Ex-SGE-Coach bezieht Stellung: Dino Toppmöller hatte erst im Sommer bei RC Lens übernommen. Nach nur sechs Spielen gaben die Franzosen allerdings die Trennung des ehemaligen Eintracht-Trainers bekannt. Nun hat sich Toppmöller erstmals zu seinem Aus beim Ligue-1-Klub geäußert. „Ich bin aus allen Wolken gefallen“, sagte der 45-Jährige im Podcast „Spielmacher“ seiner Berateragentur Sports360. Toppmöller bestätigte, dass ihm die Loyalität zu seinem Assistenztrainer Nelson Morgado den Job gekostet hatte. Der Portugiese soll mit seiner Art bei der Mannschaft nicht gut angekommen sein, weshalb sich der Verein vom ihm trennen wollte. „Wenn ich gesehen hätte, dass da ein extremes Fehlverhalten stattgefunden hätte, dann hätte ich das natürlich nicht tolerieren können. Aber es war einfach nicht so“, stellte sich der gebürtige Saarländer schützend vor Morgado und ergänzte: „Für mich war es keine Überlegung wert, jemanden fallen zu lassen, der nichts Außergewöhnliches gemacht hat. Und von daher ist es mir schon wichtig, dass ich jetzt heute noch in den Spiegel schauen kann, anstatt am Spielfeldrand zu stehen.“ Morgado sei demnach ein Mensch, „der unfassbar viel arbeitet und das auch von seinen Mitstreitern verlangt“, lobte er seinen langjährigen Weggefährten. Toppmöller setzt deshalb Prioritäten: „Wenn ich Werte hätte verletzen müssen, dann nehme ich das in Kauf, dass ich dann in dem Moment keinen Job habe.“ Nach seinem Intermezzo in Lens sieht sich der Sohn von Klaus Toppmöller bereit für eine neue Aufgabe: „Ich brauche jetzt kein Jahr Pause.“ Zuletzt wurde der Fußballlehrer mit Borussia Mönchengladbach als Nachfolger von Eugen Polanski Verbindung gebracht. Mit Alexander Blessin ist die Trainersuche beim Bundesliga-Schlusslicht aber bereits abgeschlossen.
Erfolgreicher Test: Die Eintracht hat ihr einziges Testspiel in der Länderspielpause erfolgreich bestritten. Mit einem klaren 4:0 gewann die SGE gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Die Tore erzielten Otávio (33.), Lino Tempelmann in der 58. Minute (Eigentor), Ansgar Knauff (68.) und Paul Wünsch (79.). Weil zahlreiche Nationalspieler fehlen, gab es in der Startaufstellung viele Veränderungen. Im Tor stand Kaua Santos, zudem standen Timothy Chandler, Lawrence Setordje aus der zweiten Mannschaft und die wieder genesenen Nnamdi Collins sowie Ansgar Knauff in der Startelf. Die Bank bestand bis auf Jens Grahl aus Nachwuchsspielern. Neben Torschütze Wünsch gehörten unter anderem Collin Owusu Etse und Julian Etse zum Aufgebot.
U21 gewinnt ohne Baum und Aseko: Die U21 der deutschen Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel in der laufenden Länderspielpause den zweiten Sieg eingefahren. Am gestrigen Mittwochabend fuhr die Mannschaft von Cheftrainer Antonio Di Salvo einen ungefährdeten 4:1-Auswärtssieg in der Qualifikation zur Europameisterschaft gegen Malta ein. Die beiden Adlerträger Elias Baum und Noel Aseko mischten bei der Partie in Attard jedoch nicht mit. Baum, der gegen Lettland noch 81 Minuten auf dem Platz stand, saß über die volle Spielzeit auf der Bank. Für ihn lief Leandro Morgalla von RB Salzburg auf der Rechtsverteidiger-Position auf. Aseko hingegen stand nicht im Kader. Der 20-Jährige lieferte in der ersten Partie gegen Lettland eine gute Leistung ab, wurde nun aber vom Trainerteam aus Gründen der Belastungssteuerung außen vor gelassen. Der defensive Mittelfeldspieler verpasste den Saisonstart aufgrund von Knieproblemen und kam daher erst in zwei Bundesliga-Spielen für die SGE zum Einsatz. Die nächste Chance auf einen Einsatz haben die beiden Eintracht-Akteure am kommenden Dienstag in Bielefeld. Dann beendet die U21 ihre Länderspielreise gegen Georgien. In der EM-Quali steht die Mannschaft aktuell mit 24 Punkten aus neun Spielen auf dem ersten Platz.
