Die Frankfurter Eintracht spielt in Paderborn 2:2. Dabei waren die Gastgeber die erwartet ekligen Gegner. In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber etwas mehr vom Spiel, die besseren Chancen waren aber auf Seiten der SGE. Dennoch glichen die Paderborner die ursprüngliche Führung durch Jonathan Burkardt (23.) kurz vor der Pause aus. Eigentlich begannen die Frankfurter gut in der zweiten Hälfte, allerdings gingen die Hausherren durch einen Elfmeter in Führung (73.). Dann sah auch noch Elias Baum die Gelb-Rote Karte. Nur Sekunden vor dem Abpfiff traf Burkardt nach Eckball per Hacke zum Ausgleich.
Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV (3:1) veränderte Cheftrainer Adi Hütter seine Startelf auf zwei Positionen: Für Keita Kosugi rückte Ansgar Knauff auf die rechte Außenverteidigerposition. Dafür wechselte Elias Baum die Seite auf Links. Zusätzlich durfte Jonathan Burkardt von Beginn an ran, für ihn blieb Nationalspieler Younes Ebnoutalib vorerst draußen. Erfreulich aus Sicht der Hessen: Robin Koch wurde rechtzeitig fit, nachdem der Kapitän unter der Woche im Training einen Schlag auf das Knie bekommen hatte.
Burkardt trifft in weitgehend ruhigem Stadion zur Führung
In der Anfangsphase des Spiels schwiegen die aktiven Fanszenen beider Seiten, denn es gab einen medizinischen Notfall unter den Gästefans aus Frankfurt. Dies blieb über die gesamte Spieldauer so, beide Lager hingen zudem ihre Zaunfahnen ab. Die Paderborner zeigten einen „Gute Besserung“-Banner.
Auf dem Rasen begann die SGE vielversprechend. Erst köpfte Lilian Brassier nach einer Ecke nur knapp daneben, dann setzte Ritsu Doan einen Distanzschuss nur knapp neben den Kasten. Die beste Chance der Anfangsphase verzeichneten aber die Gastgeber mit einem Schuss von Gabriel Vidovic, den Keeper Noah Atubolu zur Ecke parieren musste (13.).
Nach einer etwas zerfahrenen Phase, in der die Adlerträger nur wenige Zweikämpfe gewannen, gingen sie allerdings in Führung! Über Baum gelang der Ball in den linken Strafraum, wo Farés Chaibi den Kopf hochnahm und Burkardt fand. Der traf kompromisslos in die rechte, untere Ecke zur Gästeführung (23.). Der SCP antwortete prompt: Stefano Marino traf mit einem Schuss aus rund 14 Metern nur die Latte (28.). Jetzt hatten die Ostwestfalen mehr Ballbesitz, gefährlicher blieben aber die Frankfurter.
Paderborn gleicht kurz vor der Pause aus
Kurz vor der Pause aber doch noch der Ausgleich! Nach einer Paderborner Ecke bekommen es die Hessen nicht richtig geklärt. Aus einiger Unordnung heraus gelang der Ball zum links völlig freistehenden Raphael Obermair, der den Ball durch Atubolus Beine reinschoss. In der Folge gab es einige Beschwerden der SGE wegen eines vermeintlichen Foulspiels vor dem Treffer. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied aber auf Tor, weshalb es mit dem Unentschieden in die Kabinen ging.
Beide Teams wechselten zur Halbzeit: Oscar Höjlund kam für Noel Aseko rein, Nnamdi Collins für Knauff. Bei Paderborn kam Deniz Zeitler für Vidovic. In der 51. Minute hatten die Aufsteiger eine Riesenchance auf die Führung. Eine Hereingabe von rechts erreichte Ruben Müller, der reingrätschte und den Ball nur knapp am Tor vorbeisetzte. Doch auch die Frankfurter hatten Gelegenheiten: Ein Schuss von Chaibi klatschte an den Pfosten, Keeper Nahuel Noll klärte zur Ecke (55.). Folglich zeigten sich die Hessen aktiver, hatten einige Halbchancen. Dann der nächste Doppelwechsel: Ebnoutalib betrat für Uzun den Platz und Rekord-Debütant Niko Ilicevic durfte sein zweites Pflichtspiel im Adlerdress verzeichnen! Für ihn ging Doan runter (64.).
Paderborn geht in Führung, Burkardt gleicht in letzter Sekunde aus
Nach einem Ballverlust durch Ilicevic ging es schnell in Richtung Frankfurter Kasten. Brassier foulte Marvin Pieringer im Strafraum. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 2:1 (73.). Es wurde aus Eintracht-Sicht nicht besser: Baum ging in der eigenen Hälfte ins Dribbling, verlor den Ball und foulte seinen Gegenspieler. Der U21-Nationalspieler hatte bereits Gelb gesehen und musste folgerichtig mit Gelb-Rot runter.
