Die Eintracht gewann am Sonntagabend überzeugend mit 2:0 gegen den direkten Konkurrenten aus Freiburg. Doch das erfolgreiche Spiel begann für die Hessen mit einem Schock: Bereits nach 17 Sekunden verletzte sich Keeper Kaua Santos, als er herauseilte, um einen Ball in die Tiefe zu klären. Der heranstürmende Ex-Adler Igor Matanovic traf ihn beim Kampf um den Ball am Sprunggelenk. Nach einer kurzen Behandlung musste der Brasilianer das Feld verlassen, Michael Zetterer kam für ihn rein. Nun gab der Bundesligist Santos‘ Diagnose bekannt: Eine Innenbandverletzung im Knie. Demnach werde er mehrere Wochen verletzt fehlen. Damit fällt die Verletzung weniger schlimm aus, als Viele anfangs befürchteten.
Denn: Direkt im Anschluss an die Partie mehrten sich die Sorgen im Umfeld des Klubs, denn es handelt sich bei Santos um das rechte Knie. Genau das, in dem sich der 22-Jährige im April 2025 das Kreuzband riss. Wenngleich Sportvorstand Markus Krösche direkt im Anschluss der Partie schon etwas Wind aus den Segeln nahm: „Das Kreuzband ist es wohl nicht.“ Cheftrainer Albert Riera lobte indes den eingesprungenen Zetterer: „Zetti kam rein und hat es sehr gut gemacht.“ Der vor der aktuellen Saison aus Bremen gekommene Torhüter rettete sein Team ein ums andere Mal und verlieh der Frankfurter Hintermannschaft Sicherheit.
Riera bereute, vor dem Spiel nicht in die Kirche gegangen zu sein
Weiter führte Riera auf der Pressekonferenz nach dem Spiel aus: „Ich habe daran gedacht, dass ich vor zehn Tagen hier meinte, ob ich [wegen der vielen Verletzungen; Anm. d. Red.] in die Kirche gehen sollte. Und jetzt passiert es schon wieder in der ersten Aktion des Spiels. Wir hatten eine sehr gute Woche, viele Spieler haben sich besser gefühlt, sie wollen zurückkommen und sind sehr motiviert. Robin ist von seiner Krankheit zurückgekommen und dann dachte ich, dass ich nicht in die Kirche gehen müsste. Direkt nach 20 Sekunden habe ich mich wieder daran erinnert. Ich hatte Glück, dass ich mit Zetti gesprochen habe und meinte, dass sich niemand von meinen Spielern anhören soll, dass der Trainer sagt, jemand sei nicht bereit. Sie sollen immer bereit sein.“
Santos wird also vermutlich für das Spiel auf St. Pauli, gegen Heidenheim und gegen Mainz ausfallen. Danach steht eine kurze Länderspielpause an, nach der Santos gegen Köln (4. April) wieder verfügbar sein könnte. Seit dem Jahreswechsel war Santos unter Ex-Trainer Dino Toppmöller, dem Interimsduo aus Dennis Schmitt und Alexander Meier sowie unter Riera gesetzt im Tor der Eintracht. Nun könnte also wieder Zetterer zumindest für einige Spiele die Chance bekommen. Zuletzt wurden in Medienkreisen Gerüchte lauter, der Ex-Bremer sei unzufrieden mit seiner Spielzeit und ziehe einen Abgang im Sommer in Betracht. Für den 30-Jährigen ist die Saison bisher ein Auf und Ab: Phasenweise machte er einige Spiele am Stück, konnte am Ende des Jahres 2025 aber auch nicht mehr gänzlich überzeugen und wurde fortan wieder durch Santos ersetzt. Jetzt muss die SGE also erneut für mehrere Spiele den Stammtorhüter tauschen.






Ein Kommentar
Schade, gerade hatte man den Eindruck er profitiert von der aufsteigenden Tendenz der Mannschaft. Hat sich nicht geschont im Zweikampf, das muss man auch attestieren, hoffe er kann die Tendenz konservieren und kommt gestärkt zurück.
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