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Das ratlose Gesicht von Skhiri spricht Bände: Die SGE kassiert den nächsten Rückschlag. Foto: Imago / Jan Huebner

Schmitt-Heimdebüt missglückt: Eintracht Frankfurt unterliegt Hoffenheim mit 1:3

„Wir wollen aktiv sein und das Heft des Handelns in die Hand nehmen“, versprach Dennis Schmitt im Vorfeld seines Heimdebüts als Interimscheftrainer gegen die TSG Hoffenheim. Die Frankfurter Eintracht empfing am 19. Spieltag der Bundesliga formstarke Kraichgauer, die mit Siegen gegen Gladbach und Leverkusen perfekt ins neue Kalenderjahr gestartet sind und zu Recht auf Platz drei rangieren. Ganz anders sieht die Situation auf hessischer Seite aus. Die SGE befindet sich nach der Entlassung von Dino Toppmöller und der Last-Minute-Schlappe bei Qarabag Agdam weiter tief in der Krise. Nur ein Dreier gegen den Tabellendritten half der Mannschaft von Dennis Schmitt weiter, ein Punkt wäre angesichts der letzten Spiele und der Tabellensituation zu wenig gewesen. Es war also vor Beginn ordentlich Druck auf dem Frankfurter Kessel. Dementsprechend wollte Interimscoach Schmitt ein Zeichen setzen und setzte zunächst Routinier und Stammspieler Arthur Theate auf die Bank. Dafür rückte Aurèle Amenda in die Startelf. Doch die Veränderungen trugen keine Früchte. Die Eintracht verlor trotz guter ersten Hälfte mit 1:3 gegen die TSG aus Hoffenheim und tretet mit 27 Punkten auf Platz sieben weiter auf der Stelle.

Kalimuendo mit seinem zweiten Tor: SGE geht in Führung

Kaum pfiff Sven Jablonski pünktlich die Partie an, setzte die TSG Hoffenheim nach zehn Sekunden bereits die erste Duftmarke. Alexander Prass versuchte es aus der Distanz, Kaua Santos hatte beim Fangen des Balls keine Mühe (1.). Auf der Gegenseite meldete sich die Eintracht erstmals vor dem Kasten der Kraichgauer. Vorausgegangen war ein Fehlpass von Wouter Burger, den Kalimuendo antizipierte. Im Doppelpass mit Ritsu Doan wurde der Franzose auf die Reise geschickt, dessen Schuss aus spitzem Winkel rechts an der Grundlinie des Strafraums Oliver Baumann parierte (5.). Schon in den ersten zehn Minuten wirkte das Spiel sehr lebhaft, ein klassisches Topspiel zwischen zwei Teams mit hohen Ambitionen. In der 18. Minute belohnten sich die Hausherren für eine ordentliche Anfangsphase. Kalimuendo, der zuvor noch eine gute Möglichkeit liegen ließ, wurde von Can Uzun per Heber bedient. Im Strafraum setzte sich der Torjäger gut durch und platzierte die Kugel wuchtig an Baumann vorbei ins lange Eck. Damit erzielte der Franzose sein erstes Tor vor heimischem Publikum, nachdem er bereits in Bremen genetzt hatte. Die Hoffenheimer waren um eine schnelle Antwort bemüht. Burger schlug einen Eckball von rechts vielversprechend in den Strafraum, wo Ozan Kobak am höchsten stieg und den Ball an den Pfosten köpfte (21.). Glück für die Adler, die sich ansonsten bisher richtig gut präsentierten und das umsetzten, was Schmitt verlangt hatte.

