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UEFA verurteilt die Eintracht zu Teil-Fanausschluss

Hiobsbotschaft für die Eintracht: Die UEFA-Disziplinarkommission hat am Freitag ein Urteil nach den Vorkommnissen beim Rückspiel gegen Royal Antwerpen am 25. November gesprochen. Demnach muss die Eintracht bei ihrem nächsten offiziellen Heimspiel in einem UEFA-Wettbewerb auf einen Teil der Zuschauer verzichten und obendrein eine Strafe in Höhe von 30.000 Euro bezahlen. Laut Urteilsspruch müssen die Fanblöcke der Heimfans hinter dem Tor geschlossen bleiben – damit ist die Nordwestkurve gemeint. Von dort aus zündeten Eintracht-Fans Feuerwerk, einzelne Böller explodierten in der Nähe des Antwerpen-Torhüters.

Strafe betrifft das Achtelfinale – mit einem attraktiven Gegner?

Somit gilt der Teil-Ausschluss für die Achtelfinal-Partie, die am 17. März 2022 im Frankfurter Stadtwald ausgetragen wird. Der Gegner steht bislang noch nicht fest – je nach Konstellation könnte er jedoch auch FC Barcelona heißen, was angesichts der Strafe besonders hart für alle Fans der SGE wäre.

Volle Auslastung ist sowieso fraglich

Zurzeit dürfen ohnehin nur maximal 15.000 Zuschauer ins Stadion, nachdem die Ministerpräsidentenkonferenz verschärfte Regeln beschlossen hat. Welche Regeln im März 2022 gelten werden, ist bislang unklar. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und der auch noch im März kälteren Temperaturen ist es jedoch denkbar, dass die Eintracht im Achtelfinale auch ohne UEFA-Urteilsspruch nicht vor voller Kulisse spielen dürfte. Klar ist: Die Strafe reduziert die mögliche Kapazität zusätzlich.

Auch Antwerpen wird bestraft

Neben der Eintracht wurde auch der Gegner Royal Antwerpen für das Verhalten seiner Fans durch die UEFA bestraft. Der belgische Verein muss bei seinem nächsten Auswärtsspiel in einem UEFA-Wettbewerb komplett auf seine Anhänger verzichten – und, genauso wie die Hessen, 30.000 Euro bezahlen. Neben gezündetem Feuerwerk sanktioniert die UEFA bei den Royal-Fans zudem unter anderem die Zerstörung von Objekten. Konkret bemängelt die UEFA, dass die flämischen Fans einen Ausgang zerstört hätten. Innerhalb von 30 Tagen ist Antwerpen aufgefordert, den Schaden gegenüber der Eintracht zu begleichen.

Das Spiel ging seinerzeit mit einem 2:2-Remis aus. Antwerpen ist als Gruppenletzter ausgeschieden.

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17 Kommentare

Fallback Avatar 1. Spiderschwein 11. Dezember 21, 08:05 Uhr

Konnte der Böllerwerfer eigentlich dingfest gemacht werden?

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Fallback Avatar 2. G-Block 11. Dezember 21, 09:32 Uhr

@1. Spiderschwein:
Gude!
Abschließend kann ich Deine Frage zwar nicht beantworten, aber soviel: es kursieren eindeutige Bilder des Täters in den sozialen Netzwerken.
Insofern wäre seine Ermittlung ein Einfachstes.

Fakt ist, dass in der Kausa das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, denn die Eintracht wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Einspruch gegen das Urteil einlegen.
Da es hier um viel Geld geht, wird die Eintracht den Täter ganz sicher nicht vor der Strafverfolgung schützen oder ihn decken.
Da ist der Eintracht dann "das Hemd näher als die Hose" und zwar mit Recht.
Ausgang offen!

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Fallback Avatar 3. steilpass 11. Dezember 21, 09:52 Uhr

Hier verstehe ich wirklich nicht so ganz, weshalb der Artikel zu der Angelegenheit nicht ausführlicher ist.

