Bundestrainer Klopp lobt Burkardt: Wie am gestrigen Freitag bekannt wurde, reiste Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt bereits früher als geplant zur deutschen Nationalmannschaft. Beim heutigen Abschlusstraining vor dem Nations-League-Spiel gegen Griechenland (Sonntag, 20:45 Uhr) war der gebürtige Darmstädter sofort voll dabei. Bundestrainer Jürgen Klopp begründete nun, warum die Wahl auf den Adlerträger fiel, nachdem sich Kai Havertz im Spiel gegen die Niederlande verletzte: „Als Kai Havertz abgereist ist, war sofort klar, dass Jonny Burkardt kommt. Das hatte nichts mit Nick Woltemade zu tun. Aber in der Kürze der Zeit lag Frankfurt eben ums Eck.“ Weiter lobte Klopp den 26-Jährigen: „Ich mag Burkardt sehr. Ich habe in meiner Englandzeit nicht immer Bundesliga schauen können. Aber er war lange in Mainz und unglaublich wichtig. Jetzt ist er bei der Eintracht. Wenn er gesund ist, dann ist er einer der besten Stürmer der Bundesliga.” Neben Havertz war auch Bayern-Star Jamal Musiala vorzeitig verletzt abgereist, für ihn rückte Liverpool-Spieler Florian Wirtz nach. Wirtz wie auch Burkardt waren eigentlich erst für den zweiten Kader, beziehungsweise die Spiele gegen Serbien (1. Oktober) und Griechenland (4. Oktober) eingeplant. Somit wäre in der Theorie sogar ein Frankfurter Doppelsturm – ähnlich wie Adi Hütter bei der Eintracht bevorzugt spielen lässt – aus Burkardt und Younes Ebnoutalib im Nationaldress möglich. Zumindest im ersten Spiel gegen die Griechen. In die Startelf dürfte es Burkardt allerdings wohl erstmal nicht schaffen.
Drei Adler gewinnen, einer verliert gegen Mbappe: Weiter geht die Länderspielpause für die Adlerträger. Die Türkei rund um Can Uzun verlor in der Nations League knapp mit 0:1 gegen Frankreich. Den Unterschied machenden Treffer erzielte Superstar Kylian Mbappe in der 54. Minute. Uzun durfte von Beginn starten, verließ das Feld allerdings in der 75. Minute. Ebenfalls stand Chaibi in der Startelf Algeriens beim 3:1-Sieg über Sambia. Der Mittelfeldspieler war über die kompletten 90 Minuten im Einsatz. Anders lief es für Keita Kosugi und Raphael Onyedika. Beide kamen für ihre Teams nicht zum Einsatz. Die japanische U23 rund um Kosugi siegte im Viertelfinale der Asienspiele gegen die Auswahl Nordkoreas knapp mit 1:0. In der ersten Qualifikationsrunde des Afrika Cups siegte Onyedikas Nigeria gegen Madagaskar mit 2:1. Am heutigen Samstagabend steht dann noch das Spiel der deutschen U21 gegen Lettland (18 Uhr) an. Die beiden Frankfurter Elias Baum und Noel Aseko stehen dabei in der Startelf.
Haag nach Krebserkrankung zurück: Im März diesen Jahres teilte die SGE mit, bei U17-Cheftrainer Sebastian Haag sei eine Darmkrebserkrankung diagnostiziert worden, weshalb der 44-Jährige zur Behandlung der Erkrankung vorerst eine Pause einlegte. Nun die erfreuliche Nachricht: Haag stand in dieser Woche erstmals wieder auf dem Trainingsplatz der Hessen und wird seine Aufgaben im Nachwuchsleistungszentrum wieder übernehmen. In einer Mitteilung der Eintracht bedankte Haag sich für die Unterstützung: „Der Weg seit Februar war nicht einfach, aber es geht mir sehr gut. Ich bin enorm dankbar für die Unterstützung, die ich nicht nur vom NLZ, sondern von der gesamten Eintracht und ihrem Umfeld in dieser Zeit erfahren habe. Das hat mir viel Energie gegeben. Jetzt freue ich mich darüber, wieder auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs sowie den Trainerteams täglich zu arbeiten. Gerade bei uns am Riederwald spürt man ganz klar, dass sich viele Menschen mitfreuen.“ Im Zuge dessen betonte auch Alexander Richter, Leiter des NLZs, wie sehr er sich freut, dass es „Basti wieder so gut geht und er nach rund einem halben Jahr wieder seine Aufgaben als Cheftrainer der U17 übernimmt.“ Durch die Rückkehr des ehemaligen Regionalliga-Spielers gibt es einige Veränderungen bei den Trainerteams des NLZs: Sascha Rausch, der für Haag die U17 übernommen hatte, kehrt in seine Rolle als Cheftrainer der U16 zurück. Kevin Müller, der im vergangenen halben Jahr für die U16 verantwortlich war, wird wieder Co-Trainer bei der U17.
