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Noel Aseko erwartet gegen Paderborn ein schwieriges Spiel in einem stimmungsvollen Stadion. Foto: IMAGO / Maximilian Koch

Aseko warnt vor Paderborn-Duell: „Ein ekliger Gegner“

Am morgigen Samstag geht es für die Frankfurter Eintracht um die nächsten Punkte in der Fußball-Bundesliga. Gegen den SC Paderborn will die SGE die positive Stimmung der letzten Tage mitnehmen und den nächsten Erfolg einfahren. Einer, der erst seit dieser Saison in Frankfurt aufläuft, sich aber bereits bestens eingewöhnt hat, ist Noel Aseko. Im zentralen Mittelfeld hat er bereits mehrfach seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Dabei verlief der Start des 20-Jährigen bei der Eintracht alles andere als reibungslos. Aufgrund von Verletzungsproblemen blieb ihm in der Vorbereitung meist nur die Zuschauerrolle. Auch die ersten drei Pflichtspiele verpasste er. „Das ist natürlich nicht schön“, erklärt Aseko im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“. „Für einen Fußballer ist es das Schlimmste, wenn er verletzt ist. Man sieht, wie die Mannschaft zusammen trainiert und wäre gerne dabei. Aber man kann halt nicht.“ Der Sommerneuzugang vom FC Bayern München musste sich zunächst individuell an die Mannschaft heranarbeiten. „Wenn man dann wieder mit der Mannschaft ist, merkt man endlich, wie schön es ist, hier zu sein. Ich bin eigentlich immer positiv. Aber es gibt viele Spieler, die mit Verletzungen schwieriger umgehen.“ Nach seinem Bundesliga-Debüt in Mainz wurde der gebürtige Berliner behutsam über Belastungssteuerung aufgebaut. Gegen den Hamburger SV stand er zuletzt aber auch erstmals über die volle Spielzeit auf dem Platz.

„Der Weg zur A-Natio ist nicht weit“

Neben der Eintracht läuft der Mittelfeldspieler auch für die deutsche U21-Nationalmannschaft auf. Dadurch stand er bereits vor seinem Wechsel mit Nnamdi Collins und Elias Baum auf dem Platz. Auch darüber hinaus sei die Eingewöhnung in der jungen Mannschaft kein großes Problem für ihn gewesen. „Jeder kommt mit jedem gut zurecht. Auch die Mitarbeiter, die Leute hier sind alle entspannt und cool drauf.“ Auch für die kommenden Partien der U21 gegen Belgien und Kroatien wurde er nominiert. In den Testspielen will der Adlerträger den maximalen Erfolg einfahren. „Wir spielen natürlich auf Sieg. Wir sind Deutschland.“ Dass der Youngster auch für Bundestrainer Jürgen Klopp interessant werden könnte, ist freilich kein Geheimnis. „Ich denke der Weg von der U21 zur A-Natio ist nicht weit. Es ist einfacher, als wenn man von der U19 kommt“, gibt er sich selbstbewusst. „Wir schauen einfach. Wie sagt man so schön: Einfach jeden Tag ans Limit gehen.“

Aseko und Raphael Onyedika scheinen sich bei der SGE als A-Lösung für Cheftrainer Adi Hütter im zentralen Mittelfeld herauszukristallisieren. Die Chemie mit dem Nigerianer stimmt, allerdings gäbe es mit Oscar Højlund und Mario Götze auch noch weitere gute Spieler auf der Position. „Wenn ich nicht gut spiele oder trainiere, dann spielt Oscar oder Mario. Ich finde, man sollte mit jedem gut harmonieren und kommunizieren können. Das ist wichtig bei uns.“ Tatsächlich fordert Hütter das auch von seinen Spielern ein. Aseko übernimmt auf der Sechs meist den offensiveren Part, aber auch das hängt mit seinem Nebenmann zusammen. „Es ist etwas anderes, ob ich mit Raphael oder Mario und Oscar zusammen spiele. Da spricht man sich vorher ab und schaut, was am meisten Sinn macht.“

Mit der Bande in Frankfurt unterwegs

Mit dem SC Paderborn trifft die SGE auf den aktuellen 14. Platz in der Tabelle. Mit zwei Siegen und drei Unentschieden in den ersten acht Spielen sind die Nordrhein-Westfalen durchaus solide in die Saison gestartet. Die Eintracht traf im Profibereich erst dreimal auf den diesjährigen Bundesliga-Aufsteiger. Dabei wurden alle drei Partien verloren. Aseko hingegen konnte als Leihspieler mit Hannover 96 im letzten Jahr vier Punkte gegen den morgigen Gegner einfahren. Dabei gelang ihm auch ein Assist. „Ein ekliger Gegner. Sie können und wollen Fußball spielen. Sie schießen wenige Tore, kassieren aber auch nicht viele.“ Man könne sich auf intensives Pressing in einem tollen Stadion freuen. „Die Arena ist klein, hat aber auf jeden Fall etwas drauf.“ Für die Eintracht könnte das Spiel tabellarisch richtungsweisend sein. Gewinnt man, kann man den Anschluss an die oberen Plätze halten. Bei einer Niederlage hingegen kann man aber auch schnell wieder auf den unteren Plätzen landen. „Wir haben es selbst in der Hand. Man merkt, dass wir langsam eine Mannschaft werden. Wir treten gut auf und wollen das auch in Paderborn hinbekommen.“

Noel Aseko scheint in Frankfurt angekommen. „Es ist eine super Stadt mit tollen Menschen. Ähnlich wie Berlin. Deswegen komme ich hier sehr gut klar.“ Allerdings schiebt er mit einem Augenzwinkern hinterher: „Berlin bleibt trotzdem die Eins für mich.“ Einen Lieblingsort hat er in der Mainmetropole noch nicht gefunden. Bei seinen Erkundungstouren hat er oft Gesellschaft von Can Uzun, Jeremiaha Maluze, Ayoube Amaimouni und Younes Ebnoutalib. „Mit der Bande bin ich oft unterwegs. Die wissen, wo man hin muss. Sie sind ja auch schon länger da.“

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