Sebastian Rode war mit dem Auftritt gegen Gladbach nicht zufrieden. (Bild: Heiko Rhode)

So hatten sich die Adler das nicht vorgestellt. Nach zwei Monaten Bundesliga-Pause dauerte es am vergangenen Samstagabend nur 35 Sekunden, da klingte es im Kasten von Kevin Trapp. „Ich dachte, das kann jetzt nicht wahr sein“, bringt Mittelfeld-Motor Sebastian Rode auf SGE4EVER.de-Nachfrage seine Gefühlslage in diesem Moment auf den Punkt. „Das letzte Spiel hatten wir hier gegen Basel. Da haben wir 0:3 verloren. Jetzt zwei Monate später liegst du nach einer halben Minute wieder 0:1 hinten. Das ist natürlich wie ein gefühlter Tritt in die Eier direkt am Anfang. Wenn du nach sieben Minuten noch ein Gegentor bekommst, wird es nicht einfacher“, schildert der Südhesse. Die ersten 15, 20 Minuten seien „ganz schwach“ gewesen, gibt Rode zu. Hinten seien Gegentreffer zu einfach gefallen, vorne habe der Punch im letzten Drittel gefehlt. Es war der klassische Fehlstart nach der Corona-Pause.

Rode: „Dann kommst du natürlich ins Grübeln“

Dennoch kann der 29-Jährige auch positive Ansätze aus der 1:3-Pleite gegen die Borussia aus Mönchengladbach sehen. „Wenn du so schnell in Rückstand gerätst, kommst du natürlich ins Grübeln. Dann geht es erst Recht nicht so leicht von der Hand. Aber positiv war, dass wir uns uns niemals aufgegeben haben.“ Auch nach dem 0:3 sei die Mannschaft vorne drauf gegangen, habe sich nicht hängen lassen. Doch in den kommenden Wochen wird es eine deutliche Leistungssteigerung brauchen, um dringend die dringend benötigten Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. „Gegen Bayern und Freiburg müssen wir es einfach besser machen“, sagt Rode und ist überzeugt: „Wir werden es auch besser machen.“

„Es sollte jedem klar sein, dass es sehr schnell gehen kann“

Doch ausgerechnet jetzt geht es zu den Bayern. Für Rode die erste Rückkehr zu seinem Ex-Verein nach München. „Wir reisen nicht mit riesig breiter Brust an“, gesteht der Mittel-Mann. Doch verstecken brauche sich sein Team auch nicht. „Wir haben absolut nichts zu verlieren, dürfen keine Angst haben. Wenn wir mutig auftreten, können wir ihnen Paroli bieten.“ Zu gerne erinnert man sich an das 5:1 Anfang November, als man die Münchener – auch mit dem nötigen Spielglück – aus der Commerzbank-Arena schoss. Doch das wirkt wie aus einer anderen Zeit. Längst muss man sich bei der Eintrach dem Thema Abstiegskampf stellen. Rode dazu: „Es sollte jedem klar sein, dass es sehr schnell gehen kann, gerade in den englischen Wochen.“ Fünf Punkte Vorsprung sind es aktuell noch auf einen Relegationsplatz. Doch auch direkte Duell mit Werder Bremen steht noch aus. Gibt es dort eine Niederlage, könnte sich die Situation zusätzlich verschärfen. Der Frankfurter Vorkämpfer bleibt aber optimistisch: „Wir haben es schon mal gezeigt, dass wir uns aus einer Situation raus ziehen können, nämlich nach der Winterpause. Daran glaube ich auch diesmal.“

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12 Kommentare

  1. Viel erwarten kann man realistisch betrachtet am Samstag nicht und eine weitere Niederlage sollten wir grundsätzlich einplanen.
    ABER: es kommt für das dann folgende Restprogram in der BuLi darauf an, wie man sich in München präsentiert und ob die Mannschaft es schafft den Bayern einen ernstzunehmenden Gegner darzustellen oder ob zumindest ein Siegeswille erkennbar ist.
    Es wird auf unsere Laufwege, auf unsere Laufbereitschaft und unser mannschaftliches Auftreten ankommen……und vielleicht mit etwas Glück 🙂 ….. ist uns ja doch ein Pünktchen vergönnt.
    Und wenn nicht, hätte man sich durch eine respektable Leistung wenigstens neues Selbstvertrauen für den Endspurt und die Pokalwettbewerbe geholt, die allerdings zweitrangig gesehen werden sollten.
    Priorität muss jetzt der Klassenerhalt haben.

