Im Januar 2025 überwies Eintracht Frankfurt rund 26 Millionen Euro an Olympique Marseille, um sich die Dienste von Elye Wahi zu sichern. Das Ergebnis: In 25 Partien mit dem Adler auf der Brust schoss der französische Stürmer lediglich ein Tor. Zwar bereitete er drei weitere Treffer vor, die Zeit für eine Umorientierung war aber folgerichtig nur ein Jahr später gekommen. Sportvorstand Markus Krösche verlieh den 23-Jährigen an OGC Nizza in die französische Ligue 1. Dort blühte der Spieler zuletzt wieder richtig auf: Obwohl Wahi von Mitte Februar bis Mitte März ausfiel, kann er wettbewerbsübergreifend schon vier Tore und zwei Vorlagen in nur neun Spielen verbuchen. Somit bleibt abzuwarten, ob der talentierte Stürmer mit seinem neu gewonnenen Selbstvertrauen ab dem kommenden Sommer nicht doch noch für die SGE durchstarten könnte. Schließlich läuft sein Vertrag bei Eintracht Frankfurt noch bis zum 30. Juni 2030. Dort würde auf ihn jedoch ein harter Konkurrenzkampf warten, denn Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib werden nicht auf Spielzeit verzichten wollen. Sollte sich der Verein zudem für eine feste Verpflichtung von Arnaud Kalimuendo entscheiden, dürfte es für Wahi in Frankfurt nicht leichter werden.
Mit insgesamt neun verliehenen Spielern steht Eintracht Frankfurt auf dem fünften Platz der Vereine mit den meisten Leihen in der Bundesliga. Nur die TSG Hoffenheim (12 verliehene Spieler), der FC Bayern München, der FC Augsburg (jeweils 11) und Bayer Leverkusen (10) haben in dieser Saison noch mehr Spieler verliehen. Alle neun Leihverträge laufen im Sommer aus, wie es danach für die Spieler weitergeht, ist noch offen. SGE4EVER.de blickt deshalb auf die Entwicklungen der einzelnen SGE-Leihgaben:
Ebimbe: Fester Wechsel zu Stade Brest scheint unwahrscheinlich
Junior Dina Ebimbe: In den letzten fünf Spielen für Stade Brest spielte Ebimbe in der Ligue 1 viermal mindestens 65 Minuten. Zuvor setzte Cheftrainer Éric Roy den kamerunischen Nationalspieler eher als Rotationsspieler ein. Dennoch kommt der 25-Jährige auf 20 Einsätze in Frankreichs höchster Spielklasse. In diesen traf der äußere Mittelfeldspieler zweimal. Sein Marktwert liegt derzeit bei rund sechs Millionen Euro. Wie der „Kicker“ berichtete, soll sich Brest eine Kaufoption in Höhe von sieben Millionen Euro gesichert haben. Sollte der Verein aus der Bretagne diese ziehen, würde Ebimbe zum vereinseigenen Rekordtransfer werden. Ob Stade Brest für einen nominellen Rotationsspieler jedoch so tief in die Tasche greifen wird, bleibt fraglich. Auch in Frankfurt wird der gebürtige Franzose, der in sein letztes Vertragsjahr mit den Hessen gehen würde, vermutlich keine Zukunft haben. In seinen 85 Einsätzen für die SGE überzeugte Ebimbe nie langfristig.
