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Zuckende Schultern, Abwinken, hängende Köpfe. Das sah man in Stuttgart viel zu oft bei der SGE. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Kein Kampf, keine spielerischen Mittel – Eintracht zeigt eklatante Schwächen

Die 2:3-Niederlage von Eintracht Frankfurt beim VfB Stuttgart reiht sich ein in eine Serie von Spielen, in denen weniger das System als vielmehr Haltung, Struktur und mentale Stabilität den Ausschlag geben. Gegen eine formstarke Stuttgarter Mannschaft zeigte die SGE zwar phasenweise, was möglich ist – insgesamt aber zu wenig, zu unkonsequent und vor allem zu wenig als Einheit.

Guter Beginn, frühe Führung – und dann der komplette Bruch

Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend. Die Eintracht kam ordentlich ins Spiel, wirkte zunächst konzentriert und belohnte sich früh mit einem sehenswerten Standardtor durch Rasmus Kristensen. In dieser Phase hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft den Matchplan verinnerlicht hatte und bereit war, Stuttgart mit Klarheit und Energie zu begegnen.

Doch nach der Führung verlor die SGE zunehmend den Zugriff, spätestens aber der Ausgleich zum 1:1 brachte den kompletten Bruch im Frankfurter Spiel. Keeper Kauã Santos unterlief ein klarer Fehler – ein weiterer Moment, der das ohnehin fragile Selbstvertrauen der Mannschaft und des Torhüters sichtbar erschütterte. Der Brasilianer wirkte erneut verunsichert, was sich unmittelbar auf die gesamte Defensive übertrug.  Was dann passierte, ließ große Sorgenfalten auf den Gesichtern vieler SGE-Fans erblicken. Statt Sicherheit gewann Unsicherheit die Oberhand. Die Eintracht ließ sich den Schneid komplett abkaufen, agierte zunehmend fahrig und ohne Struktur, vor allem im Spielaufbau. Im Spiel nach vorne fanden kaum noch Bälle ihr Ziel, vor allem die zentralen Mittelfeldspieler agierten viel zu überhastet und ungenau. Zu oft wurde der Ball in der Defensive ohne Not blind nach vorne geschlagen – weniger als bewusstes Stilmittel, sondern eher als Ausdruck fehlender Lösungen.

Offensive ohne Raum, Defensive ohne Halt

Die offensiven Spieler der Eintracht standen fast permanent direkt im Zweikampf, ohne Raum, ohne Unterstützung und ohne saubere Anschlussoptionen. Stuttgart verteidigte aggressiv und gut abgestimmt, während Frankfurt es kaum schaffte, sich aus dieser Umklammerung spielerisch zu lösen. Auch beim 2:1 für Stuttgart stimmte die Zuordnung nicht. Zwar war der Treffer stark herausgespielt, doch die Frankfurter Verteidiger standen viel zu weit weg, griffen nicht entschlossen an und ließen den Stuttgartern zu viel Raum.

Das Kernproblem: Das verlorene Zentrum

Besonders erstaunlich – und zugleich alarmierend – war die totale Dominanz des VfB in der sogenannten „neutralen Zone“ vor der Frankfurter Abwehr. Ellyes Skhiri und Oscar Højlund fanden in dieser Partie praktisch nicht statt. Stuttgart kontrollierte diesen Bereich nach Belieben, gewann zweite Bälle und konnte immer wieder mit Tempo auf die ohnehin verunsicherte Abwehr zulaufen. Dass Frankfurt im Zentrum so unterlegen war, zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Ohne Zugriff im Mittelfeld war die Defensive permanent in Bewegung – und damit anfällig. Die Stuttgarter Mittelfeldspieler hatten Zeit, Raum und Übersicht, während die Eintracht hinterherlief. Ein strukturelles und zugleich individuelles Versagen.

