Zu seinem 250. Pflichtspiel heimste Kevin Trapp die SGE4EVER.de-Auszeichnung Spieler des Spiels ein. (Bild: imago IMAGES / Revierfoto)

Oliver Glasner forderte von seiner Mannschaft eine fokussierte Mannschaftsleistung – idealerweise einen Sieg, um mit dem nötigen Rückenwind nach London zu fliegen. Nach 90 Minuten musste sich Eintracht Frankfurt beim 2:2 mit der TSG Hoffenheim die Punkte teilen. Vor allem die fehlende Konstanz über die komplette Spieldauer sorgten in dieser Saison für zahlreche Punktverluste, die am Ende dazu beitragen werden, dass die SGE im kommenden Jahr nicht international dabei sein wird – außer natürlich, sollte die Europa League gewonnen werden.

Sein 250. Pflichtspiel für Frankfurt absolvierte Kevin Trapp, der nach seiner Bänderdehnung in der Hand wieder zurückkehrte und Jens Grahl damit auf die Bank verdrängte. Rafael Santos Borré, Daichi Kamada, Ansgar Knauff und Sebastian Rode kehrten ebenfalls zurück in die Startelf. Timothy Chandler, Ajdin Hrustic, Jens Petter Hauge und Goncalo Paciencia mussten ebenfalls zurück auf die Ersatzbank. Djibril Sow kehrte nach überstandender Innenbandzerrung zurück in den Kader.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen TSG Hoffenheim der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,19. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 220 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Die SGE4EVER.de-Spielerbenotung wird euch präsentiert von:

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– Spieler des Spiels: – Kevin Trapp: Trotz lädierter Hand war Kevin Trapp der sichere Rückhalt, den er seit Wochen präsentiert. Seine Rettungstat kurz vor Abpfiff gegen Kramaric sicherte wohl den Punktgewinn. Bei den Gegentoren trifft ihn keine Schuld. Er bleibt damit weiter auf seinem Höhenflug.

Filip Kostic: Hoffenheim ist Filip Kostic‘ Lieblingsgegner. Gegen keine andere Mannschaft traf er häufiger (5mal). Auch am Samstag war der aktivste Offensivspieler. Gab die Vorlage zum wichtigen 1:1. Schlug eine Flanke nach der nächsten in den Strafraum und konnte kaum gebändigt werden. Verwerten konnte die vielen Chancen allerdings niemand.

Evan N’Dicka: Traf erst ins eigene Netz, um anschließend seinen Fehler wieder gut zu machen. Evan N’Dicka zeigte nach seinem Fauxpas Stärke und schlug zurück. Das zeichnet ihn aus und wurde von Markus Krösche am Spielende auch lobend erwähnt.

Tuta: Tuta war einfach eine Bank. Gegen ihn ist einfach nichts zu holen, stark wie abgebrüht er mittlerweile sogar ist. Von Bruder Leichtfuß ist bei ihm nichts zu sehen, trotz des jungen Alters.

Daichi Kamada: Daichi Kamada bekam Räume, die er zu nutzen wusste. Gefiel durch seine tollen Spielverlagerungen. Wusste, wann er aufdrehen musste und wann er den Kopf hochnehmen musste, um das Spiel klug aufzubauen. Erzielte die zwischenzeitliche Führung.

Martin Hinteregger: Beim 2:2 durch Rutter ließ Martin Hinteregger seinen Gegenspieler einmal außer Acht. Ansonsten war er gewohnt sicher und kompromisslos in den Zweikämpfen.

Sebastian Rode: Unaufgeregte Partie von Sebastian Rode. Der Kapitän gefiel durch seine Ruhe und Übersicht. Aber es reicht eben auch nicht mehr für 90 Minuten bei ihm.

Kristijan Jakic: Etwas schwächer auf der Sechs war Kristijan Jakic. Zu viele Ballverluste, weil er sich einfach nicht vom Spielgerät trennen kann. Dabei bleibt es einfach. Er muss irgendwann die Ruhe und Übersicht eines Sows oder Rodes bekommen, dann wird er noch einmal einen Sprung nach vorne machen.

Ansgar Knauff: In der Offensive konnte Ansgar Knauff so gut wie gar nicht glänzen. Da konnte Hoffenheim ihn gut abschirmen. Hinten ackerte er sich aber ins Spiel und überzeugte.

Jesper Lindström: Auch bei Jesper Lindström kam nicht viel rum. Selten konnte er seine Geschwindigkeitsvorteile gewinnbringend nutzen. In den 1-gegen-1 Duellen oft nur zweiter Sieger.

Rafael Santos Borré: Leider wieder keine gute Partie von Rafael Santos Borré. Mittlerweile hat man das Gefühl, dass sich alle Gegenspieler auf seine Spielweise eingestellt haben. Das ist schade, denn sein Einsatz und Pressing sind schon bemerkenswert. Es bringt aber alles nichts, wenn du als Stürmer so harmlos vor dem Tor bist.

Jens Petter Hauge: Kaum Entlastung konnte Jens Petter Hauge besorgen. Da kam so gut wie gar nichts und Hoffenheim hatte leichtes Spiel, sich in die Frankfurter Hälfte zu bewegen. als Einwechselspieler sollst du Entlastung für das eigene Spiel bringen – er verschleppte es zu oft.