Niels Nkounkou: Seit dem letzten Leihspieler-Update auf SGE4EVER.de im Januar 2026 bekam Nkounkou beim FC Turin nur zwei weitere Einsätze. Wettbewerbsübergreifend kommt Nkounkou somit auf zehn Einsätze für die Turiner. Der Grund hierfür könnte sein, dass die Norditaliener den linken Verteidiger nicht fest verpflichten möchten. Denn im Leihvertrag gibt es eine Kaufpflicht, die ab einer gewissen Anzahl an Spielen greift. Das berichtet zumindest der „Kicker“. Dann würden circa fünf Millionen Euro fällig werden. Obwohl nicht bekannt ist, ab wie vielen Einsätzen diese Klausel greift, scheint Turin sie nicht aktivieren zu wollen. Im vergangenen Sommer stand Keita Kosugi noch nicht bei der Eintracht unter Vertrag. Somit startete die SGE ohne echten Backup für Nathaniel Brown in die Saison. Dennoch gaben die sportlichen Verantwortlichen Nkounkou vorübergehend ab, weshalb auch dieser Spieler wohl keine Zukunft am Main haben wird. Sein derzeitiger Arbeitsvertrag mit den Frankfurtern läuft bist 2028.
Smolcic bleibt vermutlich bei Kocaelispor
Hrvoje Smolcic: Beim türkischen Aufsteiger Kocaelispor gehört der Kroate zu den absoluten Leistungsträgern. In 19 von 22 möglichen Partien in der Süper Lig stand der 25-Jährige auf dem Platz, meistens sogar in der Startelf. Deshalb plane der Tabellenachte laut verschiedenen Medienberichten derzeit, seinen Stamm-Innenverteidiger fest zu verpflichten. Die Summe der bereits ausgehandelten Kaufoption ist jedoch nicht bekannt.
Krisztián Lisztes: Seit Lisztes den Durchbruch im Profifußball schaffen will, läuft so ziemlich alles schief, was schief laufen kann. Der Schritt im Sommer 2024 zu Eintracht Frankfurt kam zu früh. Bis 2029 unterschrieb er bei den Adlern. Obwohl die SGE rund sechs Millionen Euro an Ferencváros Budapest überwies, konnte sich der Ungar nie für den Profi-Kader empfehlen. Dabei trifft ihn jedoch nicht die Alleinschuld, denn immer wieder hatte der talentierte offensive Mittelfeldspieler mit langfristigen Verletzungen zu kämpfen. Deshalb wurde Lisztes im vergangenen Sommer zurück in die Heimat verliehen, um das Vertrauen in den eigenen Körper wiederzufinden. Doch auch bei seiner Rückkehr nach Budapest sollte ihn das Verletzungspech nicht verschonen: In dieser Saison spielte der gebürtige Budapester gerade einmal 34 Minuten Fußball auf Profi-Niveau. Seine Zukunft scheint völlig offen.
Jessic Ngankam: Ähnlichkeiten zu Lisztes hat auch der Fall Ngankam. Während seiner Leihe in der vergangenen Saison zu Hannover 96 brach sich der gebürtige Berliner das Schien- sowie Wadenbein. Nachdem der 25-Jährige rund ein halbes Jahr ausfiel, wurde er nach vier Kurzeinsätzen für Eintracht Frankfurt im Februar weiterverliehen. Beim Wolfsberger AC sollte der Mittelstürmer gleich eine wichtige Rolle spielen, jedoch musste er bei seinem Debüt in der österreichischen Bundesliga nach zehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nach genesener Oberschenkelverletzung stand Ngankam am vergangenen Samstag gegen den Grazer AK wieder für 45 Minuten auf dem Feld. Der Wolfsberger AC soll allerdings keine Kaufoption für Ngankam haben. Aufgrund des bis 2028 datierten Vertrags wird die Frankfurter Eintracht vermutlich im kommenden Sommer wieder nach einem Abnehmer suchen.
SGE sicherte sich mögliche Rückkaufoption für FCK-Pokaltorhüter Simoni
Simon Simoni: Der 1. FC Kaiserslautern holte den albanischen Schlussmann leihweise, um ihn zum Pokaltorhüter zu machen. Deshalb überrascht es nicht, dass Simoni nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Hertha BSC (1:6) keinen weiteren Einsatz bekam. Insgesamt stand der 21-Jährige somit zweimal im DFB-Pokal und einmal in der 2. Bundesliga auf dem Spielfeld. Laut „Sky“ soll Kaiserslautern eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro besitzen. Sollten die „Roten Teufel“ diese ziehen, besitzt die SGE wohl eine Rückkaufoption in Höhe von drei Millionen Euro.
