Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Adi Hütter bekommt große Rückendeckung von Eintracht-Präsident Mathias Beck. Foto: IMAGO / Sven Simon

Beck stärkt Hütter den Rücken: Selbst Platz zwölf wäre kein Problem

Die Frankfurter Eintracht hat sich nach schwierigen Wochen zuletzt wieder stabilisiert. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zeigt sich defensiv verbessert, tritt geschlossener auf und konnte mit den beiden 3:1-Erfolgen gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal und in der Bundesliga wichtige Erfolgserlebnisse feiern. Dennoch bleibt die Frage, welche sportlichen Erwartungen die Verantwortlichen an die laufende Saison haben und wie fest Hütter nach seiner Rückkehr im Sattel sitzt. Eintracht-Präsident Mathias Beck hat darauf nun eine deutliche Antwort gegeben. Im Gespräch mit der „Bild“ stärkte der 55-Jährige dem Österreicher ausdrücklich den Rücken und erklärte sogar, dass er eine Platzierung im Tabellenmittelfeld akzeptieren würde.

Beck würde Hütter auch Platz zwölf verzeihen

Die Eintracht hat in den vergangenen Wochen eine sportliche Achterbahnfahrt erlebt. Auf deutliche Rückschläge folgten zuletzt wieder überzeugendere Auftritte. Auch wenn sich die Hessen inzwischen verbessert präsentieren, ist die Konstanz weiterhin eine Baustelle. Für Präsident Mathias Beck steht allerdings außer Frage, dass Adi Hütter der richtige Mann an der Seitenlinie ist.

Auf die Frage, ob er dem Trainer am Saisonende sogar einen zwölften Tabellenplatz verzeihen würde, antwortete der Eintracht-Boss bemerkenswert deutlich: „Wenn es dazu kommen würde, natürlich. Warum nicht? Aber ich glaube nicht, dass wir überhaupt in diese Situation kommen.“ Damit stellt sich Beck klar hinter den Österreicher und macht zugleich deutlich, dass er der Mannschaft eine bessere Platzierung zutraut.

Die Aussage ist deswegen bemerkenswert, da der Präsident zuletzt wiederholt betont hatte, dass die Eintracht den Anspruch habe, international zu spielen. An diesem grundsätzlichen Ziel dürfte sich nichts geändert haben. Dennoch signalisiert Beck, dass er die Arbeit des Trainers nicht ausschließlich an der Tabellenplatzierung messen möchte. Vielmehr scheint für ihn entscheidend zu sein, ob die Mannschaft auf dem Platz die richtige Entwicklung nimmt. Und genau diese Entwicklung glaubt der Präsident inzwischen erkennen zu können. Besonders die veränderte Körpersprache und die verbesserte Einstellung der Mannschaft stimmen ihn optimistisch. „Mir gefällt, dass wir auf dem Platz wieder Tugenden zeigen, die zu Eintracht passen: Einsatz, Kampf und Intensität“, lobte Beck.

Gerade nach den schwierigen Auftritten zu Saisonbeginn und der deutlichen Niederlage bei RB Leipzig war die Herangehensweise der Frankfurter Mannschaft immer wieder kritisiert worden. Inzwischen zeigt sich die Eintracht deutlich präsenter in den Zweikämpfen, arbeitet geschlossener gegen den Ball und schafft es zunehmend, ihre offensiven Qualitäten wieder zur Geltung zu bringen. Auch Beck erkennt diese Fortschritte: „Man sieht, dass bereits vieles gut funktioniert.“ Allerdings verschließt der Präsident nicht die Augen vor den Problemen, die weiterhin bestehen. Besonders die fehlende Konstanz innerhalb einzelner Begegnungen beschäftigt ihn: „Was uns noch fehlt, ist die Konstanz über 90 Minuten.“

Tatsächlich hatte die Eintracht zuletzt mehrfach Schwierigkeiten, ihre Leistung über die gesamte Spielzeit abzurufen. Sowohl im Pokalspiel beim HSV als auch beim anschließenden Bundesliga-Heimsieg gegen die Hanseaten war eine deutliche Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause notwendig gewesen. Für Beck liegt darin eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden Wochen: „Jetzt müssen wir es schaffen, diese Leistung über die gesamte Spielzeit abzurufen.“ Gelingt der Mannschaft dieser nächste Entwicklungsschritt, traut der Präsident ihr noch einiges zu: „Dann bin ich überzeugt, dass wir einen richtig großen Schritt machen werden.“

