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Neue Haarfarbe, alte Qualität. Djibril Sow kümmert sich mehr und mehr um das große Ganze (Bild: IMAGO images / HMB-Media)

Sow über Hauge: „Das muss für ihn motivierend sein“

113 Pflichtspiele stehen aktuell auf seinem Haben-Konto für Eintracht Frankfurt. Und es sieht derzeit danach aus, dass auf jenem auch noch einige weitere hinzukommen werden. Am Rande des Trainingslagers in Windischgarsten wirkt Djibril Sow mittlerweile wie ein gestandener, erfahrener Haudegen im Profigeschäft. Doch das war nicht immer so, denn der mit einer 35-Millionen Euro schweren Ausstiegsklausel versehene Mittelfeldspieler war in seinem ersten Jahr in einer schwierigen Situation und musste viel Kritik einstecken. Ähnliches trifft heuer auf seinen Teamkollegen Jens Petter Hauge zu, der auf ein durchwachsenes erstres Jahr bei der SGE blickt.

Sow glaubt an Qualitäten von Hauge: „Wir werden ihn jeden Tag unterstützen“

Kein Wunder also, dass die anwesenden Pressevertreter sich bei Sow nun einen Tipp abholen wollten, wie es zukünftig auch bei Hauge klappt: „Er muss seine Lockerheit wiederfinden, damit er sein Selbstvertrauen zurückbekommt. Er hat aber auch nicht oft gespielt und da ist das dann umso schwerer. Er hat definitiv Qualitäten, mit denen er uns viel Freude bereiten kann. Er ist aber auch noch jung und braucht Ruhe und Zeit. Und das ist ein weiter Weg. Wir werden ihn dabei aber jeden Tag unterstützen.“ Einfacher, und so ehrlich muss man sein, wird es durch die gestiegene Qualität beim Personal der Hessen sehr wohl nicht. Götze, Alario, Muani – Sie alle wollen spielen und haben bereits ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. „Das muss für ihn aber motivierend sein. Wenn man jetzt den Kopf in den Sand steckt, dann wird es nichts werden. Jeder von uns wird hier seine gerechte Chance bekommen und da gilt es zu zeigen, was man der Mannschaft geben kann.“

Seine eigene Entwicklung hingegen ging nach einem Holperstart aber steil durch die Decke. Es ist davon auszugehen, dass der Schweizer auf jeden Fall zum Stammpersonal gehören wird. Vor drei Jahren war er zum Start direkt im Trainingslager verletzt: „Ich fühle ein bisschen mit Buta, der hier zum Start direkt verletzt ist. Er kann nie mit uns trainieren und ist dann alleine. In dieser Situation war ich damals auch und das ist für einen Spieler großer Mist. Daher versuche ich ihn persönlich noch ein bisschen mehr zu unterstützen.“

Abschiedsgedanken? „Das war überhaupt kein Thema für mich!“

Es wird deutlich, dass Sow inzwischen gereift ist und sein Umfeld viel stärker von ihm profitieren kann. Das bleibt selbstredend auch nicht anderen Klubs verborgen und so kamen vor allem aus Leipzig immer wieder Gerüchte auf, die sich mit seiner Personalie beschäftigen. Für ihn selbst gab es daran aber keine Gedanken: „Das war überhaupt kein Thema für mich. Ich musste zuerst den Europa League Sieg realisieren und danach kam direkt die Nationalmannschaft. Da waren so viele Dinge in meinem Kopf, dass ich mich darauf gar nicht fokussiert habe. Und jetzt habe ich Lust auf die Champions League, Lust auf den Super Cup. Das gleiche sieht man doch auch bei den anderen Spielern, die schon angeblich weg wären. Da habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass da etwas dran ist. Wir sind alle hier mit einer riesigen Vorfreude und Motivation.“ Oliver Glasner prognostiziert bereits, dass die Gegner in der kommenden Saison mit einer Extra-Motivation gegen die Eintracht zu Werke gehen werden, das sieht Sow ebenfalls so: „Wir müssen hungrig bleiben, denn alles was passiert ist, ist passé. Alle Mannschaften werden noch heißer gegen uns sein. Bereits in den Testspielen haben wir gemerkt, dass sie gegen den Europa League Sieger mithalten wollen. Und das wird auch in der Bundesliga auf uns zukommen. Und darauf stellen wir uns ein.“

Sow über die Qualität von Mario Götze

Einer, der die gestiegenen Erwartungen an die Mannschaft mit seiner Qualität unterstützen wird, ist Neuzugang Mario Götze. Vom Weltmeister erwartet er dabei: „Er wird uns mit seiner Erfahrung und Ruhe besser machen – und natürlich wünschen wir uns neue Lösungen im letzten Drittel. Das hat man auch im letzten Testspiel gesehen, dass wir Spiele eigentlich unter Kontrolle haben und dann im Strafraum zu ungenau sind und die falschen Entscheidungen treffen.“ Und dann kommen vielleicht auch ein paar mehr Champions League Spiele auf das Konto des 25-Jährigen, der bereits 2018/2019 mit YB Bern in der Königsklasse debütierte. Dort aber nach der Gruppenphase als Tabellenletzter ausschied. In diesem Jahr darf es mehr sein.

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4 Kommentare

Fallback Avatar 1. boah - teng 12. Juli 22, 19:19 Uhr

Sow absolut Positivmensch und klasse Kicker! Und wie er erzählt… WIR müssen Hauge unterstützen, WIR spielen jetzt CL und Supercup, Götze kann UNS helfen…
Absolut geiler Mensch, Vollprofi und Adler. Bleib bitte noch lange bei uns!

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Fallback Avatar 2. PeKa 12. Juli 22, 19:41 Uhr

Und was wurde über den geschimpft.

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Fallback Avatar 3. Barth 12. Juli 22, 19:41 Uhr

Also sollten auch wir Fans`s Hauge unterstützen ;-) Klasse Typ der Sow, freut mich das er sich so toll entwickelt hat !!!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 4. SGE74 12. Juli 22, 20:25 Uhr

@2. PeKa

Ja leider. Es zeigt sich doch immer wieder, dass man gerade mit jungen Spielern geduld haben muss. Finde daher auch die aktuelle Diskussion über Hauge völlig daneben. Die Jungs kommen in ein fremdes Land, beherrschen zumeist die Sprache noch nicht und werden nach ein paar Spielen niedergemacht. Ich finde das total absurd und daneben. Gebt den jungen Kerlen die Zeit! Unsere sportliche Führung hat die Expertise und lag meistens richtig.

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