Mentales Problem statt Qualitätsfrage

Noch schwerer wiegt jedoch der mentale Eindruck, den die Eintracht hinterließ. Zu oft wirkte die Mannschaft und die Spieler mit sich selbst beschäftigt. Nach Gegentoren oder schwachen Aktionen folgten keine kollektiven Reaktionen, sondern Streitigkeiten, Gesten des Frusts, Abwinken und Anschreien auf dem Platz. Gerade von den Führungsspielern kam auffallend wenig Positives. Statt Orientierung, Ruhe und Energie zu vermitteln, dominierten negative Körpersprache und interne Reibereien. Das Bild war das einer Mannschaft aus Einzelspielern – nicht das eines Teams, das gemeinsam Widerstände überwindet. In den vergangenen Jahren konnte man sich darauf verlassen, dass die Eintracht selbst bei spielerischen Defiziten immer über Einsatz, Wille und Leidenschaft kam. Genau das fehlt derzeit. Und das sollte alarmieren!

Zweite Halbzeit: Mehr Wille, aber kaum Kontrolle

Dass es zur Pause nur 2:1 für Stuttgart stand, war alleine der schwachen Stuttgarter Chancenverwertung zu verdanken. Nach dem Seitenwechsel war zumindest ein gewisser Wille erkennbar. Die Eintracht zeigte mehr Einsatz, blieb jedoch insgesamt unterlegen. Ehrlicherweise waren es weiterhin die Stuttgarter, die dem nächsten Treffer näher waren. Die gefährlichsten Frankfurter Momente entstanden aus Einzelaktionen – etwa beim Lattenschuss von Knauff –, nicht aus klar strukturierten Angriffen. Das Offensivspiel blieb planlos. Die Bälle wurden mit viel Hoffnung nach vorne geschlagen, wo die Flügelspieler gegen die robusten und gut organisierten Stuttgarter Verteidiger meist auf verlorenem Posten standen. Besonders auffällig: Das Fehlen eines Spielers, der erst kürzlich verpflichtet wurde, machte sich nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Younes Ebnoutalib sofort bemerkbar – ein Zeichen dafür, wie fragil das Offensivkonstrukt derzeit ist.

Ein Moment der Hoffnung – und sofort wieder vergeben

Dass die Eintracht es grundsätzlich kann, zeigte die Szene zum 2:2. Arthur Theate trieb den Ball mutig nach vorne, spielte Mahmoud Dahoud an, der wiederum den eingewechselten Debütanten Ayoube Amaimouni-Echghouyab einsetzte. Der Youngster zog nach innen und schloss überlegt ins lange Eck ab – ein starker Moment, technisch sauber und mental mutig.

Doch statt diesen Auftrieb mitzunehmen, überließ die Eintracht erneut Stuttgart das Kommando. Wieder rollten Angriff um Angriff auf die Frankfurter Defensive zu, die sich viel zu einfach auseinanderziehen ließ. In der 86. Minute fiel folgerichtig das 3:2 für den VfB – leider vollkommen verdient.

Kein Aufbäumen, keine Reaktion

Was danach folgte, war vielleicht der enttäuschendste Teil des Abends. Wer ein Aufbäumen erwartete, wurde bitter enttäuscht. Hängende Köpfe, fehlender Glaube, keine letzte Offensive. Weiterhin wurden die Bälle planlos nach vorne geschlagen, durchdachte Angriffsmuster gab es nicht mehr. Auch Mario Götze blieb über weite Strecken völlig unsichtbar und konnte dem Spiel keinerlei Struktur geben. Bemerkenswert – und bezeichnend – war, dass selbst mit Führung weiterhin die Stuttgarter Mannschaft die aktivere war und die Eintracht phasenweise einschnürte. Die einzige Möglichkeit der SGE war eine Einzelaktion von Arnaud Kalimuendo. Das sagte letztlich alles über Kräfteverhältnisse, Mentalität und Selbstverständnis an diesem Abend.

Fazit

Ja, der VfB Stuttgart ist derzeit eine Topmannschaft in hervorragender Form. Aber das allein erklärt diese Niederlage nicht. Dass sich Eintracht Frankfurt so den Schneid abkaufen lässt – spielerisch wie kämpferisch –, muss kritisch hinterfragt werden. Genauso wie eine Zweikampfquote von 35%. Das sagt zu viel aus.

Die Probleme der SGE liegen derzeit weniger im System als in Haltung, Struktur und innerer Geschlossenheit. Ohne Zugriff im Zentrum, ohne kollektive Galligkeit und ohne positive Führung auf dem Platz wird es schwer, Spiele auf diesem Niveau zu bestehen. Die Eintracht kann mehr – doch sie muss es wieder gemeinsam wollen. Das wird jetzt die Frage des gesamten Teams sein – dazu gehören nicht nur die Führungsspieler, sondern auch Cheftrainer und das Trainergespann.

