Der Einstand hätte kaum besser laufen können: Beim 3:3-Remis gegen Borussia Dortmund haben sich Eintrachts neue Offensivkräfte Younes Ebnoutalib und Arnaud Kalimueno direkt in den Fokus gespielt. Besonders Ebnoutalib sorgte mit seinem Tor für Gänsehaut – und für begeisterte Worte von SGE-Legende Jan Aage Fjørtoft.
Der frühere Eintracht-Stürmer analysierte in der „Bild“ die Szene detailliert und voller Anerkennung: „Direkt auf den Torwart zulaufen und das vor der Fan-Kurve, das ist nicht leicht. Ich dachte erst, er fällt hin, aber wie er dann die Balance gefunden, den Ball mit der Sohle mitgenommen und dann über den Torwart ins Tor geschossen hat, das war perfekt gemacht. Ein echtes Klasse-Tor.“
Ein Märchen – mit kurzer Pause
Fjørtoft machte deutlich, wie besonders dieser Moment für den jungen Angreifer ist – ohne dabei den Blick für den Alltag im Profifußball zu verlieren. Er habe direkt nach dem Spiel mit dem 22-Jährigen gesprochen: „Ich sagte zu ihm: ‚Als ich für Eintracht gespielt habe, hast Du noch nicht gelebt. Aber das, was Du gerade hier erlebst, ist ein Märchen. Das musst Du einfach genießen. Aber nur für zwei Tage, denn am Dienstag brauchen wir Dich wieder.‘“ Gleichzeitig ordnete der Norweger die sportliche Situation realistisch ein. Mit Blick auf die verletzungsbedingte Pause von Jonathan Burkardt sieht Fjørtoft für Ebnoutalib eine klare Chance: „Er hat jetzt den Januar Zeit, sich zu beweisen, bis Jonathan Burkardt zurückkommt. Sein Vorteil ist die Unbekümmertheit, und dadurch, dass er jetzt gleich sein erstes Tor geschossen hat, ist der große Druck weg.“
Kalimuendo überzeugt sofort als Vorbereiter
Doch nicht nur der Torschütze sammelte Pluspunkte. Auch der zweite Neuzugang im Eintracht-Sturm, Arnaud Kalimuendo, feierte ein gelungenes Debüt. Der Franzose bereitete als Einwechselspieler das Tor seines neuen Sturmkollegen mit einem sehenswerten Pass vor – zur Freude von Fjørtoft: „Er hat sich mit der Vorlage ebenfalls toll eingeführt.“ Besonders interessant und imposant ist für den TV-Experten die Kaderplanung der Eintracht. Dabei betonte er sein Vertrauen in die sportliche Führung um Markus Krösche: „Ich habe in Markus Krösche mehr Vertrauen als in mich, und wenn er das Potenzial bei ihm sieht, hat er das auch.“
Optimismus für die Eintracht-Offensive
Am Ende bleibt bei Fjørtoft ein positives Gesamtbild – vor allem mit Blick auf die Variabilität im Angriff von Eintracht Frankfurt. Diese war zuvor verloren gegangen, die SGE hatte nach den Verletzungen von Burkardt und Michy Bathsuayi teilweise nur einen gelernten Stürmer im Kader – hier handelte es sich um Elye Wahi, der seinen Kredit bei Cheftrainer Dino Toppmöller komplett verbraucht hatte und es trotz der mehr als angespannten Personalsituation oft nicht mal mehr in den Kader schaffte: „Ich denke, Eintracht hat vorne jetzt verschiedene Typen, das macht mich optimistisch.“ Ein optimistischer Ausblick also – getragen von einem märchenhaften Einstand, viel Unbekümmertheit und dem Gefühl, dass die Frankfurter Offensive mit Ebnoutalib und Kalimuendo neue, spannende Optionen gewonnen hat.






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