1.) U. a. lt. sport.de (RTL-Gruppe) gab es einen schwerverletzten Zuschauer und mehrere verletzte Ordner! Das hier mit "einzelne Böller explodierten in der Nähe des Antwerpen-Torhüters" abzutun, empfinde ich als gewaltige Respektlosigkeit den Verletzten gegenüber!

2.) Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

3.) Antwerpen hat lt. kicker einen kompletten Zuschauerausschluss für das nächste Auswärtsspiel kassiert.

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Fallback Avatar 4. sge_chris1980 11. Dezember 21, 09:59 Uhr

Das könnte für den mutmaßlichen Täter sehr teuer werden. Und das ist auch gut so...

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Mir erschließt sich nicht, wie andere, die in der Nähe des Böllerwerfers standen, dies zulassen konnten. Wenn ich mir vorstelle, dass wir bspw. gegen Barca im Achtelfinale stehen und am 17.03. eines der wichtigsten Spiele der Saison haben, und wir dann keine Stimmung von der Westkurve bekommen ... da könnte ich echt nur ...
Solche Böllerwerfer sind keine Fans und haben im Stadion nichts - absolut nichts! - zu suchen. Sie schaden allen anderen Fans, der Mannschaft und dem Verein, um sich selbst zu feiern.

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6. Gastautor Frederic Schneider 11. Dezember 21, 10:07 Uhr

@3/steilpass:

Wir hatten die gesamten Vorfälle bereits in einem früheren Artikel ausführlich beschrieben. In dieser Meldung geht es um die daraus entstandenen Bestrafungen durch die UEFA, deshalb wird der eigentliche Vorfall nur verkürzt dargestellt.

Es ist auch zu unterscheiden zwischen dem, was Frankfurter Anhänger getan haben und was Royal-Fans. Der schwerverletzte Zuschauer war m. W. ein Eintracht-Fan und wurde schwerverletzt, weil Antwerpen-Anhänger Feuerwerk in den Zuschauerblock geschossen haben. Dass Antwerpen deshalb im nächsten Auswärtsspiel eines UEFA-Wettbewerbs ohne Fans auskommen muss, das steht im Artikel.

Meine persönliche Meinung zu der Sache ist übrigens sehr eindeutig. Aber wir betreiben hier Berichterstattung, sodass ich vorsichtig damit sein muss, meine Meinung zu diesem Vorfall einfließen zu lassen. Deshalb ist der Artikel wie er ist: neutral(er) formuliert. Wenn dadurch der Eindruck entstanden sein sollte, er verharmlose die Taten, dann tut mir der Eindruck falsch, weil das Gegenteil gewollt ist.

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Fallback Avatar 7. hinterlaender 11. Dezember 21, 10:09 Uhr

Unsere organisierte Fanszene - zumindest Teil davon - haben doch der UEFA das Motto vorgegeben: "Alle oder keiner!"

Wer solche Kriminellen deckt, unterstützt oder motiviert, braucht sich jetzt nicht beschweren.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 8. SGE74 11. Dezember 21, 11:22 Uhr

Ich werde es nie verstehen, wie man "seinen" Verein derart Schaden kann. Einfach nur Kopfschütteln.

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Den Ausschluß von ca 10 Tsd (?) Zuschauern bei unserem Heimspiel finde ich schon extrem im Vergleich zu einem kompletten Zuschauerausschluss bei einem Auswärtsspiel für den Gastverein, alleine was den wirtschaftlichen Schaden für uns betrifft.