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17 Kommentare

Fallback Avatar 1. Zeuge-Yeboahs 14. Januar 26, 06:37 Uhr

Toppmöller hat fertig! Dass an Mister Düdelingen festgehalten wird und Santos wieder im Tor steht ist ein Kauastrophe. Nächste Saison spielen wir nicht europäisch. Allerdings mit neuen Coach und neuem Torhüter. Wetten dass….?

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Fallback Avatar 2. PeKa 14. Januar 26, 06:39 Uhr

Was sieht Markus in dem Trainer, was wir nicht sehen?
Das ist in allen Belangen schlecht, was der zns hier anbietet.

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Fallback Avatar 3. bessom89 14. Januar 26, 07:18 Uhr

In Bremen zählt nur ein Sieg!! Da kann der Toppi vorher auf der PK den Gegner wieder stark reden wie er will...
Younes Ebnoutalib - hat das Stadion auf Krücken verlassen...scheint dann wohl eine schlimmere Verletzung zu sein...drücken wir alle die Daumen dass sich das NICHT bestätigt. Das einzig "Gute" in dieser Situation könnte sein dass wir uns noch in der Transerperiode befinden und Markus noch einen Stürmer holen könnte sollte Younes Ebnoutalib lange ausfallen. Hat ja angeblich noch Stürmer in der Pipeline gehabt...aber in der Defensive könnten wir auch noch dringend Verstärkung gebrauchen.
Hoffe sehr, dass die kurzfristig ausgefallenen Spieler gegen Bremen wieder dabei sein können

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Irgendwie läuft es einfach nicht. Zuerst fallen uns drei Stammspieler aus, dann verletzt sich Younes früh im Spiel. Damit kam dann der Bruch im Spiel und die Mannschaft war abgetaucht. 10 Minuten ist sie dann noch mal aufgewacht in der zweiten Hälfte und das war es dann. Ein komisches Bild, was die Eintracht da abgibt. So lange wir unser Powerplay aufrecht halten können, läuft es, aber das ist kein Konzept für 95 Minuten. Santos hat mir gestern echt leid getan, aber da muss er jetzt durch. Er kann bestimmt ein sehr guter Torwart sein, aber dieses riesen Talent sehe ich nicht...
Jetzt darf man sehr auf Freitag gespannt sein. Bis dahin Gute Besserung an alle!

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Im Vorfeld wurde zu Recht davon gesprochen, dass es hier ein Duell auf Augenhöhe gibt. Was ich dann gesehen habe war ein Spiel einer gut organisierten Mannschaft gegen einen Hühnerhaufen. Toppi raus!

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Avatar Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 6. handkaesbubele 14. Januar 26, 07:39 Uhr

Dein Bericht. Rein gegen den Trainer.
Also wenn man schon ein Spiel analysiert, dann doch bitte nicht nur die negativen Seiten überbeleuchten.
Das die Redaktion, oder Teile davon, am liebsten den Trainer loswerden will, ist ja seit langem klar.
Wo ist denn in der Analyse der kurzfristige Ausfall der drei Spieler die kurz vorher ersetzt werden mussten?
Wo ist, wenn ein Vergleich mit Dortmund herangezogen wird, die dort definitiv gezeigte Galligkeit?
Wo ist im Bericht stehend, dass wir bis zum 1-1 die bessere Mannschaft waren?
Durch solch einen dummen Treffer ist es halt dann zum Bruch gekommen.
Weitere Fehler führten zu weiteren Verunsicherung und machten Stuttgart stark, davor noch unsere neue sturmhoffnung raus… das sind doch alles nicht Dinge die ein Trainer in diesen 20 Minuten der ersten Halbzeit verändern kann!
Bis zu dem Ausgleich war es eine top Leistung. Danach vogelwild, der Verunsicherung geschuldet.
In der Halbzeit wurden wohl die richtigen Worte gefunden. Kaua hat sich gefangen.
Beim ersten Alleingang auf ihn meiner Meinung nach eher Glück als Können, beim zweiten hervorragend reagiert.
Das war positiv, aber bringt halt Nix wenn zuvor zwei Tote verschuldet werden. Beim Zeiten faustet er (in min 34:30ca) den Ball vollkommen unnötig unkontrolliert nach vorne, dadurch dann der Streckphase und dann abgefälschter Schuss. Pech. Aber fängt er da den Ball einfach und bleibt stehen beruhigt sich die Situation. Deshalb geht das Tor für mich auf ihn. Schaut es euch an, es war unnötig und ohne Not.
Einfach seiner Unsicherheit geschuldet.

