Tonny Vilhena wäre einem Wechsel nach Frankfurt wohl aufgeschlossen gegenüber gestanden. (foto: Imago/ VI images.)

Eintracht-Interesse an Vilhelna: Die Eintracht ist nach den Abgängen von Omar Mascarell und Kevin-Prince Boateng weiter auf der Suche nach Verstärkungen und Ersatz für die beiden Führungsspieler im zentralen Mittelfeld. Dabei haben die Hessen wohl auch Tonny Vilhena von Feyenoord Rotterdam ins Visier genommen – sind aber scheinbar beim Verein des 23-Jährigen abgeblitzt. Das berichtet zumindest das niederländische Fußballmagazin „Voetbal International“. Mit diesem Verhalten habe Feyernoord auch den Spieler selbst überrascht, der einem Wechsel wohl offen gegenüberstand, nachdem er in den letzten Jahren zweimal seinen Vertrag verlängert hatte, obwohl es viele Angebote gab. Der Vertrag des niederländischen Nationalspielers in Rotterdam läuft noch bis 2020 läuft.

Verstärkung für die Eintracht: Laut „transfermarkt.de“ verpflichtet die SGE das slowenische Toptalent Martin Pecar. Der 16-Jährige Linksaußen soll von NK Olimpija Ljubljana an den Main kommen und bei den Frankfurtern einen Fünfjahresvertrag erhalten. Zuletzt spielte Pecar in der U19 seines Heimatvereins. Entsprechend ist es gut möglich, dass der Offensivspieler auch bei der Eintracht erstmal über den Jugendbereich aufgebaut wird, bevor er eine ernsthafte Alternative für die Mannschaft von Adi Hütter wird.

Fabián in die Türkei? Besiktas Istanbul ist wohl an einer Verpflichtung von Eintracht–Mittelfeldspieler Marco Fabián interessiert. Das vermeldet „OP-online“. Der Mexikaner hatte in der letzten Spielzeit mit vielen Verletzungen zu kämpfen und kam daher kaum zum Einsatz. In der Vorbereitung hatte der Zehner dann mit starken Leistungen überzeugt und wurde auch von SGE-Coach Adi Hütter gelobt, bevor er im Supercup gegen den FC Bayern dann wie fast alle Akteure der SGE enttäuschte. Laut Fabián selbst soll es eine baldige Entscheidung geben: „Mein Berater wird jetzt mit der Eintracht sprechen.“ Möglich sei neben einem Abgang aber auch, dass der Vertrag des 29-Jährigen verlängert werde: „Der Trainer hat mir gesagt, dass er mich gerne behalten würde und ich würde auch gerne bleiben. Aber es muss auch ökonomisch stimmen.“ 

Meier der Fan-Liebling 2017/2018: Alex Meier war auch in der vergangenen Saison der absolute Liebling der Eintracht-Fans – zumindest was die Trikots angeht. Wie der „Kicker“ veröffentlichte, war das Jersey mit der Nummer 14 und dem Namen Meiers das in Frankfurt am meisten verkaufte. Der Fanliebling musste die Eintracht nun nach 14 Jahren verlassen. Wo er jetzt seine Karriere fortsetzt ist noch nicht bekannt, derzeit hält er sich in Österreich bei Admira Wacker fit. In Frankfurt wird der Name des „Fußballgottes“ aber wohl auch in den kommenden Jahren noch auf vielen Trikots zu lesen sein.