Nach einer knappen halben Stunde wurde es wieder kurz brenzlig. Einen Freistoß aus ca. 25 Metern setzte Andrej Kramaric links am Kasten von Santos vorbei (29.). Plötzlich gab es einen kurzen Schockmoment. In einem Kopfballduell mit Bernardo traf der Hoffenheimer Eintracht-Leader Rasmus Kristensen mit dem Arm an der gebrochenen Nase (35.). Der Däne blutete und musste zunächst von der medizinischen Abteilung behandelt werden. Kristensen konnte danach weiterspielen und war drei Zeigerumdrehungen später gefragt. Hoffenheim kam über rechts in persona Fisnik Asllani zu ihrer bis dato besten Gelegenheit. Der Kosovare ließ Kristensen ins Leere grätschen und schloss aus rund zwölf Metern ab. Kaua Santos machte sich lang und lenkte die Murmel ins Aus (39.). Der Brasilianer musste in der ersten Minute der Nachspielzeit erneut zupacken. Eine Burger-Flanke von rechts fand erneut Asllani, der den Ball allerdings zu zentral in Santos‘ Arme köpfte. Das war die letzte nennenswerte Aktion der ersten Hälfte. Mit einem nicht unverdienten 1:0 für die SGE ging es für beide Kontrahenten zum Pausentee.

Santos-Patzer leitet starke Hoffenheimer Phase ein

Unverändert ging es für beide Mannschaften zurück aufs Spielfeld für die zweiten 45 Minuten. Das Bild blieb auch nach dem Seitenwechsel zunächst unverändert. Die Hessen kombinierten sich gut durch die Mitte. Pass von Fares Chaibi auf Brown, der leitete auf Kalimuendo weiter. Von links zog er nach innen und blieb mit seinem Schuss an Albian Hajdari hängen (51.). In der 52. Minuten hatte Santos aber zum ersten Mal das Nachsehen. Der Frankfurter Schlussmann verschätzte sich bei einer Burger-Flanke von links neben dem Strafraum, sodass Max Moerstedt der Nutznießer war und das Leder ins Tor einnickte. Der nicht unverdiente Ausgleich, da das Team von Christian Ilzer zum Ende der ersten Halbzeit stärker wurde. Nach einer knappen Stunde schlug der Tabellendritte erneut zu und drehte die Partie. Ähnlich wie beim Ausgleich segelte eine Flanke, diesmal von rechts, gefährlich in die Frankfurter Box. Der freistehende Kabak sprang zum Kopfball und bugsierte den Ball über Santos ins lange Eck. 1:2 für Hoffenheim. Die SGE kassierte damit die Gegentreffer 40 und 41. Erneut verspielten die Adler eine Führung, erneut fielen zu viele Gegentore.

Das Führungstor beflügelte die Gäste aus Hoffenheim, die in der 65. Minute auf 1:3 erhöhten. Eine eigentlich von rechts rein gesegelte Flanke von Coufal fälschte Aurèle Amenda unglücklich und unhaltbar ab. Sinnbildlich, damit kassierten die Hausherren zum fünften Mal in Serie drei Gegentore und inzwischen Gegentor Nummer 42. Der Schock und die Verzweiflung waren den Hessen sichtlich anzumerken, die drei Tore schienen der Eintracht den Stecker gezogen zu haben. Dennis Schmitt versuchte, von außen Impulse zu setzen und brachte in der 72. Minute Ayoube Amaimouni-Echghouyab für Nnamdi Collins sowie Jean-Mattéo Bahoya für den Torschützen Arnaud Kalimuendo neu ins Spiel. Zuvor betraten in der 61. Minute Ansgar Knauff für Can Uzun und Hugo Larsson für Chaibi das Feld. Doch die Wechsel blieben wirkungslos. Der Eintracht gelang nichts mehr, das Spiel plätscherte vor sich hin. Hoffenheim verwaltete gut, der SGE fiel kaum mehr was ein. Nach einer zähen zweiten Halbzeit stand eine erneute bittere Pleite gegen ein starkes Hoffenheim zu Buche. Damit warten die Frankfurter weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis im neuen Jahr.

Tor: K. Santos40
∅ 4,5
Abwehr: N. Brown21
∅ 4,0
Abwehr: A. Amenda5
∅ 4,5
Abwehr: N. Collins34
∅ 5,0
Mittelfeld: F. Chaibi8
∅ 5,0
Mittelfeld: E. Skhiri15
∅ 5,0
Mittelfeld: R. Doan20
∅ 5,0
Mittelfeld: R. Kristensen13
∅ 4,0
Sturm: A. Kalimuendo25
∅ 3,0
Sturm: C. Uzun42
∅ 4,0
BANK
: M. Zetterer23
: A. Theate3
: O. Hojlund6
: A. Knauff7
∅ 4,5
: H. Larsson16
∅ 4,5
: J. Bahoya19
: K. Kosugi26
: M. Götze27
: A. Amaimouni-Echghouyab29
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63 Kommentare

Fallback Avatar 51. Bernemer 24. Januar 26, 18:53 Uhr

Wenn das Plakat Danke Dino nicht zynisch gemeint war der Höhepunkt des Tages.

