingt. Es war ein guter Schritt und wir dürfen nicht nachlassen. Wir wollen das gemeinsam schaffen. Auch persönlich habe ich immer weitergemacht, wollte immer bereit sein. Das habe ich versucht, auch wenn es ein paar Wochen unglücklich für mich lief. Das erste Tor haben wir auch etwas erzwungen. Ich wollte wieder mehr schießen, das habe ich umgesetzt. Dann erzielt man so ein Tor. Wir haben gute Abläufe bei Standards und Einwürfen und es ist schön, wenn man sieht, dass es so klappt.“
Urs Fischer (Trainer FSV Mainz 05): „Ich staune schon ein bisschen darüber, was meine Mannschaft jetzt im Dreitagesrhythmus liefert. Ich weiß natürlich, was sie drauf hat. Ich sehe die Jungs ja die ganze Zeit unter der Woche. Aber auf das Spiel heute bezogen: Wenn du am Donnerstag einen der größten Erfolge gefeiert hast und dann drei Tage später Abstiegskampf bestreitest und dann so auftrittst und nicht unverdient gewinnst, dann spricht das für die Jungs.“
Quellen: eigene, DAZN
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52 Kommentare
Hmm das ist sicherlich zu diskutieren. Finde Amenda hat viel Momentum. Theate ist eher mal giftiger als Koch..
Das Spiel lässt mich nicht los… Ich hab mir jetzt auch noch mal Kicker Kommentare durchgelesen…
Unser Trainer schiebt es auf die fehlende Qualität, dass sie vorne nichts gebacken kriegen…
Harte Aussagen, schon so schnell, ob er sich so viel Freunde damit in der Mannschaft macht….?
Ihm hat es ja in der defensive überhaupt nicht gefallen, wie die sich verhalten haben… Ich glaube die kriegen ordentlich Lack in den zwei Wochen…
Aber die Spieler sind selbst schuld… Die haben Dino Toppmöller willfährig zur Schlachtbank geführt und geopfert.
Der hätte nie im Leben so schnell die Spieler vor dem Bus geschmissen…
Aber wie gesagt, selber schuld. Unser Trainer hat eine bestimmte Vorstellung und auf welche Art und Weise wie ein Fußballspiel ablaufen soll.
Individuelle Klasse scheint für ihn überbewertet zu sein beziehungsweise sie muss selbstverständlich auf klassischen spanischen Niveau einfach da sein…. Damit seine Art von Fußball funktioniert.
Ich denke, die Spieler haben Angst, bis auf einzelne Ausnahmen, sich überhaupt irgendwas noch zu trauen auf dem Fußballplatz beziehungsweise aus diesem taktischen Korsett auszubrechen…
Selbst ich, als Fernsehzuschauer, bin manchmal von diese stechenden Augen verängstigt, verkrieche ich mich da noch tiefer in der Couch… wie geht es wohl dann den Spielern?
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