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Otavio soll in Zukunft die SGE-Defensive verstärken. Foto: IMAGO / Ball Raw Images

Nach Otavios schneller Entscheidung für Frankfurt: „Ich bin bereit für die Startelf“

Otavio will bei Eintracht Frankfurt keine lange Eingewöhnungszeit. Der brasilianische Neuzugang fühlt sich nach seinen ersten Tagen bei den Hessen bereits bestens aufgenommen und traut sich zu, sofort um einen Platz in der Startelf zu kämpfen.

Die ersten Eindrücke in Frankfurt hätten kaum besser sein können. „Es war ein richtig guter Start, ich wurde vom Staff und von der Mannschaft gut aufgenommen“, sagte der Brasilianer im Trainingslager am Donnerstag. Schon nach wenigen Tagen fühle sich der Brasilianer angekommen: „Es fühlt sich sehr gut an, hier zu sein.“ Dazu habe auch die offene Art innerhalb des Vereins beigetragen: „Man merkt auch, dass die Leute im Verein mir alle helfen wollen.“ Zwar habe er bislang noch nicht viele Möglichkeiten gehabt, die Mainmetropole kennenzulernen, dennoch habe er bereits einen positiven Eindruck gewonnen: „Ich habe gesehen, dass es schöne Ecken und gute Menschen in Frankfurt gibt.“

Eine wichtige Rolle bei der Eingewöhnung spielt dabei sein Landsmann Kaua Santos. Der Torhüter erleichtert ihm den Start erheblich: „Es hilft mir sehr, dass Kaua Santos hier ist. Wir Brasilianer sind oft zusammen. Ich helfe ihm und er wird mir auch sehr helfen.“ Persönlich gekannt hätten sich beide vor dem Wechsel zwar noch nicht, dennoch habe Santos bereits im Vorfeld einen entscheidenden Anteil an seiner Entscheidung gehabt: „Wir haben vor dem Wechsel kurz geschrieben. Er hat sehr gut über die Eintracht, die Fans und die Atmosphäre gesprochen.“ Auch auf dem Trainingsplatz unterstützt der Torwart seinen neuen Mitspieler bereits: „Er hat mir im Training gleich übersetzt, als der Trainer die Übungen erklärt hat.“

Kontakt nach Frankfurt erst vor einer Woche

Dass sich Otavio letztlich für Frankfurt entschied, ging überraschend schnell: „Es gab den ersten Kontakt nach Frankfurt erst vor einer Woche.“ Lange überlegen musste der Innenverteidiger dennoch nicht. „Ich habe nicht lange gebraucht, mich zu entscheiden, hierher zu kommen.“ Ausschlaggebend sei vor allem die Philosophie des Bundesligisten gewesen. „Die Eintracht setzt auf junge Talente und auch auf meine Art zu spielen“, so der 20-Jährige.  Mit seinem Wechsel in die Bundesliga möchte der Brasilianer nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Nach einem Jahr in Portugal freue er sich auf die neue Herausforderung. „Ich freue mich auf die Bundesliga und das höhere Level hier.“ Die deutsche Eliteklasse genieße auch in seiner Heimat einen hervorragenden Ruf: „Die Bundesliga ist sehr kompetitiv mit vielen starken Spielern.“ Zudem hätten bereits zahlreiche Brasilianer dort ihre Qualität unter Beweis gestellt: „Viele Brasilianer haben hier gespielt und spielen noch immer hier.“

Selbstbewusst beschreibt Otavio auch seine eigenen Qualitäten. „Ich bin schnell und stark im Eins gegen Eins, außerdem effektiv im Passspiel.“ Gleichzeitig weiß der 20-Jährige aber auch, woran er noch arbeiten muss: „Ich könnte im offensiven Bereich noch besser werden. Das versuche ich immer zu verbessern und das muss auch so sein.“ Besonders motiviert ist der Abwehrspieler, weil ihm Adi Hütter bereits in den ersten Gesprächen großes Vertrauen vermittelt habe: „Er hat mit mir über meine Position und meine Stärken gesprochen.“ Die Botschaft des Trainers sei eindeutig gewesen. „Er hat mir gesagt, dass ich gleich richtig loslegen kann“, so Otavio.

Entsprechend selbstbewusst formuliert Otavio auch seine persönlichen Ziele. „Ich traue mir zu, dass ich direkt in der Startelf stehe.“ Am liebsten spiele er dabei im Abwehrzentrum, könne aber auch auf der linken Defensivseite aushelfen. Orientierung holt er sich dabei von zwei der größten Verteidiger der vergangenen Jahre: „Meine Vorbilder sind Thiago Silva und Sergio Ramos.“ Für Otavio sind beide Ausnahmespieler: „Das sind unglaubliche Spieler, die sogar noch spielen.“ Abseits des Platzes muss sich der Brasilianer zunächst noch an sein neues Umfeld gewöhnen. Seine Freundin begleitete ihn zwar zur Vertragsunterzeichnung nach Frankfurt, ist inzwischen jedoch wieder nach Guimarães zurückgekehrt. Die Eingewöhnung bestreitet Otavio deshalb zunächst ohne sie – allerdings mit der Unterstützung seiner neuen Mannschaftskollegen und insbesondere von Kaua Santos.

Die ersten Aussagen des Neuzugangs zeigen vor allem eines: Otavio bringt viel Selbstvertrauen, er hat klare Ziele und eine große Vorfreude auf Frankfurt. Der Brasilianer möchte sich möglichst schnell an das höhere Niveau der Bundesliga gewöhnen und deutet bereits an, dass er nicht gekommen ist, um sich lange auf der Bank einzugewöhnen.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. Spiderschwein 31. Juli 26, 08:17 Uhr

Interessant. Santos übersetzt beim Training für otavio. Spricht, bzw. versteht Santos deutsch (was für Santos spricht das er dem deutschen schon so mächtig ist) oder wird beim Training Englisch gesprochen (was gegen otavio spricht das er dann noch nicht mal Englisch kann)?
Kann mir das jemand sagen der schon mal das Training beobachtet?

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Fallback Avatar 2. Meintracht 31. Juli 26, 08:28 Uhr

Dieses ausgeprägte Selbstbewußtsein scheint an der Nationalität zu liegen. Hatten wir vor kurzem schon mal.
Mir gefällt sehr, dass er für sich selbst keine Eingewöhnungszeit beansprucht. Aber Vorsicht! Spieler, die bei uns nicht 1 bis 2 Jahre Eingewöhnung brauchen, könnten als gefährlich eingestuft werden. So schnell gehts bei der Eintracht nicht. :-)

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Fallback Avatar 3. Meintracht 31. Juli 26, 08:46 Uhr Zitat - Spiderschwein Interessant. Santos übersetzt beim Training für otavio. Spricht, bzw. versteht Santos deutsch (was für Santos spricht das er dem deutschen schon so mächtig ist) oder wird beim Training Englisch gesprochen (was gegen otavio spricht das er dann noch nicht mal Englisch kann)? Kann mir das jemand sagen der schon mal das Training beobachtet? Path

Die Frage ist wirklich interessant.

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EintrachTV bildet:

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Ich gehe davon aus, das Denglisch bzw Fußballdeutsch+Sprachenenglisch inzwischen bei den meisten Bundesligisten Kabinensprache ist.

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