Die Eintracht beendet das Jahr 2025 auf dem siebten Tabellenplatz in der Bundesliga und hat vier Punkte Abstand auf die Champions League-Startplätze. Auf dem Papier keine schlechte Ausgangslage. Jedoch ist die Stimmung im Umfeld des Vereins nicht so rosig. Die Kritik an Mannschaft und Trainer Dino Toppmöller riss auch nach dem 1:1 im letzten Spiel des Jahres gegen den HSV nicht ab. Wiederholt wurden Stimmen nach einem Trainerwechsel laut, die Sportvorstand Markus Krösche allerdings nach dem Duell im hohen Norden wegwischte. „Ich glaube die Art und Weise, wie wir in den letzten Wochen gespielt haben, war sicherlich nicht immer top, aber da muss man letztendlich auch immer die Doppel- oder teilweise Dreifachbelastung in Betracht ziehen und es dann einfach auch akzeptieren“, bewertete das Vorstandsmitglied die aktuelle sportliche Lage im vereinseigenen Podcast. Weiter versuchte er die angespannte Lage und aufkommende Kritik einzuordnen.
Wie auch Toppmöller nach dem Remis in Hamburg betonte, zeigte sich Krösche mit der Punktausbeute in der Liga grundsätzlich zufrieden. Allerdings sind die Ansprüche am Main in den letzten Jahren mit wachsendem Erfolg kontinuierlich gestiegen. Nicht nur ob die SGE punktet, sondern auch wie sie dies tut, ist eine zentrale Frage. Nicht wenige sind der Auffassung, dass mit dem vorhandenen Personal mehr drin sein müsste. Immerhin stiegen Kaderqualität und Gesamtkosten mit dem Erfolg stetig an. Zuletzt zeigte man in der Liga aber oft zähe Auftritte gegen vermeintlich schwächere Teams. Für Krösches Verständnis hängen diese Faktoren zusammen: „Die Wahrnehmung in der Bundesliga hat sich verändert. Die Mannschaften sind deutlich defensiver gegen uns und gehen mehr auf Umschalten. Das heißt, du hast deutlich mehr Ballbesitz und musst dann auch immer mehr Lösungen finden. Ich finde grundsätzlich kann man schon sagen, dass wir natürlich auch den Anspruch haben, besser Fußball zu spielen. Aber trotzdem müssen wir mal schauen, wer wir sind und wo wir herkommen.“
Krösche sieht Fortschritte gegen tiefstehende Gegner
Dass die Hessen sich gegen tiefstehende Gegner schwertun, ist nichts Neues. Das war auch schon unter Toppmöllers Vorgängern der Fall. Und doch sah der Sportvorstand hier eine Entwicklung, denn knappe Spiele gegen tiefstehende Gegner würde man mittlerweile häufiger gewinnen: „Das Wichtigste ist, dass wir dann in diesen Spielen einfach die Punkte holen. Und das ist schon mal ein Fortschritt zu den vergangenen Jahren, wo wir gerade gegen tiefstehende Gegner oder gegen Gegner, die vielleicht im unteren Tabellendrittel sind, nicht gewonnen haben.“ So siegte man beispielsweise knapp gegen Mainz, St. Pauli oder auch Augsburg – sogenannte „dreckige Siege“. „Dann muss man auch mal zufrieden sein, wenn man Augsburg und St. Pauli schlägt, die alle eine gute defensive Struktur haben. Auch wenn es nicht immer schön aussieht“, warb Krösche weiter um Verständnis. Klar, am Ende kommt es auf die Ergebnisse an und mit 25 Punkten aus 15 Spielen ist die Mannschaft im Soll. Nur wurde man zu selten spielerisch den Ansprüchen eines Aspiranten auf die internationalen Plätze gerecht.
