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Arnaud Kalimuendo spielt seit dem Winter für die SGE. Foto: IMAGO / Jan Huebner

„Haben alles reingehauen“: Kalimuendo über Freiburg, seine Rolle und das Kollektiv

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg hat die Frankfurter Eintracht ein starkes Zeichen gesetzt und sich im Kampf um die Europapokalplätze durchaus eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach der Partie stand Angreifer Arnaud Kalimuendo im „PwC Players Talk“ Rede und Antwort. Dabei zeigte sich der Franzose zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, seiner neuen Rolle und dem Zusammenhalt im Team im Allgemeinen.

Der Heimsieg sei für Kalimuendo vor allem eine Frage der Mentalität gewesen. „Ich habe einen guten Eindruck. Die Mannschaft hat sehr viel gekämpft und es insgesamt gut gemacht. Wir haben alles reingehauen und folgerichtig zwei Tore erzielt“, erklärte der Rechtsfuß. Nachdem Kalimuendo zu Beginn seiner Zeit in Frankfurt als zentraler Angreifer zum Einsatz kam, spielte er zuletzt bei der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München und beim Sieg gegen die Freiburger neben dem zurückgekehrten Jonathan Burkardt als rechter Flügelstürmer. Er betonte, dass er dort spiele, wo er der Mannschaft am besten helfe: „Das hängt natürlich in erster Linie mit den Ideen des Trainers zusammen. Ich bin immer froh, wenn ich der Mannschaft helfen kann, unabhängig der Position.“ Wichtig sei am Ende das Ergebnis. „Es war enorm wichtig, den Heimsieg einzufahren. Ich bin froh, meinen Teil dazu beigetragen zu haben“, so der 24-Jährige. Erstmals stand Kalimuendo gemeinsam mit Sturmpartner Burkardt dabei in der Startelf der SGE und zeigte sich anschließend begeistert vom deutschen Nationalstürmer: „Jonny ist ein klasse Kollege. Er hilft der Mannschaft sehr, wir brauchen seine Qualitäten. Er hat mir sehr geholfen, mich bei der Eintracht zu integrieren, und kennt die Liga.“ Das zahle sich auf dem Platz aus:
„Wenn man sich gut versteht, klappt das Zusammenspiel umso besser.“ Seit seinem Wechsel hat Kalimuendo jedes mögliche Spiel bestritten – und wurde von den Fans sogar zum Spieler des Monats gewählt. Für ihn ist klar, wem er das zu verdanken hat: „Das verdanke ich dem Team und dem Umfeld. Alle haben mich herzlich aufgenommen, ich habe schnell Anschluss gefunden.“ Wenn das Umfeld stimme, falle vieles leichter: „Wenn drumherum alles stimmt, ist es einfach, Gas zu geben und Leistung zu bringen.“

Flexibilität als Schlüssel

Deutlich überraschender als Kalimuendos Rolle waren die der beiden Außenverteidiger Nathaniel Brown und Nnamdi Collins, die seitenverkehrt spielten. Brown spielte als Rechtsverteidiger, Collins als Linksverteidiger. Für Kalimuendo sei es wichtig, dass die Mannschaft die Umstellungen von Neu-Trainer Albert Riera verstehe: „Diese Wechsel sind wichtig. Wichtig ist auch, dass wir verstehen und umsetzen können, was der Trainer von uns verlangt.“ Dabei gehe es weniger um einzelne Positionen als um das große Ganze: „Dann ist es nicht entscheidend, wer auf welcher Position spielt, sondern vielmehr, eine Beziehung untereinander aufzubauen und zu wissen, was der andere tut.“ Die Grundlage sei aber nicht die Position, sondern die Art und Weise, wie die Mannschaft sich auf dem Platz präsentiere: „Die Basis bilden immer Intensität und Aggressivität. Das verlangt der Coach von uns und das bringen wir auf den Platz. So möchten wir weitermachen.“ Die SGE hatte im Spiel gegen Freiburg gleich in der ersten wirklichen Aktion eine Schrecksekunde zu überstehen, als sich Eintracht-Keeper Kaua Santos in der ersten Minute verletzte und ausgewechselt werden musste. Mittlerweile steht fest, dass sich der Brasilianer eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen hat. „Es tut mir sehr leid für Kaua. Ich hoffe, dass es ihm bald wieder besser geht“, so Kalimunedo, der aber auch Santos-Ersatz Michael Zetterer lobte, der es „gut gemacht“ habe und bei dem er sicher sei, dass sich die Mannschaft auf den Torhüter verlassen könne.

Nach Stationen in Frankreich und England ordnet Kalimuendo, der aktuell noch von Nottingham an die SGE ausgeliehen ist, die Bundesliga klar ein: „Die Bundesliga ist auf jeden Fall eine der Topligen in Europa. Sie ist extrem fordernd und physisch intensiver als ich es aus Frankreich gewohnt war.“ Und genau das gefällt ihm: „Alles ist offener, das bringt Spektakel mit sich – für die Zuschauer wie für die Spieler. Das ist eine Spielweise, die mir Spaß macht und entgegenkommt.“

Der 2:0-Erfolg gegen Freiburg war für Arnaud Kalimuendo somit mehr als nur ein Heimsieg – es war ein weiterer Schritt im Wachstums-Prozess der SGE, der für den Neuzugang von Intensität, Flexibilität und mannschaftlicher Geschlossenheit geprägt ist.

Ein Kommentar

Avatar 1. SGE-SCOPE 04. März 26, 10:23 Uhr

Gut für einen Trainer, sind variable Spieler. Damit wird ein System breiter und flexibler. Das macht es schwieriger, für den Gegner ein Konzept gegen uns zu entwickeln. Man bedenke nur, wie anfällig es ist wenn ein Spieler im Sturm ausfällt und man gar keine Tore mehr erzielt. Oder wenn ein Mittelfeldregisseur vom Gegner aus dem Spiel genommen wird und die Stürmer keinen Ball mehr bekommen. Wir müssen weg von "Spieler XY ist auf der Position verschenkt" oder "Bruder Schlag den Ball lang". Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, muss sozusagen Jeder alles spielen können. Natürlich spielt kein Stürmer 90 min hinten, aber mir gefällt es, wenn die Jungs auf ihrer Höhe auch mal die Seiten wechseln und herumwirbeln.

Gruß SCOPE

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