Aurele Amenda erlebt derzeit die Phase, auf die er lange hingearbeitet hat. Aufgrund der personellen Engpässe in der Defensive ist der Innenverteidiger in den vergangenen Wochen zur Stammkraft gereift – und zahlt das Vertrauen zunehmend mit starken Leistungen zurück. Beim 2:0-Erfolg gegen den SC Freiburg lieferte der Schweizer wohl eine seiner bislang überzeugendsten Vorstellungen (SGe4EVER.de Note 2,0) im Trikot der Eintracht ab.
Amenda gegen Freiburg mit starker Leistung und beachtenswerter Stats
Konzentriert im Stellungsspiel, robust in den direkten Duellen und mit klarem Timing im Zugriff: Amenda präsentierte sich gegen Freiburg äußerst stabil. Seine Zweikampfquote (71 Prozent gewonnen laut „Opta“) konnte sich sehen lassen, mehrfach unterband er vielversprechende Ansätze der Gäste bereits im Keim. Auch im Spielaufbau wirkte er ruhiger als noch zu Saisonbeginn, suchte saubere Lösungen und vermied unnötige Risiken. Und die Breisgauer Standardstärke? Die unterband er aufgrund seiner Größe souverän, er war der Turm in der Schlacht. Zudem hatte kein Adlerträger mehr Ballkontakte (126) als er und er konnte eine Passquote von 95 Prozent laut „Opta“ nachweisen. Ein Auftritt, der unterstrich, wie sehr er sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Im Format „Drüber Gebabbelt“ auf „YouTube“ erklärte der Schweizer nach dem Sieg: „Ich denke wir haben heute vor allem als Mannschaft sehr gut verteidigt. Und na klar, ich fühle mich aktuell sehr gut und möchte genau so weitermachen.“ Dabei hat auch sein neuer Coach großen Anteil an seiner Entwicklung: „Unser Trainer sagt uns, dass wir vor allem mit Mut nach vorne spielen und das versuche ich umzusetzen. Ich bin aktuell sehr zufrieden, wie ich der Mannschaft dadurch helfen kann.“
Vom Wechselkandidaten zur Stammkraft – fünf Mal über die volle Zeit aus sechs Spielen
Dabei war seine Situation im Winter noch eine andere. Aufgrund fehlender Spielzeit stand zwischenzeitlich sogar ein Abschied aus Frankfurt im Raum. Amenda selbst machte, zumindest über seinen Berater, keinen Hehl daraus, dass er regelmäßig spielen will – auch mit Blick auf den kommenden Sommer, wenn auf internationaler Bühne die Weltmeisterschaft ansteht. Dass es nun anders gekommen ist, liegt an seiner Geduld, Professionalität und an seiner Reaktion auf die neue Rolle. Statt mit hängendem Kopf zu reagieren, arbeitete der 22-Jährige im Training konsequent weiter. Als sich durch zahlreichen Ausfälle und Formschwächen die Tür öffnete, war er bereit. Für die Eintracht ist Amendas Entwicklung ein Gewinn. In einer Phase, in der Stabilität gefragt ist, sorgt er mit klarer Zweikampfführung und wachsender Selbstverständlichkeit für Sicherheit im Defensivverbund. Je mehr Minuten er sammelt, desto größer wird sein Einfluss auf das Spiel der Hessen.
Und auch perspektivisch ist seine aktuelle Form wichtig. Sollte er das Niveau halten, wird er nicht nur für Frankfurt, sondern auch mit Blick auf die kommende Saison zu einem relevanten Faktor. Klar ist: Aus dem Wechselkandidaten ist binnen weniger Wochen ein fester Bestandteil der Startelf geworden – Tendenz weiter steigend.






3 Kommentare
Sorry für das OT, ABER weiß jemand, ob die neue 21er-Liga das Aus der Hessenliga/Regionalliga-Mannschaft ist?
Nein, so wie ich es verstanden habe, ist es nur ein Zusatz. Die zweite Mannschaft bleibt ganz normal im Liga-Betrieb.
Das wird vermutlich eher interessant für die Vereine die keine zweite Mannschaft haben, so wie Leverkusen oder Red Bull.
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