Die jetzt zurückliegende Transferperiode hat eine polarisierende Wirkung im Umfeld von Eintracht Frankfurt. Nicht nur die Fans des Vereins äußerten zum Teil großen Unmut an der Kaderplanung für die neue Saison. Auch gab es nach etlichen Medienberichten auch intern eine Menge Ärger in der Vorstandsetage bei der SGE. Während etliche Spieler die Eintracht verließen, kamen nur wenige Verstärkungen hinzu. Lediglich Raphael Onyedika im defensiven Mittelfeld, Noah Atubolu im Tor und Lilian Brassier sind Spieler der Marke „Soforthilfe“. Wenn man das den Stammspielerabgängen um Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen, Hugo Larsson und Aurele Amenda gegenüberstellt, so wurde der Kader nicht nur verschlankt. Auch Qualitätsspieler haben die Hessen verlassen.
Aus diesem Grund berichteten zuletzt auch viele Medien, allen voran die „Frankfurter Rundschau“ und die „Bild“-Zeitung, aber auch andere davon, dass das Tischtuch zwischen Trainer Adi Hütter, Markus Krösche und anderen Verantwortlichen deutlich angerissen gewesen wäre und die Zeichen auf „Trennung“ stünden. Zu undurchsichtig die Kaderplanung, zu wenige Neuzugänge mit Soforthilfequalität – so die Berichte. Demnach wurde mit großer Erwartung die Aufsichtsratssitzung der Frankfurter Eintracht am heutigen Mittwoch erwartet. Nicht wenige prophezeiten das Ende von Krösche bei der Frankfurter Eintracht.
„Einigkeit darüber, die vor uns liegenden Aufgaben weiter mit großer Geschlossenheit angehen zu wollen“
Wie die Frankfurter Eintracht heute dann bekanntgab, war die Transferperiode in der Tat ein Hauptbestandteil der Diskussion. Eintracht-Präsident Mathias Beck, der gleichfalls der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist, gab bekannt, dass man mit „großer Geschlossenheit“ weiter zusammenarbeiten wolle: „Wir haben die sportliche und wirtschaftliche Situation sowie die Entscheidungen der zurückliegenden Transferperiode im Aufsichtsrat sehr ausführlich und konstruktiv erörtert. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben weiter mit großer Geschlossenheit angehen wollen. Unser Fokus richtete sich in den letzten Wochen darauf, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Das ist der sportlichen Führung gelungen.“
Auch Krösche selbst wird auf der vereinseigenen Website zitiert. „Die zurückliegende Transferphase war anspruchsvoll und von einem in diesem Jahr außergewöhnlichen Marktumfeld geprägt. Vor diesem Hintergrund haben wir mit insgesamt 38 Transferbewegungen und unter Berücksichtigung unserer sportlichen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die erforderlichen Anpassungen im Kader vorgenommen. Unser voller Fokus gilt nun dem sportlichen Erfolg und einer erfolgreichen Saison. Ich arbeite mit voller Überzeugung daran, unsere Ziele zu erreichen.“
Ausdrücklich nicht Bestandteil der Sitzung sei gewesen, über „Veränderungen in der Vorstandsstruktur oder sonstige Personalthemen“ zu sprechen, wie der Verein auf der eigenen Website erklärte.






55 Kommentare
ich stimme dem meisten zu, nur ... es war Union Berlin nicht Hertha :-)
Ich bin schon erstaunt, wie viele hier Krösche immer noch feiern.
Dafür, daß er teure Altlasten von der Payroll bekommen hat. Aber wer hat denen denn die überzogenen Gehälter zugestanden ?
Oder die tolle Verstärkung auf der Torwart-Position.
Schon vergessen, Krösche wollte mit Santos als Nummer 1 in die Saison gehen.
Das zeigte schon, daß seine Lernfähigkeit aus der letzten Saison nicht sehr ausgeprägt war.
Erst als Hütter die Notbremse zog, wurde panisch und ohne Plan ein Torwart gesucht.
Daß uns ein Klassemann wie Atumbolo quasi in den Schoß fiel, war dessen selbstverschuldeter Situation in Freiburg geschuldet und nicht einer Frankfurter Transferstrategie. Freiburg dagegen hat gezeigt, wie man es macht. Sie haben sich auf das Pokerspiel von Atumbolo und seiner Berater nie eingelassen, sondern sofort für Ersatz gesorgt, womit Atumbolo ein Jahr Tribüne gedroht hätte.
Als Krösche hier ankam, hat er einen Kader übernommen, mit dem man die Europa League gewinnen konnte.
Krösches beste Personalentscheidung war die Verpflichtung von Erfolgstrainer Glasner. Seine schlechteste Personalentscheidung war die Vertreibung von Glasner, aber daran war euch der der derzeit wie üblich abgetauchte Hellmann maßgeblich beteiligt.
Stand jetzt hat Krösche in seiner Amtszeit Transfererlöse in Höhe von fast 500 Millionen ermöglicht, dazu kommen noch ca. 50 Mio im nächsten Jahr aus Leihen mit Kaufpflicht.
Wenn er morgen geht, ist der Kader, den er hinterläßt, deutlich schlechter als der, den er übernommen hat.
Und das viele Geld scheint auch weg zu sein. Dabei ist die Summe der Transfererlöse noch aufgestockt worden durch hohe Europapokaleinnahmen, allein zwei mal die sehr lukrative Champions League.
Da kann man schon mal die Frage stellen, wo ist das ganze Geld eigentlich gelandet ?
Und die Frage sollte man nicht nur Krösche stellen, sondern auch den Herren Hellmann, Fischer und Beck. Das erklärt dann vielleicht auch, warum diese Herren sich immer noch hinter Krösche stellen.
Denn der ist nicht dafür verantwortlich, daß wir nach den Bayern den zweitteuersten Vorstand der Liga haben, und auch die Gesamtmitarbeiterzahl wird nur vom Branchenführer und dem BVB übertroffen.
Guter Beitrag.
Ich habe Krösche immer für die Toptransfers gefeiert.
Aber die ganzen Einnahmen bringen nichts, wenn wir nicht in der Lage sind, sukzessive eine Mannschaft aufzubauen, die von Jahr zu Jahr stärker wird.
Hertha? Spielen wir noch in der ersten Liga?
Das ist meiner Meinung nach eine unrealistische Herangehensweise. Kein Verein der Welt schafft es, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen und die richtigen Spieler zu verpflichten. Es gibt immer ein Auf und Ab. Und das wird auch so bleiben. Jedenfalls bei 99,9% der Fußballvereine.
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