Hamburg muss auf Vieira verzichten: Vor den beiden anstehenden Spielen gegen den Hamburger SV vermeldete der Verein, dass Fabio Vieira verletzungsbedingt ausfallen wird. Der 26-Jährige zog sich am Samstag im Spiel in Paderborn eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Vieira war vergangene Saison mit sieben Treffern und fünf Assists der Topscorer der Hamburger. Auch gegen die Eintracht netzte der Portugiese, als der HSV im Mai drei Punkte aus Frankfurt mitnehmen konnte. Bilal Nadir fehlt den Rothosen ebenfalls mit einer am Samstag zugezogenen Muskelverletzung im Oberschenkel.
Hütter über seine Koch-Auswechslung: Als Cheftrainer Adi Hütter seinen Kapitän, Robin Koch, in Leipzig beim Stande von 0:4 zur Halbzeit auswechselte, gab es ein gewaltiges Medienecho. Seitdem hat sich die Leistung des SGE-Verteidigers deutlich stabilisiert. Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen den Hamburger SV sprach Hütter noch einmal über sein Vorgehen. „Ich habe in meiner Trainiertätigkeit schon einige Fehler gemacht und aus Fehlern sollte man lernen. Bei Robin Koch würde ich mich aber immer wieder so verhalten. Ich habe eine Wirkung erzielen können. Robin hat eine Reaktion gezeigt. Seitdem ist die Stabilität da. Gegen Köln hat er ein super tolles Spiel gemacht, gegen Dortmund auch ein sehr gutes Spiel. Wenn er gegen Köln nicht so gut gespielt hätte und gegen Dortmund, wäre das natürlich nicht so toll gewesen. Das ist manchmal das Risiko, das man als Trainer gehen muss. Ich war in dem Moment davon überzeugt, dass es richtig ist, ein Zeichen zu setzen. Aber ich habe ihn ja nicht fallen lassen.“ Direkt nach dem Leipzig-Spiel stärkte der Trainer seinem Spieler öffentlich den Rücken und stellte auch klar, dass Koch weiterhin Mannschaftskapitän bleiben werde und auch weiterhin in der Startelf verbleibe.
Brassier bald Führungsspieler? Auf der Pressekonferenz vor dem HSV-Pokalspiel äußerte sich Hütter auch zu seinem neuen Innenverteidiger Lilian Brassier und war voll des Lobes. „Ich sehe in Lilian einen Leader und muss ihm ein Kompliment aussprechen.“ Wie schnell der 26-Jährige sich in die Mannschaft integriert habe, sei nicht selbstverständlich. „Wenn er solche Leistungen bringt wie bisher, dann merkt man, dass er sich wohlfühlt.“ Nur die Sprache hindere ihn vielleicht noch daran, direkt ein Führungsspieler zu sein. „Wie er teilweise in den Trainings ist und wie er mit den Jungs spricht, da merkt man, dass er künftig eine Führungsrolle übernehmen wird, wenn er die Sprache besser beherrscht.“ Ohne Anlaufzeit zählt Brassier seit seinem Wechsel zur Eintracht zu den absoluten Stammspielern und Leistungsträgern.
Hütters Geduld ist endlich: Bei der SGE steht Trainer Hütter vor der Herausforderung mit vielen jungen Spielern zu arbeiten. Auf der Pressekonferenz gab er Einblicke darüber, wie seine Arbeit mit Jungspielern aussieht. „Man muss den Menschen hinter den Spielern kennen. Dann weiß man, wie man mit ihnen umgehen muss.“ Man müsse den Spagat hinbekommen, dass Spieler auf der einen Seite genug Druck bekommen, um die entsprechende Leistung zu bringen. Auf der anderen Seite dürfe man sie aber nicht zu schnell überfordern. „Wir haben Geduld und wir geben ihnen auch Zeit, aber es bringt mir auch nichts, wochenlang Geduld zu haben und es gibt keine Weiterentwicklung. Irgendwann muss man auf andere Maßnahmen setzen.“ Die Leistung von Elias Baum gegen Dortmund hob der Trainer ausdrücklich hervor. Es sei die beste Saisonleistung des Eintracht-Youngsters gewesen.
