Eigentlich sollte die Partie das Kalenderjahr 2026 für die Adlerträgerinnen sportlich eröffnen: Aufgrund der Platzverhältnisse im Winter im Stadion am Brentanobad verschob der DFB die Bundesliga-Ansetzung gleich zweimal. Gut zwei Monate später empfing das Frauenteam von Eintracht Frankfurt endlich die TSG Hoffenheim. Schon im Vorhinein war klar, dass das Aufeinandertreffen am Mittwochabend für beide Vereine ein richtungsweisendes werden sollte. Die Frankfurterinnen rutschten durch die 2:4-Niederlage am vergangenen Spieltag in Bremen in der Tabelle ab. Vorübergehend schnappte sich also die TSG den begehrten dritten Platz, der das Ticket für die Champions-League-Qualifikationsrunde löst. Nach dem 2:0-Erfolg im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim haben die Adlerträgerinnen nun wieder einen Punkt mehr als die Gäste aus Hoffenheim.
SGE mit Vierfach-Wechsel nach Niederlage bei Werder Bremen
Cheftrainer Niko Arnautis reagierte auf die Niederlage bei Werder Bremen mit gleich vier Veränderungen in der Startelf: Defensiv wichen Jella Veit und Pia-Sophie Wolter. Für sie starteten Marthine Østenstad und Nadine Riesen. Außerdem traf der 45-jährige Fußballlehrer im Mittelfeld seine Entscheidung für Elisa Senß und Géraldine Reuteler anstatt Lisanne Gräwe sowie Jarne Teulings.
Nach nicht einmal einer Minute gab es direkt den Traumstart für die Eintracht: TSG-Torhüterin Laura Dick wollte den langen Pass der Frankfurterinnen sichern, trat jedoch ohne Gegnereinwirkung am Ball vorbei. Das nutzte SGE-Stürmerin Rebecka Blomqvist und vollendete zum 1:0. Auch im Anschluss wurde das Spiel nicht weniger hektisch: Ein vermeintliches Handspiel im eigenen Strafraum von Eintracht-Linksverteidigerin Nina Lührßen sah Schiedsrichterin Selina Menzel nicht. In der achten Spielminute stürmte Reuteler über die rechte Angriffsseite nach vorn und fand in der Mitte Angreiferin Blomqvist. Die 28-Jährige verschoss jedoch über das gegnerische Tor. Im Anschluss blieben die Adlerträgerinnen dominant. In der 17. Spielminute gab es einen weiteren vielversprechenden Abschluss von der nach vorne gerückten Lührßen.
Die Suche nach Reuteler auf der rechten Seite war am Mittwochabend immer wieder eine spielerische Lösung. Als die Schweizerin in der 36. Spielminute erneut gefunden wurde, legte sie in den Rückraum ab. Den Schuss von Riesen parierte Dick sehenswert. Drei Minuten später konnte das Auswärtsteam im letzten Moment noch den Konter über Erëleta Memeti und SGE-Kapitänin Laura Freigang aufhalten. Es zog sich bis hierhin durch, dass die Gastgeberinnen ihre Chancen nicht zu nutzen wussten. So ging es mit der 1:0-Führung der SGE in die Pause.
SGE erhöhte Führung: Blomqvist mit Doppelpack
Hoffenheim-Trainerin Eva-Maria Virsinger reagierte auf die schwächere Leistung ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit mit einem Wechsel. Für Chiara Hahn kam Jill Janssens in die Partie. Frankfurt startete ohne personelle Veränderung in die zweite Halbzeit. Bis zur 55. Spielminute sollte nicht viel passieren, doch dann erhöhte Reuteler nach schönem Chip-Steckpass von Nicole Anyomi fast die Führung. Der 2:0-Treffer gelang allerdings erst rund zehn Minuten später. Lührßen überspielte aus dem linken Halbraum die Hoffenheimer Abwehrkette und fand dahinter erfolgreich Stoßstürmerin Blomqvist. Die Schwedin schnürte damit den Doppelpack.
Zur 75. Minute wechselte Arnautis dann das erste Mal in der Partie. Für Anyomi betrat eine defensivere Variante mit Mittelfeldspielerin Gräwe das Spielfeld. In der 80. Minute wurde Arnautis gezwungen, gleich noch einmal zu wechseln: Im Duell um den Ball knallten Freigang und TSG-Gegenspielerin Selina Cerci mit den Köpfen aneinander. Freigang musste blutend vom Feld, für sie kam İlayda Açıkgöz in die Partie. Freiwillig wechselte der Cheftrainer dann noch Noemi Ivelj für Senß. DFB-Nationalspielerin Cerci traf der Zweikampf nicht ganz so schlimm. Sie konnte im Anschluss weiterspielen. Die Frankfurterinnen gewannen nach einer nicht mehr ganz so ereignisreichen Schlussphase verdient. Die TSG spielte sich über die gesamte Spiellänge zu wenige Chancen heraus.
Gleich am kommenden Samstag wird die SGE das Erfolgserlebnis bestätigen müssen. Um 12:00 Uhr empfangen die Adlerträgerinnen den Hamburger SV in der Frauen-Bundesliga. Weitere drei Punkte wären im Kampf um den dritten Tabellenplatz von großer Bedeutung.






2 Kommentare
Etwas zu viel Mittelfeldgestochere, zu viele gelbe Karten- aber egal. Ohne Gegentor geblieben und wieder auf dem dritten Platz.
Ich freue mich auf nächsten Mittwoch.
Gruß SCOPE
Und wieder zu viele Chancen vergeben. Was solls, heute haben sie wenigstens bis zum Schluss Fußball gespielt. Hoffen wir mal das die Chancenverwertung Mittwoch besser ist.
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