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Die beiden Skandinavierinnen Marthine Östenstad und Rebecka Blomqvist sorgten mit ihren Treffern für den Sieg. Foto: Imago / HMB-Media

Trotz Comeback: Blomqvist will Spiele früher entscheiden – „Der nächste Schritt“

Die Eintracht Frankfurt-Frauen haben einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie Rückstände in Siege umwandeln können. Im ersten Rhein-Main-Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 wurde die Mannschaft von Niko Arnautis nach dem 0:2-Schock zur Halbzeit ihrer Favoritenrolle gerecht und darf sich über Nacht Tabellenführer nennen.

Östenstad schwärmt: „Die Stimmung war fantastisch“

„Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben“, zeigte sich Marthine Östenstad mit breitem Lächeln erleichtert. Die Norwegerin ebnete mit ihrem Anschlusstreffer die Aufholjagd und durfte sich über ihr erstes Tor als SGE-Spielerin freuen. Der Favorit aus Frankfurt zeigte zwei Gesichter. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan.“ Dass Östenstad und Co. nach dem Seitenwechsel zurückschlugen, „zeugt von Charakter. Es war sehr wichtig, drei Punkte einzufahren“, sagte die Torschützin. Nach 45 Minuten und zwei Gegentoren hatte sich die furiose Aufholjagd nicht unbedingt angekündigt. „In der Pause haben wir die simpelsten Dinge besprochen“, gab Östenstad Einblick in die Kabinenansprache. Mainz habe der SGE alles abverlangt. Nach dem Wiederanpfiff sei es darum gegangen, „die Zweikämpfe zu gewinnen, dass die Pässe bei der Mitspielerin ankommen und präsent im Strafraum zu sein.“ Genau das habe die Mannschaft in der zweiten Hälfte umgesetzt. „Ich bin froh, dass wir das Ruder herumgerissen haben.“ Das gelang den Frankfurterinnen unter den Augen von rund 1.300 mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft tatkräftig unterstützten und die Leistung honorierten. „Ich weiß nicht, ob wir die Partie ohne die Fans gedreht hätten. Die Stimmung war fantastisch. Es ist immer cool, diese Art von Spielen zu bestreiten, und wichtig, diese Spiele zu gewinnen“, lautete das Fazit der glücklichen Östenstad.

Blomqvist lobt zweite Halbzeit: „Reaktion zu zeigen, war wichtig“

„Es fühlt sich sehr gut an. Schön, dass wir gewonnen haben“, pflichtete Rebecka Blomqvist ihrer Mitspielerin bei. Die Mittelstürmerin erzielte den 3:2-Siegtreffer per Kopf und sicherte der SGE damit drei Punkte. „Es war ein Kampf“, den die Hessinnen dank des ersten Ligatreffers der schwedischen Nationalspielerin für sich entschieden. „Schön, endlich in der Liga ein Tor erzielt zu haben. Umso schöner, dass es das entscheidende war“, sagte Blomqvist strahlend. Warum sich der klare Favorit in der ersten Hälfte das Leben so schwer gemacht hatte, konnte die 29-Jährige nicht erklären. „Wichtig war, dass wir in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt haben“, lobte Blomqvist und warnte zugleich: „Die erste Halbzeit sollten wir nicht vergessen, auch wenn man es gerne würde.“

Angreiferin hätte die Tore gerne früher

In Hälfte zwei zeigte die bislang in der Liga noch ungeschlagene Eintracht, warum sie in der Tabelle weit oben steht. „In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir es können. Wir haben gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind.“ Blomqvist fand zudem lobende Worte für den Gegner: „Mainz hat wirklich gut gekämpft und zwei Tore erzielt. Deswegen war es heute hart.“ Ihre Mannschaft hat abermals Comeback-Qualitäten bewiesen. Wenn es nach der ehemaligen Wolfsburgerin geht, kann die SGE allerdings gerne ohne Drama und Spektakel gewinnen. „Ich hätte es lieber, wenn wir früher vier Tore schießen und so gewinnen.“ Dennoch habe die Mannschaft Charakter gezeigt und bewiesen, dass sie Spiele zu ihren Gunsten drehen kann. Der nächste Schritt sei nun, „die Spiele früher zu entscheiden.“ Gleichzeitig könnten solche Partien der Mannschaft zusätzliche Stärke geben. „Wir hatten das Hoffenheim-Spiel im Kopf.“

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