Noah Fenyő: Der Kapitän der UEFA-Youth-League-Mannschaft wurde im vergangenen Winter verliehen, um Spielzeit auf höherem Niveau zu erhalten. Bei Újpest FC, unter der sportlichen Führung von Hertha-Ikone Pál Dárdai, gehört Fenyő zum Stammpersonal. Der 20-Jährige stand bisher achtmal in der ungarischen ersten Liga auf dem Platz. Auch hier besitzt Ujpest eine Kaufoption, die Frankfurter ihrerseits eine Rückkaufoption.
Kaan İnanoğlu: Auch İnanoğlu wurde in eine höhere Spielklasse verliehen. Für den FC Homburg stürmt der gebürtige US-Amerikaner mit türkischem Pass in der Regionalliga Südwest. Zwar wurde der 20-Jährige erst im Februar verliehen, dennoch netzte er wettbewerbsübergreifend in vier Spielen bereits fünfmal. Zudem gelang ihm zweimal der entscheidende Pass zum Mitspieler. Nominell ist İnanoğlu für die zweite Mannschaft der Frankfurter eingeplant. Spannend dürfen Beobachter also darauf blicken, ob auch er künftig einen Raketenstart wie beispielsweise Ayoube Amaimouni-Echghouyab hinlegen kann. Amaimouni-Echghouyab spielte in der vergangenen Rückrunde noch für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim in der 3. Liga. Nun gehört der 21-Jährige zu den Shootingstars unter SGE-Cheftrainer Albert Riera.






9 Kommentare
Toppmöller hatte keine Ahnung, was er mit dem filigranen Techniker
Wahi anfangen sollte,
Er hat ihn an die Abseitsgrenze gestellt und mit "Bällen hinter die Kette"
vor unlösbare Aufgaben gegen regelmäßig zwei größere und schnellere
Abwehrkracher gestellt.
Selbst Spieler wie Wirtz oder Musiala wären genau so gescheitert wie
der arme Wahi.
Ich kann mich an keine Situation erinnern, wo Wahi einmal in eine schnelle
flache Kombination eingebunden war.
Wahi mit Kalimuendo wäre da ein ganz andere Hausnummer.
Jede Vorlage und Bude, die Wahi macht, steigert seinen Wert und unseren eventuellen Verlust.
Im Optimalfall kommt es zu einer „Nullnummer“ und wir müssten nichts abschreiben. Oder gar ein leichtes Plus?
Dagegen könnten andere hier genannte Namen tatsächlich einen Klogriff bedeuten.
Warten wir es ab liebe Leser.
Bei der aktuelle Entwicklung Wahis, gibt es auf allen Seiten nur Gewinner.
Nizza, da sie von ihm sportlich profitieren. Die Eintracht, da man sich doch bestätigt fühlen kann, dass man mit Einschätzung von Wahis Können nicht so sehr daneben lag und er möglicherweise zum ordentlichen Tarif weiter transferiert werden kann. Seine Berater, da diese beim erneuten und baldigen Transfer sich die Taschen voll stopfen können. Und natürlich Wahi. Für ihn freue ich mich tatsächlich sehr, denn er kann schon kicken, braucht nur ein für ihn geeignetes Umfeld dafür und das scheint er jetzt gefunden zu haben.
Nullnummer Wahi ist keine Hausnummer, sondern eine Lachnummer. Ich wünsche dem Menschen Wahi alles Gute und das er mit seinem Hobby noch viel Spaß im Profi Fußball hat und Kohle macht.. Es reicht für Mittelklasse Frankreich.