  2. Was mich interessiert:

    1. Aufstellung
    2. Körpersprache
    3. Taktische Umsetzung
    4. Körpersprache
    5. Ballgewinn – Umschalten / Ballsicherheit
    6. KÖRPERSPRACHE !
    7. Ergebnis

  3. @2
    Warum ist Dir Körpersprache so wichtig? Wie viele Spiel haben Rebic und Kostic gemacht, wo sie gemeckert, gemotzt, abgewunken – und dann doch noch 2-3 Scorerpunkte gemacht haben. 10? 20?

    Mir persönlich wäre sehr viel lieber, dass es mal alle 11 Spieler auf dem Platz schaffen, den Gegner unter Druck zu setzen. In den letzten Spielen hatt man doch oft den Eindruck, dass 2-3 unserer Kandidaten eher nebenher gelaufen sind, was das Kartenhaus natürlich zum Einsturz bringt.Man kann ja zum Beispiel über die Leistungen von DDC und Gaci sagen, was man will – das war zuletzt sicherlich nicht alles Gold. Aber beide sind in der Lage, ihren Gegenspielern permanent auf den Sack zu gehen. Wenn man so will ist das natürlich auch so ne Art Körpersprache – dann schließt sich der Kreis.

  4. Bin ja auch für die Doppelspitze, aber erst gegen Freiburg. Wenn Hütter die jetzt gegen Bayern bringt ist dieses Thema auch durch, weil es ja trotzdem eine Packung geben wird, wäre also nichts für eine „Aufbruchstimmung“ gegen Freiburg.

  5. @Fozzi:
    Mir persönlich wäre (es) sehr viel lieber, dass es mal alle 11 Spieler auf dem Platz schaffen, den Gegner unter Druck zu setzen……..

    Genau das hatte ich gemeint und in der Tat, wäre das für das dann noch Folgende, mal ein guter Anfang.
    Wie gesagt, weil Maryland unter Punkt 7 auch das Ergebnis anführt, ist das Ergebnis in diesem Spiel zunächst mal vorausplanend negativ anzunehmen……positive Überraschungen mal nicht mit einbezogen.

  6. Man sollte das Spiel am Samstag als Generalprobe für Freiburg sehen. Also bitte so aufstellen, wie es gegen Freiburg der Plan sein wird. Man muss sich auch an Systeme gewöhnen dürfen. Wechsel auf den Positionen kann es ja trotzdem geben…

  7. Guter Berichte und korrekte Ansichten von Sebastian Rode.

    Schließe mich meinen Vorrednern an, die SGE muss nun ein anderes Gesicht zeigen und aus den Fehlern/Schwächen lernen.

    Ich glaube auch feste daran, da die Verantwortlichen Ahnung und Ehrgeiz haben. Jau, die sind im Sommer danebengelegen, aber die Qualität der Mannschaft reicht normalerweise aus, um sieben oder acht Teams hinter sich zu lassen.

    Daher nun alles rausholen aus den vorhandenen Möglichkeiten (Einstellung + Aufstellung), die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln.
    Wenn das vollbracht ist zusammensetzen und klären, was in den Jahren zuvor anders gemacht wurde als in der transferperiode vor dieser Saison.
    Wenn das geschieht (ehrlich und selbstkritisch), dann wird es auch wieder weiter nach oben gehen.

  8. Lieber Sebastian!
    einfach schneller laufen und sich mehr bewegen, dann gibt es keinen Tritt in die Eier…

  9. @8
    Ich würde sagen, das kannst Du ziemlich jedem anderen erzählen, aber nicht Seppl.

  10. I agree mit ziemlich vielen Standpunkten hier. Und würde zusammenfassend noch einen Kleinen draufsetzen:

    Nicht nur Doppelspitze, sondern Dreiersturm (LA, MS, RA).
    Freiburg-Aufstellung auch schon gegen Bayern. Zurück zum Pressing ab gegnerischem 16er. Hase Libero.

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