Die Eintracht hat ihr erstes Spiel beim Florida Cup gewonnen.

Die Frankfurter Eintracht ihr erstes Spiel beim Florida Cup gegen den Sao Paulo FC mit 2:1 gewonnen. Für den hessischen Fußballbundesligisten erzielte Ante Rebic in der 9. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter die frühe Führung. Sao Paulos Innenverteidiger Igor Souza entschied die Partie in der 64. Minute mit einem Eigentor.

Nach einer knappen Wochen intensiver Trainingseinheiten unter der Sonne Floridas, bestritt die Eintracht im Rahmen des diesjährigen Florida Cups am Donnerstagabend (Ortszeit) ihr erstes Spiel im Jahr 2019. Trainer Adi Hütter gab in der ersten Halbzeit Stürmer Branimir Hrgota, der in der Hinserie überhaupt keine Rolle spielte, eine Chance, sich zu zeigen. Doch es waren zunächst andere Spieler, die sich in den Blickpunkt des Geschehens spielten. Die SGE erwischte den deutlich besseren Start in die Partie und zeigte in den ersten fünf Minuten gute Ansätze in der Offensive, konnte diese jedoch nicht bis zum Torabschluss durchspielen. In der 9. Minute drang Jetro Willems dann aber doch in den Strafraum des Tabellenfünften der brasilianischen Liga ein und wurde gefoult. Ein klarer Strafstoß. Das sah auch der Unparteiische so und zeigte ohne zu Zögern auf den Punkt. Ante Rebic schnappte sich den Ball und verwandelte humorlos zur Frankfurter Führung.

Unspektakuläre erste Halbzeit

Danach flachte das Spiel zusehends ab und spielte sich in den nächsten zwanzig Minuten fast ausschließlich zwischen den beiden Strafraumgrenzen ab. Die gut 2.000 Zuschauer im Al Lang Stadium – darunter etwa 100 Fans der Eintracht – mussten bis zur 31. Minute warten, bis sie mal wieder eine Torchance zu sehen bekamen. Filip Kostic setzte auf der linken Außenbahn zu einem schönen Flankenlauf an. Seine Hereingabe war aber einen Tick zu scharf. Wenige Sekunden später kam Jonathan de Guzman nach einer Vorlage von Danny da Costa aus fünf Metern frei zum Abschluss. Sein Schuss war viel zu harmlos und der brasilianische Keeper Tiago Volpi hielt den Ball problemlos fest. Alle Augen waren in dem Moment aber da Costa gerichtet, der sich beim Zuspiel weh tat und sich das Knie mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt. Für den Dauerbrenner auf der rechten Seite ging es aber nach einer kurzen Behandlungspause weiter. Wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff spielten Hrgota und Rebic einen schönen Doppelpass und kombinierten sich so sehenswert in den gegnerischen Strafraum. Bei Rebic‘ Abschluss war dann allerdings der Winkel ein bisschen zu spitz. So ging es mit der knappen Frankfurter Führung in die Halbzeitpause.

Bäumchen wechsel‘ dich zur zweiten Halbzeit

Eintracht-Trainer Hütter wechselte zur zweiten Hälfte beinah komplett durch. Nur Hrgota blieb von der ursprünglichen Elf übrig. Der Stürmer durfte sich nun auf der ungewohnten Position des Rechtsverteidigers ausprobieren. Mit Sebastien Haller und Luka Jovic als neues Sturmduo legten die Frankfurter in den zweiten 45 Minuten in der Offensive direkt zügig los. Taleb Tawatha brachte in der 52. Minute eine klasse Flanke scharf in den Sechzehner, wo Haller angerauscht kam. Der Ball klatschte jedoch an den Außenpfosten. Und wie das so häufig ist im Fußball: Wer die eigenen Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft. So war es auch in diesem Fall. Nur drei Minuten nach dieser Gelegenheit klingelte es im Kasten der Eintracht. Hrgota verlor ohne Not im Mittelfeld den Ball, Sao Paulo schaltete schnell um und Anderson Carvalho konnte unbedrängt zum 1:1 einschieben. Es war nun ein deutlich unterhaltsameres Spiel als im ersten Durchgang. Und so dauerte es auch nur bis zur 64. Minute, bis das nächste Tor fiel. Diesmal wieder für die Hessen. Jovic setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball scharf vors gegnerische Tor, wo Sao Paulos Innenverteidiger Igor Souza das Spielgerät selbst über die Linie drückte – das 2:1 für die Frankfurter. Vier Minuten später versuchte es Marc Stendera mit einem frechen Heber aus 25 Metern. Der Ball senkte sich beinah ins Tor.