Beck über Hütters Rückkehr: „Er verbindet mit Frankfurt sehr viel“

Dass Beck so deutlich hinter seinem Trainer steht, hat allerdings nicht nur sportliche Gründe. Der Eintracht-Präsident ist auch von Hütters persönlicher Verbundenheit mit dem Verein überzeugt. Der Österreicher hatte Frankfurt 2021 nach drei erfolgreichen Jahren verlassen und war im Sommer 2026 an seine frühere Wirkungsstätte zurückgekehrt. Beck gehörte zu den Befürwortern dieser Entscheidung. „Ich habe seine Rückkehr unterstützt, weil ich weiß, dass Adi unglaublich glücklich darüber ist, wieder bei Eintracht Frankfurt zu sein“, erklärte der Präsident der SGE. Gleichzeitig betont er, dass er Hütter dessen Aussage abnehme, dass seine Arbeit bei der Eintracht noch nicht abgeschlossen gewesen sei: „Wenn er sagt, dass er hier noch nicht fertig war, dann kann man ihm das vollkommen abnehmen.“

Für Beck ist die Rückkehr deshalb weit mehr als eine rein sportliche Entscheidung: „Das ist emotional. Er verbindet mit Frankfurt sehr viel.“ Wie groß diese Verbundenheit tatsächlich ist, verdeutlichte der Präsident anhand einer besonderen Anekdote. Offenbar hatte Hütter nach seiner Rückkehr einen Wunsch, der Beck nachhaltig beeindruckte: „Wenn jemand zurückkommt und praktisch als Erstes anruft und sagt, dass er lebenslanges Mitglied werden möchte, dann finde ich das großartig.“ Für den Eintracht-Boss ist diese Geste ein klares Zeichen dafür, welchen Stellenwert der Klub für seinen Trainer besitzt: „Das zeigt, wie viel ihm dieser Verein bedeutet. Manchmal merkt man erst, wenn man einen Verein verlassen hat, was man dort eigentlich hatte.“

Neben der emotionalen Verbundenheit ist Beck natürlich auch von Hütters Fähigkeiten als Führungspersönlichkeit überzeugt. Für den Präsidenten gehört eine natürliche Autorität zu den wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Trainers. Dabei gehe es nicht nur um taktisches Wissen oder die richtige Trainingsgestaltung, sondern vor allem um den Umgang mit den Spielern: „Ja, die braucht er. Ich sage immer: Das kann man nicht lernen. Entweder man hat diese Fähigkeit oder eben nicht.“ Ein Trainer müsse in der Lage sein, seine Mannschaft auch in schwierigen Phasen zu erreichen, sie zu motivieren und auf dem Platz wieder zu einer funktionierenden Einheit zu formen: „Ein Trainer muss wissen, wie er mit seinen Spielern umgeht und wie er sie wieder so auf den Platz bringt, dass es funktioniert.“

Genau diese Fähigkeit sieht Beck bei Hütter gegeben. „Adi kann das. Davon bin ich absolut überzeugt“, so Beck.

Weitere Artikel

Ein Kommentar

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. Boris 06. November 26, 01:42 Uhr

Also ich find's ja super, wenn Beck Hütter das Vertrauen schenkt und auch nicht unnötig Druck aufbaut, sonst könnten sie nicht befreit aufspielen. Wenn Beck allerdings pausenlos mit diesem widerwärtigen, verachtungswürdigen Hetzblatt auf Nius-Niveau spricht, kriegt man allerdings fast den Eindruck, dass er die undichte Stelle sein könnte, die die Blöd andauernd mit Interna versorgt. Das muss doch irgendwo von oben kommen. Die sind super-geschickt darin, Promis zu erpressen, wenn man ihnen keine Häppchen hinwirft, dann zerreißen sie jeden Promi und packen den übelsten Schmutz aus. Vielleicht ist Beck auch ein bisschen anfällig für diese Aufmerksamkeit, weil er jahrelang als eigentlicher Gestalter im Schatten von Fischer kaum welche bekommen hat. Da muss er schon aufpassen, nicht zuviel zu verraten, die mediale Beachtung ist schon ein zweischneidiges Schwert. Solange er sie jedoch bei der Stange hält, erfinden sie nicht irgendwas Beliebiges, solange der Ton positiv ist, ist das auch gut für die Wahrnehmung der Eintracht und im Endeffekt für das Sponsoring.

3

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.

Weitere Artikel