Während die Frankfurter Eintracht am gestrigen Mittwochabend in Aserbaidschan aus der Champions League ausschied, konnte einer nur aus der Ferne zusehen: Winterneuzugang Arnaud Kalimuendo ist nicht für die Königsklasse gemeldet und blieb deshalb in Hessen. Dafür stand der Stürmer am heutigen Donnerstag den Journalisten Rede und Antwort und sprach dabei unter anderem über den jahrelangen Kontakt zur SGE sowie sein Ankommen innerhalb der Mannschaft.
„Ich fühle mich hier wirklich sehr willkommen. Die Fans, das Team, alle haben mich hier gut aufgenommen“, schwärmte Arnaud Kalimuendo auf der Pressekonferenz. „Ich freue mich sehr, hier zu sein und ich will dem Team helfen, wo ich kann.“ Der Franzose machte einen sehr fröhlichen und positiven Eindruck. Erst vor knapp zwei Wochen kam er in Frankfurt an, nachdem er zuvor bei Nottingham Forest kein einfaches halbes Jahr hatte. Umso dankbarer ist er für seinen Einstand bei der SGE: „Ich habe hier schon einige Kontakte gemacht. Das lief alles sehr gut und ich verstehe mich mit der Mannschaft. Es sind auch einige neue Spieler dabei, wie Keita (Anm. der Redaktion: Kosugi). Wir haben eine Fahrgemeinschaft. Das sind kleine Momente im Alltag, die sehr schön sind. Da möchte ich mich auch wirklich beim ganzen Team bedanken. Alle haben mich unterstützt.“
Französische Stürmer sind bei der Eintracht mittlerweile fast schon Tradition. Ein Umstand, den der Angreifer durchaus verfolgt hat. „Randal Kolo Muani und Hugo Ekitiké sind zwei große Spieler, mit denen ich beide schon zusammen gespielt habe. Sie hatten hier einen riesigen Einfluss und ich trete in große Fußstapfen. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich sie füllen werde. Es ist sehr inspirierend, wenn ich auf ihre Zeit hier blicke und ich hoffe, dass ich in Frankfurt ähnliche Ergebnisse erzielen werde.“ Rat vor seinem Wechsel hat sich Kalimuendo, der erst vor zwei Tagen seinen 24. Geburtstag feierte, aber bei einem anderen Spieler eingeholt. „Ich habe im Vorfeld mit Junior Dina Ebimbe gesprochen.“ Die beiden hatten eine Zeit lang beide in Paris gespielt. „Er hat mir sehr viel Gutes über die Bundesliga und Frankfurt gesagt. Arthur Theate kenne ich auch schon aus unserer gemeinsamen Zeit bei Rennes. Er hat mir gesagt, dass ich mich in der Bundesliga sehr wohl fühlen werde. Ich habe also sehr viel positives gehört und das hat mich in meiner Entscheidung durchaus beeinflusst.“
Ein Wechsel mit langer Vorgeschichte
Der Name des ehemaligen U-Nationalspielers Frankreichs geistert aber nicht erst seit diesem Winter durch Frankfurt. Bereits seit einigen Jahren wurde der 24-Jährige nahezu in jeder Transferperiode mit der Eintracht in Kontakt gebracht. „Der Kontext damals war einfach unterschiedlich“, erinnert sich der bullige Stürmer mit Wurzeln aus dem Kongo. „Es hätte klappen können, hat es aber schließlich nicht. Aber es ist nie zu spät. Ich bin seit Januar hier und freue mich sehr darüber. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Die Situationen waren einfach jedes Mal anders. Die ersten zwei Jahre war ich bei Rennes, dann bei Nottingham. Ich wollte auf jeden Fall mehr Spielzeit und dann kam das Angebot von Frankfurt. Da hatte ich nie große Zweifel und habe direkt zugeschlagen. Dieses Mal hat es gepasst. Ich bin sehr zufrieden, dass das jetzt funktioniert hat. Lieber spät als nie.“ Die Bundesliga hat er dazu schon in den letzten Jahren sehr regelmäßig verfolgt. „Ich habe auch viele Kollegen, die hier gespielt haben oder es noch tun. Es ist eine fantastische Liga mit sehr vielen Toren und viel Unterhaltung für die Fans. Es ist für mich grandios, ein Teil davon zu sein. Ich sehe volle Stadien, Respekt zwischen Fans und Spielern. Sehr schön hier zu sein.“