Freilich sieht auch der Eintracht-Macher noch Verbesserungspotential im Spiel der Adlerträger. Zum einen analysierte der 45-Jährige, dass man mehr Torchancen rausspielen müsse. Zum anderen ist für Krösche zentral, wie die Mannschaft Offensiv- und Defensivaufgaben balanciert. Ein Thema, das Toppmöller bereits vor Wochen als Schwachstelle öffentlich benannte. „Leider hatten wir in der einen oder anderen Situation ein bisschen zu viel Risiko, sind ein bisschen zu offen und ein bisschen zu weit auseinander. Dann haben uns Mannschaften, die gut umschalten, schon wehgetan“, stimmte Krösche zu und forderte ein gesundes Mittelmaß zwischen Stabilität und Risiko. Öffentlich steht immer wieder zur Diskussion, ob die Eintracht einen neuen Sechser und einen neuen Verteidiger benötigt. Die kommen nicht von ungefähr: Man kassierte bereits 30 Gegentore – nur Heidenheims Defensive zeigte sich anfälliger. Ebenso sollen ein bis zwei neue Knipser an den Main kommen und den aktuell ausfallenden Jonathan Burkardt entlasten. Damit ging Kritik an der Kaderzusammenstellung einher. Auf der anderen Seite gilt es zu berücksichtigen, dass die SGE ungewohnt viele Verletzungen zu beklagen hatte. Mit Can Uzun und Burkardt dürfte nach der Winterpause immerhin die Torgefahr ein Stück weit wiederkehren.
Champions League als zusätzliche Belastung
Für den gebürtigen Hannoveraner ein weiterer Faktor für die teils unsicheren Auftritte in der Liga: Die Nackenschläge gegen erfahrene Teams wie den FC Liverpool, Atletico Madrid oder Atalanta Bergamo in der Champions League. Dabei spielt auch das junge Alter und die wenige Erfahrung im Kader eine Rolle, wie Krösche erklärte: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die das erste Mal auch in so einem intensiven Wettbewerb wie der Champions League spielt und auch die eine oder andere Niederlage verkraften musste.“ Immer wieder musste das junge Team Lehrgeld zahlen. Verlor nach großem Kampf auch gegen den FC Barcelona knapp. Das wirkte sich auf die Mentalität in den folgenden Liga-Partien aus.
Weiterkommen in der Königsklasse dürfte ohnehin schwierig werden. Einem Sieg gegen Galatasaray und einem Remis in Neapel stehen vier teils deutliche Niederlagen gegenüber und so konnte man bisher erst vier Punkte sammeln. Das bedeutet drei Punkte Rückstand auf die Playoff-Plätze, bei noch zwei verbleibenden Begegnungen. Krösche betonte im Zuge dessen das Niveau in Europas größtem Vereinswettbewerb: „Die Champions League ist noch mal ein anderer Wettbewerb als die Europa League, weil einfach die Qualität der Mannschaften, aber auch der einzelnen Spieler, deutlich höher ist. Von daher ist das ein Wettbewerb, den wir uns natürlich erarbeitet haben und wo wir auch zu Recht spielen. Aber es ist trotzdem noch mal ein Abstand zu den anderen Mannschaften.“
„Haben das Ziel zehn Punkte in der Champions League zu erreichen“
Wenn die Eintracht etwas bewiesen hat, ist es, dass sie Rückschläge und Abgänge immer wieder kompensieren konnte. Und so erhofft sich Krösche von den Champions League-Niederlagen: „Aus diesen Spielen müssen wir einfach lernen. Und das wird die Mannschaft auch. Wenn du negative Erlebnisse hast, kannst du aus diesen auch unheimlich viel ziehen. Und das ist das Wichtige.“ Das dürfte für fußballerische Fähigkeiten, wie auch die Bewältigung physischer Anforderungen und mentaler Belastungen gelten, die in dem Wettbewerb deutlich höher sind als in der Bundesliga.
