Für die Damenmannschaft der Frankfurter Eintracht steht heute das Viertelfinale im DFB-Pokal an. Dabei treffen die Adlerträgerinnen auf Schwergewicht VfL Wolfsburg, die aktuell in der Bundesliga den zweiten Platz belegen. Die Eintracht steht einen Rang dahinter.
„Wir brennen darauf nach Wolfsburg zu fahren und in die nächste Runde einzuziehen“, blickte Cheftrainer Niko Arnautis auf der Pressekonferenz auf den anstehenden Pokalkracher. „Es ist beiden Mannschaften bewusst, dass es schwer sein wird. Jedoch konnten wir im letzten Spiel beweisen, dass wir es können und auch wollen. Entscheidend ist, dass man das, was man sich vornimmt, auch verwirklicht.“ Bis auf Hayley Raso und Remina Chiba, die aufgrund des Asian Cups fehlen, kann der 45-Jährige dabei auf denselben Kader wie in den letzten Wochen zurückgreifen. Die SGE tanzt aktuell mit Ligabetrieb, Women’s Europa Cup und Pokal auf drei Hochzeiten. Besondere Prioritäten zwischen den einzelnen Wettbewerben würde man allerdings keine setzen: „Bei unserem Programm ist es wichtig, dass wir jedes Spiel sehen. In allen drei Wettbewerben wollen wir bis zum Ende dabeibleiben. Für morgen liegt der Fokus auf dem DFB-Pokal. Es wäre eine riesige Nummer für uns ins Halbfinale einzuziehen.“ Bei den Adlerträgerinnen ist man sich mittlerweile nicht zu schade, große Ziele auszusprechen. Auch international wurde bereits über einen möglichen Titel gesprochen. „Die Entwicklung der letzten Jahre ist das Besondere an unserer Mannschaft. Sie motiviert uns, weitere Schritte zu gehen“, freute sich Arnautis. „Mittlerweile existieren wieder Ziele und Visionen, die man erreichen möchte. Natürlich weiß jeder, dass es schwer sein wird, deswegen werden wir alles geben. Im Mai können wir dann für diese Saison ein Fazit ziehen.“
Doorsoun träumt vom Kölner Finale
Für Sara Doorsoun ist die morgige Partie zudem die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Sie spielte selbst drei Jahre lang bei den Niedersachsen. „Das gesamte Team ist sehr gespannt auf das Pokalspiel. Es gäbe nichts Schöneres, als mit meinem Verein Eintracht Frankfurt zu Hause in Köln ein Finale zu bestreiten“, träumte die gebürtige Domstädterin. „Aber dafür müssen wir den Fokus auf morgen legen und an unsere Grenzen gehen. Sollten wir gewinnen kommt dann ja noch das Halbfinale. Es ist ein weiter Weg.“ Vor der Länderspielpause war die Mannschaft in einem guten Rhythmus. Im Kalenderjahr 2026 setzte es bisher fünf Siege und ein Unentschieden in allen Pflichtspielen. „Da sind Automatismen vorhanden, die greifen und die verliert man in drei Wochen nicht“, erklärte die Verteidigerin, die im Winter nach einem halben Jahr in den USA an den Main zurückkehrte, gegenüber der Presse. „Wir wissen aber auch, dass es kein Selbstläufer wird. Die Pause bringt zugleich eine gewisse Vorfreude mit sich, weil es jetzt im Pokal weitergeht. In den vergangenen Wochen haben wir als Team eine große Gier entwickelt, gemeinsam zu arbeiten, zu verteidigen und zu gewinnen.“ Auch nach dem Pokalspiel stehen für die Eintracht-Frauen harte Wochen an. Daher reist die Mannschaft im Anschluss direkt in den Norden, um sich dort auf das Auswärtsspiel bei Werder Bremen am kommenden Samstag vorzubereiten. „Wichtig ist, dass wir in das kommende Spiel gut reinkommen“, legte Arnautis den Fokus auf Wolfsburg. Aber: „Innerhalb der nächsten Tage werden wir schauen, welche Spielerinnen fit sind und was man ändern kann. Die Regeneration der Spielerinnen steht im Vordergrund.“






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