Eintracht unterstützt Münchens Olympia-Bewerbung: Nun steht fest, dass Deutschland mit der Stadt München seinen Hut für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in den Ring werfen wird. Positiv über diese Entscheidung äußerte sich Eintracht-Präsident Mathias Beck am Samstag in einer Pressemitteilung des Vereins: „Die Eintracht hat eine lange olympische Historie und stellt regelmäßig Athletinnen und Athleten für das deutsche Team. Als weltweit größter Mehrspartensportverein mit einer Profifußballmannschaft stehen wir hinter der deutschen Kandidatur mit der Stadt München. Ich bin überzeugt davon, dass ein solches Großereignis in unserem Land und der Gesellschaft den richtigen Impuls und Motivation geben wird. Sport verbindet und ist gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt. Wir stehen bereit, unseren Beitrag für eine erfolgreiche Bewerbung zu leisten.“







8 Kommentare
Das freut mich für Burkhardt und ich finde diese wertschätzende Art echt gut. Das Klopp jetzt so flexibel ihn früher holt finde ich auch super. Irgendwie schon lustig, wenn man sich immer die vielen Diskussionen und Gespräche vor Augen hält, in denen es darum geht, dass die Spieler erst ankommen müssen, dass die Mannschaft sich erst einspielen und finden muss und jetzt kommt der Klopp, hat kaum Zeit mit der Mannschaft und macht es einfach! Man wird sehen wo es hinführt, aber für den Moment scheint es allen gut zu tun.
Warum München anstatt Köln unterstützen? Die Bayern sind reich genug, warum denen noch mehr geben? Sowas würde in der Weltöffentlichkeit wie in USA oder Asien nur den Eindruck verstärken, dass Deutschland nur aus Bayern besteht. Die kommen dann nach Köln, Frankfurt oder Hamburg, um da nur Weißwürste und Haxn im Biergarten zu essen. Sowas muss man doch nicht noch fördern.
Gude,
Frage: Was heißt Mehrspartensportverein, was ist das genau? Sind wir wirklich der größte von passiven und aktiven Mitgliedern? Oder wird da nochmal getrennt? Hat die TG Bornheim nicht noch mehr Sparten? Dann müssten die eigentlich mehr aktive Mitglieder haben. Oder die Bauern aus München? Oder Real Madrid oder Mailand? Oder....ist das nur durch die Vereins-Brille betrachtet....
Forza SGE
@3 Mehrspartensportverein ist ein Verein, der viele Sportarten anbietet. Jede Sportart nennt man Sparte. Wir sind nicht der Mitgliedsstärkste Verein der Welt, aber mit über 50 Sportarten [mit Profi-Fußballanbindung] der größte Club der Welt. Ca. 14000 Sportlern aktiv, das finde ich eine unfassbare Zahl. 160000 Vereinsmitglieder finde ich insgesamt auch stark. Die Tendenz ist ja auch hier steigend.
Ich stimme @4 bei allem zu. Und die Zahlen sind auch tatsächlich beeindruckend.
So beeindruckend, dass die SGE sie irgendwie zu was machen wollten.
Also fand der Verein heraus, dass er zwar nicht der größte Sportverein der Welt ist und auch nicht von der Anzahl der Mitglieder irgendwelche Rekorde bricht (Vgl Benfica Lissabon 440.000 Mitglieder). Aber man fand die Lücke:
'größter Mehrspartensportverein mit einer (aktiven) Profifußballmannschaft'
Ein 'Mehrspartensportverein', aha. Das Wort gibt es so in dieser Definition inden meisten anderen Sprachen gar nicht. Das Wort 'Multi-sports club' lässt mehr Spielraum.
Und sucht man nach dem größten 'multi-sports club worldwide', dann findet man den FC Barcelona vor..auch Bayern, Benfica, Olympiakos and Sporting werden genannt. Warum es hier 'Mehrspartensportverein' heißt, kann man sich auf wikipedia durchlesen.
