Zum Abschluss noch einmal Spieler des Spiels? Frederik Rönnow war mit der Note 2 bester Adlerträger (Bild: imago images / Poolfoto)

Eintracht Frankfurt bleibt erneut ungeschlagen. Mit dem 1:1 gegen den FC Köln verspielte man zwar, auch aufgrund anderer Ergebnise, die erneute Teilnahme am europäischen Geschäft im nächsten Jahr, doch das Ergebnis sorgte für Wohlwollen. Mit 42 Punkten steht man vor dem letzten Bundesliga-Spieltag weiterhin auf dem einstelligen Tabellenplatz 9. Mit einem Sieg gegen Paderborn würde man diesen Platz zum Ende behaupten.

Als eine nette Geste stellt Adi Hütter gegen Köln Frederik Rönnow in den Kasten. Stammtorwart Kevin Trapp musste mit einem Bankplatz Vorlieb nehmen. Verzichten musste er auf Daichi Kamada, der wegen einer Gelbsperre fehlte. Außerdem rotierte er David Abraham, Danny da Costa, Makoto Hasebe und Dominik Kohr raus. Timothy Chandler, Bas Dost, Martin Hinteregger, Lucas Torro und Djibril Sow begannen.

An der Leser-Bewertung gemessen betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen 1. FC Köln der 14 zensierten Spieler den Wert 2,93. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind absteigend zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie erhielt jeweils das beste Gesamt-Ergebnis, der letzte Spieler das schlechteste Gesamt-Ergebnis. Die Einzelnoten der über 210 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Frederik Rönnow: In seinem möglicherweise letzten Auftritt für die Adler schnappte sich Frederik Rönnow noch einmal die Auszeichnung Spieler des Spiels. Der Schlussmann machte einen souveränen und selbstbewussten Eindruck. Er war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde und beim Elfmeter machtlos. Als Nummer 2 vermutlich auf Dauer zu stark.

Danny da Costa: Warum Danny da Costa abermals auf die Bank musste, bleibt ein Rätsel. Nach seiner Hereinnahme war er ein Aktivposten, leitete den Ausgleich mit ein und war ständig anspielbar.

Jonathan de Guzman: Jonathan de Guzman kann man immer bringen. Er ist wach und direkt im Spiel. Dafür wird er gebracht.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka ist momentan auf einem Formhoch. Er spielte klug und abgeklärt. So darf es weitergehen.

Bas Dost: Bas Dost traf für die Hessen. Machte grundsätzlich einen sehr soliden Eindruck. Pech beim fragwürdigen Handspiel.

Dominik Kohr: Dominik Kohr ist der Gewinner der „Nach-Corona-Zeit“. Hoffentlich kann er diese Form auch in der kommenden Saison zeigen.

André Silva: André Silva schwächelte häufiger, wenngleich ihm zuweilen ordentliche Spielzüge gelangen.

Martin Hinteregger: Beinahe wäre ihm wieder ein Tor gelungen, doch sein Treffer wurde abgepfiffen. Ein gewohnter Martin Hinteregger war gegen Köln zu sehen.

Lucas Torro: Lucas Torro ist komplett die Bindung zum Spiel abhanden gekommen. Er wirkte wie ein Fremdkörper. Insgesamt auch zu langsam.

Filip Kostic: Zum Ende hin geht Filip Kostic die Luft aus. Erneut ein schwieriger Auftritt. Scheinbar haben sich die Gegner mittlerweile auch sehr gut auf ihn eingestellt.

Timothy Chandler: Timothy Chandler hatte schon stabilere Auftritte. Da kam viel zu wenig über die Außen.

Stefan Ilsanker: Kämpferherz Stefan Ilsanker muss dringend an seinen Pässen arbeiten. Er produziert zu viele Fehler, die gefährlich werden.

Djibril Sow: Vorlage zum 1:1. Djibril sow wartet dennoch auf seinen Durchbruch. Zu oft im Leerlauf.

