Filip Kostic bejubelt das 1:0 der SGE (Foto: IMAGO images / osnapix)

Erneut schafft es das Team von Oliver Glasner nicht einen Sieg in der Bundesliga einzufahren. Dabei sah es über weite Strecken der Partie wieder so aus, als könne man vor heimischen Publikum den ersten Dreier der Saison einfahren. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte kristallierste sich die Dominanz der SGE in der zweiten Hälfte immer mehr heraus, die im 1:0 durch Filip Kostic gipfelte. Nach einem Platzverweis der Stuttgarter schien der Drops eigentlich gelutscht gewesen zu sein, doch kurz vor Schluss kamen die Gäste durch Omar Marmoush zum Ausgleich. Am Ende herrschte Ernüchterung im Kreise der Adlerträger.

Sein Debüt mit dem Adler auf der Brust gab derweil Sam Lammers. Die Leihgabe aus Neapel stand als einzige Sturmspitze direkt in der Startelf und löste den spät von der Nationalmannschaft zurückgekehrten Rafael Santos Borré ab. Filip Kostic kehrte nach seiner Abstinenz in Bielefeld zurück in den Kader und musste zunächst auf die Bank.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen VfB Stuttgart der vierzehn zensierten Spieler den Wert 3,14. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der 340 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Filip Kostic: Manche Geschichten schreibt nur der Fußball. Nachdem Filip Kostic die Vorwochen noch mit seinem geplatzten Wechsel die Medienlandschaft bestimmte, spielte er nach der Länderspielpause groß auf und hätte mit seinem Tor beinahe den ersten Sieg der Saison beschert. Der Serbe brachte eine unglaubliche Wucht mit ins Spiel der Hessen. Genau seine Qualitäten hatten zuvor in der ersten Hälfte noch gefehlt. Weiter so!

Daichi Kamada: Daichi Kamada machte ebenfalls eine starke Partie. Mit seinem feinen Füßchen leitete er viele gefährliche Situationen ein. Zwar war der Zehner nicht direkt an entscheidenden Situationen beteiligt, doch als Spieleröffner war er absolut gewinnbringend.

Rafael Santos Borré: Auch die Einwechslung von Rafael Santos Borré brachte frischen Wind in die Partie. Der Kolumbianer holte den Elfmeter raus und hätte beinahe in der Nachspielzeit noch den Sieg gebracht. Leider ging sein Schuss nur an die Latte.

Kristijan Jakic: Kristijan Jakic brachte das ins Spiel, was er kann: Körperlichkeit, schnelles Umschaltspiel, starke Zweikämpfe. Der Neuzugang schien von Anfang an on fire und wollte sich beweisen. Das darf gerne so fortgeführt werden.

Djibril Sow: Als Spielgestalter trat Djibril Sow eher weniger in Erscheinung. Viel mehr war der Sechser mit harter Abwehr- und Laufarbeit beschäftigt. Sein Auftritt kann als absolut durchschnittlich ordentlich bezeichnet werden.

Kevin Trapp: Mit wachem Auge vereitelte Kevin Trapp vor allem in der ersten Halbzeit einige Chancen der Stuttgarter. Dort war der Nationalkeeper voll da und bewies seine Klasse. Beim Gegentor machtlos.

Martin Hinteregger: Viel mehr verpatzte Martin Hinteregger mit einer schwachen Kopfballeinlage den Sieg. Sah sehr unglücklich aus und war nach dem Spiel sicherlich noch arg verärgert ob seiner eigenen Leistung. Zudem Pech mit einem Lattenkopfball im gegnerischen Strafraum.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka war absolut stabil und zweikampfstark. Wagte sich auch endlich wieder häufiger nach vorne.

Christopher Lenz: Gefühlt war Christopher Lenz ständig am Ball. Gefährlich wurde es mit ihm aber so gut wie gar nicht. Da schaffte es Kostic mit seiner Wucht deutlich häufiger zu gefährlichen Chancen. Hinten war er aber durchweg stabil.

Erik Durm: Ein typisches Erik Durm Spiel. Hinten mehr als sicher und absolut stabil. Im Spiel nach vorne aber ohne Strategie und Plan. Seine Flanken müssen dringend präziser kommen.

