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Amaimouni-Echghouyab will mit Marokko heute Abend ins WM-Halbfinale einziehen. Foto: IMAGO / ZUMA Press

Amaimouni-Echghouyab vor Duell mit Frankreich: „Wir wollen unser Land erneut stolz machen“

Ayoube Amaimouni-Echghouyab dürfte als einer der größten Senkrechtstarter der Bundesliga gelten. Im ersten Halbjahr der vergangenen Saison noch für die TSG Hoffenheim II in der 3. Liga positiv auf sich aufmerksam gemacht (9 Tore und 6 Vorlagen in 18 Spielen), verpflichtete Eintracht Frankfurt ihn im Winter für eine Ablösesumme von gerade mal rund 200.000 Euro. Nachdem der offensive Flügelspieler auch in der Bundesliga mehrfach überzeugte, erreichte seine Karriere diesen Sommer einen weiteren Höhepunkt: Mohamed Ouahbi, Nationaltrainer Marokkos, nominierte ihn für die WM 2026. Aktuell verläuft das Turnier aus Sicht der noch ungeschlagenen Nordafrikaner auch erfolgreich. Heute Abend (22 Uhr) steht mit dem Viertelfinale gegen Frankreich allerdings der bis jetzt größte Härtest an.

Einsatzzeiten erhielt Amaimouni-Echghouyab bei dieser WM bisher nur in den ersten zwei Gruppenspielen (1:1 gegen Brasilien und 1:0 gegen Schottland), bei denen er jeweils in der Schlussphase eingewechselt wurde. In der ersten Partie gelang ihm sogar beinahe der Last-Minute-Siegtreffer, als Brasilien-Torwart Alisson gegen seinen Abstauber gerade noch rechtzeitig den Arm ausfuhr. „Ehrlich gesagt musste ich in den Tagen danach schon noch sehr oft daran denken“, erzählt der Deutsch-Marokkaner im Interview mit der Eintracht. „Erstens, weil es einfach ein geiles Gefühl war, zu spielen. Zweitens, weil ich mich gefragt habe, ob ich doch irgendwie hätte treffen können, weil Alisson in dem Moment schon sehr nah vor mir war.“

„War voll auf das Spiel fokussiert“

Einen großen Kopf habe er sich während seinem WM-Debüt aber nicht gemacht: „Nach meiner Einwechslung war ich voll auf das Spiel fokussiert“, erzählt er. Das sei kurz vorher aber noch anders gewesen: „Als ich mich zuvor auf der Bank umgeschaut habe, habe ich schon öfters daran gedacht, wo ich vor einigen Monaten noch gespielt habe und welch großes Privileg es ist, jetzt diese Erfahrungen machen zu können.“

Was seitdem passiert ist, kann Amaimouni-Echghouyab selber noch nicht richtig realisieren: Der Wechsel zur Eintracht, mein erstes Bundesligator, jetzt die WM mit Marokko. Es ging alles so verdammt schnell, das muss ich nach der WM erst einmal alles verarbeiten.“ Wie sehr helfen ihm die bei der Nationalmannschaft gesammelten Erfahrungen für seine persönliche und fußballerische Weiterentwicklung? „Schon sehr, in allen Bereichen. Es ist ein tolles Gefühl, hier dabei sein und das eigene Land bei einer Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen. Ich lerne täglich sehr viel von meinen Mitspielern.“

„Das Team ist extrem erfolgshungrig“

Wenn es gegen Frankreich um den Einzug ins Halbfinale geht, ist Marokko nur Außenseiter. Das Team hat im bisherigen Turnierverlauf aber bereits unter Beweis gestellt, mit großen Fußballnationen mithalten zu können. Amaimouni-Echghouyab erzählt, was man heute Abend von Marokko erwarten kann: „Genau das, was man auch in den Spielen zuvor sehen konnte: „Eine marokkanische Mannschaft, die unbedingt gewinnen will und dafür alles auf dem Platz lassen wird. Wir wollen unser Land erneut stolz machen!“ Die Vorbereitung auf das Spiel sei gut verlaufen, während auch die Stimmung im Team super sei. „Wir sind einfach eine Mannschaft mit einer unglaublichen Mentalität und viel Qualität. Das Team ist extrem erfolgshungrig.“

Ein Kommentar

Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 5 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. blackforest 10. Juli 26, 08:37 Uhr

Schade, hatte gehofft er kommt noch mal rein... :(

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