Die Aufstellung der Eintracht: Trapp (46. Rönnow) – Da Costa (46. Jovic), N’Dicka (46. Russ) , Hasebe (46. Salcedo), Abraham (46. Falette) , Kostic (46. Tawatha) – de Guzman (46. Rode) , Fernandes (46. Stendera ) – Willems (46. Fabian) – Rebic (9., 1:0/46. Haller) , Hrgota

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12 Kommentare

  1. Danke an die Redaktion für die gute Zusammenfassung.
    Das Ergebnis und was man so liest, kann sich doch sehen lassen.
    Die Beine dürften auch etwas schwerer als z.B. vor einem Punktspiel gewesen sein.
    Hrgota kann mit Rebic kombinieren? Schön! Bitte für den Fall der Fälle merken, falls Hrgota nicht doch noch hoffentlich eine neue Spielstätte findet…..
    Das wichtigste aber ist für mich: gesund bleiben!
    ForzaSGE

  2. Hrgota war so schwach, Wahnsinn! Konnte leider keine Werbung in eigener Sache machen. Rode ordentlich.

  3. Hatte nur die 1. HZ gesehen und da war am Anfang an schon der Wille zum Sieg zu sehen.

    Nach der erneuten Leistung von Hrogata hoffe ich noch auf einen Plan B, wenn man schon Hannover mit der Leihe von Müller stärkt.

  4. Rode war gut. Das macht Lust auf mehr.

    Hrgotha fand ich auch OK, bis auf die Unachtsamkeit.

    Eigentlich waren alle recht ordentlich dabei. Sao Paolo ist keine Laufkundschaft, auch wenn’s ein Freundschaftspiel war. In der 2ten Halbzeit machten sie kein schlechtes Spiel, phasenweise drückender als die SGE.

    Schiedsrichter war sehr unsicher. Jovic hätte auch einen 11er erhalten müssen.

  5. Dass Hrgota vor dem Schuss von de Guzman in der 32. min frei vor dem Tor dermaßen über den Ball säbelt ist wohl eine Selbstverständlichkeit, die hier im Bericht nicht erwähnt wird 😀
    zu sehen ab 1:40 https://www.youtube.com/watch?v=LEIAQy4y60E
    Generell von ihm viel zu wenig Torgefahr, öfter mal in einer möglichen Umschaltsituation das Tempo verschleppt und im Pressing auch eher behäbig (wirkt vlt aber im Vergleich zu Rebic auch nur so). In der zweiten Halbzeit dann das Gegentor mit einem unnötigen Ballverlust und miserablem Defensivverhalten eingeleitet.

  6. Hier meine Spielzusammenfassung.

    Die Mannschaft war heiß und vor allem trotz des intensiven Trainingslagers fit.
    Ab der Ersten Minute wurde ordentlich zur Sache gegangen.
    Von schweren Beinen merkte man nichts.

    Mit Trapp und anschließend Rönnow standen zwei souveräne
    Torhüter im Kasten.

    Abraham, Hasebe, Ndicka, Falette, Salcedo, Russ, Kostic, da Costa und Tawatha
    spielten ordentlich wobei die drei letzten Genannten auch Offensiv-Aktionen hatten.
    Hasebe stach durch sein gutes Stellungsspiel und seine Spritzigkeit heraus.
    Sogar Tawatha gefiel auf Links da er nach hinten und vorne arbeitete und Einwürfe
    in der Offensive erzwang oder auch mal Flanken konnte.

    De Guzman und Fernandes verrichteten fleißig ihren Job auf der 6 wobei de Guzman
    auch mal mit in die Offensive ging und sogar im Strafraum auftauchte.
    Die beiden wurden in der zweiten Halbzeit durch Rode und Stendera abgelöst.
    Beide spielten zumeist auf einer Höhe in der 6er Position und beschränkten sich
    auf die Defensive.
    Durch einen Fehlpass konnte Stendera einmal aus 25-30 Meter auf das Tor schießen.
    Für die Offensive taten sie sonst nichts.
    Hier stellt sich mir die Frage ob dies Anweisung von Hütter war oder ob die Luft
    nach vorne nicht reichte.

