Uwe Bein gilt noch immer als einer der besten Mittelfeldspieler der SGE-Geschichte. (Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie)

Ganz offiziell läuft die Bundesliga-Saison noch bis zum 30. Juni 2024, bevor dann am 1. Juli die Spielzeit 2024/2025 beginnt. Grund genug für Uwe Bein, Eintracht-Legende und Weltmeister von 1990, noch einmal auf die vergangene Runde zurückzuschauen.

Dabei gab der 63-Jährige in der „Bild“ an, dass Platz sechs „genau das“ gewesen sei, was er sich „erhofft habe.“ Daher zeigte er sich grundsätzlich zufrieden: „Das ist bei all den Schwierigkeiten durch den großen Umbruch mit neuem Trainer und einer fast komplett neuen Mannschaft eine gute Leistung.“ Trotzdem sei für den ehemaligen Offensivmann klar, dass man auch „Lehren ziehen“ müsse, „um Dinge im neuen Jahr besser zu machen.“

Dabei sprach der ehemalige Nationalspieler auch direkt Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller an, der in der vergangenen Saison häufig in der Kritik stand. „Toppmöller muss es gelingen, seine Stammelf zu finden. Er muss es schaffen, eine gefestigte Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Die Spieler müssen sich endlich finden, die Mosaiksteinchen müssen jetzt zusammenpassen.“ Dies sei in der abgelaufenen Saison „schwierig“ gewesen, wie er erklärte: „Immer, wenn du bei einem gedacht hast: ‚Der ist jetzt so weit und packt es, jetzt steht die Elf‘ war er gesperrt oder verletzt. So konnte die Mannschaft nie eine Konstanz entwickeln.“ Aber nicht nur Verletzungen oder Sperren hätten hier ihren Einfluss gehabt, sondern auch der Chefcoach: „Dazu kam, dass es immer wieder neue Aufstellungen gab, auch neue Rollen für die Spieler. Wenn du mal drinnen, mal draußen, mal offensiv, mal defensiv, mal in der Abwehr, mal im Mittelfeld bist, kannst du einfach keine konstante Leistung bringen.“

Dabei, so Bein, habe die SGE starke Spieler in ihren Reihen, die zwar schon stark performt hatten, die aber trotzdem noch einen Schritt gehen könnten: „Wir haben einige Jungs, die noch mal einen Schritt weiter gehen können und die mit Sicherheit auch eine richtig gute Ablöse in die Kasse bringen. Ob das Ekitiké ist, Pacho, Marmoush, oder Larsson, der für mich ein echtes Juwel ist. Selbst Robin Koch zähle ich dazu.“

Wenn es Toppmöller und die Mannschaft schaffen würden, in der kommenden Spielzeit die volle Leistung und das gesamte Potenzial auf den Rasen zu bringen, könne man sich in Frankfurt „auf eine gute Saison freuen“, betonte Bein und legte sogar ein Ziel fest: „Der fünfte oder sechste Platz muss das Ziel sein für uns – und ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen!“

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10 Kommentare

  1. Sicher, wenn unser Trainer seinen Ballbesitzfußball ablegt, dann gebe ich ihm recht.
    Sonst tendiere ich eher zu Platz 8-10, wo sie dieses Jahr eigentlich auch gelandet wären, wenn andere Mannschaften nicht so schlecht performt hätten

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  2. Aber es geht doch gerade darum, auf Ballbesitzfußball umzustellen. Unter Anderem dafür wurde Toppmöller geholt und das ist eine große Aufgabe und Herausforderung, gerade mit so einem Umbruch nebenher. Naja, auf jeden Fall ist das nicht „sein“ Ballbesitzfußball, sondern eine strategische Ausrichtung „von oben“. Hat Krösche ja auch mehrfach gesagt.

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  3. Also ich sehe Uwe und denke mir, ei ist der alt geworden. Und im nächsten Gedanken, scheiße ich ja auch 😀

    Aber ich sehe das wie er. Der 6. Platz ist schmeichelhaft, aber ein super Erfolg in der Liga, der extrem wertvoll ist. EL geholt, an der TV Geld Tabelle gearbeitet; und anderen Teams diese Töpfe entsprechend genommen. Eine Liga ist immer relativ und da die Teams hinter uns nicht mehr Punkte hatten als wir, waren sie halt noch schlechter. Mehr als ärgerlich waren einfach das umrühmliche Aus im DFB Pokal und die Auftritte in der Conference League.

    Aber ich sehe halt dieses Potenzial in den Spielern. Und jetzt wo Toppmöller es nochmal richten soll, stehe ich da auch voll dahinter!

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  4. Ich lache mich immer noch schlapp, das die teilweise unterirdischen Performance für Platz 6 gereicht hat. Wir standen recht konstant auf Platz 7 der Hinrunde, Platz 6 in der Rückrunde. Verdient oder unverdient interessiert mich da gar nicht. Vor allem nicht, wenn am 01.07.24 die neue Saison startet.

    Das wir sportlich bessere Performance wollen ist logisch, das DT und MK das wollen ist klar.

    Wir werden uns verbessern.

