Torhüterfrage soll geklärt sein: Wer bei der Frankfurter Eintracht zwischen den Pfosten stehen soll, gehört derzeit zu den am heißesten diskutierten Fragen unter den Adler-Anhängern. Besonders der kürzliche Trainerwechsel ließ viel Raum für Spekulationen. Nun will die „Bild“-Zeitung erfahren haben, dass auch der neue SGE-Cheftrainer Albert Riera auf den 22-jährigen Kauã Santos setzen möchte. Der junge Torhüter stach in den vergangenen Wochen nicht häufig mit Bestleistungen heraus. Im Kalenderjahr 2026 musste er bereits 20-mal hinter sich greifen. Um die aktuelle Problemstelle in den Griff zu bekommen, plant Riera, dem Brasilianer einige Aufgaben im Aufbauspiel abzunehmen. „Der Torhüter ist da, um Tore zu verhindern. Er wird nur wenig mit dem Ball spielen. Seine Hauptverantwortung ist es, Bälle zu halten“, sagte Riera auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin, ohne zu verraten, wer am morgigen Freitagabend das Tor hüten soll.
Spielt die Eintracht nächste Saison europäisch?: Momentan steht Eintracht Frankfurt in der Bundesliga punktgleich hinter dem SC Freiburg auf Platz 8. Normalerweise qualifizieren sich weder der Siebte noch der Achte für einen europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison. Je nachdem, wer in dieser Saison den DFB-Pokal gewinnt, könnte sich das aber ändern. Gewinnt nämlich eine Mannschaft aus den Top-Sechs der Bundesliga den Pokal, rückt auch der Tabellensiebte in den Europapokal. Dann spielen Platz eins bis vier in der Champions League, Platz fünf und sechs in der Europa League und Platz sieben in der Conference League. Durch das Weiterkommen von Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart steigt nun die Chance, dass eine Top-Sechs-Mannschaft den DFB-Pokal holt. Nur der SC Freiburg und Hertha BSC (2. Bundesliga) stehen von den verbliebenen Vereinen aktuell nicht auf diesen Plätzen. Das letzte noch ausstehende Viertelfinale lautet FC Bayern München gegen RB Leipzig – derzeit Platz eins und fünf. Außerdem könnten durch die Ergebnisse der deutschen Vereine in Europa noch ein zusätzlicher Champions-League-Platz dazukommen. Dann würde sich auch Platz fünf für den Wettbewerb qualifizieren, Platz sechs und sieben gingen in die Europa League und Platz acht bekäme das Ticket für die Conference League.
Baumgart grüßt Riera freundlich: Im Freitagabendspiel zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der Bundesliga-Tabelle drei Punkte trennen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel wurde Union-Cheftrainer Steffen Baumgart gefragt, wie er das Aufeinandertreffen mit seinem Trainerkollegen Albert Riera einschätzt – besonders da beide als sehr emotionale Typen gelten würden. „Das täuscht. Ich bin sehr ruhig, ich bin sehr zurückhaltend. Wenn ich wirklich explodieren würde, würde das ganz anders aussehen, das habt ihr noch nie erlebt. Ich weiß, wie man sich gerade in unserem Stadion benimmt, auch gegen emotionale Trainer„, antwortete Baumgart. Daraufhin begrüßte der 54-Jährige den neuen SGE-Trainer in der Bundesliga.
Finale bleibt in Berlin: Auch in den kommenden fünf Jahren wird das DFB-Pokal-Finale im Berliner Olympiastadion ausgetragen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf bestätigt: „Mit der Verlängerung bis 2030 setzen wir ein klares Zeichen: Wir wollen den Fans weiterhin ein unvergleichliches Erlebnis bieten und die besondere Atmosphäre dieses Finales bewahren.“ Die Frankfurter Eintracht stand seit 2017 ganze dreimal im Finale in Berlin und gewann den Pokal im Endspiel gegen den FC Bayern München im Jahr 2018. In dieser Saison schied die SGE in der zweiten Runde im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund aus.