Weiterhin fehlen mir im Bericht auch die guten Seiten, die wir dennoch hatten.
Kali stark. Immer und immer wieder versuchte er es, wir hatten genügend Chancen und Halbchancen herausgespielt. Wir hatten halt Pech und Stuttgart vergab mehrfach die Entscheidung.
Dennoch dann der Ausgleich.
Wie es sein musste dann wieder dieses dumme Tor das ganz einfach verhindert werden kann wenn Amenda nicht einfach Tempo rausnimmt und nicht den ersten Pfosten schließt.
Ich denke nicht, dass das Trainerteam hier die Vorgabe macht die Dinge genau so geschehen zu lassen.
Bisschen mehr Objektivität bei der Berichterstattung und etwas mehr Wahrheit und weniger in eine Richtung schreiben wäre hilfreich.

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Avatar 7. la bestia blanca 14. Januar 26, 07:40 Uhr

Ich bin mittlerweile auch für einen Wechsel auf der Trainerbank. Warum? Weil wir es dieses Jahr nicht schaffen, spielerisch gegen oben platzierte Mannschaften mitzuhalten. In fast allen statistischen Werten laufen wir hinterher. Selbst untere Mannschaften können wir nicht dominieren.
Die knappen Ergebnise wie zum Beispiel gegen den BvB und VfB zeigten kein knappes Spiel auf, sondern sind durch Geistesblitz und Individueller Klasse entstanden. Langholz nach vorne mit der Hoffnung, irgendwer macht etwas damit. Zu Zeiten von Heki und Omar ging es noch auf, weil diese Spiele in der Lage waren, 2 - 3 Abwehrspieler stehen zu lassen. Jetzt merken wir deutlich, wie spielerisch mau das System von Dino ist.
Wer könnte den Trainerposten übernehmen? Das ist eine gute Frage. Es kann auch jemand aus der unteren Liga sein. In Gladbach sieht man ganz klar, was ein Trainerwechsel bewirken kann. Sie waren sportlich mausetot und arbeiten sich mit polanski wieder nach vorn. Wenn es so weiter geht, holen sie auch uns ein. Also bitte jetzt handeln!

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Fallback Avatar 8. tommy89w 14. Januar 26, 07:43 Uhr

Man weiss gar nicht mehr, was man eigentlich dazu sagen soll. Seit DT Trainer ist, ist vieles einfach so emotionslos geworden, das ist traurig. Man sitzt nur noch davor und kann sich über ein Tor nicht mehr richtig freuen und wenn es hinten einschlägt nimmt man das einfach zur Kenntnis. Nach dem BVB Spiel waren alle so gehyped wie lange nicht. Das ganze hat gehalten bis zum Fehler von Santos, dann war alles wieder weg. DT ist meiner Meinung nach der schlechteste Trainer, den wir seit einer sehr langen Zeit haben. Er kann die Mannschaft nicht einstellen, er lässt Spieler regelmäßig auf fremden Positionen spielen, ändert ständig die Grundformation, viel zu ängstlich teilweise, keine Entwicklung zu erkennen und mir fallen noch 100 weitere, offensichtliche Sachen ein. JA, er macht teilweise die Spieler besser, siehe Marmoush etc, und hat uns auch Platz 3 gebracht. Allerdings auch nur, weil sonst keiner in die CL wollte, das gehört auch zur Wahrheit. Dazu kommt, dass Krösche ihm einfach keinen vollständingen Kader hinstellen kann. Wo ist der 6er ? Es ist einfach nur traurig, was da grade passiert. Einerseits ist man nur noch emotionslos und andererseits ist man einfach nur sauer. Mir ist auch klar, dass es nicht einfach ist einen neuen Trainer zu holen. Aber wie lange soll die Scheisse denn noch so weitergehen ? Es macht einfach keinen Spass mehr. Die Trainer-Kader Kombination passt einfach nicht. Entweder Markus stellt DT jetzt vor Transfeschluss einen anständigen Kader hin inkl. 6er und DT kann damit arbeiten, oder aber wir brauchen einen Trainer, der auch in der Lage ist mit dem aktuellen Kader mehr rauszuholen. Meiner Meinung nach werden wir sicher die Top 6 verpassen, wenn wir keinen anderen Trainer holen, oder der Kader nochmal punktuell verstärkt wird.

