"Eingewöhnungshelfer" David Abraham (rechts) freut sich über die starken Leistungen von Marco Fabián.
„Eingewöhnungshelfer“ David Abraham (rechts) freut sich über die starken Leistungen von Marco Fabián (rechts).

Abraham von Fabián beeindruckt: Eintracht-Abwehrchef David Abraham zeigt sich gegenüber der „Bild“ erfreut über die Entwicklung von Mittelfeldregisseur Marco Fabián: „Er hat es mehr als verdient.“ Besonders positiv sieht Abraham die Einstellung von Fabián: Der Mexikaner habe sich nach seiner Ankunft in Frankfurt von Anfang an immer positiv und mit einem Lächeln auf den Lippen gezeigt, auch wenn es nicht so gut lief. Die aktuell starken Auftritte des „Zehner“ würden ihn unheimlich freuen und auch etwas stolz machen, so Abraham. Der Argentinier hatte sich vom ersten Tag an um Fabián gekümmert, da der Mexikaner kein Deutsch verstand. Dies habe der Mittelfeldspieler aber schnell geändert: „Er hat schnell Deutsch gelernt, war immer fleißig und hat seine Lebensfreude in die Kabine getragen.“ Fabián zeigte in den letzten Spielen starke Leistungen, erzielte zwei Tore und bereitete zwei weitere vor. Abraham lobte aber nicht nur den Mexikaner Fabián, sondern auch Eintracht-Coach Niko Kovac und dessen akribische Arbeitsweise: „Wie der Trainer uns auf jedes Spiel taktisch einstellt, das ist klasse. Ich lerne in jedem Training dazu. Vor allem die hohe Intensität ist beeindruckend.“

Patrick Ochs litt unter Fan-Anfeindungen: Auf einer Veranstaltung zum Thema „Die Macht des Sports – Mobbing im Fußball“ im Eintracht-Museum hat sich der ehemalige Eintracht-Spieler Patrick Ochs am gestrigen Donnerstagabend zu Fan-Anfeindungen gegen seine Person geäußert. Hierbei ging es vor allem um seinen Wechsel von der SGE zum VfL Wolfsburg. „Plötzlich war ich bei allen unten durch und wurde angefeindet. Was die Leute da teilweise losgelassen haben, war nur sehr schwer zu ertragen“, so der heutige Spieler des FSV Frankfurt. Dabei hatte Ochs erst kurz zuvor ein Angebot des FC Schalke 04 abgelehnt. Er gab jedoch zu, dass er enttäuscht gewesen sei, da die Eintracht aufgrund der hohen gebotenen Ablösesumme gesprächsbereit gewesen sein. Nachdem der VfL Wolfsburg ein Angebot abgegeben hatte, nutzte Ochs seine Ausstiegsklausel und  informierte den Verein darüber. Im Anschluss wollte der gelernte Rechtsverteidiger seinen Fokus wieder auf die beiden verbliebenen Spiele gegen den 1. FC Köln und Borussia Dortmund lenken: „Ich wollte auf keinen Fall als Absteiger gehen.“ Der Wechsel sei durch eine Panne an die Öffentlichkeit gelangt und er selbst wurde zur Zielscheibe. Hier wurde er vor allem im Internet beleidigt: „Auf der Straße traut sich das keiner, aber im Internet lässt jeder seinen Frust ab.“ Der Defensivmann gab an, dass dies alles ihm sehr nahe gegangen sei: „Als junger Mensch beschäftigt einen das sehr. Ich habe mir damals viele Gedanken gemacht. Der Druck war einfach unmenschlich.“ Trotz allem gab Ochs an, dass die Eintracht immer noch in seinem Herzen sei. Mit den Fans aber habe er noch immer keine Versöhnung gefunden. Nachdem er bei seinem letzten Spiel in Frankfurt erneut ausgepfiffen wurde, sei er etwas verzweifelt gewesen: „Ich habe immer 100 Prozent gegeben, bin hier groß geworden, habe lange hier gespielt und werde nach so langer Zeit trotzdem noch beschimpft. Da denkt man sich dann schon: Was ist los mit diesen Leuten – warum ich?“

Ancelotti erwartet schweres Spiel: Der Trainer des kommenden Eintracht-Gegners FC Bayern München, Carlo Ancelotti, erwartet morgen im Waldstadion ein schweres Spiel für den Rekordmeister. „Frankfurt hat zuhause sehr gut gespielt. Sie sind ein gutes Team, das zuhause stark ist. Wir werden unser Bestes geben müssen“, sagte der Italiener auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Der 57-Jährige gab zu, dass ihm die Intensität während der letzten beiden Bayern-Spiele etwas zu wenig war. Ein besonderes Lob, gepaart mit Einsatzchancen, gab es dagegen für Bayern-Youngster Julian Green: „Green ist ein guter Spieler, er arbeitet jeden Tag konzentriert. Ich glaube, in den nächsten Spielen hat er die Chance, zu spielen.“

Bayern ohne Ribery gegen die SGE: Der FC Bayern hat seine heutige Reise nach Frankfurt ohne Flügelstürmer Franck Ribery angetreten. Der Franzose ist mit muskulären Problemen angeschlagen, ließ sich lediglich behandeln, verließ das Trainingsgelände bereits kurz vor Abfahrt des Busses und hatte auch das Abschlusstraining nicht absolviert. Dies berichtet die „Bild“. Ribery hatte in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt, als er versucht hatte seine Tätlichkeiten der Vergangenheit mit Provokationen der Gegner zu erklären.

Bayern-Fans zeigen Solidarität: Die Fanvereinigung „Südkurve München“ will während des morgigen Spiels in Frankfurt Solidarität mit den ausgesperrten Fans der Eintracht zeigen. Daher gab die Vereinigung bekannt, dass die Anhänger die ersten 65 Minuten schweigen und keinen organisierten Support auf die Beine stellen werden. „Es ist absurd, tausende Fans aufgrund der Handlungen von ein paar Personen auszuschließen und es ist genauso absurd, zu glauben, dass sich dadurch irgendwas verbessert“, schrieb die Vereinigung im „Südkurvenbladdl“. Zur Entscheidungsfindung habe die Vereinigung auch den Austausch mit anderen Fanclubs und Fangruppierungen gesucht: „Von vielen verschiedenen Vorstellungen sind wir am Ende zu dem Kompromiss gekommen, die ersten 65 Minuten des Spiels zu schweigen. Einerseits, um nicht dem bösen Spiel die Kulisse zu bieten und aus Respekt vor den vielen ausgesperrten Frankfurter Fans, andererseits auch, weil es diesmal die Frankfurter trifft, wir aber alle – als Fans in unserer Gesamtheit – gemeint sind.“

Funkel wurde fast Nationaltrainer: Laut einem Bericht des Magazins „11Freunde“ stand Ex-Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel kurz vor einem Engagement als Co-Nationaltrainer des DFB. Der heutige Coach von Fortuna Düsseldorf sollte laut dem Bericht im Jahr 2000 Assistent von Rudi Völler werden, sagte aber ab: „Er hat mich gefragt, ich habe aber abgesagt, weil es nur ein Dreivierteljahr sein sollte.“ Nachdem Völler aufgrund der Kokainaffäre von Christoph Daum doch länger Teamchef blieb, bereute Funkel nach eigenen Angaben diese Entscheidung: „Hätte ich das gewusst, hätte ich es sehr gerne gemacht.“

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