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Women’s Europa Cup: Das Team von Cheftrainer Niko Arnautis verlor das Halbfinal-Hinspiel mit 0:3 gegen BK Häcken. Foto: IMAGO / Fotostand

Arnautis nach SGE-Niederlage im Women’s Europa Cup: „Darf uns im Halbfinale nicht passieren“

Am vergangenen Europapokalabend der Frauen von Eintracht Frankfurt wollte Cheftrainer Niko Arnautis „dem Adler die Flügel verleihen, mit denen er hoch fliegen kann“. Das sagte der 45-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie am Mittwochabend. Die Realität: Die SGE verlor das heimische Hinspiel im Halbfinale mit 0:3 gegen BK Häcken. Die Enttäuschung war dementsprechend nach Abpfiff ziemlich groß. Die Pressekonferenz nach der bitteren Niederlage startete der Fußballlehrer mit folgendem Satz: „Für uns ist es natürlich brutal bitter.

Anders habe er sich den Abend vorgestellt. Eigentlich empfinde er sogar, dass sein Team ziemlich gut in die Partie startete. Trotz eigener Spielkontrolle seien allerdings zu wenige Chancen herausgespielt und viele Pässe zudem zu ungenau gespielt worden. Auf der anderen Seite habe Häcken ihre wenigen Chancen eiskalt ausgenutzt. „Klar ist, das Spiel ist vom Spielverlauf her eigentlich kein 0:3. Das ist uns aber passiert. Und da muss man sagen, das darf uns in so einem Halbfinale nicht passieren“, sagte Arnautis.

SGE-Frauen: 17 Abschlüsse, nur zwei wurden gefährlich

Die Eintracht habe viele Chancen zu langsam ausgespielt. Zudem habe seine Mannschaft immer wieder abgedreht, obwohl Situationen möglicherweise vielversprechend hätten werden können. Bei eigenen Flanken seien im gegnerischen Strafraum oft zu wenige Spielerinnen gewesen. Trotzdem habe der Trainer in der zweiten Halbzeit eine spielerische Verbesserung gesehen bis: „Und dann passieren uns, leider Gottes, zwei Fehler, bei denen wir den Gegner eingeladen haben und sie uns dann eiskalt bestraft haben“, stellte er fest und ergänzte abschließend: „Aber wenn du 17 Abschlüsse hast und nur zwei aufs Tor kommen, ist es dann natürlich zu wenig. Deswegen geht es dann am Ende sehr hart für uns 0:3 aus. Da müssen wir einfach sagen, dass der Gegner, was das Tor angeht, heute einfach besser war, und dass er auch knallhart und effektiv war und uns dann am Ende bestraft hat.

Das Rückspiel in der kommenden Woche möchte Arnautis dennoch nicht herschenken. Der Cheftrainer verwies bei den bleibenden Chancen der SGE auf den Gegner:„Häcken hat es vorgemacht. Wie viele Torchancen waren das? Und sie haben 3:0 gewonnen. Von daher, Fußball ist Fußball.“ Mit einem Rückstand von 0:3 sei die Frankfurter Eintracht nun der Außenseiter, vollumfänglich aufgeben dürften seine Spielerinnen jedoch noch nicht: „Wir werden nicht aufgeben. Wir wissen, dass es schwer ist. Dennoch wollen wir versuchen, erstmal das Spiel zu gewinnen. Das ist die erste Aufgabe, die wir haben.

Asienmeisterschaft-Siegerin Chiba zurück im SGE-Training

Dann könnten womöglich auch die beiden Asienmeisterschafts-Fahrerinnen wieder zur Verfügung stehen. Remina Chiba (Japan) und Hayley Raso (Australien) spielten mit ihren Nationen kürzlich im Finale gegeneinander. Japan setzte sich im Endspiel mit 1:0 gegen Australien durch. Somit erwartet Arnautis zwei weitere Offensivspielerinnen zurück, die beim Toreschießen behilflich werden könnten. „Gerade wenn du dann hinten liegst, ist es schon so, dass wir dann nicht so viele Optionen auf der Bank haben, die vorne im Sturm auflaufen. Von daher fehlen sie uns natürlich in den letzten Wochen enorm“, sagte Arnautis, bezogen auf die beiden baldigen Rückkehrerinnen. Während Chiba schon wieder in Frankfurt angekommen sei, werde Raso erst baldig zurückerwartet.

Sollten die beiden Offensivspielerinnen am kommenden Donnerstag bei 100 Prozent sein, erhoffe sich Arnautis sicherlich das ein oder andere Jokertor seiner beiden Schützlinge. Denn nur mit einem Sieg über vier Tore oder mehr könnte die SGE noch ins Endspiel des Women’s Europa Cups einziehen. Das Rückspiel findet dann um 18:30 Uhr in Göteborg statt.

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. dieter 26. März 26, 15:14 Uhr

Ein Offenbarungseid wie für die ganze Saison.
Das Schlimme, offenbar weiß man selbst um die Fehler - und trotzdem werden sie in jedem Spiel wiederholt. (Klingt nach Männern)
Am besten das Spiel des Gegners jeden Tag in der Videoanalyse und vorallem dann auch mal üben, beim Torschuss wenigstens das Tor zu treffen.
Eine Riesen Chance kläglich verschenkt, wie in der CL Quali, wie im Pokal, wie in der Meisterschaft, irgendwie mit System

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