Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Ayoube Amaimouni kommt in dieser Saison bislang nur selten zum Zug. Foto: IMAGO / Noah Wedel

Zu wenig Spielzeit: Amaimouni denkt offenbar an Leihe

Er war eine der Überraschungen der vergangenen Rückrunde: Ayoube Amaimouni-Echghouyab schlug nach seinem Wechsel zur Eintracht schnell ein und entwickelte sich zu einer verlässlichen Option in der Offensive. Sogar der Sprung in die marokkanische Nationalmannschaft gelang dem 21-Jährigen. In der laufenden Saison ist es allerdings ruhig um den Flügelspieler geworden. Wie das Fußball-Online-Portal „Africafoot“ berichtet, beschäftigt sich Amaimouni deshalb offenbar mit einer Leihe im kommenden Winter.

Vom Durchstarter zum Reservisten

Im vergangenen Winter wechselte Amaimouni von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim nach Frankfurt. Bei der Eintracht fand sich der Offensivspieler schnell zurecht und kam in der Rückrunde auf 17 Bundesliga-Einsätze. Dabei bereitete er drei Tore vor und erzielte zwei Treffer selbst. Seine positive Entwicklung blieb auch dem marokkanischen Verband nicht verborgen: Amaimouni wurde für die Nationalmannschaft nominiert und gehörte zum Aufgebot der „Löwen vom Atlas“ bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Dort kam er in den Gruppenspielen gegen Brasilien und Schottland sogar zweimal zum Einsatz. Gegen Brasilien bot sich ihm kurz vor Schluss die große Chance auf den Siegtreffer, die Partie endete jedoch 1:1.

Von diesem Aufwärtstrend ist in der aktuellen Spielzeit bislang wenig zu sehen. Für die Eintracht stand Amaimouni erst sechsmal auf dem Platz: fünfmal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal. Beim 11:0-Erfolg in der ersten Runde gegen den SC St. Tönis erzielte er seinen bislang einzigen Saisontreffer. In der Liga durfte er lediglich am ersten Spieltag beim 3:3 gegen Union Berlin von Beginn an ran. Seitdem blieb ihm meist nur die Rolle als Einwechselspieler.

Systemumstellung erschwert die Perspektive

Ein Grund für die geringe Einsatzzeit dürfte auch in der taktischen Ausrichtung liegen. Amaimouni fühlt sich vor allem auf der rechten Außenbahn wohl. Mit der Systemumstellung unter Adi Hütter ist diese Position in der bisherigen Form allerdings weggefallen. Der 21-Jährige könnte damit zu einem gewissen Grad zum Opfer der veränderten Spielweise geworden sein. Zudem ist die Konkurrenz in der Offensive groß. Ritsu Doan kommt verstärkt zum Einsatz und hat dort ebenso wie Can Uzun die Nase vorn. Auch wenn Doan bislang nicht durchgehend die erhofften Leistungen zeigen konnte, scheint er in den Planungen aktuell eine feste Rolle einzunehmen. Für Amaimouni bleiben dadurch nur wenige Möglichkeiten, sich in den Vordergrund zu spielen.

Leihe soll Spielpraxis ermöglichen

Wie „Africafoot“ berichtet, prüft Amaimouni gemeinsam mit seinem Berater deshalb die Möglichkeit, im Wintertransferfenster bei der Eintracht um eine Leihe zu bitten. Der Flügelspieler soll demnach einen Verein suchen, bei dem er regelmäßig Spielpraxis sammeln und seine Entwicklung fortsetzen kann. Sein Umfeld betrachte einen vorübergehenden Wechsel inzwischen offenbar als die beste Möglichkeit, den zuletzt ins Stocken geratenen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Auch mit Blick auf die Nationalmannschaft dürften regelmäßige Einsatzzeiten eine wichtige Rolle spielen. Nach seiner WM-Nominierung möchte Amaimouni offenbar seine Chancen auf weitere Berufungen wahren. Dafür benötigt er auf Vereinsebene allerdings mehr Spielminuten als zuletzt.

Eine endgültige Entscheidung ist bislang nicht gefallen. Konkrete Interessenten oder mögliche Leihvereine werden ebenfalls nicht genannt. Amaimouni steht bei der Eintracht noch langfristig bis 2031 unter Vertrag. Ob es tatsächlich im Winter zu einer Leihe kommt, bleibt daher abzuwarten.

SGE4EVER.de unterstützen – jetzt als Supporter registrieren und das Eintracht-Magazin fördern

Ein Kommentar

Avatar 1. uwebindewald 30. Oktober 26, 13:25 Uhr

Also um ihn finde ich es wirklich schade,
Ich wünsche mir Hütter würde ihn mehr fördern und fordern ;)

3

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.