Neururer mit Zweifeln an Riera: Bundesliga-Trainer-Ikone Peter Neururer äußerte zuletzt Bedenken an der Verpflichtung des neuen Eintracht-Cheftrainers Albert Riera. In seiner Kolumne „Neururer redet Tacheles“ auf „wettfreunde.net“ äußerte er schriftlich: „Große Zweifel, große Zweifel, ob es gut geht. Große Zweifel, ob es wirkt. Denn ein komplett anderer Trainer-Typ als Dino Toppmöller soll Albert Riera sein. Mal schauen, ob die Mannschaft da gut drauf reagiert.“ Obwohl Riera als Spieler durchaus Bekanntheit erlangte, sei für Neururer die Verpflichtung eines weniger erfahrenen Trainers „ein heikles Spielchen“. Zudem sehe er die Sprachbarriere als ein mögliches Problem im aktuell schwierigen Umfeld der SGE.
Marmoush trifft doppelt: Im wichtigen Halbfinal-Rückspiel des englischen League-Cups schnürte Omar Marmoush einen Doppelpack und krönte sich somit zum Matchwinner. Dadurch setzte sich Manchester City am gestrigen Mittwochabend mit 3:1 gegen Newcastle United durch. Mit einem Gesamtergebnis von 5:1 nach Hin- und Rückspiel ziehen die „Citizens“ souverän ins Finale ein. Gegner im Endspiel wird mit dem FC Arsenal der aktuelle Tabellenführer der Premier League sein. Marmoush wechselte im Januar 2025 für rund 75 Millionen Euro von der SGE nach Manchester. Der 26-jährige Ägypter schoss in dieser Saison wettbewerbsübergreifend vier Tore und bereitete eines vor.






21 Kommentare
Wie soll eine Hintermannschaft Sicherheit bekommen wenn ein unberechenbaren Zappelphilipp zwischen den Pfosten steht. Z. Ist zumindest mit dem Ball deutlich sicherer.
Der neue Trainer wird sich sein (hoffentlich) eigenes Bild gemacht und die richtige Entscheidung getroffen haben.
Klar, es gibt etliche Gründe für Pro oder Kontra. Aber, warten wir bis zum Spiel ab, Riera könnte für Überraschungen sorgen.
Riera, ich kann mich an keinen Eintrachttrainer erinnern, der in so kurzer Zeit schon soviel gesprochen hat. OK, wenn's hilft und gut geht.
Ich freue mich ein Schnitzel auf die Premiere mit Albert morgen Abend.
Selten einen Trainer gehört der so viele Einblicke in seine Arbeitsweise/Sichtweise und Forderungen an seine Mannschaft gibt.
Der Hinweis von Neururer bezüglich der Sprachbarriere ist abstrus, wahrscheinlich weil er selbst als letzter Mensch kein Englisch kann.
Ich verweise auch mal auf Alonso, der vor Leverkusen gerade mal die 2.te Mannschaft von San Sebastian und die U13 von Real trainiert hat.
Da hat Albert stand heute einen deutlichen größeren, qualitativeren Erfahrungsschatz als Trainer bei seinem Einstand bei uns.
Ob Santos oder Zetterer wird unter ihm keine Rolle spielen, er kriegt im Zweifel beide hin ordentliche Leistungen abzurufen.
Ich bin wirklich positiv gespannt auf das bloße Auftreten unserer Mannschaft morgen und die Veränderungen, die man hoffentlich gleich wahrnimmt, unabhängig vom Ergebnis.
„Große Zweifel, große Zweifel, ob es gut geht. Große Zweifel, ob es wirkt. Denn ein komplett anderer Trainer-Typ als Dino Toppmöller soll Albert Riera sein."
Wenn wir den gleichen Typ wie Dino gewollt hätten, hätten wir auch den Dino behalten können. Also manchmal..
Ich denke Santos hat jetzt ne klare Aufgabe und weiß auch, was NICHT seine Aufgabe ist. Wenn er den Ball hinten rumkickt, ist er schneller draußen als er gucken kann. Auf der Linie ist er stark. Das hat er gezeigt.