Ich wiederhole mich gerne.Angefangen hat diese Misere mit dem Sinnfreien TW Wechsel.
Deswegen aber sofort Grahl ins Tor stellen.

Der Rest ist einfach nicht Fit.Weder körperlich noch mental.Auch hier wurden gravierende Fehler gemacht.Diese Mannschaft kann und konnte keine 90+..

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Fallback Avatar 52. ruffkick 24. Januar 26, 19:00 Uhr

Ich versuch jetzt mal ein bisschen Hoffnung zu schüren...vergesst bitte nicht, dass wir noch einen Führungsspieler mit Johnny haben, der dazu noch Tore macht. Und Younes kann auch Tore machen. Kalimuendo sowieso!
Mit diesen Jungs werden wir nicht absteigen!

1
Fallback Avatar 53. Weltenlenker 24. Januar 26, 19:00 Uhr

Im Stadion sieht es noch katastrophaler aus, als auf der Couch. Ein führungsloser Haufen ohne Bindung der Mannschaftsteile. Kein Trainer der Welt kann in dieser Saison noch Abhilfe schaffen. Umschwung mit Burkhardt und einem neuen Strategen? Eher nicht. Perspektive? Das Konstrukt Geld zeigt nun seine Schwäche. Brown und Uzun müssen verkauft werden ohne das man pokern kann. Kalimuendo wird ohne Europa nicht bleiben wollen. Im Sommer eine riesige Baustelle und das mit einer WM die alles zum erliegen bringt. Hoffe nicht, dass nach 7 fetten Jahren. 7.... folgen.

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Fallback Avatar 54. Weltenlenker 24. Januar 26, 19:06 Uhr Zitat - Bernemer Wenn das Plakat Danke Dino nicht zynisch gemeint war der Höhepunkt des Tages. Ich wiederhole mich gerne.Angefangen hat diese Misere mit dem Sinnfreien TW Wechsel. Deswegen aber sofort Grahl ins Tor stellen. Der Rest ist einfach nicht Fit.Weder körperlich noch mental.Auch hier wurden gravierende Fehler gemacht.Diese Mannschaft kann und konnte keine 90+.. Path

Nach seinem weltklasse Spiel vor Monaten habe ich schon gesagt, er reagiert nicht er spekuliert. Santos ist kein toller Torwart! Seine Abschläge völlig sinnfrei. Steht im Tor ohne Körperspannung, als wenn er auf die nächste Surfwelle wartet.

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Fallback Avatar 55. ruffkick 24. Januar 26, 19:14 Uhr Zitat - Weltenlenker Nach seinem weltklasse Spiel vor Monaten habe ich schon gesagt, er reagiert nicht er spekuliert. Santos ist kein toller Torwart! Seine Abschläge völlig sinnfrei. Steht im Tor ohne Körperspannung, als wenn er auf die nächste Surfwelle wartet. Path
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Fallback Avatar 56. yoda 24. Januar 26, 19:40 Uhr Zitat - la bestia blanca Wir befinden uns sportlich in einer sehr gefährlichen Situation, denn die Mannschaft ist sichtlich extrem verunsichert, und ist in der Verfassung selbst gegen untere Gegner Außenseiter. Aber eines will ich Richtung der sogenannten Fans im Stadion loswerden. Diejenigen, die zur 70sten Minuten abwinkend das Stadion in Scharen verlassen haben, bleibt weg! Und kommt nie wieder! Wenn es läuft, drängen die sich in die ersten Reihen und wenn die Mannschaft ihre Unterstützung braucht, verpissen die sich! Ernsthaft! Erfolgsfans, bleibt weg und kommt nie wieder! Die Mannschaft braucht jetzt jede Unterstützung, aber bitte nicht von euch! Path

Dem stimme ich zu.
Nach dem 1:1 hat die Mannschaft ohne Fans gespielt, einfach traurig!

