Eintracht Frankfurt hat gegen den 1. FC Heidenheim einen Arbeitssieg eingefahren und sich mit dem 1:0 drei wichtige Punkte gesichert. In einer Partie, die über weite Strecken eher von Intensität als von Glanz lebte, tat sich die SGE im Offensivspiel lange schwer, blieb defensiv aber stabil und ließ nur wenig zu. Am Ende reichte ein Treffer, um ein zähes Heimspiel auf die eigene Seite zu ziehen und den nächsten Schritt im Kampf um die internationalen Plätze zu machen. Nicht alles war spielerisch überzeugend, wohl aber die Konsequenz, mit der Frankfurt dieses Spiel über die Linie brachte. Es war der dritte Zu-Null-Heimsieg unter Albert Riera.
Jener kündigte vor der Partie eine Überraschung in der Startelf an. Die größte Überraschung war wohl der Bankplatz von Jonathan Burkardt. Für ihn begann Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Zudem rotierte Ritsu Doan für Oscar Hojlund in die Partie. Ansonsten war es der selbe Kader wie eine Woche zuvor gegen FC St. Pauli.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen 1. FC Heidenheim der elf zensierten Spieler den Wert 3,32. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 400 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
– Spieler des Spiels – Arnaud Kalimuendo: Hatte einen schweren Stand gegen kompakt verteidigende Heidenheimer und bekam nur wenig Raum in gefährlichen Zonen. Mit einer Doppelspitze fühlt sich der Franzose sichtlich wohler. Arbeitete viel gegen den Ball, wich immer wieder aus und versuchte, Lücken für die Nachrücker zu reißen. Dann glänzte sein ganzes Können auf, als er mit seinem Seitfallzieher das goldene Tor markierte. Aktuell ist er so etwas wie die Lebensversicherung im Angriff der Hessen.
Aurele Amenda: Sehr wacher und konzentrierter Auftritt des Innenverteidigers. Stand in den direkten Duellen stabil, antizipierte mehrere lange Bälle gut und zeigte ein sauberes Timing im Zweikampf. Gerade in einem Spiel, in dem Heidenheim auf zweite Bälle und Umschaltmomente lauerte, war seine Präsenz enorm wichtig. Beim zurückgepfiffenen Tor durch Sirlord Conteh hatte er dann aber doch Glück.
Michael Zetterer: War über weite Strecken kaum ernsthaft gefordert, blieb in den wenigen brenzligen Momenten aber aufmerksam. Seine wichtigste Rettungstat war in der 87. Minute, als er den Schuss von Conteh um den Pfosten lenkte. Blieb wieder zu Null. Bereits zum fünften Mal in dieser Saison. Viermal häufiger als Kollege Kaua Santos, der nur ein Spiel weniger absolvierte.
Ayoube Amaimouni-Echghouyab: Der Offensive fehlen aktuell häufig die überraschenden Momente. „Jupp“ ist einer der wenigen Spieler, die hier und da einen Hauch davon auf dem Platz zeigen. Man merkte ihm an, dass er unbedingt Akzente setzen wollte, auch wenn nicht jede Aktion sauber zu Ende gespielt wurde. Gegen einen disziplinierten Gegner fehlte hin und wieder noch die letzte Präzision, dennoch war seine Aktivität im Offensivspiel hilfreich.
Nathaniel Brown: Mal rechts, mal links, mal im Zentrum. Sicherlich ist Brown ein Spieler mit überdurchschnittlicher Qualität. Trotzdem ist ihm anzumerken, dass er noch ein wenig fremdelt und teilweise überfordert ist. Vielleicht würde ihm Konstanz wieder helfen.
Hugo Larsson: ab dem Mittelfeld Struktur und half mit seiner Ruhe am Ball dabei, die Kontrolle zu behalten. Verteilte die Bälle klug, schob im richtigen Moment nach und stopfte defensiv immer wieder Löcher. Es war wieder ein Larsson-Auftritt, der Mut macht. Die letzten Wochen waren bei ihm doch zu sehr ein Auf und Ab.
Nnamdi Collins: Positiv in Erinnerung blieben die regelmäßigen Vorstöße von ihm nach vorne. Damit machte er vor allem in seinen ersten Profieinsätzen immer wieder Gebrauch. Doch immer wieder schleicht sich bei ihm eine gewisse Bruder-Leichtfuß Attitüde ein, die gefährlich bleibt.
Robin Koch: Mit seinem Platzverweis erwies er der Mannschaft einen Bärendienst, zumal das zweite Foul auch absolut unnötig war. Positiv war, dass die Mannschaft danach nicht zusammenfiel. In Summe war seine Abwehrleistung aber respektabel. Wir reden aber auch vom Tabellenletzen.
Jean-Matteo Bahoya: Sein Tempo war eines der Mittel, mit denen Frankfurt Heidenheim vor Probleme stellen wollte. Suchte immer wieder den direkten Weg nach vorne, das war ihm schon anzumerken. Blieb aber zu oft hängen. Er findet zu selten Mittel und Wege, wie er in direkten Duellen die entscheidenden Meter machen kann.
Ritsu Doan: War bemüht, auf seiner Seite für Eins-gegen-eins-Situationen zu sorgen, fand aber nicht immer den entscheidenden Weg vorbei am Gegenspieler. Teilweise stand er sich mit Amaimouni auch auf den Füßen. Kampf und Leidenschaft stimmten beim Japaner aber.
Fares Chaibi: Wieder von allen Adlerträgern am schwächsten eingeschätzt. Auch bei ihm sind die Amplituden zwischen den Spielen ein Verhängnis. In der Bundesliga brauchst du konstant hohes Niveau, um erfolgreich zu sein.






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