Sebastian Rode: Sebastian Rode erwischte einen Hundstag. Blödes Foul, das zum Elfmeter führte. Gedanklich nie bei der Sache. Abhaken und nächstes Mal weitermachen.

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12 Kommentare

  1. Note 3,0
    Lucas Torro: Lucas Torro ist komplett die Bindung zum Spiel abhanden gekommen. Er wirkte wie ein Fremdkörper. Insgesamt auch zu langsam.
    Der Kommentar klingt eher nach einer 5,0 😉
    Ich muss aber auch sagen, daß Sebastian Rode bis zu seinem Fehler eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht hat.
    Rönnow 2,0 – er hat in der ersten Hälfte den Fallrückzieher von Uth (auf den Mann gezielt) gehalten. In der zweiten Hälfte fand ich toll, wie er im 1 gegen 1 den Ball hielt (fließt aber wegen Abseitsstellung nicht in die Bewertung) ansonsten war da glaube ich, nur noch ein Ball, den er halten musste. Ansonsten hat er zumeist souverän hinten mitgespielt und viele seiner langen Pässe kamen bei unseren Spielern an. Dafür eine 2,0 ist eher emotional gegeben. Sei’s ihm aber gegönnt. Am Gegentreffer konnte er nichts machen. Er ist zu gut, um als zweiter Mann bei uns zu versauern und auch wenn ihn einige stärker sehen als Trapp, unsere Trainer sehen’s wohl nicht so.

  2. Mir tut’s leid, wenn Rönnow geht. Er hat immer gut geliefert und war unter anderen Voraussetzungen zu uns gekommen. Klar, dass er am Anfang ein paar schwache Spiele hatte.
    Ich gönne ihm, wenn er einen neuen Verein findet und dort immer spielt.
    Vielleicht bleibt er ja doch…

  3. @1 vermutlich ist es auch schwierig ein TW mit 4 Mio Jahresgehalt auf die Bank zu setzen.

  4. Torro wirkte alles andere als ein Fremdkörper. Oft im Aufbau aktiv, dazu ordentlich in der Defensive. Das De Guzman schon wieder im 2er Bereich landet, ist für mich schwer nachvollziehbar.

  5. @3: Zumindest nicht bei uns 🙂
    Einige Forumsmitglieder vertreten ja evtl. den Ansatz, für Trapp gäbe es bestimmt einen Abnehmer, der einen akzeptablen Preis bezahlt, er, als einer unserer Highroller, wäre von der Payroll und ein Rönnow würde mindestens dieselbe Leistung, zu einem Bruchteil der Kosten, erbringen und wir könnten uns aus dem Ersparten noch einen guten Feldspieler/ein Super-Talent leisten.

  6. Am Beispiel Torro stellt sich die Frage , wozu es die Leserbewertung überhaupt gibt , wenn Julian sowieso alles besser weiß.

  7. Kann jeder sehen wie er will.ich mochte Freddy immer.Ein sehr guter Torhüter der immer bodenständig geblieben ist.Feiner Charakter und ein Mensch der sehr gut zur Eintracht passt.
    Ich hoffe das er bleibt, aber ich denke wenn er einen Stammplatz irgendwo anders bekommen sollte, ist er weg.

  8. @5 Wenn es für Trapp einen Abnehmer gäbe, wäre ich tatsächlich auch für einen Verkauf. Die Kosten-Nutzen Rechnung passt nämlich tatsächlich nicht.

    Rönnow verdient jetzt nicht nur ein Bruchteil und wenn Trapp gehen würde, gäbe es bestimmt auch ne Verlängerung mit Gehaltserhöhung. Ich würde in der neuen Saison lieber Rönnow im Tor sehen, einfach weil ich ihn für den besseren TW halte. Aber ich denke ich muss mich mit dem Pfälzer arrangieren.