Ich gehe schwer davon aus, dass bei der SGE irgendeiner auf die Idee kam, weil der Schwimmclub Wiesbaden 1911 e. V. drei Jahre vorher (2021) den Engagement-Preis 2021 erhielt. Der SC Wiesbaden bezeichnet sich als 'Mehrspartenverein'. Da gibts eine Sportart (Schwimmen) und dann innerhalb dieser Sportart mehrere Sparten wie Rücken, Brust, etc
Und dann wurde daraus etwas gemacht (https://klub.eintracht.de/news/eintracht-liegt-weltweit-auf-rang-eins-156617) und das überall gepostet.
Ein Unternehmen wurde beauftragt, diesen erwünschten Titel zu bestätigen. Um das Unternehmen seriöser darstellen zu lassen, hat man das Wort 'renommiertes Marktforschungsinstituts' im Artikel hinzugefügt.
Am Ende bedeutet IRIS jedoch nicht 'renommiertes Marktforschungsinstitut' oder ähnliches. Sondern Intelligent Research for sports Sponsorship Opportunities o.s.ä.
Mal ganz davon abgesehen, dass das Unternehmen 2014 in Deutschland gegründet wurde..man kennt und schätzt sich und tut sich gegenseitig nen Gefallen. Ihre Homepage gibts in den Sprachen englisch und arabisch, nicht deutsch.
Und so muss man das Ganze sehen.
Es ging darum, wie man den Verein mit der Zugabe von Nix größer macht, als er ist...um noch interessanter für Sponsoren zu klingen.
Beck nutzt das auch und bei solchen Gelegenheiten wie Olympia holt er dieses Wording aus der Schublade raus. Denn so kann man sich bzw den Verein gut verkaufen.
Solche Geschichten kann man mögen oder nicht. Am Ende isses wie ein Doktortitel oder Ähnliches. Ein kleiner Zusatz am Namen, der belegen soll, das man was drauf hat. Wenn es sich anbietet, dann nutzt man diesen Titel. Und wie man am End genau dazu kam, juckt eigentlich keinen so wirklich. Von daher schreib ich das jetzt einmal...und gut isses.
Was ich spannend finde: wie man Werte aus dem Nichts kreiert, ohne einen Finger zu bewegen. Vielleicht platzen diese Blasen irgendwann..doch bis dahin nutzten wir sie zu unserem Vorteil. Beim Geldsystem isses ja ähnlich: am End resultiert der Wert aus dem 'Glauben an den Wert'.
Ein Euro wurde wie bspw ein Burundi-Franc aus dem Nichts erschaffen. Nur glauben mehr Leute und Institutionen an die Gemeinschaftswährung aus Europa als an die kleine Währung Burundis..aus welchen Gründen auch immer. Zumindest drücken gewisse Institutionen (u.U. aus Eigeninteresse) ihren Glauben aus. Ob sie wirklich daran glauben, steht wieder auf nem anderen Blatt.
Sprich: solange alle Sponsoren und Fans und alle, die 'das Produkt SGE nutzen' daran glauben, dass die SGE der größte Verein der Welt (oder was auch immer: Mehrspartensportverein kann sich doch eh kein Mensch merken) ist..dann ist das in dieser Blase auch so. Und dann isses auch egal, ob es Mehrsparte oder was auch immer heißt.
Und wenn nun einer kommt, und uns das nicht glaubt..dann haben wir IRIS, die uns das schriftlich bestätigen. Solange alle daran glauben, dass die ein 'renommiertes Marktforschungsinstitut' sind, ist dieses Schriftstück auch was wert :)
"Also fand der Verein heraus, dass er zwar nicht der größte Sportverein der Welt ist und auch nicht von der Anzahl der Mitglieder irgendwelche Rekorde bricht (Vgl Benfica Lissabon 440.000 Mitglieder). Aber man fand die Lücke:
'größter Mehrspartensportverein mit einer (aktiven) Profifußballmannschaft'"
Wieso die Eintracht diesen Begriff verwendet weiß ich nicht, aber soweit ich weiß ist die Eintracht auch einfach der Verein mit den meisten aktiven Sportlern weltweit.
Kein anderer Verein hat 14000+ aktive Sportler. Und das ist durchaus ein sehr entscheidender Punkt, weil damit der Wert des Vereins für Stadt und Region im gesellschaftlichen, nicht nur wirtschaftlichen Bereich deutlich wird.
[…] SGE kompakt: Klopp sieht in Burkardt „einen der besten Stürmer der Bundesliga“ – sge4ever… […]
Ich auch.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.