So sollte es am Samstag eigentlich aussehen, allerdings dürften in der Leere außer der Ordner noch mindestens zwei Eintrachtfans darin Platz finden
So sollte es gegen Ingolstadt im DFB-Pokal eigentlich aussehen, allerdings dürften in der Leere mindestens zwei Eintrachtfans Platz finden.

Klage beim Amtsgericht erfolgreich – zwei Fans dürfen ins Stadion: Vermutlich hatten die beiden Dauerkartenbesitzer Leo Rauschenberger und Milan Soesanto nicht damit gerechnet, dass ihre einstweilige Verfügung beim Amtsgericht gegen das Urteil des DFB-Sportgerichtes stattgegeben wird. „Es ist nicht ersichtlich, weshalb der Antragsteller der Zutritt zu dem streitgegenständlichen Heimspiel gänzlich versagt werden sollte“, so lautet die Begründung für das Urteil. Die beiden Fußball-Fans dürfen somit theoretisch bei der DFB-Pokalpartie gegen den FC Ingolstadt ins Stadion. Eintracht-Justiziar Philipp Reschke nahm diese Entscheidung mit Verwunderung auf und machte in einem Interview der „FR“ deutlich: „Wir werden damit genötigt, gegen ein Urteil des DFB-Sportgerichts zu verstoßen. Wir können nicht leisten, was das Sportgericht uns verbietet.“ So ist außerdem zu vermuten, dass viele ausgesperrte Fans nun ebenfalls ihr Glück versuchen werden, sich ins Stadion einzuklagen.

Kovac wechselt die Position: Am Vormittag gab Eintracht-Trainer Niko Kovac seinen Spielern beim nicht öffentlichen Training noch Anweisungen, bevor er am Nachmittag selbst aktiv wurde. Doch statt mit den Fußballschuhen gegen das Leder zu treten, schlüpfte er in die Golfschuhe und betrat das flach geschnittene Green eines Golf-Clubs im Wiesbadener Stadtteil Delkenheim. Dort nutzte der Fußballlehrer noch einmal die Gelegenheit, in rund zweieinhalb Stunden den Kopf freizubekommen, bevor es in den finalen Endspurt der Vorbereitung auf die Partie am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München geht.

Huszti mit Option: Seit knapp einem Jahr streift Szabolcs Huszti nun schon das Trikot von Eintracht Frankfurt über. In nunmehr 24 Pflichtspielen wird deutlich, dass der Ungar eine feste Größe im Spiel der Hessen geworden ist. Wie er nun selbst in einem Interview mit dem „kicker“ verriet, besitzt der Mittelfeldspieler auch eine Option zur Verlängerung seines 2017 auslaufenden Vertrages um ein weiteres Jahr. Huszti wäre dann bereits in seinem 35. Lebensjahr.

Nach Frankfurt wird auch Magdeburg bestraft: Für die Verfehlungen seiner Fans in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals ist nun auch der Heimverein 1. FC Magdeburg bestraft worden. Der Drittligist hat nicht nur eine Geldstrafe von 20.000 Euro zu entrichten, sondern muss sich auch mit einem Ligaspiel unter Teilausschluss der Öffentlichkeit begnügen. Von der Geldstrafe kann der Verein einen Betrag in Höhe von bis zu 10.000 Euro für Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu verwenden, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Deutschen-Fußball-Bundes weiter. Das Urteil wurde wie folgt begründet: „Für das Gericht steht nach der Beweisaufnahme fest, dass es durch Magdeburger Anhänger oder durch Anhänger, die dem Verein zuzurechnen sind, wiederholt zu demokratiefeindlichen Äußerungen gekommen ist, die die Werteordnung des Fußballs massiv verletzen. Im Zusammenhang mit dem Platzsturm durch Magdeburger Anhänger erschienen dem Sportgericht weniger einschneidende Sanktionen nicht geboten, ungeachtet der durchaus anzuerkennenden Bemühungen des 1. FC Magdeburg im Bereich der Prävention und Fanarbeit.

Stepi glaubt an Sieg über Bayern:Das Guardiola-System funktioniert bei Bayern nicht mehr. Das System von Nachfolger Ancelotti beherrschen sie auch noch nicht richtig. Ribéry jammert. Die Zeit ist reif, dass Eintracht drei Punkte holt„, wird der ehemalige Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic in einem „Bild“-Artikel zitiert. Bereits zu Saisonbeginn gegen den FC Schalke 04 behielt der ehemalige Fußball-Lehrer mit seiner Vermutung recht. In einem Interview mit EintrachtTV war sich Stepanovic sicher, dass man die Knappen besiegt. Ein gutes Omen?

Ex-Adler Ochs referiert im Eintracht-Museum zum Thema Mobbing: Aus erster Hand berichtete der ehemalige Eintracht-Spieler Patrick Ochs in der Diskussionsrunde „Die Macht des Sports“ aus dem Museum am Waldstadion über seine Erfahrungen, die er nach der Bekanntgabe seine damaligen Wechsels zum VfL Wolfsburg erleben musste. Der mittlerweile beim Stadtrivalen FSV Frankfurt spielende Profi musste sich zu dieser Zeit massiven Anfeindungen aus der eigenen Fanszene aussetzen. Ab dem heutigen Donnerstag wird unter der Leitung von Matthias Thoma und Projektkoordinatorin Frauke König in einer siebenteiligen Reihe über die Schattenseiten des Sports berichtet.

Juve-Mittelstürmer zur SGE? Wie das Portal „Tuttomercatoweb“ vermutet, soll Eintracht Frankfurt den momentan an den FC Lugano ausgeliehenen Mittelstürmer Lorenzo Rosseti beobachten und einen Transfer für die kommende Transferperiode planen. Der 22-Jährige traf in sechs Partien für die Schweizer bisher zweimal und gab zudem noch zwei Vorlagen ab. Neben den Hessen soll auch der Nachbar FSV Mainz an einer Verpflichtung interessiert sein.

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3 Kommentare

  1. Ohne jetzt hier wieder die große Pyrodiskussion aufmachen zu wollen, es ist doch erstaunlich, dass auch nebem dem Gericht in Darmstadt ein weiteres Gericht so entschieden hat, dass ein Kollektivausschluss sei es in bestimmten öffentlichen Bereichen oder im Stadion , juristisch nur schwer haltbar ist. Bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Ich denke, dass der DFB und die Vereine sich etwas anderes einfallen lassen müssen als ganze Gruppen in Sippenhaft zu nehmen. Gegen Ingolstadt betrifft es ja eindeutig auch “ unschuldige“ Blöcke. Soll nicht heißen, dass ich morgen nicht mit den mehr als überwiegend vernünftigen Fans aus dem 40er Block mitfühle.

  2. Ich war noch nie in Magdeburg, und ich kenne den Raketenmann auch nicht. Ich habe grad eine E-mail an Eintracht Frankfurt geschrieben und darin meinen Dauerkartenplatz im Block 37N eingefordert. Halte euch auf dem laufenden.

  3. Hallo Leute.
    Endlich werden mal nägel mit köpfen gemacht. Es kann nicht sein, das es neben der ordentlichen gerichtbarkeit, noch eine weiter gibt .Der aufruf muß nun heissen , daß möglichst viele fans sich noch einklagen. Damit es endlichmal den alten verkrusteten strukturen im DFB an den kragen geht. Ich kann dies aus dem gefühl der rechtsstattlichkeit nur beführworten und bin auf weitere reaktionen seitens der fan und der SGE mehr als gespannt. Natürlich werde ich mit größtem interesse eine etwaige reaktion seites des DFB entgegensehen.

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