    Rönnow sehe ich dann übrigens bei Union als Nr. 1

  9. einen viel besseren Abgang als Trapp konnte man als Fan nicht haben, denn durch seine Vertragsverlängerung kam eine hohe Ablöse zustande und er wechselte zu einem Top-Verein und er blieb verbunden. zudem ein sehr sympathischer Kerl, Nationalspieler und wichtiger Führungsspieler…und trotzdem war ich über seine Rückkehr aus sportlicher Sicht nicht ganz glücklich und hätte sowohl seine Ablöse samt Gehalt lieber für einen anderen Spieler investiert gesehen. Aber ok, Rönnow war leider verletzt und dann war der Druck da.

  10. Die Leserbewertung ist und bleibt ein schwachsinniges Ritual. Tut mir leid: ich kann über fast jeden einzelnen Beitrag im Forum diskutieren, auch wenn er mir abwegig erscheint. Bei der Benotungsorgie ist es aber so, dass die kollektive „Intelligenz“ entweder nicht vorhanden ist oder regelmäßig krasse Aussetzer aufweist. Torro, Sow, Rode in dieser Weise abzuqualifizieren, ist unterirdisch und rational nicht nachvollziehbar. Sobald es ans Benoten geht, setzt der Fussballverstand notorisch aus. Die Benotung trifft somit ausschließlich eine Aussage über die Notengeber, nicht über die Benoteten.

  11. @10: Sicherlich betrachtet der nicht ausgebildete, jahrelang darauf geübte Beobachter oder Sportreporter anders als eben solche, da bin ich bei dir und manches entgeht einem auch unter dem Eindruck eines verschuldeten Elfmeters oder eines Eigentores oder ähnlichem. Das stimmt soweit. Den Benotern aber Intelligenz abzusprechen oder die Noten mit ihrer eigenen Fähigkeit (von was genau?) gleichzusetzen, finde ich überzogen. Neulich haben Freunde und ich Sebastian Rode schon als einen der schlechteren Spieler gesehen und bei der Frankfurter Rundschau war er der Spieler das Spiels.
    Nun kann man deiner Argumentation folgen und eben den Reportern den nötigen Sachverstand und Blick zusprechen und mir und uns ab. Ich sehe es eher so, dass man unterschiedliche Wahrnehmungen hat und beispielsweise Sebastian Rode im Spiel gegen Köln für mein Empfinden sehr viele Fehlentscheidungen getroffen hat und das in engem Intervall. Als Trainer hätte ich ihn ausgewechselt und einen Kohr oder Gacinovic gebracht. Und ich gestehe jedem eine andere Meinung zu, obgleich ich sie nicht teilen würde. Wieso also so hart im Gericht mit der Bewertung?

  12. Leute nehm doch nicht alles so ernst. Die Leserbewertung ist eine Spielerei. Die Leserbewertungen von Kicker, Bild und Rundschau sind aber doch genauso beliebig. Oft frage ich mich, ob die sich überhaupt mehr als die Zusammenfassung angesehen haben.

    Ich finde Trapp ist auch abgesehen von seiner Leistung auf der Linie für uns wichtig. Er ist laut, stutzt die Jungs mal zusammen, wenn es sein muss. Und er gibt Anweisungen. Das geht Rönnow komplett ab. Ich weiß nicht, ob er dazu einfach nicht der Typ ist oder er sich aufgrund der ganzen Entwicklung – erst schwach gespielt, dann verletzt, dann Trapp vor die Nase gesetzt bekommen und seitdem auf der Bank – einfach nicht mehr traut so aufzutreten, aber das strahlt auf die Vorderleute. Und gerade in Phasen, wo es dann nicht gut läuft und alle ein bisschen verunsichert wirken ist es gut, wenn da jemand im Tor steht, der glaubwürdig behaupten kann „Tut einfach das, was ich sage und dann klappt es schon!“ Da ist es fast schon egal ob das stimmt, aber da hast du gleich ein besseres Gefühl. Bei Rönnow konnte man zeitweise die Unsicherheit bis auf die Couch fühlen.

    Ich denke, dass er ein ziemlich guter Torwart ist, es aber bei uns einfach nicht sein sollte und das wohl ein neuer Anlauf bei einem anderen Verein das beste ist.

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