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  5. Ich verstehe, dass nach dieser Saison mancheiner Probleme mit Ballbesitzfußball hat. Aber was passiert, wenn eine Mannschaft keine Idee hat, was sie mit dem Ball anfangen soll, sieht man mMn ganz gut an Frankreich und England. 1000 PS, aber Rundenzeiten wie ein Tretroller.
    Da kann man entgegenhalten, dass das ja erfolgreich sei – aber schöner als bei uns sieht das jetzt auch nicht wirklich aus.

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  6. Ob das jetzt Ballbesitzfußball heißt oder anders, ist doch völlig egal.
    Die Mannschaft muss mehr Spielfreude und Gier entwickeln. Im letzten Jahr war doch schon die Vorbereitung eine Katastrophe mit Niederlagen gegen Regionalligisten. Die Mannschaft kam irgendwie überhaupt nicht ins Fliegen, das muss anders werden.

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  7. .,.. andere Vereine haben nicht besser performt, von daher stehen wir da wo wir stehen zu Recht

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  8. Sollten hier fortgeschritten fussballkundige unterwegs sein, empfehle ich dringend sich Gedanken zu machen über das nichtexistierende pressingkonzept von DT und dem,was die türken,portugiesen ,Spanier und österreicher an modernen pressingkonzeten zeigen . im modernen angriffs- und offensivfussball (Türkei gegen Georgien)wird mittlerweile im offensivmodus ein 2-4-4 gespielt,nur noch zwei restverteidiger, um die tiefe und breite des Spielfeldes auszunutzen,stehen zwei angriffsreihen a vier Spieler in der gegnerhälfte,permanente tiefenläufe,freilaufsituationen,positionswechsel,doppelpässe. die Österreicher mit Leverkusens Pressing 3-4-3 im offensivmodus mit Überzahl in ballnähe,auch nur zwei zur restverteidigung. portugal zeitweise nur mit einem verteidifer in restverteidigung,also ein 1-5-4. a) wer kein Pressing spielt, spielt kotzlangweiligen fussball ohne druck,ohne Überzahl und anspielstationen nach vorne,kaum Torchancen,ständig rückpässe/querpässe, keine ballfewinne,keine zweiten Bälle. b) erfolg fängt beim Pressing an und nirgendwo sonst,also spielsystem,spielkonzept,taktik und spielphilosoohie trennen zwischen looserteams und topteams. c)warum DT,nachdem er ein völlig konfuses nicht-Pressing ohne effekt,konturen und Erkennbarkeit gespielt hat,irgendetwas
    geniales plötzluch zaubern sollte,entbehrt jeder realistischen erkenntnisgrundlage c) die aussenverteiger sielen im modernen Pressing immer bis zurm Strafraum/zur Grundlinie bei jedem angriff mit,eine dreierabwehr wird aufgelöst zur zweierrestverteidigung, die nittelfeldreihe verstärkt die Überzahl um den Strafraum oder geht mit auf die Flügel, drei oder vier Spieler auf den flügeln bei jedem angriff sind beim modernen Pressing normal. d)
    das verschieben des mittelfeldblocks im pressing in ballnähe ist Grundschule und nicht geheimes trainerwissen,
    davon hat man nicht einmal was gesehen bei DT

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  9. ballbesitz in der eigenen hälfte ist zuschauerquälerei und taktischer unfug, ballbesitz ohne angriffsimpuls,offensivabsichen,torannäherung,torchancenvorbereitung ist unfug, ballbesitz ohne pressimg ist Unfug,
    ballbesitz ohne Überzahl bei angriffsspielzügen ist zum scheitern verurteilt, ballbesitz ohne jede Vielfalt an permanenter bewegung(Freilaufen,doppelpässe,flügelläufe,tiefenläufe,…) in allen mannschaftsteilen ist totgeburt,
    ballbesitz ohne 6-8 spieler um die/in der box bei eigenen angriffen ist unfug, ballbesitz mit oermanenten rückpässen/querpässen ist zuschauerbetrug……viel vergnügen dabei,wenn sich dieser schrott wiederhoen sollte
    ……schlimmer als mit weiterverpflichtung DT hätte es nicht kommen können

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  10. Schweiz gegen Schottland mit einem 3-4-3….wir reden von ballbesitz auf internationalen topniveau,trainer Yakin….
    a) durch flügelbesetzung lange tiefenpässe ,linienpässe auf die Flügel ,30/40m. b) diagonal- und halbdiagonalverlagerungen. c) tiefensteckpässe durch die Mitte an der mittelfeldreihe vorbei in die Sturmreihe,an den Strafraum. d) schnelle tiefenpässe flach durch tiefenlauf/tiefensprint in die sturmmitte. aus dem Mittelfeld,meistens von der mittellinie e) ballstafetten onetouch um mittelfeldreihe mit drei Pässen zu überspielen. …..f) ballbesitz ohne tempoverschärfung, langpässe,flügelüberladung,rückraumdominanz für die zweiten Bälle (ballgewinne + distanzschüsse),…..ist purer nonsens…….g) wer nicht bereit ist von der schweiz und anderen,von den besten zu lernen,wird zurecht eigenopfer infantiler spinnereien….h) wer moderne pressing-/offensivkonzepte nicht versteht, wird leider böses erwachen erleben…..i) erfolg ist berechenbar,benennbar,kalkulierbar und hat damit zu tun,dass man in allen Bereichen von taktik- und spielkonzepten das maximale herausholt,also auch pressing

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