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Fallback Avatar 57. yoda 24. Januar 26, 19:49 Uhr Zitat - ruffkick Ich versuch jetzt mal ein bisschen Hoffnung zu schüren...vergesst bitte nicht, dass wir noch einen Führungsspieler mit Johnny haben, der dazu noch Tore macht. Und Younes kann auch Tore machen. Kalimuendo sowieso! Mit diesen Jungs werden wir nicht absteigen! Path

Eines der besten Kommentare hier.
Ja, der Karren steckt im Drexk , aber das war schon öfter so und man hat es immer und immer wieder geschafft ihn da raus zu ziehen.
Wir sind noch auf Platz 7, der wird für Europa reichen, also weiter daran glauben und auf die nächsten Spiele vorbereiten.
Die Saison steht erst auf der Hälfte, da kann noch viel passieren, auch gutes!
Also immer weiter machen!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 58. derbue 24. Januar 26, 19:49 Uhr

Nach dem 1:1 hab ich wirklich kein Spiel mehr gesehen und die Kurve war auch wirklich erst ab dem 3. Gegentor tot. Die Mannschaft hat das Stadion heute komplett verloren. Erste Hz war noch, im Vergleich zu den letzen Wochen, okay. Bin tatsächlich auch, ausnahmsweise, zur 85. aus dem Stadion. Hab halt einige Kilometer jedesmal abzuklappern und bin trotzdem fast jedes Spiel im Stadion. Ist für meinen Sohn und mich jedesmal ein Tagesausflug. Ich glaube nicht das man alle Fans über einen Kamm scheren sollte. Man darf auch frustriert sein und es zeigen. Erfolgsfan seit 96 😉

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Avatar 59. fatzke 24. Januar 26, 20:01 Uhr Zitat - freund50 Wechsel noch schlechter und sinnfreier als bei Toppmöller. Aber hey hier flippen die User regelmäßig nach den Pressekonferenzen aus.... Path

Und Ironie ist ein Landstrich in Südfrankreich.

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Fallback Avatar 60. rider66 24. Januar 26, 21:29 Uhr

Ich bleib dabei….. wir haben unsere Seele und Eintracht-DNA verkauft…. Nur noch Preisschild umhängen, verkaufen , verkaufen, verkaufen. Ich bin Oldschool. Dann lieber wieder die alte Diva mit allen Ecken und Kanten.

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Fallback Avatar 61. Adlertussi 24. Januar 26, 22:35 Uhr Zitat - sgef Vielen Dank an Toppmöller für den großen Scherbenhaufen, den er hier hinterlassen hat! Path

Den Scherbenhaufen hat nicht (nur) DT zu verantworten, sondern vor allem durch das Transfer Verhalten von Krösche. Erst mal gefeiert, jetzt hat er vergessen oder hält es nicht für nötig Spielmacher und Defensivspieler zu verpflichten.

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Fallback Avatar 62. 65934 24. Januar 26, 22:38 Uhr

Leute, entspannt euch doch mal.

Es gibt beschissene Zeiten und es gibt gute Zeiten. Aktuell tendenziell eher ne schlechtere Zeit, aber aus einer sehr guten kommend. Dieses alles schlecht und mies machen hier ist nicht förderlich.

Aber gut, dass ein paar wenige diese Saison kein Spiel mehr schauen wollen. Natürliche Selektion. Generell wird uns ein Jahr ohne Europa mal gut tun. Wir haben dieses Jahr Champions League gespielt und die Stimmung war teilweise wie in der Kreisliga. Die Saison ordentlich zu Ende spielen, danach schonungslos aufarbeiten.

Passt schon alles, mit neuem Trainer gehts wieder aufwärts, auch wenn es dauert

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Avatar 63. super-adler 24. Januar 26, 22:55 Uhr Zitat - pfalzadler11 Was ist mit Dir los? Das Ende naht, die Welt geht unter....hey hey..... Path

ich beschreibe nur die Realität.

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