Das Auftaktspiel der Eintracht in der Bundesliga gegen Union Berlin schrieb viele Geschichten. Eine davon war das Debüt von Noah Atubolu im Dress der Adlerträger. Präsent, hellwach und beherzt hielt der Neuzugang vom SC Freiburg alles, was zu halten war. Und er brachte noch mehr mit: Spirit.
Schon kurz vor dem Abpfiff war zu beobachten, wie der massiv gebaute Atubolu jeden seiner Abwehrspieler nochmal kräftig abklatschte, Mut zusprach und motivierte. Nicht wenige Fans vor dem heimischen Fernsehgerät dachten wohl selbst darüber nach in diesem Moment, die Fußballschuhe zu schnüren und alles zu geben. Die Präsenz, die der Torwart schon in dieser Situation mitbrachte war ein Hinweis auf das, was dann im Spiel passieren sollte. Und zunächst sah es überhaupt nicht gut aus. Nach einer Berliner Ecke segelte der Ball direkt ins Tor der Eintracht. Atubolus Reaktion? Wut, direkt gefolgt von Beherrschung und Fokussierung. Er schrie seinen Frust heraus und sammelte sich direkt wieder. Bei jeder erfolgreichen Abwehraktion der Eintracht feierte der 24-Jährige die Aktion seines Vordermanns. Gerade auch bei Debütant Jeremiah Maluze hatte man das Gefühl, dass dies Wirkung zeigte. Der junge Innenverteidiger spulte eine grundsolide Leistung ab, bestach durch viele gewonnene Zweikämpfe und eine beachtenswerte Abgeklärtheit.
Kompromissloser Einsatz, große körperliche Präsenz
Natürlich kommt man dieser Tage nicht umhin, einen Vergleich zwischen Atubolu und Kaua Santos zu ziehen. Dass das nicht vollkommen fair ist, liegt auf der Hand. Atubolu hat in Freiburg schon in 125 Pflichtspielen sein Können unter Beweis gestellt. Voller Selbstvertrauen und mit einem Europa League-Finale im Rücken landete Atubolu in Frankfurt. Die Sicherheit, die Atubolu schon in seinem ersten Einsatz für die Eintracht ausstrahlte, vermisste man zuletzt vollkommen bei Santos, der jetzt aber im Schatten des Ex-Freiburgers reifen und wachsen kann. Alleine durch seine Körperlichkeit bringt Atubolu eine ganz andere Intensität mit. Er ist breit gebaut, vollbepackt mit Muskeln und in seinen Aktionen kompromisslos. Acht Paraden, nicht alle davon leichte Kost. Reflexe mit dem Unterarm, dem Fuß oder den Fingerspitzen. Festgehaltene Bälle und kompromisslose Strafraumbeherrschung. Das gepaart mit klugen eröffnenden Pässen und immer dem Wunsch, das Spiel für die eigene Mannschaft schnell zu gestalten. Zudem gelangen dem Spieler ein Großteil seiner Paraden, nachdem der Unioner Michel Aebischer ihm eine ordentliche Beule am Kopf zugefügt hatte nach überhartem (und ungeahndetem) Einsteigen. Und dies alles mit einem einzigen richtigen Mannschaftstraining mit dem Adler auf der Brust.
Dass man bei dem Debüt eines neuen Torwarts trotz drei Gegentoren so über die Personalie sprechen kann zeigt, was die Eintracht hier für einen Coup gelandet haben könnte. Klar ist: Die Körpersprache ist wieder eine ganz andere zwischen den Pfosten. Atubolus Einsatz macht Lust auf mehr.






51 Kommentare
das ist nicht mein Text ;)
den hab ich nur hier rauskopiert, weil ich es sehr treffend finde
https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-kaderplaner-kroesche-setzt-transferphase-in-den-sand-v2,eintracht-mieser-transfersommer-100.html
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