Was für ein Schrott-Kommentar! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
Man sollte bedenken, WELCHE Tore und Scorer Wahi in Frankreich macht. Ich habe einige Spiele gesehen und er steht oft genauso planlos rum, wie bei uns. Unterschied? Z.B. im letzten Spiel, bei dem Wahi eine Vorlage und ein Tore verzeichnete: Wird eingewechselt, zieht rechts im Sechzehner quasi ungehindert an 3 Spielern vorbei und haut den Ball parallel zur Torlinie nach links, dort steht zum Glûck ein Mitspieler - Assist. In der Nachspielzeit beim Stand von 0:1 aus Sicht des Gegners, der alles nach vorne wirft (auch den Tormann) bekommt Wahi im Mittelfeld den Ball und schießt diesen quasi ungehindert aus 30 Metern ins leere Tor.
Für mich ist und bleibt Wahi kein Spieler, mit dem wir planen sollten. Solange er solche geschenkten Buden macht, pendelt sich sein Marktwert ein, sodass wir wenig Verlust machen. Das ist das einzige, das gut ist.
Ah ja, da stand dann zufällig einer in der Mitte, völlig unverdient die Vorlage. 3 Spieler ausspielen, pah, was ist das schon. Da ist seine Leistung aber ziemlich schlecht dargestellt und teils schlichtweg falsch, er bereitet nach Einwechslung sofort den Ausgleich vor und erzielt selbst mit einem Kunstschuss in der Nachspielzeit das Siegtor. Der Torwart war auch nicht aus dem Tor raus, er war nur 1-2 Schritte zu weit vorne und Wahi zieht traumhaft aus 30 Metern ab, so dass der nicht mehr dran kommt. Er macht genau das, was ein Stürmer soll, er erzielt Tore, macht Vorlagen, lässt oft Verteidiger und den Torwart aussteigen und übertölpelt sie so. Dazu gehört als vorderster Mann natürlich auch, oft einen Schritt hinter der Abseitslinie zu kleben und auf den Pass zu lauern.
Für Weltenlenker und Oakstarr ist scheinbar vollkommen gleichgültig, was Wahi macht, sie werden immer auf ihn einprügeln... 6 Scorer in 9 Spielen macht man nicht rein zufällig...
In Nizza hat er endlich wieder Einsatzzeit, obwohl er nur Einwechsler ist und zwischendurch verletzt war, hat er schon mehr Minuten als bei der Eintracht in der letzten(~200 Min.) oder dieser Saison. Oft wird behauptet, Wahi habe viel Spielzeit erhalten, das ist keineswegs der Fall.
Toppmöller hat ihn konsequent immer nur in den letzten Minuten gebracht, da waren bei Toppmöllers Taktik die kombinationsstarken Spieler schon ausgewechselt und der Ball wurde nur hinten rum gepasst, was ja alle kritisiert haben. Da kann er dann nichts dafür, wenn ihn vorne kein Ball mehr erreicht. Einen Spieler aufbauen geht anders. Dann war irgendwann das Selbstvertrauen weg und dann haben die einfachsten Sachen nicht mehr funktioniert. Klar hätte er die Chancen besser nutzen sollen, als sie dann da waren, doch er kann es selbstverständlich und könnte auch bei der Eintracht einen Neustart unter einem neuen Trainer und anderen Voraussetzungen machen.
Ich weiß ja nicht, wer von den Daumen-hoch-Kollegen sich mal die Mühe gemacht hat, sich das "Ungehindert-aus-30-Meter"-Tor Mal anzuschauen. Ich vermute keiner. Macht das Mal - lohnt sich!
Alles gut, nur keine Aufregung. Wir haben halt unterschiedliche Ansichten - heißt aber nicht, dass hier wahlloses Spielergebashe betrieben wird.
Er darf gerne mit 30 Scorern zurückkommen. Leider befürchte ich, dass wir ihn dann erneut scheitern sehen.
Gerne darf er mich Lügen strafen.
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