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Robin Koch wird auch in der kommenden Saison der Kapitän der SGE sein. Foto: IMAGO / HMB-Media

Koch gibt Eintracht-Ziel vor: „Das wollen wir als Identität für unsere Mannschaft bekommen“

Die Ergebnisse stimmen, die Defensive präsentiert sich stabiler und auch die Spielidee von Adi Hütter wird immer deutlicher erkennbar: Eintracht Frankfurt befindet sich knapp vor dem Ende der Sommervorbereitung auf einem guten Weg. Beim 5:1-Erfolg gegen den FSV Frankfurt zeigte die SGE erneut, welchen Fußball sie in der kommenden Saison auf den Platz bringen möchte. Kapitän Robin Koch sieht vor allem die Intensität als entscheidenden Faktor – und als mögliche neue Identität der Mannschaft.

Auch wenn der Regionalligist vom Bornheimer Hang nicht der ganz große Gradmesser war, wollte Koch die Partie keinesfalls als lockeren Sommerkick verstanden wissen. „In solchen Spielen ist wichtig, dass wir alles reinhauen. Dass wir Gas geben, dass wir laufen und das Spiel für uns nutzen, gerade jetzt unter der Woche“, betonte der Innenverteidiger. Mit dem FC Brentford wartet am Wochenende schließlich noch einmal eine deutlich größere Herausforderung: „Das ist noch einmal eine andere Qualität. Für uns war aber wichtig, dass wir heute alles reinhauen.“

Intensität soll zur neuen Eintracht-Identität werden

Genau diese Einstellung fordert auch Hütter seit seiner Rückkehr nach Frankfurt immer wieder ein. Aggressives Anlaufen, schnelles Gegenpressing und eine Mannschaft, die geschlossen nach vorne verteidigt, sollen künftig wieder zu Markenzeichen der Eintracht werden. „Das Wichtigste ist, dass wir die Intensität wieder reinbekommen. Das fordert der Trainer“, erklärte Koch. Dabei komme es darauf an, dass nicht nur einzelne Spieler aggressiv anlaufen: „Dass wir das Anlaufen gut hinbekommen und dass alle mitgehen, durchschieben und mit Power dabei sind.“ Die intensive Spielweise erfüllt dabei gleich zwei Zwecke. Einerseits soll die Mannschaft Hütters Vorstellungen verinnerlichen, andererseits sammelt sie auf diese Weise die nötigen Körner für die anstehende Saison. „Dadurch bekommt man dann auch Fitness“, sagte Koch. Vor allem aber soll sich die Eintracht wieder über diese Art des Fußballs definieren: „In Hinsicht auf die Saison wollen wir das als Identität für unsere Mannschaft bekommen.“

Knauff als neue Option für rechts hinten

Eine personelle Überraschung gegen den FSV war Ansgar Knauff. Der gelernte Offensivspieler begann als Rechtsverteidiger und schaltete sich von dort immer wieder ins Angriffsspiel ein. Für Koch ist die neue Rolle seines Teamkollegen inzwischen keine große Überraschung mehr. „Er hat in der Vorbereitung schon des Öfteren hinten rechts gespielt. Ich glaube, das ist eine Option, er hat es gut gemacht“, lobte der Eintracht-Kapitän. Dass bei Knauff noch nicht jeder Ablauf sitzt, sei angesichts der ungewohnten Aufgabe selbstverständlich: „Natürlich ist es für ihn auch eine Umstellung, das sagt er auch selbst. Das dauert dann immer ein paar Spiele.“ Gerade in Hütters Spielsystem könnte Knauff die Position allerdings entgegenkommen. Die Außenverteidiger sollen offensiv weit nach vorne schieben und bekommen dadurch Räume, in denen der schnelle 24-Jährige seine Stärken ausspielen kann.

Koch will als Kapitän vorangehen

Koch selbst geht erneut mit einer besonderen Verantwortung in die Saison. Hütter bestätigte den Innenverteidiger trotz der schwierigen vergangenen Spielzeit als Kapitän. Für den 30-Jährigen ist das alles andere als selbstverständlich. „Es ist für mich eine riesige Ehre, jetzt in der zweiten Saison in Folge Kapitän zu sein, die Mannschaft aufs Feld zu führen und bei einem solch großen Verein als Kapitän voranzugehen“, unterstrich Koch. Die Aufgabe könnte in dieser Spielzeit sogar noch wichtiger werden. Nach zahlreichen personellen Veränderungen sieht Koch die Eintracht noch einmal jünger aufgestellt als zuvor: „Wir haben gefühlt noch eine jüngere Mannschaft als letztes Jahr und für mich ist es wichtig, da voranzugehen.“ Die Verantwortung möchte und kann Koch allerdings nicht alleine tragen. „Natürlich geht das nicht alleine und man braucht immer eine gute Gruppe von Führungsspielern, die gemeinsam vorneweg marschieren“, betonte der Innenverteidiger. Genau eine solche Hierarchie innerhalb der Mannschaft zu entwickeln, sei „das Ziel für dieses Jahr“.

Koch erwartet noch Bewegung im Kader

Komplett ist die Mannschaft allerdings noch nicht. Mehr als 30 Spieler gehören derzeit zum erweiterten Frankfurter Aufgebot, Trainer Hütter hatte bereits angekündigt, den Kader bis zum Ende der Transferperiode noch verkleinern zu wollen. Auch Koch geht davon aus, dass sich personell noch einiges verändern wird: „Wir haben aktuell noch einen sehr großen Kader. Da wird sich mit Sicherheit noch etwas tun.“ Die Mannschaft wolle sich von den Diskussionen um mögliche Zu- und Abgänge allerdings nicht beeinflussen lassen. „Für uns als Spieler ist es immer der Job, auf dem Platz Gas zu geben“, stellte Koch klar. Alles andere liege ohnehin nicht in den Händen der Profis: „Über andere Sachen sollten wir uns weniger Gedanken machen und schauen, dass wir unseren Job erledigen.“

Und genau dafür bietet sich am Wochenende die nächste Gelegenheit. Gegen den FC Brentford wartet auf Koch und die Eintracht der letzte und wohl anspruchsvollste Test der Vorbereitung – und damit die Chance zu zeigen, wie viel von der neuen Frankfurter Identität bereits zu erkennen ist.

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