    Unsere 10er hießen Willems und später Fabian wobei Willems auffälliger spielte
    und zu gefallen wusste. Etwas defensiver (8) gefällt er mir persönlich wesentlich besser.
    Fabian blieb blass.

    Unsere drei Büffel mit guten Aktionen wie wir sie aus der Liga gewohnt sind.
    Haller musste einige unschöne Tritte von hinten einstecken.
    In einem Freundschaftsspiel sicherlich unnötig.

    Hrgota wurde 90 Minuten aufgeboten.
    Erste Halbzeit sollte er Stürmer spielen und in der Zweiten Rechter Verteidiger für
    da Costa.
    Die Betonung liegt auf sollte!
    In der Offensive war er nicht zu sehen und wen traf er den Ball nicht.
    Zweikampfschwach und irgendwie stand er meistens dort
    wo der Ball genau nicht hinkommt.
    Selbst Tawatha als Linksverteidiger wirkte Torgefährlicher.

    Es sollte sich in der Zweiten Hälfte als RV nicht bessern.
    Er stand nun ca. 20 Meter tiefer auf der Rechten Seite.
    Durch sein verlorenes Dribbling an der Mittellinie leitete er den Konter
    zum Anschlusstreffer ein.
    Salcedo und Falette konnten gegen drei Angreifer nichts mehr retten.
    Hrgotas halbherziges zurücklaufen zur Unterstützung der Abwehr hätte
    er sich sparen können.

    Outro:
    Rode hat noch nicht viel gezeigt aber er hat seit Monaten keine Spielpraxis.
    Hrgota ohne Selbstbewusstsein nicht einsetzbar.
    Fabian passt leider gar nicht ins System.
    Weder von der Schnelligkeit noch von der Position.
    Stendera spielte auf der 6 ohne offensiv Akzente zu setzen.
    Das reicht nicht gegen Rode, Torro, de Guzman und Fernandes und eventuell Willems.

    Alle anderen Spieler auf nahezu gleichem hohen Niveau.

    Insgesamt zu diesem Zeitpunkt eine gute Mannschaftsleistung unserer SGE.

  7. @Pot:

    Dafür war der Elfer, den wir bekommen haben ein Witz. Willems wurde nicht mal berührt, bevor er abgehoben ist.
    Ich kann den nicht mehr sehen. Hat immer wieder Schwalben drin, dazu immer wieder kleine dreckige Fouls.
    Gestern gab es natürlich keinen Videobeweis, daher ist er damit durchgekommen, aber wieso zur Hölle macht man sowas bei einem Spaß – Cup?

  8. @10. Das erschien mir auch so, aber bei der Übertragung war ich mir nicht sicher.
    Egal, dann gleicht sich es ja aus. Es bestätigt aber, dass der Schiri nicht gerade seinen besten Tag erwischt hatte. Auch weil manchmal überflüssige Härte aufkam.

    @9 Danke für die ausführliche Analyse. Leider war ich minutenweise bei der Übertragung müde und eingenickt.
    Deine Einschätzung zu Fabian und Stendera ist auch mein Eindruck gewesen. Hrghota ist mir mittlerweile fast egal geworden, ich wünsche ihm daher aufrichtig viel Erfolg bei einem Neustart bei einem anderen Verein. Bei uns wird das wohl leider nichts mehr.

  9. Taleb in dieser Form zähle ich nicht zu denjenigen, die konsequenterweise gehen sollten.
    Solange auf seiner Position kein neuer Spieler kommt, ist er für mich klar der Back Up von Filip.
    Seine Hereingaben sind fast immer scharf, präzise und torgefährlich. Das kann nach wie vor keiner so wie er.

    Ansonsten werden mir was „Interesse“ an unseren Abgangskandidaten betrifft, bislang zuviele Gerüchte gestreut.
    Wir benötigen für einen effektiven Wettbewerb im oberen Tabellendrittel noch ein Upgrade in der Zentrale und vsl. auf RV – und dafür braucht es in den kommenden 2 Wochen ein paar Kader-Abgänge.

    @ elde
    Ich habe auch ne Schwalbe von Jetro gesehen und mich aufgeregt – eigentlich hat er in jedem Spiel irgendso eine Aktion. Dabei war der Kommentator von so überzeugt von einem Foul, dass es einfach noch ne andere Perspektive gebraucht hätte.

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