Mit Blick auf den Januar gibt es eine klare Zielsetzung: „Wir haben noch das Ziel, die zehn Punkte in der Champions League zu erreichen, weil das eventuell bedeuten kann, dass man trotzdem in die Playoffs kommt. Das ist auch unser Ziel.“ Kein einfaches Unterfangen: Immerhin wird die SGE ohne eigenen Anhang das Spiel in Baku bei Qarabag bestreiten müssen. Danach folgt zu Hause das Aufeinandertreffen mit den Spurs. Dazwischen fordern fünf wichtige Ligaspiele die Adler direkt wieder. Ein vollgepackter Terminkalender also. Mit dem BVB, Stuttgart, Hoffenheim und Bayer Leverkusen warten anspruchsvolle Aufgaben. Der Januar dürfte richtungsweisend werden, eben weil die Partien dicht auf dicht folgen und kaum Zeit zur Erholung lassen. Bei aller berechtigter Kritik sind die Chancen auf eine erfolgreiche Spielzeit weiterhin da. Zuerst gilt es für die Frankfurter aber zu regenerieren und die Hausaufgaben in der Winterpause zu machen. Für Krösche liegen diese vor allem darin passende Verstärkung zu finden.






29 Kommentare
Klingt doch sehr vernünftig was er sagt.
Was sollte er auch anderes sagen, er kann natürlich nicht über sein eigenes Konstrukt herfallen.
Ich bin gespannt was für Transfers und Abgänge bzw. Leihen noch getätigt werden , denn zufrieden wird er mit Sicherheit nicht sein.
Auf das neue Jahr und alles wird bestimmt besser.
Dieser Satz : " müssen schauen wo wir
herkommen" stimmt ja. Nur, muss man ihn jeden Tag zweimal lesen?
Wir kommen von Platz 3 der letzten Saison!
Ach ja und 1959 waren wir Deutscher Meister! Wenn wir schon die Vergangenheit bemühen um den Blick in die Zukunft zu vernebeln.
Erfolgreiche Teams beschäftigen sich nicht mit den schlechten Zeiten der Vergangenheit sondern agieren mit Selbstvertrauen. Schlimm das ich den Spruch „Mia san mia“ hier auspacken muss.
Halleluja!
Sehr geehrter Herr Krösche,
Sie haben immer genau gewusst, wo wir herkommen.
Aber die einzige Frage, die Sie wirklich interessiert hat, war wo kann
und will unsere Eintracht noch hinkommen.
Dafür haben Sie sehr hart gekämpft und gearbeitet. Für die großen
Erfolge habe ich Sie bewundert, auch wie Sie uns in der Öffentlichkeit
repräsentiert haben.
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie alleine man an der Managementspitze
ist. Aber glauben Sie mir, es wird noch härter und einsamer, je höher Sie
kommen. Da gibt es keine Selbstzweifel, sondern nur Vertrauen in die
eigene Stärke und Urteilskraft.
Darf ich Ihnen dennoch einen kleinen Rat geben:
Manchmal hilft es eine eigene Entscheidung, von der man überzeugt war
noch einmal zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen viel Kraft, aber auch Freude für ein tolles
Eintrachtjahr, aber auch für Ihren persönlichen Berufsweg.
Man könnte denken der Heribert wäre noch da.
Ausschließlich die Finanzen im Blick mit Hinweis auf die ohnehin betonierte Tabelle!
Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Krösche, wissen wir nicht nur, wo wir herkommen, nein, wir haben das teilweise jahrzehntelang erleiden müssen.
Ich kanns nicht mehr hören. Die Mannschaft hat ganz offensichtlich keinen Plan, das ist das Problem. Und Problemlöser ist unser Trainer leider nicht.
☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆
Frohe Weihnachten, liebe
Fangemeinde nah und fern,
in und um Frankfurt, als auch
weit draußen in unserer Welt!
Feiert im Kreise eurer Lieben ein
besinnliches und friedliches Fest ...
☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆
Vollkommen falscher Ansatz und typisch deutsch. Wir müssen sehen, wo wir hin wollen. So muss es lauten und demnach kritisch agieren.
Mann Mann Mann, ich kann echt nur den Kopf schütteln zu den vorherigen Kommentaren (ausgenommen 1 und 8).
Markus Krösche sagt nicht, dass von nun an "Müssen schauen, wo wir herkommen“ die einzige kurzfristige und mittelfristige Ausrichtung der Eintracht ist. Ihr unterstellt in euren Kommentaren als hätte er es zum einzigen Credo der Eintracht erhoben und alles andere nicht existent wäre. Habt ihr vergessen, wie und vor allem wie rasant sich die Eintracht entwickelt hat seit MK an Board ist? Die Entwicklung vor seinem Antritt war schon beeindruckend, aber seit er da ist ging es nochmal 2 Gänge höher.
Aktuell (als Aufnahme der gegenwärtigen Situation) bedient sich MK dieser viel zitierten Aussage doch ausschließlich und auch nur um die Erwartungen mancher Fans und mancher Journalisten einzuordnen. Er widerspricht damit nicht diesen Fans und Journalisten. Aus meiner Sicht möchte ich er lediglich einordnen.
Anstatt einzelne Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen, empfehle ich das ganze Interview anzuschauen, und dann noch mal die obigen Kommentare zu hinterfragen.
https://tv.eintracht.de/video/jahresrueckblick-mit-markus-kroesche-174421
Frohe Weihnachten 🎄 🎅
Frohe Weihnachten und eine gute Zeit
wünsche ich Euch Allen.
Möge endlich Frieden werden in der ganzen Welt.
Bleibt alle gesund und frohen Mutes
und auch im neuen Jahr stehen wir weiterhin zu unserer Eintracht, friedlich und treu.
Liebe Eintracht Fans, jetzt durchschnaufen, lasst die Verantwortlichen weiter mit gebotener Ruhe und Bedacht handeln.
Immer demütig dran denken, wo wir herkommen.
(Hab mich zwischenzeitlich auch von der aufkommenden Trainerdiskussion anstecken lassen-absolut Schwachsinn).
Allen Adlern ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches neues Jahr und viele liebe Grüße aus Hasungen.
Was er gewissentlich verschweigt, dass er in den letzten drei Wechselfenster seinen Job nicht erledigt hat, weder Marmoush noch Ekitié wurden ersetzt, Trapp und Tuta vergrault, nein der Dino ist nicht daran Schuld, liebe Grüße nach Burghasungen, das ist nicht weit von Lauterbeach...
aber wie schrieb schon keineahnungvieldavon:
nächstes Jahr wird alles besser
#deutschermeisterwirdnurdiesge
mein Traum lebt since '59
Wenn’s gut läuft ernennen wir uns selbst zur Spitzenmannschaft, wenn’s schlecht läuft dann müssen wir schauen wo wir herkommen…
Dieses alberne Manager-Gerede braucht kein Mensch…
Die einzige realistische Option wäre für mich eher Rose
Markus hat mMn mit allem weitestgehend recht, was er sagt - und trotzdem möchte ich ihm wiedersprechen. Wenn die Mannschaft Samstags Nachmittag auf den Platz läuft, dann stellt sich die Frage, wo man herkommt, nicht. Da stellt sich nur die Frage, was einem für ein Kader zur Verfügung steht und was aus diesem Kader herausgeholt wird. Haben wir gegen Wolfsburg, Leipzig, Augsburg und HSV eher viel oder wenig aus dem Kader herausgeholt. Ich habe dazu eine recht eindeutige Meinung.
Aus dem, was on dem Kader übrig war, haben wir einiges rausgeholt. Hätte bissel mehr sein können, aber auch viel weniger.. .