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Avatar 9. DeutzSGE 14. Januar 26, 07:45 Uhr Zitat - handkaesbubele Dein Bericht. Rein gegen den Trainer. Also wenn man schon ein Spiel analysiert, dann doch bitte nicht nur die negativen Seiten überbeleuchten. Das die Redaktion, oder Teile davon, am liebsten den Trainer loswerden will, ist ja seit langem klar. Wo ist denn in der Analyse der kurzfristige Ausfall der drei Spieler die kurz vorher ersetzt werden mussten? Wo ist, wenn ein Vergleich mit Dortmund herangezogen wird, die dort definitiv gezeigte Galligkeit? Wo ist im Bericht stehend, dass wir bis zum 1-1 die bessere Mannschaft waren? Durch solch einen dummen Treffer ist es halt dann zum Bruch gekommen. Weitere Fehler führten zu weiteren Verunsicherung und machten Stuttgart stark, davor noch unsere neue sturmhoffnung raus… das sind doch alles nicht Dinge die ein Trainer in diesen 20 Minuten der ersten Halbzeit verändern kann! Bis zu dem Ausgleich war es eine top Leistung. Danach vogelwild, der Verunsicherung geschuldet. In der Halbzeit wurden wohl die richtigen Worte gefunden. Kaua hat sich gefangen. Beim ersten Alleingang auf ihn meiner Meinung nach eher Glück als Können, beim zweiten hervorragend reagiert. Das war positiv, aber bringt halt Nix wenn zuvor zwei Tote verschuldet werden. Beim Zeiten faustet er (in min 34:30ca) den Ball vollkommen unnötig unkontrolliert nach vorne, dadurch dann der Streckphase und dann abgefälschter Schuss. Pech. Aber fängt er da den Ball einfach und bleibt stehen beruhigt sich die Situation. Deshalb geht das Tor für mich auf ihn. Schaut es euch an, es war unnötig und ohne Not. Einfach seiner Unsicherheit geschuldet. Weiterhin fehlen mir im Bericht auch die guten Seiten, die wir dennoch hatten. Kali stark. Immer und immer wieder versuchte er es, wir hatten genügend Chancen und Halbchancen herausgespielt. Wir hatten halt Pech und Stuttgart vergab mehrfach die Entscheidung. Dennoch dann der Ausgleich. Wie es sein musste dann wieder dieses dumme Tor das ganz einfach verhindert werden kann wenn Amenda nicht einfach Tempo rausnimmt und nicht den ersten Pfosten schließt. Ich denke nicht, dass das Trainerteam hier die Vorgabe macht die Dinge genau so geschehen zu lassen. Bisschen mehr Objektivität bei der Berichterstattung und etwas mehr Wahrheit und weniger in eine Richtung schreiben wäre hilfreich. Path

Volle Zustimmung !!!!
Jetzt kommen Sie alle wieder, die es eh alle besser wissen - was bitte kann der Trainer dafür, wenn die Abwehr desolat ist ? Wenn der TW einfachste Bälle fallen lässt (allerdings nur in der 1. HZ, in der 2. stabilisiert!) - uns fehlten DREI Stammspieler zu Beginn, und wir haben gg. keine Thekenmannschaft gespielt, sondern gg. den VFB !
Leute, mal ein bisschen weniger Emotion und ein bisschen mehr Realismus !