Peter...... Wer ??? Trainer in der Saison 1999/2000...... Wo ??? Seine takes sind komplett irrelevant !
Neururer kann lutschen.
Kann nicht verstehen, dass man Santos weiter sein Unwesen im Tor treiben lässt. Seit seiner Verletzung gab es kein Spiel wo er keinen grossen Fehler gemacht hat. Nach meiner Meinung sollte man ihn verkaufen und das so schnell als möglich. Mit diesem Torwart spielen wir nicht um die Plätze 4 bis 7 sondern eher um die Plätze 10 bis 13.
Wenn Albert den bisherigen Stammspielern die Chance gibt, es besser zu machen, ist das das Beste, was er machen kann.
Jeder weiß, wenn er schlecht performed, ist er draussen, das dürfte schonmal etwas bringen.
Der Neururer ist so eine Sorte Dummschwätzer, die zu allem ihren Senf dazu geben müssen.
Wenn der Zweifel hat, sind wir auf dem richtigen Weg.
Hat man eigentlich etwas gehört, ob irgendwie eine Absage im Raum steht?
Der erste Eindruck vom neuen Coach ist schon einmal hervorragend. Schwierig finde ich nur folgende zwei Aussagen, die sich meiner Meinung nach widersprechen:
1. Er möchte, dass man seinen Stil zu jeder Zeit sehen kann und sein Stil ist der hohe Ballbesitz mit teilweise tiki-taka.
2. Bei ihm spielt selten die gleiche 11 am darauffolgenden Spieltag. Er schaut nach dem Gegner, welche Spieler am besten passen.
Wie sollen die Spieler Automatismen reinbekommen, wenn sie ständig damit rechnen müssen auf der Bank oder Tribüne zu sitzen? Warum passt er sich dem Gegner an, wenn er doch einen eigenen Stil vorgeben will?
Ansonsten, wie bereits von den meisten hier gesagt, ist Albert wirklich eine Erscheinung mit einem Selbstbewusstsein und einer Aura, die man sonst nur von Jason Statham kennt.
Für mich sind diese Aussagen nicht widersprüchlich. Gegen einen tiefstehenden Gegner hat man nun mal eine andere Herangehensweise als gegen einen Gegner, der offen mitspielt oder der das Spiel macht und man selbst etwas tiefer verteidigt. Wenn er für diese verschiedenen Situationen sein eigenes jeweiliges System hat und diese dem Team vermitteln kann, dann spielen wir je nach Gegner natürlich ein passendes / angepasstes System mit den entsprechenden Spielern. Will damit sagen, wir werden unsere 2-3 eigene Stile haben, je nach Gegner und das wird man dann auch sehen. Dabei werden wir wahrscheinlich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange agieren, sondern selbst der Situation entsprechend dem Gegner mit unserem Stil bespielen. So verstehe ich das.
Wichtig ist, dass jetzt Taten folgen, die Tage ist genug geredet geworden. Ich höre Riera gerne zu, authentisch und logisch was er von sich gibt. Ich hoffe nur, dass die Mannschaft vom Kopf her nicht überfordert wird/ist.
In diesem Sinne - FORZA SGE
Das würde ja bedeuten, dass Santos zuvor keine Jobbeschreibung hatte. Oder doch? Dann war es womöglich die falsche ...
Ich verichte gerne auf ein paar Glanzparaden auf der Linie, wenn er "irgendwie" unspektakulär mal zu Null spielt.
Am Ende steht heute Abend Grahl im Tor. :-D
Das schließt sich m. E. nicht aus, im Gegenteil. Jeder Gegner hat Schwächen, die man ausnutzen will und Stärken, die man neutralisieren will. Dafür nimmt man dann die Spieler, die dazu am besten passen, vorausgesetzt sie wissen, was sie in den eingeübten Systemen zu tun haben. Dazu kommen noch Verletzungen - bestes Beispiel gegen uns seit quasi Augsburg - Knauff einziger Stürmer, also 2 Kanten, hohes Anläufen, zu langen Bällen zwingen und unsere Offensive war tot. Diese Ausrechenbarkeit hat uns ja alle so genervt. Und ich hoffe, die ist jetzt erstmal weg.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache, aber ich finde die Entscheidung pro Santos komplett richtig.