Die SGE hat Kalimuendo vorerst leihweise bis Sommer geholt. Anschließend besitzen die Hessen eine Kaufoption in Höhe von rund 27 Millionen Euro. Seine Zukunft ist also noch offen. Eine Situation, die für den Franzosen trotz seines jungen Alters nicht ungewohnt ist. „Das ist eine komplexe Situation, aber für mich ist das nicht das erste Mal. In Frankreich wurde ich von PSG ausgeliehen.“ Nach einer zweijährigen Leihe bei Lens schlug damals schließlich Stade Rennes zu und überwies im Sommer 2022 rund 20 Millionen Euro in die französische Hauptstadt. „Für mich ist es momentan wichtig, dem Team zu helfen, auf dem Feld präsent zu sein und Tore sowie Assists zu machen. Der Rest ist nicht in meiner Hand. Ich bin auf die Gegenwart fokussiert und gebe alles.“
„Man muss auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“
Wirklich Ruhe im Verein ist seit seiner Ankunft in Frankfurt nicht eingekehrt. Auf die enttäuschenden Auftritte in Stuttgart und Bremen folgte schließlich die Entlassung des bisherigen Cheftrainers Dino Toppmöller. „So läuft das eben in der Fußball-Welt. Man muss immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und ich bin den Trainern sowohl in Nottingham als auch in Frankfurt dankbar. Sie haben mir geholfen und mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin.“ Nachdem Kalimuendo im Sommer nach England wechselte folgte auch dort schon im September die Trennung von Trainer Espírito Santo. „Ich denke große Sportler werden auch daran gemessen, wie sehr sie sich anpassen können. Der Coach ist jetzt weg, ein neuer wird kommen. Ich werde alles geben, um bei ihm und der Mannschaft einen guten Eindruck zu hinterlassen.“ Trotz der letzten Ergebnisse ist der Franzose allerdings zuversichtlich, dass sich die Mannschaft aus diesem Loch herausziehen wird. „Natürlich ist die aktuelle Situation nicht optimal. Ein Sieg würde uns helfen. Aber ich sehe trotzdem eine sehr gute Moral in der Mannschaft. Ich möchte unterstreichen, dass das Team eine sehr starke Mentalität hat. Wenn man sich die letzten Spiele anschaut, sieht man, dass wir durchaus auch aus schwierigen Situationen zurückkommen können. Beispielsweise der späte Ausgleich in Bremen. Jetzt müssen wir uns gemeinsam verbessern, aus unseren Fehlern lernen und zusammen wachsen. Aus der Champions League sind wir ausgeschieden. Dafür fokussieren wir uns jetzt voll und ganz auf die Bundesliga. Dort wollen wir tolle Ergebnisse erzielen und eine gute Restsaison spielen.“
Durch die Ausfälle von Burkardt, Ebnoutalib und Batshuayi liegen im Sturm aktuell alle Hoffnungen auf dem Neuzugang. Der gibt sich gelassen: „Mir ist es egal, ob ich alleine oder neben einem anderen Stürmer spiele. Mit einem guten Team macht das keinen großen Unterschied. Ich gebe immer alles und kann beides. Ich bin Druck gewöhnt. Es ist natürlich bedauerlich, dass es gerade so viele Verletzungen gibt. Aber Johnny Burkardt kommt bald wieder, was eine sehr gute Neuigkeit für das Team ist. Ich versuche in meinem Umfeld immer Positivität weiterzugeben.“ Arnaud Kalimuendo ist selbstbewusst und weiß um seine Stärken. Auf der anderen Seite ist er aber auch reflektiert und arbeitet ebenso an seinen Schwächen. „Ich bin ein schneller Stürmer und biete sehr gute Laufwege an. Ich helfe aber auch beim Pressing und in der Defensive. Mein Kopfballspiel und meine Konzentration über das gesamte Spiel können durchaus noch verbessert werden. Das will ich verbessern und hier eine wichtige Rolle einnehmen.“ Den nächsten Schritt dafür kann er bereits am kommenden Samstag machen. Dann empfängt Eintracht Frankfurt die TSG Hoffenheim.






24 Kommentare
Ich mache mir eher Sorgen, dass Kaliumendo gegen die Hopps so auf die Knochen bekommt, dass auch er verletzt ausfällt.
Er hat in der vorangegangenen Partie sein erstes Tor in der Saison geschossen (gegen Bremen), und das erste Tor der Saison hatte für Michy Batshuayi (gegen WOB) und Ebnoutalib (gegen BvB) im nächsten Spiel bemerkenswerterweise eine schwere Verletzung mit mehrwöchigen Ausfall zur Folge.
Hoffe, das war jeweils nur ein (ganz schlimmer) Zufall.