Ajdin Hrustic: Gleiches trifft auf Ajdin Hrustic zu, der teilweise löchriger als ein Schweizer Käse ist. Da fehlt ihm einfach das Gespür für ein korrektes Stellungsspiel und die nötige Zweikampfstärke.

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12 Kommentare

  1. Witzig, wenn man bedenkt, was es noch letzte Saison für Diskussionen um unsre Nummer 1 gab….gut, dass die Verantwortlichen immer zu ihm gestanden sind !
    Trapp is einer meiner Lieblingsspieler…und wie ich finde vollkommen zu Recht

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  2. Wenn er seine Form hält und noch zwei Weltklasse Spiele zeigt kann er einen riesigen Anteil am Erfolg ausmachen. Torhüter können Spiele gewinnen!

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  3. https://www.transfermarkt.de/klub-initiative-um-eintracht-will-cl-reform-andern-kreieren-sonst-bdquo-unser-eigenes-monster-ldquo-/view/news/403359

    Das Engagement von Hellmann ist aller Ehren Wert. Am Ende ist dieses Monster schon geschaffen worden. Dieses absurde Wettrüsten sorgt dafür das sowohl Ablösesummen, aber eben auch Gehälter explodieren. Das werden wir nicht mehr zurückdrehen, es sei denn die Bombe platzt. Aber da kommen in anderen Ländern eben Steuergelder aufgrund von „Kulturgut“ ins Spiel. Es besteht wenig bis kein Interesse, das Rad zurück zu drehen.

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  4. Ein Verein der sich nicht regelmäßig für Europa qualifiziert, kann froh sein, solch einen starken Keeper in seinen Reihen zu haben.

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  5. Über kurz oder lang werden auch wir hinten einen Torspieler haben, der neben dem Fußballspiel das Torhüterspiel beherrscht.

    Natürlich darf man es kritisch sehen, das Trapp eben seine starken Fähigkeiten im Torwartspiel hat, aber eben nicht das Mitspielen und die temporeiche Spieleröffnung beherrscht. Er ist 31 Jahre alt oder jung und vor 15-20 Jahren waren die Ausbildungsschwerpunkte eben sehr auf das Torwartspiel bezogen, das Mitspielen und die Spieleröffnung waren eben damals in Kaiserslautern in den Kinderschuhen. Trapp hat es eben nicht erlernt und kann sich eben nur bedingt dahin verbessern, daher muss man mit Trapp so wie er ist leben und wir haben immer noch einen deutschen TOP-3-Torwart im Tor.

    Trapp hat Vertrag bis 2024, er wird sicherlich nicht jünger und es wird eben den Punkt geben, wo ein anderer besser sein wird. Die Nachfolgeregelung ist bereits angegangen: Dahinter wird bereits Ramaj aufgebaut, der jetzt schon (aus meiner Sicht) der bessere Torspieler ist, aber eben noch die Torhüterfähigkeit verbessern und körperlich zulegen muss. Insofern haben wir vor allem keine Eile.

    Bis dahin müssen wir mit den Streuungen bei Abwürfen, -stößen und -schlägen leben, genauso mit dem langsamen Spieltempo über den Torspieler. Es gibt schlimmeres.

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  6. @2: Witzig, dass die Kritiker sich nun nicht unbedingt mit Lob bekleckern 🙂
    @6: Diant Ramaj? – ich finde, dass Trapps Abspiele ins Mittelfeld derzeit nicht schlecht sind. Nichts gegen Grahl, aber man merkte gegen Union schon einen Unterschied bei unseren Verteidigern (Rückhalt/Präsenz des TW). Ich finde Grahl hat das beste Spielverständnis – er wird bestimmt einmal ein Super Torwart Trainer.

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  7. Wie sollen denn Grahl und Hrustic Performen wenn sie fast keinerlei Spielpraxis und Wettkampfpraxis haben ?

    Hrustic hätte es durchaus öfter verdient gehabt aber bin halt auch im Training nicht dabei.

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  8. @9….Das gilt für jeden Spieler außerhalb der Startelf. Das Problem hat nicht nur OG exklusiv, das war auch schon bei AH. Das war mein Hauptkritikpunkt an AH, der es nicht schaffte, die hinten dranstehenden Spieler besser zu machen und an die Startelf heran zu führen.

    30-32 Spieler sind auch nicht händelbar, dabei wirklich jeden Spieler gerecht zu werden. Insofern hoffe ich, das die 23 Spieler plus Nachwuchskräfte (die in der U21 spielen) schnellstmöglich erreicht werden, am Ende zu einer Qualitätsverbesserung im Training führt und somit eben auch deutlich mehr Spieler an die erste Elf heran geführt werden können.

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  9. in sachen torhüter bietet sich hier ein objektiver vergleich mit trapps gegenüber an. laut statistiken hat trapp 2 bälle gehalten. diese waren allerdings beide sehr gut pariert. sein gegenüber baumann hat 5 bälle gehalten und davon auch mind. 2 ebenso stark wie trapp, sonst wäre das spiel womöglich frühzeitig für uns entschieden gewesen. trapp hatte aber eine unsicherheit als er einen ball nach vorne abprallen lies den gegner vor die füße, dies wäre aber ohnehin folgenlos gewesen, da abseits. viel interessanter ist der vergleich des spielaufbaus. beide spielten 36 pässe. baumann hatte dabei 4 fehlpässe – trapp ganze 16 (!!).

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