Nächstes Karl-Talent verlässt die Eintracht: Nach drei Jahren ist Schluss: Vincent Karl, der jüngere Bruder von Bayern-Star Lennart Karl, verlässt das Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt. Das gab der 13-Jährige am Samstag über „Instagram“ bekannt. Dort bedankte sich der Offensivspieler bei seinen Trainern, Betreuern und Mitspielern für die gemeinsame Zeit. Karl wechselt zu Viktoria Aschaffenburg – auch sein größerer Bruder Lennart Karl ging diesen Weg, bevor er zum FC Bayern München wechselte.
Ex-Adler Fenin wagt Neuanfang als MMA-Kämpfer: Der ehemalige Eintracht-Stürmer Martin Fenin wagt einen ungewöhnlichen Neuanfang. Wie die „Bild“ berichtet, stieg der inzwischen 39-jährige Tscheche am Samstag bei einer MMA-Veranstaltung in seiner Heimat in den Käfig und gewann den Kampf. Sein Gegner war der ehemalige Boygroup-Sänger Martin Kocian. Fenin, der bei seinem Bundesliga-Debüt für die SGE im Jahr 2008 mit einem Dreierpack für Furore sorgte, kämpfte nach seiner Fußballkarriere mit Alkoholproblemen und Depressionen. Nun soll ihm der Kampfsport zurück in ein geregeltes Leben helfen. Seit drei Monaten bereitete er sich auf den Kampf vor und trainierte nach eigenen Angaben sechsmal pro Woche. Das Training habe ihm wieder Struktur gegeben und das Gefühl vermittelt, Sportler zu sein.







4 Kommentare
Martin Fenin wünsche ich, dass er endlich wieder in die Spur kommt und auch dort bleibt. Er hatte bisher immer wieder viel, zu viel Tragik in seinem Leben. Alles Gute, Martin und bleib konsequent.
Dass der Vincent, der "kleine" Karl zur Viktoria geht, für ihn vielleicht eine gute Lösung. Die Viktoria hat ein gutes NLZ und er ist wieder näher am Sportplatz. Wenn es für ihn als Zwischenstation auf dem Weg zu Bayern angedacht ist, hat er sich ein sehr hohes Ziel gesetzt. Sein großer Bruder kämpft dort gerade gegen das Abheben und für die Rückkehr in die BL-Mannschaft.
Ob es dann tatsächlich eine gute Entscheidung war, die Eintracht zu verlassen, wir werden ab und zu mal drauf schauen.
Überraschend leer hier angesichts des Spiels heute Abend. Ich finde, wir haben heute die Chance, vielleicht im DFB Pokal eine gute Saison zu spielen und vor allem, mit einem Weiterkommen auf ein Heimspiel zu hoffen.
Leider kann ich das Spiel nicht gucken, da ich parallel ein Tischtennis Pokalspiel bestreite. Hoffen wir auf zwei Auswärtssiege!
Viel Erfolg!
Bleib konsequent, Martin Fenin? Der Mann der verletzt war, weil er besoffen aufs Hoteldach gestürzt ist? Wäre er jemals konsequent gewesen, hätte er sich vielleicht in Frankfurt durchsetzen können, aber fehlende Konsequenz war ja bisher immer sein Manko...
Und dieser Viktoria Trick vom kleinen Karl, da geht es vermutlich wie damals bei Lennart darum die Eintracht um eine angemessene Ausbildungsentschädigung zu bringen. Auch bei Lennart pfiffen die Spatzen, dass es vor dem Aschaffenburgwechsel bereits eine Vereinbarung mit dem FCB gab...
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