So sehr ich es Matanovic persönlich gönne (gerade wieder für Freiburg getroffen). Es tut weh, dass wir es nicht geschafft haben ihn bei uns zum Funktionieren zu bringen. Wenn wir es geschafft hätten ihn mit guten Anspielen zu füttern, hätte auch er unser aktuelles Stürmerproblem lösen können und wir hätten einiges an Ausgaben sparen können (die Ausgaben für Ebnoutalib zum Beispiel oder das bestimmt hohe Gehalt für Batsman)
Ja matanovic hätte ich auch gerne länger bei uns gesehen.
Kalimuendo finde ich ist einer der wenigen Lichtblicke momentan. Der pass im ersten Spiel und jetzt das Tor. So soll es weitergehen.
Hoffentlich bekommen wir Samstag nicht wieder 6 Gegentore….. dann muss Kalli 7 schiessen 😃
Wenn unsere Stürmer wieder auf den Beinen sind, wird es keinen Platz für einen Matanovic geben. So net er auch ist.
Lass denn mal ruhig in Freiburg.
Mit Kalimuendo, Ebnoutalib und Burkhardt haben wir einen absoluten Traumsturm.
Ja, du hast wahrscheinlich recht und solche nachträglichen Gedankenspiele von mir sind natürlich auch einfach. Ich freue mich wenn unsere drei Stürmer wieder fit sind. Bald geht es aufwärts
Am Samstag startet die Mission "Europa-League Endspiel Waldstadion 2027 "!
Richtig, positiv denken.
Wir gewinnen 4-3 gegen Hoffenheim =)
Schon wieder 3 Gegentore?
4:3 ist das neue 1:0...nehm ich 😉
Klar, und alle sind glücklich.
Wir haben drei Punkte.
... und Hooliganverachter kann sein Profilbild noch länger behalten.
Ich hoffe es werden sehr viele der Neuen eingesetzt gegen Hoppenheim, sprich Arnoud, Jupp, Keito , weil ich denke je mehr auf Platz nichts mit der Vergangenheit zu tun hatten um so besser für das Team und den Turn around.
Dazu Spieler die passen im Verbund , die sich verstehen wie Hugo und Oscar als 6er und kein Skhiri, der da irgendwie und irgendwo herumschlappt auf dem Rasen.
Keito könnte mit Theate,Koch , Christensen die 4er Kette bilden, Brown vielleicht offensiver, oder vorne Uzun von links , Doan auf der 10 und Jupp von rechts mit Arnaud als 9er.
Irgendwie finde ich wir müssen unberechenbarer werden und das geht nur durch die Neuzugänge und vielleicht neue Positionen vorhandener Offensivpieler wie Doan und Uzun.
Leider komme ich als Trainer aus einer anderen Sportart, aber so würde ich jetzt ansetzen gegen Hoffenheim.
Auf keinen Fall wieder mit der gleichen Grundformation in der Abwehr mit Collins, Skhiri als 6er, oder Knauff positionsfremd links vorne.
Uzun kann links kommen und wird trotzdem torgefährlich bleiben, Doan ruhig mal auf der 10 probieren und damit Jupp als nicht bekannte Größe für Hoffenheim auf rechts bringen und Arnaud als 9er.
Im Mittelfeld Hugo und Oscar, die sich gut verstehen und dahinter die 4er Kette , mit Keito statt Collins.
Dadurch rücken Koch und Theate weiter , was vielleicht Koch zu gute kommt und vielleicht auch Theate zur Ruhe kommen lässt.
Brown hätte mal eine Auszeit, könnte nachgelegt werden, ebenso Knauf dann als Ersatz von Jupp, falls der nicht einschlägt.
Wahrscheinlich ist es aber gut , dass ich nicht im Fußball gelandet bin.
Vollgas Kali… Eintracht Sieg!!!!!!!! ⚽️🦅
Dafür, dass du nicht im Fußball gelandet bist, hast du aber trotzdem vieles Gutes und Nachvollziehbares geschrieben, dem ich nur zustimmen kann! Ich würde deine Idee unterschreiben und mittragen. Frischer Wind muss da mal rein, es ist alles zu eingefahren. Das soll nicht heißen, dass wir von heute auf morgen alles auf den Kopf stellen, aber 2-3 Umstellungen, wie von dir beschrieben, fände auch ich richtig und wichtig!
