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Nathaniel Brown darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen WM-Kaderplatz unter Trainer Julian Nagelsmann machen. Foto: IMAGO / Ulmer/Teamfoto

Nagelsmann lobt Brown: „Seine Zeit wird auf jeden Fall kommen!“

Am gestrigen Donnerstag verkündete Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die letzte anstehende Länderspielpause vor der Weltmeisterschaft. Mit Nathaniel Brown ist auch ein Spieler von der Frankfurter Eintracht mit an Bord.

„Er bringt super viel mit, hat ’ne tolle Dynamik, ist sehr schnell, sehr kreativ, hat eine gute Ruhe am Ball und gewinnt immer mehr an Leader-Mentalität“, erklärt Nagelsmann auf der Pressekonferenz. „In einer schwierigen Phase war er der Spieler in Frankfurt, der von denen, die für die Nationalmannschaft infrage kommen, der über einen langen Zeitraum immer noch die konstanteste Leistung abgerufen hat. Da war er sehr, sehr konstant.“ Mit Maximilian Mittelstädt und David Raum hat Brown zwei Konkurrenten, mit denen er um die Linksverteidiger-Position streiten muss. Bei den letzten Partien gegen Luxemburg und die Slowakei kam der 22-Jährige jeweils von der Bank. Nagelsmann stellt mehr Spielzeit in Aussicht: „Dass er sich auch zeigen kann, weil ich schon sehr große Stücke auf ihn halte und glaube, dass seine Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist. Er ist super gut im Eins-gegen-eins defensiv und kann offensiv mit seiner Dynamik viel auslösen. In der Champions League hat er gegen drei, vier Top-Außenstürmer gespielt und hat da nur ganz wenig Duelle verloren. Ich verspreche mir noch sehr, sehr viel von ihm. Vielleicht kommt seine Zeit jetzt schon, aber sie wird auf jeden Fall kommen, früher oder später.“ Nach diesem Ritterschlag dürfte Brown beste Chancen haben auf den WM-Zug aufzuspringen. Anders sieht das bei Nnamdi Collins, Robin Koch und Jonathan Burkardt aus. Alle drei wurden bei der aktuellen Nominierung nicht berücksichtigt. „Ich habe mit Robin, Nnamdi und Jonny einen guten Austausch, habe ihnen die Dinge erklärt, warum, wieso, weshalb“, erläutert Nagelsmann. Damit scheint die Tür noch nicht endgültig geschlossen zu sein, aber alle drei müssen wohl im Saisonendspurt eine Schippe drauflegen, um noch Chancen auf das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA zu haben. Besonders Burkardt, der gerade erst von einer Verletzung zurück gekommen ist, darf sich sicherlich noch berechtigte Hoffnungen machen.

Lobende Worte für Riera

Dass Nagelsmann die Geschehnisse bei der SGE genau im Auge hat, liegt sicher auch am ehemaligen Cheftrainer Dino Toppmöller. Beide arbeiteten in Leipzig und München viele Jahre zusammen an der Seitenlinie. Dementsprechend bedauert der Bundestrainer die Entlassung: „Ich fand den Trainer davor auch sehr gut. Dino Toppmöller ist ein Freund von mir, deswegen ist es immer schade, wenn Freunde den Job verlieren. Trotzdem sind es jetzt andere Ideen. Ich glaube, Dino verkraftet das, wenn ich das sage. Denn das heißt nicht besser, schlechter, einfach anders“, beschreibt es der 38-Jährige. Gleichzeitig findet er auch lobende Worte für den neuen Trainer der Eintracht Albert Riera. „Frankfurt hatte keine leichte Saison, jetzt stabilisieren sie sich gerade wieder. Klar, mit vielen neuen Ideen vom neuen Trainer.“ Besonders gefällt ihm, dass Spieler auch mal außerhalb ihrer Stammpositionen eingesetzt werden. „Weil man als Nationaltrainer einen Spieler dazugewinnt, der auch mal auf der anderen Seite spielen kann.“ So oder so müssen die genannten Adlerträger in den kommenden Wochen für die Eintracht alles geben, um die Ziele des Vereins zu erreichen und gleichzeitig auf dem Schirm des Bundestrainers zu bleiben. Nathaniel Brown hat sich seine Nominierung zweifelsohne verdient und kann sich bei den anstehenden Spielen gegen die Schweiz und Ghana präsentieren.

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