Es kommt, wie es kommen musste. Einmal Dritter und die Leute drehen am Rad. Vor nicht all zu langer Zeit hätten wir uns über eine solche Saison wie diese noch gefreut. Nach 20 Jahre Fahrstuhl ging mir diese Entwicklung eh noch manchmal gruselig schnell. Dabei ist eine solche Entwicklung und ein solcher Saisonverlauf bei selbst über Jahrzehnte oben mitspielenden Teams alle paar Jahre mehr als normal. Da sind alle schon durch. Die einzigen die davor geschützt sind, sind die Bayern. Zu guter Letzt noch was für's Phrasenschwein: Abgerechnet wird zum Schluss.
Für Herrn Topmöller liegt wohl nichts unterm Weihnachtsbaum, naja müssen wohl wissen wo wir herkommen. Und wo wir sind und hin wollen.
Von dem, was da übrig war, kann der HSV nur träumen. Bis auf Zetterer und Dahoud alles aktuelle U21 oder Nationalspieler sowie Spieler, die sich wie Koch berechtigt Hoffnung auf Einsätze machen können.
Bei wie vielen Bundesligisten würde Buta wohl Stamm spielen? 6, 7? Mehr?
Wieviele Bundesligisten würden gerne mit unseren "Problemen" tauschen? 10, 11 oder mehr?
Im übrigen sind wir ligaübergreifend Vizemeister in den Strafzahlungen für Pyro und Randale.
Nur der FC Köln war besser.
Ich denke, da ist noch Potential nach ganz oben. 😡
Liebe Eintrachthasser, am 31.12. wäre doch gute Gelegenheit sich legal von diesem Pyro-Dreck endgültig zu trennen.
Denkt mal drüber nach.
Erst einmal Frohe Weihnachten an euch alle.
Sehen wir es doch mal so. Das etwas ältere Kaliber unter uns kennt halt noch die andere Seite der Medaille. Ja das ist schon lange her, aber wenn du Jahr für Jahr um die Lizenz bangen musstest oder irgendwelche Eskapaden der Spieler öffentlich wurden. (Gude Hr. Gaudino) du hoffst eigentlich nur irgendwie 40 Punkte zu bekommen..ich erwische mich immer noch dabei und schauen wann wir 20 Punkte haben, dann haben wir früher den halben Klassenerhalt.
Das junge Gemüse kennt diese Eintracht doch gar nicht mehr oder nur aus Erzählungen.
Ich sehe das ja selbst hier zu Hause..mein Sohn ist 12.., der hat geschimpft wie ein Rohrspatz als der HSV das vermeintliche 2:1 erzielt hat.., da war Deppen, Stümper Sonntagskicker noch das harmlose..“Wir sind Frankfurt und verlieren gegen wen?? Hamburg ?? Die haben die letzten Jahre in Liga 2 geschlafen“
Früher war Hamburg ein ziemlich unangenehmer Gegner und im Volkspark haben selten gut ausgesehen.., aber diese Zeiten kenn die jüngeren einfach nicht.
Daher ist immer die Perspektive wichtig und wer es sagt. Mit der Spielweise war ich auch nicht zufrieden mit dem Tabellenplatz und den Punkten bin es aber.. und es kommen noch zwei Spiele bevor die Hinrunde abgeschlossen ist.
25x2 =50, reicht für den Klassenerhalt.. :-)
MK ist ein Glücksfall für Eintracht Frankfurt. Er leistet unglaublich gute Arbeit. Letzten Sommer hat er es jedoch leider versäumt auf Schlüsselpositionen (IV&6er) zu stabilisieren. Zudem leider Pech mit Wahi (kann passieren). Wenn aktuell das Team auf den Platz kommt ist in letzter Zeit meist keinerlei Plan zu erkennen leider. Und wir haben trotzdem eine starke Entwicklung genommen, wenn man bedenkt wo wir herkommen. Aber das darf keine Entschuldigung sein für Fehler in der Gegenwart. Man sollte immer nach vorne schauen und Dinge besser machen. Ich denke das wird MK auch machen. Den Verweis auf frühere Schlechte Zeiten darf er aber weglassen.
