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Noah Atubolu bringt Selbstvertrauen und Kompromisslosigkeit mit an den Main. Foto: IMAGO / Matthias Koch

Atubolus Eintracht-Debüt macht Lust auf mehr

Das Auftaktspiel der Eintracht in der Bundesliga gegen Union Berlin schrieb viele Geschichten. Eine davon war das Debüt von Noah Atubolu im Dress der Adlerträger. Präsent, hellwach und beherzt hielt der Neuzugang vom SC Freiburg alles, was zu halten war. Und er brachte noch mehr mit: Spirit.

Schon kurz vor dem Abpfiff war zu beobachten, wie der massiv gebaute Atubolu jeden seiner Abwehrspieler nochmal kräftig abklatschte, Mut zusprach und motivierte. Nicht wenige Fans vor dem heimischen Fernsehgerät dachten wohl selbst darüber nach in diesem Moment, die Fußballschuhe zu schnüren und alles zu geben. Die Präsenz, die der Torwart schon in dieser Situation mitbrachte war ein Hinweis auf das, was dann im Spiel passieren sollte. Und zunächst sah es überhaupt nicht gut aus. Nach einer Berliner Ecke segelte der Ball direkt ins Tor der Eintracht. Atubolus Reaktion? Wut, direkt gefolgt von Beherrschung und Fokussierung. Er schrie seinen Frust heraus und sammelte sich direkt wieder. Bei jeder erfolgreichen Abwehraktion der Eintracht feierte der 24-Jährige die Aktion seines Vordermanns. Gerade auch bei Debütant Jeremiah Maluze hatte man das Gefühl, dass dies Wirkung zeigte. Der junge Innenverteidiger spulte eine grundsolide Leistung ab, bestach durch viele gewonnene Zweikämpfe und eine beachtenswerte Abgeklärtheit.

Kompromissloser Einsatz, große körperliche Präsenz

Natürlich kommt man dieser Tage nicht umhin, einen Vergleich zwischen Atubolu und Kaua Santos zu ziehen. Dass das nicht vollkommen fair ist, liegt auf der Hand. Atubolu hat in Freiburg schon in 125 Pflichtspielen sein Können unter Beweis gestellt. Voller Selbstvertrauen und mit einem Europa League-Finale im Rücken landete Atubolu in Frankfurt. Die Sicherheit, die Atubolu schon in seinem ersten Einsatz für die Eintracht ausstrahlte, vermisste man zuletzt vollkommen bei Santos, der jetzt aber im Schatten des Ex-Freiburgers reifen und wachsen kann. Alleine durch seine Körperlichkeit bringt Atubolu eine ganz andere Intensität mit. Er ist breit gebaut, vollbepackt mit Muskeln und in seinen Aktionen kompromisslos. Acht Paraden, nicht alle davon leichte Kost. Reflexe mit dem Unterarm, dem Fuß oder den Fingerspitzen. Festgehaltene Bälle und kompromisslose Strafraumbeherrschung. Das gepaart mit klugen eröffnenden Pässen und immer dem Wunsch, das Spiel für die eigene Mannschaft schnell zu gestalten. Zudem gelangen dem Spieler ein Großteil seiner Paraden, nachdem der Unioner Michel Aebischer ihm eine ordentliche Beule am Kopf zugefügt hatte nach überhartem (und ungeahndetem) Einsteigen.  Und dies alles mit einem einzigen richtigen Mannschaftstraining mit dem Adler auf der Brust.

Dass man bei dem Debüt eines neuen Torwarts trotz drei Gegentoren so über die Personalie sprechen kann zeigt, was die Eintracht hier für einen Coup gelandet haben könnte. Klar ist: Die Körpersprache ist wieder eine ganz andere zwischen den Pfosten. Atubolus Einsatz macht Lust auf mehr.

51 Kommentare

Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 51. Italo-Hesse 02. September 26, 14:09 Uhr Zitat - la bestia blanca …..“ Einzig der sehr glücklich zustande gekommene Transfer von Noah Atubolu bringt die Hessen direkt weiter, immerhin die T-Frage stellt sich ab sofort nicht mehr“….. Da stimme ich dir 100%ig zu. Das einzige was jetzt genau beobachtet werden muss ist, ob Noah seine Leistungen konstant hochhalten kann?! Beispiele wie Trappo, der nach dem TW-Trainer Wechsel stark abgebaut hat, Kaua, der famos startete, jedoch nach seiner Verletzung nicht ansatzweise an seine erste Phase andocken konnte oder eben Zetti, der durchaus in einem passablem TW Alter ist, bei uns jedoch keine Steigerung zeigen konnte. Ich bin leider kein Fan vom Zimmermann als TW-Trainer, den ihm ist es bisher noch nie gelungen, einen unserer Torleute Konstanz beizubringen oder gar zu verbessern. Und wenn Adi offen und öffentlich Zweifel an Kaua anspricht, ist es auch ein Feedback an Zimmermann. Path
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