Nathaniel Brown ist derzeit eine der heißesten Aktien auf dem Transfermarkt. In den vergangenen Wochen wurde der Linksverteidiger mit vielen europäischen Topklubs in Verbindung gebracht, so auch immer wieder mit dem FC Bayern München. Gestern berichteten mehrere Medien, dass sich der WM-Teilnehmer mit dem deutschen Rekordmeister bereits mündlich über einen Wechsel im Sommer sowie einen Vertrag bis 2031 geeinigt haben soll. Bei einer digitalen Pressekonferenz des DFB blockte der 22-Jährige die Gerüchte erwartungsgemäß ab: „Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM, deswegen werde ich das heute nicht kommentieren“. Doch jetzt gibt es neue Entwicklungen.
Wechsel möglich, aber nur bei entsprechender Summe
Nach Informationen der „Bild“ habe Sportvorstand Markus Krösche dem stark umworbenen Nationalspieler die grundsätzliche Freigabe für einen Wechsel zu den Bayern bereits erteilt. Krösche vertritt seit Jahren die Philosophie, Spielern bei ihrer Entwicklung keine Grenzen zu setzen. Entwickelt sich ein Profi schneller als der Verein und strebt den nächsten Karriereschritt an, zeigt sich die Eintracht grundsätzlich gesprächsbereit. Die Bedingung ist jedoch, dass ein marktgerechtes Angebot an die Hessen hinterlegt wird. Die Frankfurter Schmerzgrenze soll dem Bericht zufolge zwischen 60 und 65 Millionen Euro liegen. Diese Forderung sei Bayern-Sportvorstand Max Eberl bereits mitgeteilt worden. Brown gilt bei den Münchnern dem Vernehmen nach als absoluter Wunschspieler von Trainer Vincent Kompany. Auf der linken Abwehrseite soll er künftig mit Alphonso Davies um einen Stammplatz kämpfen. Der Kanadier konnte nach seiner Vertragsverlängerung die hohen Erwartungen der Bayern-Verantwortlichen bislang nicht durchgehend erfüllen und wurde zudem immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.
Schneller Wechsel soll forciert werden
Wie die Boulevardzeitung weiter berichtet, strebt Krösche eine schnelle Entscheidung an und möchte langwierige Verhandlungen mit dem deutschen Meister möglichst vermeiden. So könnte auch der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter bei einem Wechsel des 22-Jährigen frühzeitig planen, wenn die Saisonvorbereitung im Juli beginnt. Sollten die Vorstellungen beider Vereine jedoch zu weit auseinanderliegen und sich die Gespräche dadurch in die Länge ziehen, könnte Krösche die Verhandlungen dem Bericht zufolge auch abbrechen. Eine zeitnahe Entscheidung dürfte daher sowohl im Interesse der Eintracht als auch des FC Bayern und des Spielers selbst liegen.






5 Kommentare
Sehr guter Bericht , Clever eingefädelt, FCB kann zahlen oder verzichten. Ferner gibt es Planungssicherheit, auch wenn der Abgang schmerzt.
Hoeneß hat uns ja vor kurzem genau erklärt, was der Unterschied zwischen den Bayern und der Eintracht bei Transfers ist. Da können die Bauern ja direkt mal zeigen, wie das gemeint war. Sie zahlen 60 Millionen plus gute Bonis (+10 Millionen) und die kleine Eintracht muss ihn dann abgeben. Wenn die großen Bayern das nicht hinbekommen, freuen sich Teams aus England und lachen die Bayern aus. Ein verrückter Markt, zu dem wir leider gehören und aus dem wir Profit schlagen müssen, weil wir sonst schneller weg sind, als wir uns vorstellen können.
Mich ärgert, dass die Bayern nicht bis nach der WM warten konnten.
Wenn uns das unter Druck setzen soll, zum Wohle Browns und der Nationalmannschaft ein Angebot deutlich unterhalb unserer Forderung zu akzeptieren, um zu einer schnellen Einigung zu kommen, hoffe ich Krösche bleibt ähnlich stur, wie ich es jetzt wäre und dass Nene es trotzdem irgendwie schafft, alles für einen Monat auszublenden.
Wäre interessant, wie die das fänden, wenn Real Madrid plötzlich eine grundsätzliche Einigung mit Karl erzielte.
Die WM abzuwarten kann in beide Richtungen gehen. Wenn er da Einsatzzeiten bekommt und gute Leistungen bringt, dann wird sein Wert steigen und es wird mehr Interessenten geben.
Kann aber natürlich auch schlecht spielen (wobei er dann vermutlich nicht so viel Spielzeit bekommt und es nicht so auffällt) oder sich gar verletzen.
Ich denke, Max Eberl hat Infos bekommen, das der Nene sehr wohl viel spielen wird.
Das heisst im Umkehrschluss, da Nene ein auf hohen Grundniveau konstanter Spieler ist, das sich viele Topteams melden werden.
Desto größer die Nachfrage, desto höher der Preis. Also wird der Max dem Markus sofort die 60 Mio plus fette Boni zahlen.
Damit nicht nach der WM 75 plus draus werden.
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