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Elias Baum soll in der kommenden Saison bei der SGE spielen. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Hütter stellt klar: „Werden Baum hier behalten!“

Nach dem 1:0-Testspielsieg gegen den SV Waldhof Mannheim überwog bei Eintracht Frankfurt zwar die Zufriedenheit über den erfolgreichen Abschluss des Trainingslagers, dennoch machten Trainer Adi Hütter und Rechtsverteidiger Elias Baum bei „Eintracht TV“ deutlich, dass bis zum Saisonstart noch einiges zu tun sei. Während Hütter die Entwicklung seiner Mannschaft einordnete, den Kader thematisierte und Baum ein klares Bekenntnis aussprach, sprach der 20-Jährige selbst über die intensive Vorbereitung, seine Torvorlage und das Zusammenspiel mit Ritsu Doan.

Dass seine Mannschaft gegen Mannheim lange auf den Führungstreffer warten musste, überraschte Hütter nach den intensiven Tagen im Trainingslager nicht. „Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir verstanden haben, nach vorne zu spielen und den Ball schneller laufen zu lassen“, erklärte der Eintracht-Coach. Trotz zahlreicher Möglichkeiten habe auch Schlussmann Michael Zetterer einen guten Tag erwischt und sich einige Male auszeichnen können: „Wir hatten viele klare Chancen, aber Michael Zetterer hat auch gute Bälle gehalten.“ Noch wichtiger als das Ergebnis seien für ihn ohnehin die Art und Weise gewesen. Vor allem das Verhalten im Umschalten habe noch nicht seinen Vorstellungen entsprochen: „Was ich sehen wollte, war, dass wir uns im Gegenpressing gut verhalten. Das war nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Gleichzeitig ordnete Hütter die Leistung seiner Mannschaft aber ein: „Man darf nicht vergessen, dass es neun Tage Trainingslager waren. Dafür haben die Jungs es trotz allem schon gut gemacht.“ Besonders die Einstellung seiner Spieler stimmte ihn optimistisch: „Der Wille ist da. Das ist für mich das Allerwichtigste, dass ich sehe, dass die Jungs wollen.“ Dass aktuell noch die letzte Schärfe fehle, sei nach den kräftezehrenden Einheiten nur logisch: „Die Spitzigkeit fehlt, weil wir viele Einheiten in den Beinen haben.“ Trotzdem habe er viele gute Ansätze gesehen: „Das Tor haben wir hervorragend herausgespielt, aber es gibt noch einiges zu verbessern.“

Ein besonderes Lob hatte Hütter anschließend für Rechtsverteidiger Elias Baum übrig. Der Abwehrmann bereitete den Siegtreffer vor und überzeugte seinen Trainer. Gleichzeitig machte Hütter unmissverständlich klar, dass Baum, um den es in den letzten Wochen immer wieder Abgangsgerüchte gab, fest in Frankfurt eingeplant ist: „Er kommt dahin, wo er war. Wir werden ihn auch hier behalten.“ Der Trainer sieht in ihm „einen dynamischen Außenverteidiger, der aus dem eigenen Stall kommt“, was ihm „sehr gut gefällt“. Baum habe „im Training gute Leistungen“ gezeigt und „es gegen Mannheim sehr gut gemacht, auch in der Defensive“. Die Torvorlage könne ihm zusätzlich Selbstvertrauen geben: „Ich hoffe, dass die Torvorbereitung ihm Auftrieb für die kommenden Wochen gibt.“

Hütter kündigt Kader-Veränderungen an

Während Baum gesetzt scheint, kündigte Hütter gleichzeitig Veränderungen im Kader an. „Wir haben einen zu großen Kader, den wir reduzieren werden. Wir werden nicht mit 30 Spielern in die Saison gehen“, erklärte der Trainer. Einige Akteure würden den Verein noch verlassen, gleichzeitig hoffe er darauf, „dass noch der ein oder andere Spieler zu uns kommt“. Bis der endgültige Kader stehe, werde es deshalb „noch etwas dauern“. Für die verbleibenden Wochen bis zum Pflichtspielauftakt gab Hütter die Marschroute klar vor: „Wir werden in den kommenden Wochen an der Spitzigkeit arbeiten, die Einheiten werden jetzt etwas kürzer. Trotzdem will ich die Aggressivität und Intensität sehen.“