Sehr sympathisch, ich erkenne Parallelen zu uns zu Hause. Meine Söhne sind 14 und 16 und sind beim HSV Spiel förmlich ausgerastet (leider nicht zum ersten Mal diese Saison). Die Zitate erspare ich Euch an dieser Stelle.
Ich glaube es geht auch viel um Dankbarkeit. Ja, ich bin dankbar für vieles.
Aber ich bin auch unzufrieden über die aktuelle Spielweise. Die Ergebnisse sind mir eigentlich gar nicht soooooo wichtig.
Ich liebe meine Diva ..... und mal so und mal so zu spielen, ist eigentlich für mich total normal.
Mir fehlt nur gerade das Feuer.
Warum bin ich Eintracht Fan?
Bei mir war es 1974 75. Unser Nachbar hat mich zum ersten Mal mit ins Waldstadion genommen. Ich war 7 oder 8.
Ich weiß fast nichts mehr über das Spiel, aber ich weiß noch alles über den Geruch von Bratwurst, Ebbler und fliegenden Sitzkissen nach einem Tor von, ich bin fast sicher, es war Charly Körbel mit dem Kopf nach einer Ecke.
Wie gesagt, ich weiß nicht mehr viel über das Spiel (ließe sich bestimmt recherchieren aber warum auch).
Aber was ich ganz sicher weiß, ist folgendes:
Wenn die Eintracht den Ball bekommen hat und in den Angriff gegangen ist, was dann für ein Raunen und Ansteigen des Lärmpegels im Stadion abgegangen ist. Der Blick auf die Kurve mit ihren Fahnen und Gesängen... Gänsehaut.
Diese Begeisterung greifbar, spürbar.
Das ist es, was mich zur Eintracht gebracht hat und was über die ganzen Jahre egal ob Abstieg, Aufstieg, Europa oder auch nicht mich bei meiner Eintracht gehalten hat.
Das kann mir und uns für die Vergangenheit niemand mehr nehmen.
Dafür bin ich dankbar.
Aber leider finde ich, dass Toppmöller, der definitiv einer von uns ist, von dieser leidenschaftlichen Eintracht einiges wegnimmt, und das schon bald drei lange Jahre.
Für mich sind 2018 und 2022 immer noch wie Wunder, wo man sich eigentlich kneifen muss.
Aber das Zwischendrin, meine normale Eintracht, wie ich sie oben beschrieben habe, die fehlt mir.
Frohe und gesegnete Weihnachten Euch allen.
@26: Super Kommentar mit vielen Parallelen, wie ich zur Eintracht kam. Muss auch so 74/75 gewesen sein. Kann mich aber nur noch wirklich an den Namen unseres RV erinnern: Weidle.
Erster Stadionbesuch 79 als Pimpf im G-Block gegen den BVB, mit Körbel, Nickel, Hözenbein, Lorant, der einen Elfer verwandelte. Endstand: 3:1 für uns. 80 dann gegen BMG im UEFA-Cup Rückspiel auf der Gegentribüne live dabei gewesen. Ausgang kennt hier jeder.
Und auch ich habe immer noch die 40 Punkte im Blick…
Auf jeden Fall freue ich mich sehr über die tolle Entwicklung der letzten Jahre mit dem fantastischen 3. Platz in der letzten Saison.
Aber mir fehlt wie so vielen hier das Feuer in der Mannschaft und unseren Auftritten.
Frohe Weihnachten euch allen.