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Fallback Avatar 10. soccerzocker 14. Januar 26, 07:46 Uhr

Wenn Krösche sagt: "Wir lassen die Torchancen zu einfach zu. Wenn Du keinen Druck auf den Ball hast - das lernst du grundsätzlich auch in der C-Jugend- dann heißt das, erst mal die Tiefe sichern".
Wir sollten uns schleunigst um einen neuen Trainer kümmern, der bereits Erfahrung im Training einer C-Jugendmannschaft hat.

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Fallback Avatar 11. Meintracht 14. Januar 26, 07:48 Uhr

Der Bericht ist super, ohne die beliebten Beschönigungen. Das trifft den Kern: Stuttgart strukturiert, Eintracht Hühnerhaufen. Ursache? Das ist Trainersache! Der Praktikant kann es nicht und es wird auch über Monate und Jahre nichts besser.
Wir können Mbappe und Kane und sonst wen holen, dieser Trainer wird alle in diesen "Hühnerhaufen" integrieren.
Die Mannschaft ist top besetzt. Was hat der Praktikant aus den -ausschließlich- Nationalspielern in der Abwehr gemacht? Das sagt doch alles....

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Fallback Avatar 12. JayJayDany 14. Januar 26, 07:49 Uhr

Wieder kein Sieg gegen eine überdurchschnittlich gute Mannschaft.
Wieder drei Gegentore kassiert.
Wieder in der Schlussphase verloren.
Wieder kein konstantes Spiel über 90 min.
Wieder die gleichen Phrasen vor und nach dem Spiel.

Dieses Muster wiederholt sich schon die komplette Saison und man ist es auch langsam leid. Der Glaube, das der Trainer dies abgestellt bekommt ist weg. Ich sehe es nicht mehr.
Das Mittelfeld ist ein Schweizer Käse, ohne Kompaktheit, Passsicherheit, Ruhe oder Zweikampfstärke. 34% gewonnene Zweikämpfe sind ein unterirdisches Zeugnis für das gesamte Team.
Wenn man immer wieder wegen Gegentoren oder Auswechslungen völlig den Faden verliert und verunsichert über den Platz rennt, dann stimmt etwas nicht. Spätestens die Führungsspieler auf dem Feld müssen wieder für Ordnung sorgen und man muss wieder in eine Grundordnung zurück finden. Nur ist dazu im Mittelfeld niemand in der Lage, deshalb sind auch fast alle Angriffe für die Abwehr gefährlich. Man überlässt dem Gegner 20m vor dem eigenen Kasten einfach das Feld.
Spieler wie Bahoya oder Götze tauchen fast völlig ab. Amenda war bei fast jedem langen Ball nicht beim Mann (Udav) und viel zu langsam (s. auch 3:2). Aber man kann die Liste auch beliebig fortführen.
Ich glaube das DT mit seinem Latein durch ist und keine anderen Antworten mehr zu bieten hat!

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Avatar 13. la bestia blanca 14. Januar 26, 07:51 Uhr Zitat - DeutzSGE Volle Zustimmung !!!! Jetzt kommen Sie alle wieder, die es eh alle besser wissen - was bitte kann der Trainer dafür, wenn die Abwehr desolat ist ? Wenn der TW einfachste Bälle fallen lässt (allerdings nur in der 1. HZ, in der 2. stabilisiert!) - uns fehlten DREI Stammspieler zu Beginn, und wir haben gg. keine Thekenmannschaft gespielt, sondern gg. den VFB ! Leute, mal ein bisschen weniger Emotion und ein bisschen mehr Realismus ! Path

Schau dir bitte die Statistiken an. Dino kann sehr wohl etwas dafür, oder anders, er ist dafür verantwortlich, wie wir auftreten.
Von allen statistischen Werten gestern waren wir unterlegen! Von der Laufleistung, Torsbschluss, Passquote bis zum Zweikampf. In allen Werten war der VfB klar besser!

Was Bitteschön können wir hier schönreden?!