In der 85. Minute kam Love Arrhov für Onyedika rein. Weiter fehlte der SGE in den entscheidenden Momenten die letzten Durchschlagskraft und Genauigkeit im Offensivspiel. Zudem gewann die Hütter-Elf insgesamt zu wenige Zweikämpfe. Natürlich warfen die Gäste in den letzten Minuten alles nach vorne, die Aufsteiger verteidigten leidenschaftlich. In der letzen Minute der dreiminütigen Nachspielzeit hatten die Gäste nochmal eine Ecke, sogar Atubolu war mit vorne dabei. Nach etwas Unordnung im Paderborner Strafraum staubte Burkardt mit der Hacke ab. 2:2-Ausgleich. Kurios: Die Vorlage lieferte Torhüter Atubolu!
So dürfte die SGE mit gemischten Gefühlen in die rund zweiwöchige Länderspielpause gehen. Viele Spieler werden für ihre Länder auf Reisen sein. Danach geht es für den hessischen Bundesligisten in der Liga zu Hause gegen Hoffenheim und danach auswärts in Stuttgart weiter.
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20 Kommentare
Wir haben uns von einer engagierten, aber äußerst durchschnittlichen Paderborner Mannschaft den Schneid abkaufen lassen. Und das sage ich als Paderborner. Wir sind auf den Außen nicht bundesligatauglich, und wenn Aseko und Onyedika sich dann noch ein ganzes Spiel lang verstecken, wird es schwierig. Hoffnung macht mir unser Talent in der Offensive, auch wenn da leider zuviel brotlose Kunst bei ist. Zumindest sind wir nochmal zurück gekommen.
Insgesamt eine sehr magere Leistung von zu vielen heute. Außer bei Johnny und Fares war das zu wenig. Zuviele unforced Errors gerade im Passspiel, bin auch mal auf die Zweikampfwerte gespannt. Paderborn ist stabil und schwer zu spielen, aber man muss es ihnen ja nicht so leicht machen. Auch einem jungen Spieler wie Baum darf so etwas Dämliches nicht passieren, und die Diskussionen rund um unseren Wunderspieler sind nun vermutlich erstmal wieder etwas geerdeter.
Völlig klar sollte spätestens nach heute sein, dass wir im Winter mindestens noch einen AV brauchen.
Zuerst gute Besserung für den verunglückten Fan
In Unterzahl noch den Ausgleich erkämpft, Chapeau Eintracht. Jonny, Wahnsinn.
Es ist wie immer: je mehr man sie unter der Woche lobt, desto schlechter spielen sie am Wochenende.
Zumindest für die Moral war der Ausgleich gut.
not gegen elend und wir noch glück gehabt
diese abwehr auser dem franzosen ist total für den arsch
die haben sofort angst wenn der gegner einen langen ball reinbringt
dann die fehler beim pass spiehlen in der häufigkeit ist schon sehr schlimm
dann uzun wieder trippeln bis der ball weg ist.kann es nicht mehr sehen
auch baum wie kann man so dum sein und den ball nicht einfach weit schlagen
genauso mit unseren ganz jungen,,,hoffendlich was gelernz dabei mit dem trippeln in der eigenen hälfte.
Wir wussten alle am Ende der letzten Transferperiode, dass wir die Hinrunde "ohne Unterhosen" spielen werden, denn unsere Abwehr ist qualitativ wie quantitativ unterbesetzt und nur gerade so bundesligatauglich. Das hat man auch heute wieder gesehen. Das Problem muss im Winter behoben werden und erst dann kann man nach oben schauen. Bis dahin ist das Tabellenmittelfeld der Ort, wo wir leider hingehören. Mund abputzen, weiterkämpfen
Mann Mann Mann
In der letzten Minute köpft unser Torwart Atobolu auf Burkardt, der ihn dann mit der Hacke mittels Tunnler ins Tor schiebt- das ist ein Tor für die Eintracht Geschichtsbücher.
Und wichtig für die Moral vor der Länderspielpause.
Randnotiz: Hütter unterschätzt anscheinend gelbe Karten unserer Abwehrspieler. Bei Collins letzte Woche hatten wir Glück, bei Baum war es in diesem Spiel auch nur eine Frage der Zeit. Auch wenn er insgesamt top war, man hätte ihn irgendwann gegen Kosugi austauschen sollen.
Kosugi war nicht im Kader. Warum auch immer…
Gegen Kosugi austauschen wäre schwierig geworden. 🤔 Der war nicht im Kader.
So verschenkt man einen sicheren Sieg. Knauff und Baum. Das ist schon Slapstick. Baum im gesamten Spiel am Dribbeln - hat er wohl geübt - und verliert ständig den Ball. Bei der GelbRoten auch. Einfach dumm! Und Knauff? Was fabriziert er da auf rechts? Mit Doan eine Katastrophe. Und seine überflüssige Ecke führt dann zum Ausgleich. Holzt den Ball ohne Not an Koch vorbei. Unfassbar. Doan - hatte ich schon letzte Woche kritisiert - und ich bleibe dabei: Er ist ein Schwachpunkt! Verliert jeden Zweikampf, jeden Ball, lässt sich körperlich zu leicht abdrängen, entscheidet sich für falsche Pässe. Grausam. Die Mentalität von Jonny und Chaibi waren heute entscheidend. Bis zum Schluss an den Ausgleich geglaubt. Genauso Noah. Wie er da reingeht und den Ball gewinnt, überragend! Nur einen Punkt also - wir können trotzdem glücklich darüber sein. Und dennoch war so viel mehr drin!!!