Schiri-Chef gibt Fehler zu: Beim Supercup zwischen der Eintracht und dem FC Bayern München am vergangenen Sonntag stand auch Schiedsrichter Marco Fritz im Fokus, der viele knifflige Entscheidungen zu fällen hatte. Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich betonte nun, dass das Unparteiischen-Team vor allem bei der Bewertung eines Zweikampfes zwischen SGE-Angreifer Mijat Gacinovic und Bayern-Verteidiger Mats Hummels einen Fehler gemacht habe. Fritz hatte dem Abwehrmann nur die gelbe Karte gezeigt – richtig wäre aber rot gewesen. „Die korrekte Entscheidung wäre, dass Mats Hummels mit Rot des Feldes verwiesen wird. Wenn der Schiedsrichter hier nur Gelb zeigt, dann ist der Video-Assistent normalerweise bei diesem klaren Sachverhalt gefordert, dem Schiedsrichter mitzuteilen, dass das Bildmaterial für einen Feldverweis spricht“, so Fröhlich in einem Interview mit dem „DFB“. Anders sehe dies bei der gelben Karte für David Abraham aus, die laut Fröhlich korrekt gewesen sei: „Da die Ausholbewegung nicht so extensiv ausgeführt wird, zeigt der Schiedsrichter Abraham die Gelbe Karte.“

Harter Kampf um Rebic: Die Verhandlungen um einen Verbleib von Vize-Weltmeister Ante Rebic samt Vertragsverlängerung waren für die Verantwortlichen kein einfaches Unterfangen: „Die Gespräche mit ihm und seiner Agentur waren sehr fruchtbar, es war allerdings auch ein harter Kampf“, so Fredi Bobic gegenüber dem „Kicker“. In Frankfurt sei man absolut überzeugt davon, dass der Stürmer nochmal einen Schritt nach vorne machen kann und die Leistung aus dem vergagenene Saisonfinale und der WM bestätigen kann. „Dass wir einen solchen Spieler halten können, macht uns stolz.“ Der Spieler selbst erhalte auch eine Aufwertung seines Stellenwerts und das Umfeld bekommt ein Zeichen gesetzt: „Die sehen: Jawohl, wir können auch mal so einen Spieler halten und daraus Kraft ziehen.“

Heimtrikot auf Platz 2: Wie vor jeder Saison hat der Fachbereich Modedesign der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf die schönsten Trikots der Bundesliga gewählt. Dabei wählt die Jury aus der Modestadt das diesjährige Heimtrikot der Eintracht auf den zweiten Platz. Das schwarze Jersey der SGE musste sich dabei nur dem Trikot des VfL Wolfsburg geschlagen geben. „Elegant wie schon so oft in Schwarz läuft Frankfurt auf. Auch hier Längsstreifen, in Dunkelgrau, die sich in ihrer unterbrochenen Optik prima ins Shirt einfügen. Sehr stylish und ohne überflüssige Details. Dieses Trikot hat Potenzial, auch zu anderen Gelegenheit getragen zu werden, ohne gleich als Fußballtrikot enttarnt zu werden“, urteilten die Verantwortlichen auf der Homepage der Mediadesign-Hochschule. Dritter wurde das Trikot des VfB Stuttgart. Letzter der Trikot-Tabelle ist die TSG 1899 Hoffenheim hinter Borussia Mönchengladbach und dem 16. Hertha BSC.

Bobic äußert sich zur Local Player-Regelung: Gefühlt Jahr für Jahr geht vor der Saison die Diskussion los, ob die Eintracht denn überhaupt genügend deutsche Spieler in ihren Reihen habe. Die Lösung all solcher Probleme ist meist A-Junioren Profiverträge zu geben, um so das Reglement zu erfüllen. „Es sollte schon eine Regelung geben, das ist okay“, so Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic im „Kicker“. Gerne hätten die Verantwortlichen auch auf ernsthafte Kaderspieler mit deutschem Hintergrund zurückgegriffen und war auch an Spielern drin, „bei denen es uns wirtschaftlich aber nicht möglich war, sie zu verpflichten. Andere waren wiederum nicht interessant genug.“ Der Eintracht ginge es ohnehin immer um den Menschen: „Nationalität, Religion oder Hautfarbe interessieren uns nicht.“ Dennoch hoffe er, dass die Eintracht in Zukunft wirtschaftlich so wächst, sich vermehrt auch solche Spieler leisten zu können.

