Halbzeitfazit: Die Frankfurter Eintracht kann von Glück reden, dass sie hier noch nicht in Rückstand geraten ist. Zweimal traf St. Pauli bereits den Pfosten. Die Kiezkicker machen der Eintracht das Spiel unheimlich schwer. Der Spielaufbau der Hessen funktioniert so gut wie gar nicht. Die Hamburger pressen hoch und haben die Offensivkräfte der SGE vollkommen im Griff. Nach vorne geht bislang nichts am Kiez. Das beste aus Eintracht-Sicht ist das Ergebnis bislang. So kann es für die Eintracht mit den gesteckten Zielen nicht weitergehen hier. Frankfurt wird sich deutlich steigern müssen in Durchgang zwei!
Sportliche Krise, drei Gegentore pro Spiel, kein Sieg im neuen Jahr, Europa rückt in weite Ferne – All das gehört inzwischen bei der Frankfurter Eintracht der Vergangenheit an. Das Blatt hat sich im Stadtwald zum Positiven gewendet, sportlich wie stimmungstechnisch. Hauptverantwortlich dafür ist der neue Cheftrainer Albert Riera. Der akribische und energische Fußballlehrer, ein Motivator und Magier zugleich, ist ein Mann der vielen und großen Worte. Worte, welche er große Taten folgen lässt. Nach vier Spielen unter seiner Regie stehen zwei Siege, ein Unentschieden und eine sich wie nicht anfühlende Niederlage bei Branchenprimus Bayern München zu Buche. Summa summarum: Sieben Punkte aus vier Partien. In einer sogenannten imaginären Riera-Tabelle belegt die SGE Rang sieben. Das ist genau der Platz, auf dem die Hessen in der echten Bundesligatabelle nach 24 Spielen rangiert, welch ein Zufall. Der siebte Platz ist das Mindestziel, um auch in der Spielzeit 2026/2027 international vertreten zu sein. Mit einem Sieg am heutigen Sonntagnachmittag soll er zementiert werden.
Die ambitionierte SGE gastiert beim abstiegsgefährdeten FC St. Pauli. Auf dem Papier ein klassischer ein Fall von: David gegen Goliath. Die Kiezkicker kämpfen um den Klassenerhalt, ein Zähler trennt Pauli vom Relegationsplatz und nur drei Punkte sind es zu Platz 17. Aktuell ziert das Team von Alexander Blessin Rang 15. Dennoch darf aus Adler-Sicht keineswegs von einem Selbstläufer ausgegangen werden. Der Vorjahresaufsteiger schlägt sich bisher wacker und tritt mit ordentlich viel Rückenwind nach zwei Siegen am Stück das Spiel an. Wer sich an die letzte Begegnung zwischen beiden Clubs am Millerntor erinnert, der hat positive Erinnerungen, sofern man es mit der Eintracht hält. Omar Marmoush erzielte in seinem letzten Spiel als Adlerträger das goldene Tor zum 1:o-Sieg. Auch wenn der Ägypter seit mehr als einem Jahr Geschichte ist, werden Arnaud Kalimuendo und Jonny Burkardt sicherlich für genauso viel Torgefahr sorgen. Diese wird auch vonnöten sein gegen ein tiefstehendes Abwehrbollwerk. „Jetzt spielen wir gegen ein Team, das in der Tabelle hinter uns steht. Das ist egal. Wir müssen immer gleich spielen. Die Woche vor Bayern München ist für den Trainer einfach. Alle sind motiviert und wollen spielen. Gegen St. Pauli geht es um genauso viele Punkte“, beteuerte Albert Riera im Vorfeld des Duells.
Chaibi rückt in die Startelf
Albert Riera schenkt der nahezu gleichen Elf das Vertrauen, die zuletzt den SC Freiburg erfolgreich besiegt hat. Auf lediglich zwei Positionen wechselt der Coach: Fares Chaibi, der zuletzt nach Einwechslung mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner avancierte, wird mit dem heutigen Startelfeinsatz belohnt. Mario Götze rückt dafür auf die Ersatzbank. Michael Zetterer steht zwischen den Pfosten, der bereits vor einer Woche nach der ersten Aktion für den verletzten Kaua Santos aufs Feld kam. Ansonsten ist alles beim Alten. Gut möglich, dass erneut Nene Brown und Nnamdi Collins wieder die Seiten tauschen. Gegner Pauli agiert hingegen mit einer Dreier- respektive Fünferkette.