Ajdin Hrustic: Ajdin Hrustic war gar nicht im Spiel. Wirkte stellenweise überfordert und wusste sich nur mit Fouls zu behelfen. Musste später runter. Mit Jakic kam mehr Stabilität ins Spiel.

Jesper Lindström: So richtig ist Jesper Lindström noch nicht in Frankfurt angekommen. Wie immer: er probiert viel und lässt sich nicht unterkriegen. Die entscheidenden Duelle verliert er aber oder entscheidet sich für den falschen Weg.

Jens Petter Hauge: Jens Petter Hauge hat zwar schon bewiesen, dass er ein Gewinn sein kann. Doch gegen den VfB war er mehr als abgemeldet. Zu viele unnötige Dribblings. Zu wenig Freiräume. Das muss wieder besser werden.

Sam Lammers: Sam Lammers war zunächst komplett unsichtbar. Dann aus dem Nichts mit einer Großchance, die er aber kläglich versemmelte. Seine Ansätze und die Spielidee konnte man in Teilen beobachten. So richtig erfolgsversprechend verlief sein Debüt aber nicht.

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13 Kommentare

  1. Also ich fand Kamada gestern überragend, wirklich deutlich herausstechend. Auch im Zweikampfverhalten war er enorm stark. Hoffe, dass er mal so ne Serie an Spielen hinlegt

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  2. @2 korrekt! durch starkes zweikampfverhalten hat er sogar bälle zurückerobert. das war klasse! wir könnten ja mal zusammen in lemgo ein spiel unserer SGE gucken 🙂

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  3. Neben Kamada fand ich Sow unheimlich stark (bis auf den krassen Fehlpass). Er hat unheimlich viele Bälle geholt und den ein oder anderen Konter verhindert.

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  4. Nur weil er mit einem Sonntagsschuss unser einzigen Treffer erzielt hat, gleich Man of the match. Kamada, Sow und Lenz waren heute viel wertvoller für unsere Mannschaft

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  5. Ich habe langsam das Gefühl, dass uns unsere Redakteure testen wollen, ob wir die Texte auch durchlesen? 🙂

    Lammers ist keine Leihgabe aus Neapel, sondern kommt aus Bergamo.

    Der Elfmeter von Borre?
    War toll, dass er ihn rausgeholt hat, aber die Ausführung war kläglich 🙂

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  6. Kamada, Borre und Sow waren neben Kostic am stärksten. Hinti war auch enorm verbessert und hatte Pech mit dem Lattentreffer. Dazu einige gute Bälle in die Tiefe. Lenz seine Standards waren dagegen fast allesamt mega harmlos. Da würde ich gerne jemand anders sehen. Wünsche mir gegen Fener Kostic links und Borre rechts. Im DM Jakic , vielleicht wäre das auch einer für Standards ,scheint ein gutes Füßchen zu haben.

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  7. Trapp hat gestern keine Fehler begangen und gut gehalten, was zu halten war. Beim 1:1 war er machtlos. Von daher finde ich die Note 3 etwas zu wenig. Ansonsten passt es aber.

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  8. Sow hat eine enorme Präsenz im Mittelfeld gehabt, eben auch weil hrustic völlig untergetaucht war. Er war immer in den Zweikämpfen, immer anspielbereit und ist für mich das Herz dieses Teams. Gegen Stuttgart vielleicht zu wenig Pässe in die Tiefe, aber der VfB stand auch gut.

    Ich weiß, viele sehen das anders. Aber es fällt auf, dass Spieler wie sow oder kroos auf der Position der 8 entweder abgefeiert oder gehatet werden.

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  9. @nurdiesge99
    Kamada, Sow und Lenz waren alle 3 sehr gut aber extrem auffällig war wie sehr sich das Offensivspiel nach Kostic’s Einwechslung verändert hat. Also für mich nicht nur wegen seines Tores sondern auch, weil er einfach mit seiner Präsenz und seiner Leistung in den 30 min. die er auf dem Platz stand war er tatsächlich Man of the Match!

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