Atebolu mit mehr Assists in dem Spiel als Uzun. Insgesamt ein komisches Spiel.
Ja, ich bin ein Baum Fan, aber heute war das nix.
Da merkt man schon das viele noch jung sind.
Was mich positiv stimmt.... Zu zehnt gekämpft und noch einen Punkt geholt.
Die Mannschaft lebt..
Komplett unnötiges , und trotzdem gutes Unentschieden. Uzun und Doan haben viel zu viele Bälle hergeschenkt. Vor allem Uzun geht mir langsam aber sicher voll auf den Sack. Knauff, Aseko und Koch waren heute einfach schlecht. Und trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Wir hatten mehr als genug gute Chancen und Angriffe. Der Elfer war Pech, da Brassier ausrutscht. Die gelb-rote von Baum war schlicht und einfach dumm. Hau den Ball weg. Dann wäre es nicht so weit gekommen. Nun das positive. Chaibi, Atubolu und Burkhardt sind echte Leader. Das Unentschieden mit 10 Mann kann man als Teambuilding bezeichnen. Ich hätte heute lieber von Anfang an mit 2 Stürmern gespielt. Und Uzun draußen gelassen. Der Junge spielt zwei gute Spiele, und hebt sofort wieder ab. Und denkt er ist Vitinha. Das wird so nichts mit ihm. Wir brauchen noch einen RV/LV. Und einen Arschtreter auf dem Platz. Finden wir beide in der Winterpause ist Europa drin. Wenn nicht , glaube Ich nicht dran.
Wenn man eine Woche Zeit hat sich auf das Spiel gegen Paderborn vorzubereiten und dann so eine Leistung abliefert ist das nicht akzeptabel. Kämpferisch war es OK. Aber die Leistung von Doan und Knauff gibt mir Rätsel auf. Das ist viel zu wenig, wenn man überlegt was sie zu leisten im Stande sind. Uzun war kein Faktor. Eigentlich haben wir gar nichts auf den Platz gebracht. Bei Ilicevic glaube ich, es wäre besser gewesen wenn er die letzten Jahre mal einen Mitspieler gehabt hätte, der ihn mal im Genick packt und durchschüttelt. Wenn ich in ein absolut unnötiges Dribbling gehe, dann komme ich durch - sonst spiel ich einfach zum freien Nebenmann. Die Eselei von Baum ist auch nicht nachzuvollziehen. Eigentlich haben wir uns gegen einen sehr limitierten Gegner mal wieder selbst die Chance beraubt das Punktekonto zu verbessern. Wenn man weiß was die Mannschaft kann und was sie seit 18 Monaten liefert ist das einfach nur traurig und ärgerlich. Ich hoffe jedes Spiel, dass die Fehler aufhören, aber so langsam schwindet die Hoffnung. Die Punktausbeute können wir auch mit einer Mannschaft haben, die das halbe Gehalt kostet.
sry, aber das spiel in leipzig hat gezeigt, dass kanuff als RV bundesligauntauglich ist - das war nicht nur dort so offensichtlich. ansgar ist auch kein talent mehr, sondern mittlerweile ein BL spieler, mit leider auffällig negativer entwicklung, vielleicht auch, gerade weil er negativaufgaben bekommt. seine passquote war letze saison schon sehr schwach, diese saison setzt er noch eins "oben drauf" . gegen hsv eine grottige passquote von 53% - zur "belohnung" durfte er heute wieder ran. hat den eckball zum 1:1 verursacht mit einer extrem schachen aktion. immerhin waren es heute 59% passquote.
Wie wäre es mal mit Jupp für Doan?
[…] Elfmeter, Gelb-Rot und Burkardt-Doppelpack: Eintracht mit Remis in Paderborn […]
Hütter hat ein gutes Spiel von Baum gesehen.
Gude,
Paderborn war der erwartet unangenehme Gegner. Wer glaubte, dass man nach den letzten Spielen so einen Gegner dominiert, oder einen klaren Sieg einfährt, der sucht auch nach dem Goldkessel am Ende des Regenbogens.
Baum war nicht schlecht, hätte aber nach seiner gelben Karte ausgewechselt werden müssen. Auch Ilicevic in dieser Phase zu bringen, halte ich für einen Fehler. Dafür ist er noch zu grün und wer weiß wie ihn der Ballverlust im Nachgang beschäftigt. Ich verstehe Hütter in beiden Situationen leider gar nicht.
Super fand ich, wie das Team in Unterzahl alles reingeworfen hat und sich auch noch belohnt.
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