Auch Baum äußerte sich selbst und sagte, dass man die Belastung der vergangenen Tage deutlich merke. „Ich bin sehr kaputt, muss ich ehrlicherweise sagen“, gestand der Außenverteidiger. Mannheim sei als Mannschaft kurz vor dem Saisonstart bereits weit gewesen und habe der Eintracht alles abverlangt: „Bei uns waren die Kräfte etwas raus, aber so ein Spiel müssen wir dann auch einfach ziehen und das haben wir gemacht.“ Besonders mit dem Pressing in der ersten Halbzeit zeigte er sich zufrieden: „Wir haben es gut gemacht, müssen in manchen Situationen aber noch griffiger sein.“ Insgesamt zog er dennoch ein positives Fazit des Trainingslagers: „Wir hatten eine sehr intensive Woche, die sehr viel Spaß gemacht hat und uns als Team weitergebracht hat. Jetzt erholen wir uns und dann greifen wir wieder an.“

„Eine solche Vorlage gibt Selbstvertrauen“

Besonders freute sich Baum über seine Vorlage zum entscheidenden Treffer. Die Situation sei genau so entstanden, wie sie im Spiel vorgesehen gewesen sei: „Es war ein toller Pass hinter die Kette. Ich hatte in der Situation mit Ritsu Doan getauscht und bin tief gegangen.“ Dass Jonathan Burkardt am zweiten Pfosten lauern würde, habe er inzwischen fast schon erwartet: „Johnny Burkardt hat dann am zweiten Pfosten gelauert, das weiß ich mittlerweile.“ Für Baum war die Vorlage auch persönlich wichtig. In den vergangenen Testspielen habe ihm im letzten Drittel noch die Präzision gefehlt: „Eine solche Vorlage gibt Selbstbewusstsein, vor allem weil bei mir in den letzten zwei Spielen die Bälle im letzten Drittel zu oft nicht angekommen sind. Ich muss mich dafür belohnen.“ Dass ihm das gegen Mannheim gelungen sei, habe ihn entsprechend gefreut. Dass sich das Pressing unter Hütter immer besser entwickelt, sieht Baum ebenfalls: „Das Spiel mit Pressing ist das Spiel, das der Trainer vorgibt – mit hoher Intensität. Wir wollen den Ball hoch erobern und so weit weg vom Tor halten.“ Die Grundidee werde bereits sichtbar: „Man hat die Idee in den letzten Spielen und auch in diesem Spiel gesehen.“

Immer besser funktioniere zudem das Zusammenspiel mit Neuzugang Ritsu Doan. „Er ist ein unglaublich begabter Spieler, vor allem mit Ball“, schwärmte Baum. Mit jeder Trainingseinheit würden die Abläufe besser werden: „Er will die Bälle in den Fuß haben. Er kann dann die Eins-gegen-eins-Situationen unglaublich gut lösen.“ Gleichzeitig wachse auch das gegenseitige Verständnis: „Er kriegt auch ein Gefühl für meinen Spielstil und wir hatten einige Situationen, die wir gut gelöst haben.“

Nachdem klar ist, dass Baum in Frankfurt bleiben soll, könnte das Zusammenspiel zwischen Doan und Baum eines sein, das der Eintracht in den kommenden Wochen noch häufiger helfen soll.

3 Kommentare

Fallback Avatar 1. Meintracht 02. August 26, 18:26 Uhr

Super Artikel, danke. Nur das Ritsu Doan ein Neuzugang ist, war mir gar nicht bewusst. :-)

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Avatar 2. 1899international 02. August 26, 18:39 Uhr Zitat - Meintracht Super Artikel, danke. Nur das Ritsu Doan ein Neuzugang ist, war mir gar nicht bewusst. :-) Path

Vielleicht ist es ja im übertragenen Sinne gemeint. 😉
Im Ernst, wäre ja schön, wenn Doan ganz verändert in die neue Saison startet.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. Handballer85 02. August 26, 18:52 Uhr

Ich entschuldige mich vorab für den Spruch aber muss ihn loswerden😂

Baum bleibt im Stadtwald ! 💪

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