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Fallback Avatar 10. hessiejames 11. Dezember 21, 12:03 Uhr

@@@@. sge_chris1980
11.12.2021 - 09:59 Uhr

(Das könnte für den mutmaßlichen Täter sehr teuer werden. Und das ist auch gut so…)
BEI DEN WENIGSTEN WIRD MAN WAS HOLEN KÖNNEN

Na da wollen wir mal hoffen. Bis jetzt sind ja die allermeisten Fälle der letzten Jahre versandet .
Die Eintracht ist ja selbst nicht guten willens das zu unterbinden. Das wird ja schon als rechtsfreier Raum angesehen. Es sind ja die bekannten paar Blöcke. An diesen paar Blockeingängen mal eine richtige Kontrolle nicht nur Eintrittskarte. Entweder mit Stadtpolizei bzw BP.
Da muss die Kontrolle erfolgen.Und die Typen gleich kassieren. Am Stadioneingang ist nutzlos. Da lassen sich nur Saudumme erwischen.
Die Böller und Fackeln sind doch schon längst auf dem Stadion Gelände.
Das Geschrei wird erst gross wenn es schwer Verletzte gibt und die Eintracht richtig zur Kasse gebeten wird.

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Avatar 11. king8 11. Dezember 21, 14:58 Uhr

@8 das interessante daran ist ja, dass sich sehr viele im Stadion über die Racheaktion gefreut haben und teilweise gejubelt haben. Also gibt es sicher noch mehr Idioten…

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Fallback Avatar 12. eagle24 11. Dezember 21, 16:31 Uhr

@ king8: Ich war im Station im Oberrang oberhalb des Blocks aus dem die Böller geworfen wurden. Ich habe nicht gehört, dass sich jemand gefreut hat. Und wenn, haben solche Sympathisanten nur Stroh im Kopf. Denen würde ich genauso lebenslanges Stadionverbot erteilen, wie dem Werfer. Außerdem hoffe ich, dass der Werfer empfindlich bestraft wird, genauso wie der Antwerpenanhänger, der die Pyrofakel in die Eintrachtfans geworfen hat. Letzteres ist schwere Körperverletzung und muss dementsprechend bestraft werden! Ich möchte solche Idioten und Deppen nicht im Stadion haben!

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Fallback Avatar 13. oli4sge 11. Dezember 21, 18:07 Uhr

Hütter hat noch ein 4:1 kassiert. 14 Gegentore in den letzten 3 Partien. Oh mein Gott. Das kriegste nicht mehr gekittet. Keine Chance. Das ist durch. Die Mannschaft und Trainer, das passt nicht.

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Fallback Avatar 14. oli4sge 11. Dezember 21, 18:29 Uhr

Grausam die Gladbacher. 5 km weniger gelaufen als der Gegner! Ohne Sommer hätte sie noch 4 Tore mehr gekriegt! Ich sehe da keine Mannschaft. Adi hat sich da komplett verhoben. Eberl war zu keinen Gesprächen bereit. Und Mittwochspielen wir gegen die....

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Fallback Avatar 15. Grabi2014 11. Dezember 21, 18:38 Uhr

@13
Oder Gladbach versucht die unbedingte Wiedergutmachung im nächsten Heimspiel und spielt um ihr Leben.
Dem Gegner erwartet eine angeschlagene Heimmannschaft und heißer Tanz.
Wer war nochmal Gladbachs nächster Gegner ?
Vielleicht kann dieses Team unseren ehemaligen Übungsleiter das Weihnachten richtig versalzen.
Warten wir es ab !
Zuerst morgen gegen Bayer ! Punkten wäre schön und siegen noch schöner !
Auf gehts, Jungs ! Eintracht vom Main, nur du sollst morgen siegen !

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Fallback Avatar 16. oli4sge 11. Dezember 21, 18:47 Uhr

@15 "Oder Gladbach versucht die unbedingte Wiedergutmachung im nächsten Heimspiel und spielt um ihr Leben." =} denke ich wie bestimmt viele andere auch. Hab schon überlegt ob ichs schreiben soll. Wir müssen jetzt echt nicht der Aufbaugegner für Gladbach sein. Gerade gegen Hütter...

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 17. uebersteiger 11. Dezember 21, 21:06 Uhr

Erstmal morgen versuchen, die Heimserie gegen die Pillendreher fortzusetzen. An Gladbach sollten wir erst danach denken.

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