OT: Es gibt noch ne Menge Karten für morgen, wir selbst mussten einer unserer Karten wieder in die Ticketbörse stellen - bisher ohne Erfolg. Es ist noch nicht lange her, da bekam man kurzfristig vor dem Spiel keine Karten mehr, das war utopisch und auch Karten, die man in die Ticketbörse gestellt hat, gingen weg wie warme Brötchen. Und jetzt... flüchten die "Erfolgsfans", die nach dem EL-Sieg auf den Zug aufgesprungen sind! Vor einigen Jahren schwappte die komplette Stimmung aus der NWK rüber über die gesamte Gegentribüne. Das sucht man seit dem genannten Zeitpunkt vergebens. Die Kurve hat dazu auch ihren Anteil, durch ihren monotonen Singsang. Da wird gar nicht mehr auf das Spiel und die Situation eingegangen und/oder reagiert. Die machen ihr Ding, nicht gut - weder für die komplette Stimmung im Stadion, noch fürs Team! "Eintracht" heißt "alle" - und da müssen wir wieder hinkommen!!! Also, wer morgen Bock auf unsere SGE hat - holt euch noch ne Karte und ab in Stadtwald! In guten wie in schlechten Zeiten - FORZA SGE
Ich glaube, diese ganze verzwickte Geschichte bei uns hat ganz viel mit Psychologie zu tun und von daher finde ich Deinen Ansatz richtig gut.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass diese Denkweise bei uns derzeit keine größere Rolle spielt. Ist nur so ein Gefühl, ich kann es nicht genau belegen. Vielleicht liegt es ein bisschen daran, dass die letzte Aufstellung
wenig hatte von "wir machen jetzt mal was anderes".
Vielleicht waren es auch die Wechsel, die mich sehr an das bisherige erinnert haben (mit Ausnahme von Staff, der mir von seiner Energie her sehr gut gefallen hat).
Überhaupt dieser Stafff. Die Art wie der auf den Platz kam. Jo, mal gefoult. Genau das, was ich in dem Spiel total vermisst habe. Klar, er hat sich sich ne gelbe Karte geholt. Na und? Kampfgeist und Unbekümmertheit, das hat er mir vermittelt.
Das ist mir auch bei den letzten Spielen bei Younes, Ayoube und Kalimuendo aufgefallen. Diese Unbekümmertheit. Auf die müssen wir setzen.
Je mehr ich mich da reinschreibe, desto mehr meine ich dass Du Recht hast.
Wo Trainer? Wann kommt Magath oder ein anderer Schleifer? In der aktuellen Verfassung brauchen wir keinen Entrepreneur an der Seite, wir brauchen ein Vieh, was keinen Raum für Verunsicherung lässt, nur Raum für maximale Aufopferung. Jetzt heißt es, sich in den Rest der Saison reinzubeißen!
Moinsen 1899international,
bevor es zwischen uns persönlich wird (smile) habe ich das Profil verändert.
Ich hoffe, Du bist zufrieden. :-)
Sehe ich genau so. Es muss sich was verändern. Nur durch Joghurt nun andersherum essen wird dich nichts verändern. Skhiri Katastrophe, Götze Katastrophe, Knauff auch Katastrophe die letzten Spiele… wenn sich was ändern soll, muss sich was ändern. Der Statuten wegen hing es in der cl nun nicht, aber alle genannten haben keine Werbung gemacht für sich. Also genau so würde ich es aufstellen. Respekt.
Na also, geht doch ;o)))))))))
Passt schon, auch wenn Du es nicht geändert hättest.
"Jeder ist anders komisch" hat mal ein guter Freund gesagt.
Peace! :-)
Prima Vorschlag!
Kristensen bräuchte eigentlich eine Pause - Wie wäre es stattdessen mit Buta in der Viererkette - er hat mehr Speed!
Collins, Brown, Kristensen sind überspielt und mental nicht frisch und in guter Form.
Chaibi, Knauff, Brown dann einwechseln!
"Nur durch Joghurt nun andersherum essen wird dich nichts verändern."
Danke für diesen Satz. Ha ha, der ist wirklich gut gewesen ;o)
Auf Kali habe ich richtig Bock. In den paar Spielen hat der schon geil gearbeitet, schöne Dribblings, gute Körperlichkeit. Das kann was werden. Auch der perfekte Sturmpartner für Younes und Jonny. Dazu noch Staff mit vielversprechendem Kurzeinsatz. Plus die drei Außenstürmer Ansgar, Jup und Bahoya. Vorne bin ich wieder angezündet.
Problem ist halt, daß wir im Sommer oder jetzt Abnehmer für Batsman, Ngankam und Wahi brauchen und diese auch wechseln wollen.
Ich beantrage eine Änderung deines Namens in "ahnungvieldavon"
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