So spielt St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Ando – Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka – Fujita, Lage, Siani
Auf der Bank sitzen: Voll, Robatsch, Dzwigala, Oppie, Ritzka, Metcalfe, Kaars, Hara, Ceesay






60 Kommentare
So ein Mist hier.
Wenn wir nicht gewinnen wird es fast unmöglich mit Europa nächstes Jahr
Die Pfiffe des sogenannten Schiris sind jetzt so neutral wie die Kommentatoren...
blödsinn
Platz 7 reicht sicher für Conference League Quali wenn Freiburg kein DFB Pokal holt , und sogar EuropaLeague wenn Deutschland Platz 2 in der Jahreswertung hält
Wir müssen zugeben, dass St. Pauli eine sehr hohe Verteidigungsqualität spielt.
Wenn man es als Fortschritt sehen will , wir lassen uns nicht niedekämpfen.
Aber ist Pauli wirklich so gut, dass wir uns so schwer nach vorn tun ?
Ich hoffe ja immernoch auf das gute Pferd , das nur so Goch springt ......
Nochmal Blödsinn, wenn wir schon dabei sind.
Wenn Stuttgart oder Leverkusen den Pokal gewinnen und dann sechster in der Tabelle werden, wird das nix mit dem siebten Platz!
So leid mir das tut, der sicherste Weg sind die Bayern als Pokalsieger.
Collins ist ein permanenter Risikofaktor da hinten.
@56
Mach dir keinen Kopf. Bayern holt eh den Pokal.
Auf geht’s, noch ein Konter durch Ayoube!
Was für ein harmloser, statischer und uninspirierter Grottenkick war das heute? Sorry, aber kein wirklich guter Abschluss im ganzen Spiel......gegen St. Pauli!!!! Das Schüsschen von Bahoya gleich nach der Halbzeit zu mittig, der (mal wieder) schlechte Freistoß von Chaibi weit über's Tor, und das Kopfbällchen von Burkardt nach Freistoß. Das soll das immer wieder erwähnte "Offensiv-Spektakel" unser Eintracht sein?
Wenn die Taktik war, dass man durch Ballgeschiebe in den hinteren Reihen die Ballbesitzquote (72%) erhöhen wollte, dann alles gut gemacht. Wenn man aber dafür seine Offensive komplett opfert, die zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährlich werden konnte, dann hat man auch keine 3 Punkte verdient. Zudem Pauli ja noch mit den besseren Chancen im Spiel, gegen eine extrem defensive Eintracht.
Im Defensivverbund Collins mit vielen Wacklern und Fouls. Amenda stabil. Koch eigentlich nur ein Ballverteiler über 10m, ohne wirklichen Effekt beim Spielaufbau. Mit ihm wird unser Spielaufbau immer zu langsam. Selten, dass Koch mal einen Ball direkt spielt, immer erst Ballannahme, wobei wertvolle Sekunden vergehen. Ich erinnere mich an so viele Hinti-Pässe durch die erste Pressing-Reihe des Gegners über 20 - 30 m, die uns den Raum für eine schnelle Spieleröffnung gaben......bei Koch Fehlanzeige. Dazu Larsson und Hojlund ohne wirklichen Kreativmoment. Burkardt hing vorne komplett in der Luft, bekam keine tauglichen Bälle.
Bin sehr enttäuscht von dieser unansehnlichen Taktik, an der unser Trainer mit der Halbzeitpause anscheinend auch nichts ändern wollte. Hätte mir in HZ2 durch weitere Wechsel oder taktische Umstellung mal etwas Wirkung von Außen gewünscht. Leid tun mir hauptsächlich die Fans, die sich so eine Reise für so einen Grottenkick angetan hatten.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.