Ach was verfalle auch ich in die Vergangenheit unserer Eintracht, wenn ich das hier so lese. Ende 80er Jahre mit meinem Vater Samstagmittag, da durfte ich als, keine Ahnung, 8 jähriger oder so mit mit in die Kneipe. Da saßen 10-20 Leute an den lagen Tischen, tranken Bier, aßen Wurst oder Schnitzel und es gab gesalzene Erdnüsse. Für mich Limo. Es war herrlich. Begeisterung. Das waren auch tolle Zeiten. Anfang der 90er gab es gute Momente aber es ging auch bergab. Ich stand als Jugendlicher im G Block. Im Nieselregen zur Not auch gegen Meppen in Liga 2. O-Ton aus der Bahn zu der Zeit. Hey, kennst du Meppen? Nein, wie geht das? Haha. Natürlich hat man gute Zeiten aber auch richtige Scheißzeiten gehabt. Von daher sehe ich das schon wie Krösche. Ich weiß, wo wir her kommen. Und da reicht es, ab den späten 80ern dran zu sein. Viele Jahrzehnte als Horizont zu sehen. Und dennoch fühlt es sich einfach komisch an im Moment. Aber wir werden sehen, die Saison geht noch einen Moment. Das wird schon.
Nostalgie sollte keine Rolle bei der Bewertung sein, warum es jetzt nicht rund läuft. Und es läuft nicht rund. Und das hat nichts damit zu tun, wo man herkommt. Eher wo man hin möchte. Ansonsten sehe ich Krösche auch als Glücksfall und Garant für Stabilität an. Denke auch, dass hinter den Kulissen ganz anders gesprochen wird. Dass es massive Kritik in der Anhängerschaft gibt, wissen die handelnden Personen. Sonst gäbe es nicht die ganzen Statements der letzten Tage.
Gerade im Zusammenhang mit unserer Spielweise die Aussage zu treffen, dass „wir nicht vergessen dürfen, wer wir sind und wo wir herkommen“, war sicherlich unglücklich. Natürlich kann und sollte dies nicht als Maßstab für die Bewertung der Hinrunde herangezogen werden. Ich würde diese Floskel aber nicht überbewerten, da MK die Unzufriedenheit mit der Spielweise und mangelnden Konstanz klar angesprochen hat. Daneben konnte man auch heraushören, dass er hier auch das Trainerteam in die Pflicht nimmt.
Er hat sicherlich im letzten Transferfenster den Fehler gemacht, sich auf den Durchbruch von Wahi zu verlassen und keinen weiteren Stürmer als Ersatz zu verpflichten, Tuta als erfahrenen Spieler und Stabilisator der Abwehr ohne Not und Ersatz zu verkaufen und keinen 6er zu verpflichten, der zweikampfstark ist, der Defensive Stabilität verleiht und ein gutes Aufbauspiel hat. Das wird MK in der Winterpause sicherlich korrigieren.
Zwischen den Zeilen hat MK durchblicken lassen, dass er mit der „Balance“, den „Abständen zwischen den Spielern“ und der „Konstanz“ unzufrieden ist. Daneben wird er sicherlich auch unzufrieden sein mit dem Stellungsspiel unserer Verteidiger, der Zuordnung bei Standards, der nahezu zweikampflosen Spielführung und der Ideenlosigkeit gegen tief stehende Gegner. Dies wird er sicherlich auch bei DT angesprochen haben, aber natürlich nicht öffentlich beim Saisonrückblick äußern.
Trotz der vielen Verletzungen von Schlüsselspielern sowie der körperlichen und mentalen Doppelbelastung durch die CL, bei der ausbleibende Erfolgserlebnisse auch auf die Moral der Mannschaft niederschlagen, gibt der Kader sicherlich mehr her als er in der Hinrunde gezeigt hat. Das betrifft dann nicht nur die jungen Spieler wie Bahoya und Uzun, die im Saisonrückblick erwähnt wurden, sondern auch unsere erfahrenen Spieler wie Koch, Theate und Götze. Hier wird der Trainer gefordert sein! Daneben sollte der Trainer endlich ein passendes Spielsystem finden für eine ausgewogene Balance zwischen Offensiv- und Defensivspiel. Hier fehlt mir leider der Glaube daran, dass dies DT hinbekommen wird, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
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