Quelle: Kicker

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Avatar Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 14. handkaesbubele 14. Januar 26, 07:52 Uhr

Zum Transferfenster.
Wenn wir noch etwas holen wollen dann muss etwas passieren. Ich fürchte bei Younes Kreuzband oder ein anders Band… Johnny fällt sicher noch bis März aus und Kali und der kleine neue nun werden das nicht auffangen.
Mittelfeld extreme Baustelle leider, genau wie in der Abwehr kein leader. Eher Einzelkämpfer wie Kristensen und theate. Kein Koch der als Kapitän vorangeht. Weiß nicht was los ist mit dem. Brown alleine dann bringt auch Nix. Wir haben zu viele Talente und zu viele über Zenit wie Götze und skhiri. Chaibi reißt auch keine Ruder herum Knauff gestern wieder unterirdisch. Ritsu auch zu oft in Scharmützel verwickelt weil er halt auch immer direkt mit 2-3 Mann attackiert wird. Das geht für den Gegner jedoch auch nur, weil er im Mittelfeld keinen Buddy hat auf den Ähnliches zutrifft. Skhiri dreht meist eh ab und spielt nach hinten. Larsson auch offensiv diese Saison zu schwach gegenüber der ersten. Höjlund gute Ansätze aber oft noch ungestüm. Tja, Götze, zweiter Einsatz, zweites Mal 0 Leistung, da ist es halt für den Gegner einfach Dohan auszuschalten. Das ist das Problem.

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Fallback Avatar 15. sge2785 14. Januar 26, 07:55 Uhr

Auch wenn mit den Ausfällen und dem Santos-Patzer gestern viel Pech für DT dabei war, sind 2,5 Gegentore pro Spiel Fakt. Hier hat der Trainer, der dafür selbstverständlich(!) die Hauptverantwortung trägt kein Argument und auch niemand, der ihn verteidigen will. Diese Zahl lügt nicht und wie Undav sagte „Ich hätte heute alleine 10 Tore schießen können“ hätten es noch mehr sein können.

Bremen war gut gestern. Wenn sie dort wieder nicht gewinnen, hat er mutmaßlich ein Endspiel gegen Hoffenheim. Wenn er bis dahin die Kurve nicht bekommt, wäre ein Trainerwechsel zwingend notwendig.

17 Spiele, 36 Gegentore. Thema erledigt. Kein einziges „Argument“ dagegen ist relevant.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 16. Italo-Hesse 14. Januar 26, 08:00 Uhr Zitat - DeutzSGE Volle Zustimmung !!!! Jetzt kommen Sie alle wieder, die es eh alle besser wissen - was bitte kann der Trainer dafür, wenn die Abwehr desolat ist ? Wenn der TW einfachste Bälle fallen lässt (allerdings nur in der 1. HZ, in der 2. stabilisiert!) - uns fehlten DREI Stammspieler zu Beginn, und wir haben gg. keine Thekenmannschaft gespielt, sondern gg. den VFB ! Leute, mal ein bisschen weniger Emotion und ein bisschen mehr Realismus ! Path

Wer sollte sonst dafür verantwortlich sein wenn die Abwehr desolat ist?
Krösche hat vollkommen Recht...wir haben keine Tiefe...unsere Abwehr lässt sich mit den einfachsten Mitteln aushebeln...Chipbälle hinter die Abwehr oder Pässe nach Außen, Lauf bis an die Grundlinie und Pass in die Mitte..ständig in Unterzahl aber selbst bei Überzahl desolat, katastrophale Zuordnung und keine Cleverness

Habe mir nun auch die Bilder angeschaut und tatsächlich würde ich die Schuld nicht nur Kaua geben...das war ein klares Kommunikationsproblem zwischen ihm und Amenda und ich behaupte mal, so wie Kaua sich direkt aufgeregt hat, dass Amenda hier mal wieder die Schnarchnase war...an den Reaktionen der Spieler drumherum, sieht man aber auch direkt die Resignation und das fehlende Vertrauen in die beiden Protagonisten...das ist keine Einheit!

Ps: zusätzlich war es in meinen Augen ein klares Foul an Amenda..der Treffer darf so nicht zählen

Das wird noch eine sehr lange und anstrengende Saison

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Hi,

Kurz ein Kommentar, da hier glaube ich einiges missverstanden wird: Ich bin auch weiterhin der festen Überzeugung, dass Dino Toppmöller der richtige Trainer für die SGE ist.

Ich sehe auch keine reine Trainer-Kritik in meiner Analyse. Am ehesten muss sich meiner Meinung nach die Mannschaft hinterfragen, die sich nicht wie eine Einheit präsentiert hat. Wie ihr schreibt: für individuellen Fehler kann der Coach nichts.

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