Er ist auf der Linie der bessere TW und kann auch mal einen unmöglichen Ball halten. Ja, er hat sehr viele Fehler zuletzt gemacht. Aber die hatte Zetterer auch gemacht und der ist finde ich in der Strafraumbeherrschung einer der schwächsten Keeper der gesamten Bundesliga.
Wenn also der TW nicht mehr so im Spielaufbau eingebunden sein soll, kann die Entscheidung nur Santos lauten. Einen anderen Vorteil außer den Spielaufbau hat Zetterer nämlich keineswegs gegenüber Santos.
wir werden heute sehen was passiert
obwohl ich das noch nicht richtig glauben kann
es soll jeder seine aufgaben richtig machen so wie er es gesagt bekommt
wenn das klappt denke ich das wir die nächsten spiele was sehen werden
nicht nur auf das spiel heute sehen sondern auch
die nächsten
hoffe das alles gut wird heute abend
nur die SGE
Nach den ersten Spielen von Santos war ich total begeistert,
Diese tolle Strafraumbeherrschung, diese Superparaden und ganz
besonders die sichtbare höchste Konzentration auf das Spiel, um
sofort reagieren zu können.
Die zwei, drei Patzer habe ich ihm verziehen, weil ich sicher war,
dass er das in den Griff bekommt.
Bei Trapp habe ich vor jeder Flanke gezittert, weil er immer auf der
Linie blieb. Bei Santos war ich total entspannt, weil Santos die
Bälle schon abfangen würde.
Dann hat Santos eine Zehntelsekunde zu spät reagiert, einen
Elfmeter verursacht und sich schwer verletzt.
Die Kritik war sehr massiv und lange anhaltend, zum größten
Teil auch nicht mehr angemessen.
Dann kam ein anderer Santos zurück. Offensichtlich hatte man
ihm verboten zu weit aus dem Tor zu gehen. Er blieb immer öfter
auf der Linie, zögerte, war unsicher, "darf ich oder nicht".
Statt spontan und instinktiv zu handeln, fing er an zu denken.
Deshalb fehlen ihm auch jetzt die Sekundenbruchteile, um die
Unhaltbaren zu halten.
In den ersten Spielen haben Koch und Theate ihn immer wieder
nach großen Paraden umarmt. Heute umarmt kein Mensch mehr,
weil kein Spieler dem anderen mehr traut. Wenn Theate oder Koch
Dummheiten fabrizieren, geht man darüber hinweg. Beim kleinsten
Fehler von Kaua wird er angegriffe,
In dieser Atmosphäre stets mit dem Druck zu spielen "hoffentlich
mache ich keine Fehler", ist leistungstötend.
Mal sehen, wie das unter Riera weitergeht. Er hat schon recht, ohne
Sicherheit und Selbstbewußtsein geht im Leistungssport nichts.
Ich habe mich schon letzte Saison über seine Leichtsinnigkeiten geärgert, mit denen er seine Vorderleute in Bedrängnis gebracht hat. Trotz seiner Weltklasseparaden hat er damit die Verunsicherung in der Abwehr ständig befeuert. Leider kommen weiten Schüsse auch selten an, weil wir keinen großen Stürmer haben. Seine Bogenlampe letztes Spiel auf Theate kurz vor Schluss war katastrophal. Vor allem, weil wir auf den Ausgleich gedrückt haben.
Für mich ist die Torwartposition immer mit der größtmöglichen Erfahrung zu besetzen, was hier ja offensichtlich nicht statt findet.
Na dann sprich doch alles für Uli Stein
Und wie sammelt ein (junger) Torwart größtmögliche Erfahrung, damit die Torwartposition irgendwann einmal mit ihm besetzt werden kann? Bestimmt nicht durch jahrelanges Training und Zugucken von der Bank aus.
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