Hübner erwartet Investitionen von Topklubs: Die Schere bei den Transfers im Fußball zwischen den englischen und deutschen Topklubs wird immer größer. Die Folge: Die großen Stars des Weltfußballs gehen eher auf die Insel. Geht es nach Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner, muss die Bundesliga aufpassen, dass die Distanz nicht zu groß wird und die großen Unterschiede bald aufgefangen werden. Bei „RTL Nitro“ sagte der 57-Jährige, dass hier vor allem die deutschen Topklubs investieren müssen: „Wir müssen aufpassen, da die Gefahr besteht, dass die ganzen Stars und guten Spieler aus der Bundesliga weggeholt werden. Da sind in erster Linie die starken Vereine gefordert wie Bayern oder Dortmund, dass auch wieder investiert wird!“  Was die Klubs von Englands Oberhaus an Ablösen und Gehältern zahlen, sei „Wahnsinn“, befand der 57-Jährige. „Wir müssen gucken, dass die Qualität in der Bundesliga erhalten bleibt. Ich glaube, da sind sich auch alle Vereine und Verantwortlichen einig, dass sie dagegenhalten müssen“, so Hübner.

Bundesliga hinkt in Europa hinterher: Auch sein Kollege Fredi Bobic äußerte sich im „Kicker“ zur Debatte um die Qualität in der Bundesliga. „Wir müssen Europa wieder ernster nehmen, aber wir müss en auch annehmen, dass wir gerade nicht die Besten sind.“ Die Gründe dafür sieht er auch in der Leistungsdichte der Liga: „Wir haben in der Bundesliga einen brutalen Verdrängungswettbewerb.“ Viele Mannschaften spielen auf einem ähnlichen Niveau: „Du musst immer 100 Prozent geben, das kostet Kraft.“ In anderen Ligen stehe vor dem Spiel eines Tabellendritten gegen einen Tabelleachten das Ergebnis schon vorher fest. Außerdem würden dort Spiele aufgrund von europäischer Spiele verlegt werden: „Das wäre bei uns unmöglich.“ Schönreden möchte er die Situation allerdings auch nicht: „Mit Ausnahme der Bayern war die Performance letztes Jahr nicht gut.“

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6 Kommentare

  1. Ich halte nichts von dem Gejammer über englische Verhältnisse wie auch in einem heute erschienenen Artikel bei SPON zu Hübners Aussagen zu lesen war. Es gibt mehr als reichlich gute Fußballer auf der Welt. Die Engländer können auch nicht alles wegkaufen, das Geld sickert auch durch und hebt den deutschen Gehaltsrahmen. Wir konnten noch nicht davon profitieren, andere Vereine schon. Aber das ist nicht die Schuld der Engländer. Ich werde mich immer mehr für die SGE und die Bundesliga interessieren, weil ich hier lebe und Emotionen mit den Vereinen und Städten verbinde. Mag sein, dass Deutschland spielerisch hinterher hinkt, aber deswegen schau ich trotzdem nicht Fulham gegen Everton, auch wenn da die besten Fußballer der Welt antreten sollten.

  2. @1
    Vollkommene Zustimmung!

    Bei den Trikots hatte ich exakt die gleiche Meinung. Wolfsburg hat wirklich schöne dieses Jahr – uns sehe ich direkt dahinter, auch wenn ich das Rot SEHR vermisse.

