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Keine Einsatzgarantie gegen Ex-Klub: Albert Riera (rechts) ließ offen, ob Jonathan Burkardt in Mainz starten wird. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

„Werden dominant sein“: SGE-Kader vor dem Mainz-Spiel fast komplett

Zuerst das Wichtigste vor dem Nachbarschaftsduell in Mainz: Die Verletztenliste bei der Eintracht wird merklich kürzer.  „Ich habe gute Neuigkeiten: Alle Spieler, außer Kaua Santos oder Rasmus Kristensen, sind Optionen für Sonntag. Alle sind bereit für den Kader“, sagte Cheftrainer Albert Riera vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag (15:30 Uhr). Somit sind ganze fünf Spieler, die die Hessen in den letzten Wochen schmerzlich vermissten, wieder Kaderoptionen: Can Uzun, Younes Ebnoutalib, Michy Batshuayi, Ansgar Knauff und Arthur Theate. Kapitän Robin Koch wird bekanntlich wegen seiner Gelb-Rot-Sperre fehlen.

Das Ziel für das Spiel formulierte der Spanier pragmatisch: Offensiv und defensiv gut spielen, viele Tore schießen und wenige Gegentore kassieren. Klar, zweiteres klappte zuletzt deutlich besser. Die Chance ist da, dass sich gegen die Rheinhessen ein ähnlich zähes Spiel entwickeln könnte, wie wegen Heidenheim und St. Pauli. Für Riera war klar: „Wir werden am Sonntag dominant sein, wir werden der Protagonist sein.“ Da dürfte auch eine Rolle spielen, dass die Mainzer erst am gestrigen Donnerstag zu Hause in der UEFA Conference League gegen Sigma Olmütz (2:0) ran mussten. Natürlich sei das ein Vorteil, betonte der Eintracht-Trainer. Dennoch werde es kein leichtes Unterfangen in der MEWA Arena: „Also wird es ein Spiel sein, wo wir geduldig sein müssen. Nach 70 bis 80 Minuten werden wir frischer sein.“ Womöglich kommt es, wie gegen den 1. FCH, wieder auf Beharrlichkeit an, bis sich die Chance auf den Lucky Punch ergibt.

Keine Einsatzgarantie für Burkardt, aber Doppelspitze möglich

Indes wollte Riera dem Ex-Mainzer Jonathan Burkardt keine Startelf-Garantie aussprechen. Wie so oft in den letzten Wochen erklärte er, es komme darauf an, welche Eigenschaften der Gegner seiner Mannschaft abverlange. Entsprechend stelle er auf. Nachdem die Frankfurter unter dem neuen Trainer ihre Defensive stabilisierten (zuletzt drei Spiele ohne Gegentreffer), beschäftigt das Umfeld der Adler nun die Harmlosigkeit vor des Gegners Kasten. Viel Ballbesitz und wenig Torgefahr zeichneten die letzten Aufeinandertreffen aus. So kommt der Ruf nach einer Doppelspitze nicht von Ungefähr. Auch wenn Riera kein großer Fan davon ist. Die Balance auf dem Spielfeld müsse stimmen, sagte er. Mehr Stürmer würden nicht gleich mehr Tore bedeuten. Dennoch: „Wir sind bereit mit zwei Stürmern zu spielen. Wenn der Gegner zwei Stürmer verlangt, werden wir es tun. Vielleicht schon im nächsten Spiel. Es ist eine Möglichkeit.“

In den wenigen Wochen seit der Ankunft probierte der Neu-Coach viel aus. Arnaud Kalimuendo als Stürmer und Rechtsaußen, Nathaniel Brown variabel auf beiden Seiten und in der Zentrale, Nnamdi Collins auf beiden Seiten, Ritsu Doan auf dem Flügel und in der Mitte. Trotzdem klappt noch lange nicht alles, das zeigt das bisweilen oft zähe Offensivspiel. Er verlange viel von seinen Spielern, gab Riera zu. „Ich erwarte von manchen Spielern Dinge, die sie vorher nie gemacht haben. Das ist unser Weg und unser Stil. Die Spieler sollen nicht ängstlich sein, den Ball zu verlieren. Wir akzeptieren Fehler“, bekräftigte der 43-Jährige vielleicht genau deshalb. Er will seinen Spielern mehr Selbstvertrauen verleihen, erwarte bei Fehlern aber eine entsprechende Reaktion.

Riera dämpfte die Erwartungshaltung: „Sind keine Maradonas“

Ohnehin nutzte Riera den Beginn der Pressekonferenz am Freitagnachmittag für einen ungewöhnlich emotionalen, langen Appell an Medienvertreter und Fans. Dem Trainer, der Anfang Februar die Arbeit in der Mainmetropole aufnahm, ist natürlich auch klar, dass vor allem das Offensivspiel ausbaufähig ist. Er warb um Verständnis dafür, dass Entwicklung Zeit braucht: „Wir können nicht fliegen. Wir müssen schauen, was vor sechs Wochen war. Es sind die selben Spieler, die damals die meisten Gegentore kassiert haben. Wir müssen wissen, wer wir sind. Wir sind nicht perfekt. Wir sind keine Maradonas.“

Als der ehemalige Profi die Hessen übernahm, hatte man acht Punkte Rückstand auf den sechsten Platz. Bisher kann Riera eine Bilanz von drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage vorweisen. Der Abstand auf den sechsten Platz beträgt jetzt sieben Punkte. Gerade die hohe Erwartungshaltung im Umfeld des Klubs scheint Riera zu beschäftigen: „Manche Zielsetzungen sind nicht realistisch. Wir sprechen über ein Punktedefizit von 12 bis 15 Punkten. Also lasst uns ehrlich sein. Im Leben hat man Erwartungen, die nicht der Realität entsprechen. Also müssen wir realistisch sein. Wir arbeiten an unseren Defiziten.“ Dennoch wird die Eintracht am Sonntag im Duell mit den Rhein-Main-Nachbarn auf Platz 13 der Favorit sein. Das ist auch Riera klar. Egal, wie das Spiel am Ende auszugehen vermag, Luft nach oben wird vermutlich weiterhin sein.

3 Kommentare

Fallback Avatar 1. Weltenlenker 20. März 26, 16:56 Uhr

Hoffe die Mannschaft versteht ihn und die Gegner verstehen ihn genauso wenig wie ich!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. Adlersieg 20. März 26, 17:08 Uhr

Langsam macht es keinen Spaß mehr, hier zu lesen. Wenn die Werbeblocks eure Texte abdecken, weiß ich nicht, was das soll.

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Fallback Avatar 3. deraldesack 20. März 26, 17:44 Uhr Zitat - Weltenlenker Hoffe die Mannschaft versteht ihn und die Gegner verstehen ihn genauso wenig wie ich! Path

Och, Ich denke die Mannschaft versteht ihn sehr gut.
"Spielt so wie Ich es verlange, und Ich verzeihe euch Fehler."
"Haltet euch an den Plan und seid Geduldig."
"Ihr spielt da, wo Ihr gebraucht werdet. Haltet euch an die Anweisungen und Absprachen, und Ich bin zufrieden."
"Wenn wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor schießen."
"Machst du einen Fehler, hol den Ball zurück. Macht dein Mitspieler einen Fehler, hol den Ball zurück."
Das ist die Zusammenfassung, und die ist ziemlich klar und leicht zu verstehen.

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