Trikot-Verkäufe boomen: Bei Eintracht Frankfurt laufen die Trikotverkäufe auf Hochtouren. Nach Informationen der „Bild“ wurden in dieser Saison bislang mehr als 65.000 Trikots verkauft und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Daraus ergibt sich laut der Boulevardzeitung ein Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro. Besonders gefragt ist dabei das weiße Auswärtstrikot im Retro-Design, das bereits zum Verkaufsstart für großen Andrang in den Fanshops sorgte. Bei den Beflockungen führt Younes Ebnoutalib das Ranking an. Dahinter folgen Jonathan Burkardt und Weltmeister Mario Götze auf den Plätzen zwei und drei.
Kostic-Botschaft an die Fans: Filip Kostic hatte nach der nächsten Niederlage in der Nations League gegen Deutschland eigentlich keinen Grund zur Freude. Dennoch nahm sich der Routinier die Zeit, um in einem Interview mit „Absolut FußBall“ emotionale Worte an die SGE-Fans zu richten: „Es fühlt sich immer schön an, in Deutschland zu sein. Ich habe mich besonders wohlgefühlt, als ich bei der Eintracht war“, schwärmte der Serbe und wandte sich an die Anhänger: „Was die Fans betrifft, habe ich keine Worte, weil sie unglaublich sind. Sie sind die besten Fans in Deutschland. Ich wünsche ihnen nur das Beste. Ich hoffe, euch bald wieder zu sehen.“
Achtelfinale ausgelost: Die Frauen von Eintracht Frankfurt treffen im Achtelfinale des Europa Cups auf PSV Eindhoven. Das ergab die Auslosung am Freitagmittag in Nyon. Zunächst gastieren die Adlerinnen in den Niederlanden, ehe der Bundesligist das Rückspiel im eigenen Stadion austrägt. Mit Eindhoven machte die SGE gute Erfahrungen. Bereits in der Vorsaison trafen beide Kontrahenten im Achtelfinale aufeinander. Die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis setzte sich mit 2:1 im Hin- und mit 3:1 im Rückspiel souverän durch. Das Hinspiel wird am 28. oder 29. Oktober stattfinden. Das Rückspiel wird am 10. oder 11. November ausgetragen.






7 Kommentare
Kostic war schon geil… im Deutschlandspiel als er auf Links in den Strafraum rein ist und Quer gelegt hat… da kamen Erinnerungen hoch… einfach ein super Typ.
Der vielgescholtene Dino Toppmöller hat Haltung und Rückgrat bewiesen. Respekt!
Schade, dass er für die SGE inzwischen aus dem "Altersraster" heraus ist
Ich glaube DT ist hier nie wegen seine grundsätzlichen Charakters gescholten worden. Man muss es, und dass bezieht sich auf seinen Co, aber auch erstmal schaffen, nach sechs Wochen mit einem durchaus passablen Saisonstart, eine derartige Reaktion des Vereins zu provozieren... bin mal gespannt ob DT die nächste Station mit ihm antritt. Der wird da ja jetzt auch einiges zu klären haben. Bin gespannt wo er auftaucht....
Ich dachte bei „gescholten“ vor allem Titulierungen wie Floppmöller, Trainer-Azubi etc. Das ist bei aller sachlich begründeten Kritik für mich einfach geschmack- und vor allem respektlos. Und mit seiner Loyalität zu seinem Mitarbeiter hat er noch einmal deutlich unterstrichen, dass er Respekt verdient hat.
btw: loyal war er in Frankfurt auch immer.
Absolut richtig, diese "Titulierungen" empfand ich auch sehr respektlos und sowas gehört sich einfach nicht.
Alle schreiben über den tollen Toppmöller, aber niemand warum der Co
gefeuert wurde.
Wenn ich schon lese: "er hat unfassbar viel gearbeitet und das auch von
anderen verlangt...."
Die Jungs in Lens sind doch keine Idioten.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.