  3. Ich denke ebenfalls das man die britischen Verhältnisse sehr genau einordnen muß. Grundsätzlich schmeißen sie mit Geld um sich, allerdings spielt auch da der 7te nicht im Eurocup. Die Max Meyers dieser Welt spielen vielleicht lieber in England beim 14ten, weil ihr Konto stimmt, aber da gibt es auch andere Beispiele. Und es gibt hunderte gute Fußballer, wenn nicht tausende. Die werden sicher nicht alle bei Manchester, Liverpool oder eben auch in Spanien bei Real oder Barca spielen. Manchmal halte ich die Situation von unserem Club garnicht für die schlechteste ! Es gibt reihenweise Vollkatastrophen die für 2stellige Millionenbeträge wechseln, aber nix reißen. Gefragt ist ein gutes Auge und ein perfektes Scouting. Denn Geld rausgeschmissen hat man schnell. Beobachte ich diese Summen, die mittlerweile gezahlt werden wird mir schlecht. Wenn ein Thilo Kehrer für 37 Millionen nach PSG wechselt rollen sich mir die Fußnägel auf. Unfassbar ! Daher muß man den Wunsch zahlreicher Fans hier im Forum durchaus einzuordnen wissen. Man verlangt fertige Spieler, richtige Kracher fürs Mittelfeld und für die Außen… Leaderqualität on Top. Klar, vorallem weil die auch für 3 Mio hier spielen Boateng war ein Glücksfall aber so eine Geschichte wird sich nicht jährlich wiederholen. Aber es bleibt bis zum Schluß der Transferperiode spannend ! Ich laß mich überraschen…

  4. Also 2. Liga ist für uns Frankfurt jetzt auch noch nicht sooo lange her. Und klar war das blöd, aber das geile an Frankfurt ist, dass es da trotzdem eine tolle Fan-Base gab! Und wenn sich der Trend mit den super reichen Top-Clubs fortsetzt und sich nicht selbst verbrennt, dann entsteht oberhalb der Bundesliga vielleicht eine weitere Liga, in der dann die meisten Clubs aus England spielen, dann ein paar top Adressen aus Spanien, Deutschland, Italien etc. In Frankfurt wird dann immer noch Fußball gespielt, immer noch von der SGE! Sollen die anderen doch machen was sie wollen. Klar werden wir uns mit Händen und Füßen an die Bundesliga klammern und auch hoffen, mal europäisch dabei zu sein. Auch wenn weitere Kommerzialisierung an uns vorbeizieht (oder auch nicht??). Aber ich muss dabei doch nicht auf die Insel gucken und jammern, was die so machen. Ist mir Wurscht.

  5. Die Problematik mit England gibt es vielleicht aktuell – auf Dauer sehe ich das aber nicht als zu großes Problem und ich würde dem auch nicht nacheifern. Mag sein, dass die deutlich mehr an TV Geldern bekommen aber das ist doch trotzdem nur ein überschaubarer Anteil am Budget. Wenn ich so einen guten Kader habe, dass Spieler die 5-8Mio. verdienen auf der Tribüne sitzen, dann kann das auf Dauer fast nicht finanzierbar sein. Da diese Spieler alle 4-5 Jahres Verträge haben und rapide an Marktwert verlieren, wenn sie nicht spielen, werden die auch nicht freiwillig zu einem Verein wechseln, der dann nur noch 2-3 Mio. bezahlt. Sie sitzen also 3 Jahre auf der Tribüne und kassieren dafür 20Mio. netto und kosten noch 30Mio. Ablöse. Wie oft man sich solche 50Mio. Missverständnisse leisten kann, ehe man komplett pleite ist…

    Grundsätzlich wäre es doch relativ einfach, wenn man die Kadergröße aller Profi-Vereine auf 35 begrenzen würde. Da sind dann alle Leihen usw. schon dabei. Wenn Engländer und Spanier immer nochmal kurz 20 neue Spieler verpflichten, von denen dann 16 ausgeliehen werden, ist das ja auch nicht Sinn der Sache. Wieso kauft Real Madrid einen Lucas Torro oder Philipp Lienhart (bei Freiburg)…..wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit dass die dort jemals spielen werden. Das sind reine Spekulationsobjekte. Und ob es für gute Spieler so interessant ist, trotzdem zu Real Madrid II oder zum FC Bayern II zu gehen, die dann irgendwo Regionalliga kicken – selbst wenn man dann im Blickfeld der Coaches ist und jedes Jahr Meister wird, ist fraglich.

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